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Medikamente

Natriumcitrat Grifols 136 mmol/l Stabilisatorlösung für Blutkonserven

Natriumcitrat Grifols 136 mmol/l Stabilisatorlösung für Blutkonserven
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Natriumcitrat Grifols ist eine Lösung zur extrakorporalen Anwendung, die den Wirkstoff Natriumcitrat enthält. Nur zur Infusion in den extrakorporalen (außerhalb des Körpers liegenden) Kreislauf.

Wirkstoff(e)
Trinatriumcitrat
Zulassungsinhaber
Laboratorios Grifols S.A.
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
V07AC

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Natriumcitrat Grifols 136 mmol/l Stabilisatorlösung für Blutkonserven angewendet?

Natriumcitrat Grifols ist eine Lösung zur extrakorporalen Anwendung, die den Wirkstoff Natriumcitrat enthält.

Nur zur Infusion in den extrakorporalen (außerhalb des Körpers liegenden) Kreislauf.

Dieses Arzneimittel wird als Gerinnungshemmer für Vollblut (zur Blutverdünnung) im Rahmen von automatisierten Spender-Apherese- und therapeutischen Aphereseverfahren angewendet. Zur therapeutischen Apherese gehören die kontinuierliche venovenöse Hämodialyse (CVVHD) und die kontinuierliche venovenöse Hämodiafiltration (CVVHDF), die langsame verlängerte (tägliche) Dialyse (SLEDD) und der therapeutische Plasmaaustausch (TPE, zu Entfernung und Austausch des Blutplasmas).

Dieses Arzneimittel, welches im Rahmen einer Spender-Apherese angewendet wird, ist ausschließlich für Erwachsenen bestimmt. Für die therapeutische Apherese ist die Anwendung bei Erwachsenen und Kindern aller Altersgruppen (ausgenommen Frühgeborene) bestimmt, sofern das verwendete Gerät an das Gewicht des Kindes angepasst ist.

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Was ist vor der Einnahme von Natriumcitrat Grifols 136 mmol/l Stabilisatorlösung für Blutkonserven zu beachten?

Natriumcitrat Grifols darf nicht angewendet werden:

  • wenn Sie allergisch gegen Natriumcitrat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie ein Spender sind, bei dem das Risiko eines gestörten Citrat-Stoffwechsels besteht (Ihr Körper ist nicht ausreichend in der Lage, die erforderliche Dosis von Natriumcitrat Grifols abzubauen, so dass sich Citrat in Ihrem Blut anreichert) (z. B. bei eingeschränkter Leberfunktion).
  • wenn Sie an einer schweren Störung des Citratstoffwechsels leiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin, bevor Sie Natriumcitrat Grifols anwenden.

  • Natriumcitrat Grifols ist nicht zur direkten intravenösen Infusion bestimmt.
  • Die Lösung darf nur verabreicht werden, wenn sie klar und der Verschluss unbeschädigt ist.

Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird Folgendes berücksichtigen:

  • Bei der Spender-Apherese kann eine zu große Menge an Citrat zu einer leichten Hypocalcämie (niedrige Konzentration von ionisiertem Calcium im Blut) mit leichten Symptomen einer Citrat- Toxizität führen. Ihr Arzt/Ihre Ärztin kann dann den Blutfluss, die Citratinfusionsrate oder die Infusionsrate während der nächsten Apherese-Sitzungen verlangsamen. Gegebenenfalls erhalten Sie eine orale Calciumsubstitution. Die Apherese ist abzubrechen, wenn schwerere Symptome auftreten.
  • Bei der therapeutischen Apherese führt eine unsachgemäße Infusion von zu großen Citratmengen zu einer akuten Hypocalzämie (sehr niedrige Konzentration von ionisiertem Calcium im Blut) und einer metabolischen Alkalose (hohe Bicarbonatkonzentration im Blut) und kann zu neurologischen und kardialen Komplikationen führen Ihr Arzt/Ihre Ärztin kann dann die Infusion von Citrat absetzen und mit der Infusion von Calcium fortfahren.
  • Stellen Sie sicher, dass die gerinnungshemmende Wirkung während der Behandlung überwacht wird und dass ein unerwartetes Zusetzen des Filters jederzeit bemerkt wird.
  • Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird vor und während der Behandlung untersuchen, wie Ihr Blut durch die Blutgefäße fließt, wie Ihr Flüssigkeitshaushalt aussieht und wie hoch der Blutzucker, die Elektrolyte (eine bestimmte Stoffgruppe im Blut) und der Säure-Base-Haushalt (Abweichung im Blut-pH) sind.
  • Stellen Sie sicher, dass eine verminderte Leberfunktion, eine Verminderung des Blutsauerstoffs oder eine Störung der Sauerstoffverwertung in den Geweben des Körpers bekannt sind, bevor mit der Behandlung begonnen wird, und die Behandlung mit einer entsprechend angepassten Dosis oder gegebenenfalls einer anderen Methode zur Antikoagulation begonnen wird.
  • Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen ist der Abbau von Citrat (zu Bicarbonat) eventuell eingeschränkt und es kann zu einer Akkumulation von Citrat kommen. Wenn Natriumcitrat Grifols an Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung verabreicht wird, ist eine engmaschige Überwachung des pH-Werts, der Elektrolyte, des Verhältnisses von Gesamtcalcium zu ionisiertem Calcium und des systemischen ionisierten Calciums wichtig, um ein Elektrolyt- und/oder Säure-Base-Ungleichgewicht zu vermeiden. Dieses Arzneimittel sollte nicht bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung angewendet werden.
  • Wenn bei der RCA (Regionale Citrat-Antikoagulation) andere Lösungen verwendet werden, kann es zu einem gestörten Gleichgewicht in Ihrem Blut kommen, z. B. zu einer metabolischen Azidose (hohe Säurekonzentration im Blut) und einer Hyponatriämie (niedrige Natriumkonzentration im Blut). Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird diese Störungen nach einem geeigneten Protokoll behandeln.
  • Bei Patienten, die über einen längeren Zeitraum immobilisiert gewesen sind, kann es zu auffälligen Veränderungen des Calciumspiegels im Körper kommen, die zu einer Freisetzung von Calcium aus den Knochen führen. Bei Patienten, die länger als 2 Wochen immobilisiert gewesen sind oder bei denen die Infusionsrate von Calcium schrittweise verringert wird, sollte der Status von Calcium und anderen Mineralien in den Knochen des Patienten engmaschig überwacht werden.
  • Stellen Sie sicher, dass die gerinnungshemmende Wirkung bei Patienten mit Verdacht auf Hyperkoagulation überwacht wird.
  • Patienten mit bekannter schwerer mitochondrialer Dysfunktion (z. B. Paracetamol- und Metformin- Intoxikationen) können vorzugsweise mit einem alternativen Antikoagulanzienprotokoll behandelt werden, um das Risiko einer Citratakkumulation zu vermindern.
  • Stellen Sie sicher, dass eine bestehende Hypocalcämie (niedrige Konzentration von ionisiertem Calcium im Blut) vor Beginn der Therapie behandelt wird.
  • Citrat bindet Calcium- und Magnesiumionen, was durch die anschließende Entfernung über das Filter- oder Zentrifugationsverfahren zu einer Hypocalcämie (niedrige Konzentration von ionisiertem Calcium im Blut) und/oder Hypomagnesiämie (niedrige Konzentration von Magnesium

im Blut) führen kann. Eine Calciuminfusion zum Ausgleich der Verluste ist oft Standardpraxis, auch eine zusätzliche Gabe von Magnesium kann geboten sein.

Citrathaltige Blutplasmaprodukte können das Risiko einer Citratakkumulation und -überladung erhöhen.

Kinder

Dieses Arzneimittel wird für Frühgeborene nicht empfohlen, da für diese Patientengruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Anwendung von Natriumcitrat Grifols zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die folgenden Wechselwirkungen sind möglich mit Arzneimitteln, die Folgendes enthalten:

  • Calcium, welches das Risiko einer Hypercalcämie (hohe Konzentration von ionisiertem Calcium im Blut) erhöhen und zu einer verminderten gerinnungshemmenden Wirkung führen kann.
  • Arzneimittel mit hohem Natriumgehalt, die das Risiko einer Hypernatriämie (hoher Natriumspiegel im Blut) erhöhen können.
  • Natriumbicarbonat, welches das Risiko für eine erhöhte Konzentration von Hydrogenbicarbonat im Blut erhöhen kann (metabolische Alkalose).
  • Blutprodukte, die ebenfalls Citrat enthalten, können das Risiko einer höheren Citratkonzentration im Blut oder das Risiko einer hohen Konzentration von Bicarbonat im Blut erhöhen.

Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden, da keine ausreichenden Daten zur Kompatibilität vorliegen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt/Ihre Ärztin um Rat.

Es gibt keine Daten zur Anwendung von Natriumcitrat Grifols in der Schwangerschaft und Stillzeit. Daher wird dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft und Stillzeit nur dann empfohlen werden, wenn Ihr Arzt/Ihre Ärztin die Behandlung für notwendig erachtet.

Zur Auswirkung von Natrium und Citrat auf die Fertilität liegen keine Daten vor, es sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

Wie wird Natriumcitrat Grifols 136 mmol/l Stabilisatorlösung für Blutkonserven angewendet?

Extrakorporale Anwendung. Nur zur Infusion in den extrakorporalen (außerhalb des Körpers liegenden) Kreislauf.

Dieses Arzneimittel muss unter Aufsicht von qualifiziertem Personal gemäß einem vordefinierten Protokoll im Rahmen des automatisierten Aphereseverfahrens angewendet und gehandhabt werden. Ausschließlich zur Anwendung in Krankenhäusern.

Dosis

Dieses Arzneimittel wird in Einrichtungen des Gesundheitswesens und nur von geschultem medizinischem Fachpersonal verabreicht.

Natriumcitrat Grifols-Lösung darf nur von erfahrenen Ärzten verordnet werden, die auch ihre Verabreichung (Dosis, Infusionsrate und kumulatives Volumen) festlegen. Das heißt, Natriumcitrat Grifols wird in einer bestimmten Dosierung in den extrakorporalen (außerhalb des Körpers liegenden) Blutkreislauf eingebracht, um lokal sehr niedrige Werte an ionisiertem Calcium zu erzeugen und so das Blut zu verdünnen (regionale Citrat-Antikoagulation). Der Blutstrom und die Dosis des Arzneimittels richten sich dabei nach der körperlichen Verfassung des Patienten und der Behandlung. Weitere Angaben zur Dosierung finden sich in den unten aufgeführten Informationen für medizinisches Fachpersonal.

Anwendung bei Kindern

Natriumcitrat Grifols ist bei pädiatrischen Patienten nur für therapeutische Aphereseverfahren vorgesehen. Die verwendete Vorrichtung muss für die Behandlung von Kindern geeignet sein und einen niedrigen Blutfluss erlauben, wenn Neugeborene behandelt werden sollen. Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird sicherstellen, dass ein im Verhältnis zum Körpergewicht des Kindes niedriger Blutfluss gewählt und eine entsprechend reduzierte Natriumcitrat Grifols-Dosis verschrieben wird. Ihr Arzt/Ihre Ärztin verschreibt dieses Arzneimittel nur dann, wenn er/sie über Erfahrung mit der verschriebenen Nierenersatz- oder Plasmaaustauschtherapie bei Kindern verfügt.

Bei Kindern im Neugeborenen- bis Kleinkindalter ist eine engmaschige Überwachung erforderlich – bei Kindern und Jugendlichen wird sie empfohlen, um eine Citratüberladung bzw. eine Citratakkumulation zu verhindern.

Wenn Sie eine größere Menge von Natriumcitrat Grifols angewendet haben, als Sie sollten

Da Natriumcitrat Grifols nur von einem Arzt/einer Ärztin verabreicht wird, ist es unwahrscheinlich, dass bei Ihnen zu viel oder zu wenig angewendet wird. Sollten Sie trotzdem der Meinung sein, dass Ihnen zu viel von diesem Arzneimittel verabreicht wurde, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder dem medizinischen Fachpersonal.

Die Zeichen einer Überdosis können solche eines niedrigen Calciumspiegels (z. B. Muskelkrämpfe und Spasmen sowie abnormer oder unregelmäßiger Herzschlag) und eine Veränderung des Säure- Base- und des Natriumhaushaltes (z. B. Verwirrtheit, Benommenheit, Kopfschmerzen, Erbrechen) sein.

Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich bemerken, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder dem medizinischen Fachpersonal.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder das medizinische Fachpersonal.

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Welche Nebenwirkungen hat Natriumcitrat Grifols 136 mmol/l Stabilisatorlösung für Blutkonserven?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der therapeutischen Apherese können die folgenden häufigeren Nebenwirkungen auftreten:

  • Ungleichgewicht der Elektrolyte im Blut (niedriger Calciumgehalt, hoher Natriumgehalt im Blut).
  • Störungen des Säure-Base-Haushalts (pH-Wert im Blut zu hoch oder zu niedrig)
  • stark erniedrigter Calciumspiegel im Blut
  • Parästhesie (brennendes oder kribbelndes Gefühl, das normalerweise in den Händen, Armen, Beinen oder Füßen empfunden wird, aber auch in anderen Körperteilen auftreten kann)
  • orale Hypästhesie (verminderte Empfindlichkeit oder Taubheit in der Mundhöhle)
  • Anästhesie (Empfindungslosigkeit)

niedriger Blutdruck

Bei der therapeutischen Apherese können die folgenden Nebenwirkungen auftreten (die genaue Häufigkeit ist nicht bekannt):

  • Hautrötung
  • allergische Reaktionen
  • schwere Störungen im Säure-Base-Haushalt des Bluts (zu hoher pH-Wert im Blut)
  • Ungleichgewicht der Elektrolyte im Blut (niedriger Magnesiumgehalt, niedriger Phosphatgehalt im Blut)
  • hoher Lactatspiegel im Blut
  • Kopfschmerzen
  • Muskelspasmen

Bei Patienten, die citrathaltige Blutbestandteile erhalten, besteht ein erhöhtes Risiko für eine Citratakkumulation und -überladung und damit ein erhöhtes Risiko für damit verbundene unerwünschte Nebenwirkungen (Hypocalcämie, metabolische Azidose, metabolische Alkalose).

Bei der Spender-Apherese können die folgenden häufigeren Nebenwirkungen auftreten:

niedriger Blutdruck

Bei der Spender-Apherese können die folgenden weniger häufigen Nebenwirkungen auftreten:

Bei der Spender-Apherese können die folgenden Nebenwirkungen auftreten (die genaue Häufigkeit ist nicht bekannt):

  • Parästhesie (brennendes oder kribbelndes Gefühl, das normalerweise in den Händen, Armen, Beinen oder Füßen empfunden wird, aber auch in anderen Körperteilen auftreten kann)
  • orale Hypästhesie (verminderte Empfindlichkeit oder Taubheit in der Mundhöhle)
  • Anfall
  • Tetanie (unwillkürliche Muskelkontraktion oder Spasmen)
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen über das:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH,

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Natriumcitrat Grifols 136 mmol/l Stabilisatorlösung für Blutkonserven aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Nicht einfrieren.

Nach Anbruch des Behältnisses muss die Lösung sofort verwendet werden.

Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht, wenn Sie bemerken, dass die Lösung nicht klar oder das Behältnis beschädigt ist.

Die Lösung ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. Nicht verwendete Teile der Lösung sind zu verwerfen.

Weitere Informationen zu Natriumcitrat Grifols 136 mmol/l Stabilisatorlösung für Blutkonserven

Was Natriumcitrat Grifols enthält

Der Wirkstoff ist Natriumcitrat. 1000 ml Lösung enthalten jeweils 40 g Natriumcitrat, entsprechend 408 mmol Natrium und 136 mmol Citrat.

Die sonstigen Bestandteile sind Wasser für Injektionszwecke und Zitronensäure-Monohydrat.

Wie Natriumcitrat Grifols aussieht und Inhalt der Packung

Natriumcitrat Grifols ist in einem Beutel mit 250 ml Lösung erhältlich. Es ist eine klare und farblose wässrige Lösung.

Dieses Arzneimittel ist in flexiblen Polypropylen-Beuteln zu 250 ml (in Schachteln mit 30 Beuteln oder 39 Beuteln) in zwei verschiedenen Aufmachungen verfügbar:

  • Flexibler Polypropylen-Beutel mit einem Verbindungsschlauch, der mit einem Twist-Off- Konnektor verschlossen ist.
  • Flexibler Polypropylen-Beutel mit einem Verbindungsschlauch, der durch einen Correct Connect-Konnektor verschlossen ist.

Es werden möglicherweise nicht alle Aufmachungen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

LABORATORIOS GRIFOLS, S.A. Can Guasch, 2

08150 Parets del Vallès, Barcelona (SPANIEN)

Hersteller

LABORATORIOS GRIFOLS, S.A. Polígono Autopista. Passeig Fluvial, 24

08150 Parets del Vallès, Barcelona (SPANIEN)

Z.Nr.: 142731

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Spanien: Citrato de Sodio Grifols 136 mmol/l solución anticoagulante y conservante para la sangre

Österreich: Natriumcitrat Grifols 136 mmol/l Stabilisatorlösung für Blutkonserven Ungarn: Nátrium-citrát Grifols 136 mmol/l alvadásgátló és vértartósító oldat Deutschland: Natriumcitrat Grifols 136 mmol/l Stabilisatorlösung für Blutkonserven

Tschechische Republik: Natrium citrát Grifols

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2025

Weitere Informationsquellen

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (http://www.basg.gv.at) verfügbar.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

1000 ml Lösung enthalten:

Natriumcitrat 40,0 g  
Na+ 408 mmol  
Citrat3- 136 mmol  
Theoretische Osmolarität: 544 mOsm/l
pH-Wert: 6,4 – 7,5  

Dosierung

Im Allgemeinen ist bei der zentrifugalen und membranbasierten Apherese die verabreichte Natriumcitrat Grifols-Dosis in die Zugangsleitung des Apheresekreislaufs proportional zum Blutfluss im extrakorporalen Kreislauf einzustellen, um eine hinreichende Absenkung von ionisiertem Calcium im Blut des Kreislaufs zu erreichen. Dabei sollte eine Konzentration von ionisiertem Calcium zwischen 0,25 bis 0,35 mmol/l im extrakorporalen Kreislauf angestrebt werden, was üblicherweise mit einer Dosierung von 3 bis 4 mmol Citrat pro Liter behandeltes Blut erreicht wird.

– Apherese bei Spendern

Die zu verabreichende Dosis von Natriumcitrat Grifols hängt vom Gesamtblutvolumen des Spenders und den im Apheresekreislauf konfigurierten Verfahrensparametern ab. Infusionsraten von bis zu 1,1 mg/kg/min Citrat, die dem Spender verabreicht werden, haben sich bei Aphereseverfahren von bis zu 90 Minuten Dauer als sicher erwiesen.

Nach der Einleitungsphase sind Spender auf frühe Anzeichen einer Citrat-Toxizität zu überwachen, wie z. B. Kribbeln in den Fingern und im perioralen Bereich, Schüttelfrost, Hautrötungen, Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen, Nervosität, Reizbarkeit, Benommenheit, Brustbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen. Die Verlangsamung der Vollblutverarbeitungsrate, der Zugangspumpenrate, der Citratinfusionsrate oder der Reinfusionsrate während der Apherese-Sitzung hat unmittelbare Auswirkungen und reicht oft aus, um leichte Symptome zu lindern. Eine orale Calciumsubstitution hat sich bei der Behandlung einer leichten symptomatischen Hypocalcämie als wirksam erwiesen. Wenn schwerere Symptome auftreten, ist das Verfahren zu beenden.

– Therapeutische Apherese

Nach der Einleitungsphase ist eine kontinuierliche Überwachung des Blutrückflusses, des systemischen und des Gesamtcalciumspiegels durchzuführen. Die systemische Calciumkonzentration muss innerhalb des normalen physiologischen Bereichs gehalten werden, wozu im Allgemeinen eine Kalziumsupplementierung erforderlich ist. Die Kalziumsupplementierung muss entsprechend der ärztlichen Verordnung angepasst oder beendet werden, wenn die Antikoagulation eingestellt wird.

Das Anwendungsvolumen bei erwachsenen Patienten darf 10,4 Liter/Tag nicht überschreiten. Der extrakorporale Blutfluss muss zur Erreichung der therapeutischen Ziele ausreichend sein, jedoch

gleichzeitig niedrig genug gehalten werden, um eine unnötige Infusion von Citrat zu vermeiden und um die Abscheidung von Citrat im verwendeten Filter zu fördern. Bei Nierenersatz- und Plasmaaustauschtherapien muss die Zusammensetzung und das verabreichte Volumen anderer Flüssigkeiten bei der Verschreibung von Natriumcitrat Grifols berücksichtigt werden. Weitere Empfehlungen und Einschränkungen sind bzgl. der Posologie bei der Verwendung von Flüssigkeiten in der therapeutischen Apherese, für die Verwendung bei bestimmten Patientenpopulationen, bei Patienten mit beeinträchtigtem Citratstoffwechsel sowie bei geriatrischen und pädiatrischen Populationen zu beachten. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation).

Die Lösung ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. Nicht verwendete Teile der Lösung sind zu verwerfen.

Die Lösung darf nur verwendet werden, wenn sie farblos und klar ist und keine Undichtheiten festzustellen sind.

Den Beutel erst unmittelbar vor der Anwendung aus der Umverpackung entnehmen. Der Innenbeutel gewährleistet die Sterilität des Produkts.

Eine aseptische Technik ist anzuwenden. Die Lösung ist unmittelbar nach dem Öffnen zu verwenden, um eine mikrobielle Kontamination zu vermeiden.

Extrakorporale Anwendung. Nur zur Infusion in den extrakorporalen Kreislauf.

Die folgenden Gebrauchsanweisungen müssen befolgt werden:

Bei Lösungsbeuteln mit Twist-Off-Konnektor:

  1. Kontrollieren Sie die Verpackung des Produkts.
  2. Ziehen Sie die Umverpackung von der Ecke ab und entnehmen Sie den Beutel.
  3. Kontrollieren Sie den Beutel nach dem Entfernen der Umverpackung auf Anzeichen von Beschädigungen oder Undichtheiten. Nicht verwenden, wenn der Lösungsbeutel Undichtheiten aufweist oder wenn der Zugangsanschluss oder die Aufhängung beschädigt/locker sind.
  4. Kontrollieren Sie die Lösung.
  5. Überzeugen Sie sich, dass das Verfallsdatum nicht überschritten wurde.
  6. Hängen Sie den Beutel mittels der Öse an der vorgesehenen Aufhängung auf.
  7. Öffnen Sie den abbrechbaren Zugangsanschluss des Beutels.

1. Schließen Sie den Beutel aseptisch an die Antikoagulanzleitung des Apheresegerätesets an. Führen Sie den Dorn des Apherese-Schlauchsets vollständig bis zum Anschlag durch den Port. Führen Sie zum Einsetzen des Stifts eine Drehbewegung aus, um die Ergonomie zu verbessern.

  1. Bewegen Sie den Stift nach dem Einsetzen nicht mehr hin und her.
  2. Führen Sie das Aphereseverfahren gemäß den entsprechenden detaillierten Anweisungen des Herstellers des Apheresegeräts durch.

Bei Lösungsbeuteln mit einem Correct Connect-Konnektor:

  1. Kontrollieren Sie die Verpackung des Produkts.
  2. Ziehen Sie die Umverpackung von der Ecke ab und entnehmen Sie den Beutel.
  3. Kontrollieren Sie den Beutel nach dem Entfernen der Umverpackung auf Anzeichen von Beschädigungen oder Undichtheiten. Nicht verwenden, wenn der Lösungsbeutel Undichtheiten aufweist oder wenn der Zugangsanschluss oder die Aufhängung beschädigt/locker sind.
  4. Kontrollieren Sie die Lösung.
  5. Überzeugen Sie sich, dass das Verfallsdatum nicht überschritten wurde.
  6. Hängen Sie den Beutel mittels der Öse an der vorgesehenen Aufhängung auf.
  7. Schrauben Sie die Kappe des Ports (a) ab und stellen Sie durch den Konnektor eine direkte Verbindung zum verwendeten Apherese-Kit (b) her (siehe Abbildung 1).
  8. Brechen Sie das zerbrechliche Ventil mit einer 90°-Bewegung in beide Richtungen, bis ein „Klickgeräusch“ zu hören ist. Biegen Sie dann den Schlauch in beide Richtungen (siehe Abbildung 2), um den abnehmbaren Teil des zerbrechlichen Teils in den flexiblen Schlauch zu schieben, und ziehen Sie ihn vom Konnektor weg, um einen korrekten Fluss zu gewährleisten (siehe Abbildung 3).

1. Führen Sie das Aphereseverfahren gemäß den entsprechenden detaillierten Anweisungen des Herstellers des Apheresegeräts durch.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den örtlichen Vorschriften zu entsorgen.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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