Zum Inhalt springen

Medikamente

Methiocalcin - Injektionslösung für Rinder, Schafe und Ziegen

Methiocalcin - Injektionslösung für Rinder, Schafe und Ziegen
Einnahme-Erinnerung einrichtenKostenlos · Ohne Werbung · Direkt im Browser
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen
  7. Zieltierarten
  8. Wartezeit

Lieferengpässe im Blick behalten

Wir sagen Ihnen kostenlos Bescheid, sobald für dieses Medikament ein Lieferengpass gemeldet wird.

Benachrichtigen

Das Wichtigste in Kürze

Rind, Schaf, Ziege: Zur Behandllung von hypocalcämischer Gebärparese, hypoglykämischen Zuständen und unterstützende Behandlung von Lebererkrankungen. Schaf, Ziege: Zur Behandlung von Trächtigkeitstoxikose und Ketose.

Zieltierarten
Rind, Schaf, Ziege
Wartezeit
Rind, Schaf, Ziege: Essbare Gewebe: Tage Milch: Tag
Wirkstoff(e)
Calciumgluconat, Glucose
Zulassungsinhaber
aniMedica GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QA12AX

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

Anzeige

Gebrauchsinformation

Wofür wird Methiocalcin - Injektionslösung für Rinder, Schafe und Ziegen bei Tieren angewendet?

Rind, Schaf, Ziege:

Zur Behandllung von hypocalcämischer Gebärparese, hypoglykämischen Zuständen und unterstützende Behandlung von Lebererkrankungen.

Schaf, Ziege:

Zur Behandlung von Trächtigkeitstoxikose und Ketose.

Anzeige

Für welche Tiere ist Methiocalcin - Injektionslösung für Rinder, Schafe und Ziegen zugelassen?

Rind, Schaf, Ziege

Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Methiocalcin - Injektionslösung für Rinder, Schafe und Ziegen

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen oder einem der sonstigen Bestandteile.

Nicht anwenden bei Hypercalcämie, Hypermagnesiämie, chronischer Niereninsuffizienz, Kalzinose, Azidose, hepatoencephalen Syndrom oder Herzglykosidintoxikation.

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Keine.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Die intravenöse Verabreichung muss langsam erfolgen. Während der Infusion sind Atmung, Herzfrequenz und Kreislauf kontinuierlich zu kontrollieren. Beim Auftreten von Symptomen einer Überdosierung (insbesondere Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Unruhe) ist die Infusion sofort abzubrechen.

Vorsicht ist geboten bei Verdacht auf Herzerkrankungen (Calcium-Schock). Bei calciumhaltigen Arzneimitteln kann es beim Überschreiten der maximalen

Infusionsgeschwindigkeit zu allergischen Reaktionen, bedingt durch Histaminausschüttung, kommen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Bei versehentlicher Selbstinjektion oder Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Trächtigkeit und Laktation:

Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Calcium steigert die Wirksamkeit von Herzglykosiden. Durch Calcium werden die kardialen Wirkungen von β-Adrenergika und Methylxanthinen verstärkt. Glucocorticoide erhöhen durch Vit. D- Antagonismus die renale Ausscheidung von Calcium.

Viele Substanzen sind inkompatibel mit Calcium, deshalb sollen zu Calciumlösungen insbesondere keine Sulfate, Tetracycline, Chlorpheniramin oder Streptomycin zugegeben werden.

Überdosierung:

Bei zu schneller intravenöser Infusion oder Überdosierung kann es zu einer Hypercalciämie und/oder Hypermagnesiämie mit kardiotoxischen Erscheinungen wie initiale Bradykardie mit nachfolgender Tachykardie, Herzrhythmusstörungen und in schweren Fällen ventrikulärem Herzflimmern mit Herzstillstand kommen. Als weitere hypercalciämische Symptome sind zu beachten: motorische Schwäche, Muskelzittern, gesteigerte Erregbarkeit, Unruhe, Schweißausbrüche, Polyurie, Blutdruckabfall, Depression sowie Koma. In diesen Fällen ist die Infusion sofort abzubrechen.

Symptome einer Hypercalciämie können auch noch 6-10 Stunden nach der Infusion auftreten und dürfen aufgrund der Ähnlichkeit der Symptome nicht als Rezidiv der Hypocalciämie fehldiagnostiziert werden.

Beim Auftreten von Symptomen einer Überdosierung ist die Behandlung sofort abzubrechen. Als Gegenmaßnahme kann in Fällen einer Hypercalcämie die renale Calciumausscheidung durch Gabe eines Schleifendiuretikums (z. B. Furosemid) in Verbindung mit einer lnfusion isotonischer NaCI-Lösung erhöht werden.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

Anzeige

Wie wird Methiocalcin - Injektionslösung für Rinder, Schafe und Ziegen dosiert und angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zur langsamen intravenösen Anwendung.

Rind, Schaf, Ziege: 100 ml pro 100 kg KGW (entsprechend 18,0 mg bzw. 44,9 mmol Ca2+ und 0,9 mg bzw. 3,7 mmol Mg2+ pro kg Körpergewicht) langsam körperwarm i.v. infundieren.

Bei Bedarf wiederholen. Die erste Nachbehandlung darf frühestens nach 6 Stunden vorgenommen werden. Weitere Nachbehandlungen im Abstand von 24 Stunden, wenn sichergestellt ist, dass das Anhalten der Symptome auf einen weiterhin bestehenden hypocalcämischen Zustand zurückzuführen ist.

Die Dosierungsangabe ist ein Richtwert und immer dem bestehenden Defizit und dem jeweiligen Kreislaufzustand anzupassen.

Hinweise für die richtige Anwendung

Langsame intravenöse Infusion durchführen und während der Infusion Atmung, Herzfrequenz und Kreislauf kontinuierlich kontrollieren.

Welche Wartezeit gilt für Methiocalcin - Injektionslösung für Rinder, Schafe und Ziegen?

Rind, Schaf, Ziege:

Essbare Gewebe: Tage
Milch: Tag

Welche Nebenwirkungen kann Methiocalcin - Injektionslösung für Rinder, Schafe und Ziegen beim Tier haben?

Rind, Schaf und Ziege:

Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden):

Initiale Bradykardie1

Unruhe, Muskelzittern, Salivation1

Erhöhung der Atemfrequenz1

1 bei therapeutischer Dosierung infolge des Calciumgehalts und transienter Hypercalcämie möglich

Ein Anstieg der Herzfrequenz nach einer initialen Bradykardie ist als Zeichen für eine beginnende Überdosierung zu werten. In diesem Fall ist die Infusion abzubrechen.

Verzögerte Nebenwirkungen können in Form von Störungen des Allgemeinbefindens und mit Symptomen einer Hypercalciämie auch noch 6-10 Stunden nach der Infusion auftreten und dürfen nicht als Rezidiv der Hypocalciämie fehldiagnostiziert werden.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5, AT-1200 Wien

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at

Website: https://www.basg.gv.at

Wie ist Methiocalcin - Injektionslösung für Rinder, Schafe und Ziegen aufzubewahren und zu entsorgen?

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25ºC lagern.

Inhalt vor Licht schützen.

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kinder aufbewahren.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: sofort verbrauchen. In der Primärverpackung verbleibende Reste sind zu verwerfen.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Weitere Informationen zu Methiocalcin - Injektionslösung für Rinder, Schafe und Ziegen

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Methiocalcin – Injektionslösung für Rinder, Schafe und Ziegen

Zusammensetzung

100 ml enthalten:  
Wirkstoffe:  
Calciumgluconat 7,50 g
Calciumborogluconat 13,60 g
(entsprechend Ca2+ 1,80 g bzw. 44,9 mmol)
Magnesiumhypophosphit 1,00 g
(entsprechend Phosphor 0,24 g und Mg 2+ 0,09 g bzw. 3,7 mmol)
N-Acetyl-DL-Methionin 5,00 g
Glucose (als Monohydrat) 5,00 g
Sonstige Bestandteile:  
Methyl-4-hydroxybenzoat 0,10 g

Einstufung von Tierarzneimitteln

Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Zul.-Nr.: 14.433

Packungsgrößen: 1 x 500 ml und 10 x 500 ml.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

02/2026

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Kontaktdaten

Zulassungsinhaber und für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

aniMedica GmbH Im Südfeld 9

D-48308 Senden-Bösensell

Örtlicher Vertreter und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:

OGRIS Pharma Vertriebs-Gesellschaft m.b.H.

Hinderhoferstraße 3

A – 4600 Wels

Tel: +43 7242 44692

Weitere Informationen

Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

Aus unserem Magazin

medikamio

Tabletten-Erinnerung & Einnahmeplan

Ihre Medikamente immer im Blick

Erinnerungen zur richtigen Uhrzeit, Ihr Einnahmeplan auf allen Geräten und eine Nachricht, sobald bei Ihren Medikamenten ein Lieferengpass gemeldet wird.

  • Kostenlos
  • Ohne Werbung
  • Handy & Browser
medikamio Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten Sie wertvolle Tipps für Ihre Gesundheit.

Mit dem Absenden stimmen Sie dem Erhalt unseres Newsletters zu. Abmeldung jederzeit möglich. Datenschutz

medikamio

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

© 2026 medikamio