Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Addimag 240 mg/ml + 126 mg/ml Infusionslösung für Rinder Calciumgluconat-Monohydrat + Magnesiumchlorid-Hexahydrat
- Wirkstoff(e)
- Calciumgluconat, Magnesiumchlorid
- Zulassungsinhaber
- Alfasan Nederland B.V.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QA12AX
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Addimag 240 mg/ml + 126 mg/ml Infusionslösung für Rinder angewendet?
Addimag 240 mg/ml + 126 mg/ml Infusionslösung für Rinder
Calciumgluconat-Monohydrat + Magnesiumchlorid-Hexahydrat
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Was ist vor der Einnahme von Addimag 240 mg/ml + 126 mg/ml Infusionslösung für Rinder zu beachten?
Nicht anwenden bei Hyperkalzämie und Hypermagnesiämie. Nicht anwenden bei Kalzinosen beim Rind.
Nicht anwenden nach hochdosierter Verabreichung von Vitamin D3.
Nicht anwenden bei chronischer Niereninsuffizienz oder bei Kreislauf- oder Herzerkrankungen. Nicht anwenden bei septikämischen Prozessen im Verlauf einer akuten Mastitis bei Rindern.
Wie wird Addimag 240 mg/ml + 126 mg/ml Infusionslösung für Rinder angewendet?
DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG
Zur langsamen intravenösen Anwendung.
Diese Dosierungsanweisungen dienen der Orientierung und müssen an das individuelle Defizit und den jeweiligen Kreislaufzustand angepasst werden.
Verabreichung von etwa 15 – 20 mg Ca2+ (0,37 – 0,49 mmol Ca2+) und 10 – 13 mg Mg2+ (0,41 – 0,53 mmol Mg2+) je kg Körpergewicht, entsprechend etwa 0,7 – 0,9 ml des Tierarzneimittels je kg Körpergewicht.
Wenn das Körpergewicht des Tieres nicht genau bestimmt werden kann, sondern geschätzt werden muss, kann wie folgt vorgegangen werden:
| Flaschengröße | Körpergewicht | Ca2+ (mg/kg) | Mg2+ (mg/kg) | |
| (ml) | (kg) | |||
| – 725 | 14,8 – 21,5 | 10,4 – 15,1 | ||
| – 1000 | 16,1 – 21,5 | 11,3 – 15,1 |
Die intravenöse Infusion muss langsam über einen Zeitraum von 20 – 30 Minuten erfolgen.
Eine zweite Behandlung darf frühestens nach 6 Stunden erfolgen. Die Verabreichung kann zweimal im Abstand von 24 Stunden wiederholt werden, wenn der hypokalzämische Zustand weiter anhält.
Die intravenöse Infusion muss langsam über einen Zeitraum von 20 – 30 Minuten erfolgen.
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Welche Nebenwirkungen hat Addimag 240 mg/ml + 126 mg/ml Infusionslösung für Rinder?
Eine zu schnelle Verabreichung des Arzneimittels kann sich folgendermaßen auswirken:
Calcium kann eine vorübergehende Hyperkalzämie mit folgenden Symptomen verursachen: anfängliche Bradykardie, gefolgt von Tachykardie, Arrhythmie (insbesondere ventrikuläre Extrasystolen), Muskelzittern, Speicheln und erhöhte Atemfrequenz. Eine erhöhte Herzfrequenz nach initialer Bradykardie kann auf eine Überdosierung hinweisen. In diesem Fall muss die Verabreichung umgehend abgebrochen werden.
Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.
Wie ist Addimag 240 mg/ml + 126 mg/ml Infusionslösung für Rinder aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren. Nicht über 30°C lagern.
Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch des Behältnisses: sofort verbrauchen.
Weitere Informationen zu Addimag 240 mg/ml + 126 mg/ml Infusionslösung für Rinder
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:
Das Tierarzneimittel muss langsam und bei Körpertemperatur verabreicht werden.
Während der Infusion sind Herzfrequenz, -rhythmus und Kreislauf zu überwachen. Beim Auftreten von Symptomen einer Überdosierung (Bradykardie, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Unruhe) ist die Infusion sofort abzubrechen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Nicht zutreffend.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
Calcium steigert die Wirkung von Herzglykosiden. Bei gleichzeitiger Verabreichung dieser Tierarzneimittel
können Herzrhythmusstörungen auftreten.
Calcium verstärkt die kardialen Wirkungen von β-adrenergen Tierarzneimitteln und Methylxanthinen. Glucocorticoide erhöhen durch Vitamin-D-Antagonismus die renale Ausscheidung von Calcium.
Während oder kurz nach der Infusion dürfen keine Lösungen mit anorganischem Phosphat verabreicht werden.
Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):
Bei zu schneller intravenöser Verabreichung kann es zu Hyperkalzämie und/oder Hypermagnesiämie mit kardiotoxischen Symptomen wie anfänglicher Bradykardie mit nachfolgender Tachykardie, Herzrhythmusstörungen und in schweren Fällen Kammerflimmern mit Herzstillstand kommen.
Weitere Symptome einer Hyperkalzämie sind: motorische Schwäche, Muskelzittern, gesteigerte Erregbarkeit, Unruhe, Schwitzen, Polyurie, Blutdruckabfall, Depression und Koma.
Die Symptome einer Hyperkalzämie können 6 – 10 Stunden nach der Infusion anhalten und dürfen nicht fälschlicherweise als Symptome einer Hypokalzämie gedeutet werden.
Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


