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Medikamente

Lynagex 330 mg Retardtabletten

Lynagex 330 mg Retardtabletten
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Lynagex gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die bei Erwachsenen zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen eingesetzt wird. Mit Lynagex werden lang anhaltende Schmerzen behandelt, die durch Schädigungen der Nerven ausgelöst wurden. Periphere neuropathische Schmerzen können durch viele verschiedene Erkrankungen verursacht werden wie z. B.

Wirkstoff(e)
Pregabalin
Zulassungsinhaber
Exeltis Germany GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
N02BF02

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Lynagex 330 mg Retardtabletten angewendet?

Lynagex gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die bei Erwachsenen zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen eingesetzt wird.

Mit Lynagex werden lang anhaltende Schmerzen behandelt, die durch Schädigungen der Nerven ausgelöst wurden. Periphere neuropathische Schmerzen können durch viele verschiedene Erkrankungen verursacht werden wie z. B. Diabetes oder Gürtelrose. Der empfundene Schmerz kann dabei mit heiß, brennend, pochend, einschießend, stechend, scharf, krampfartig, muskelkaterartig, kribbelnd, als Taubheitsgefühl oder nadelstichartig beschrieben werden. Periphere und zentrale neuropathische Schmerzen können auch mit Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen oder Ermüdung (Müdigkeit) einhergehen und Auswirkungen auf physische und soziale Funktionen sowie die Lebensqualität haben.

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Was ist vor der Einnahme von Lynagex 330 mg Retardtabletten zu beachten?

Lynagex darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Pregabalin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lynagex einnehmen.

  • Einige Patienten, die Lynagex einnahmen, haben über Beschwerden berichtet, die eine allergische Reaktion vermuten lassen. Diese Beschwerden waren z. B. Schwellungen im Gesicht, der Lippen, der Zunge oder im Hals oder auch eine großflächige Hautrötung. Beim Auftreten dieser Beschwerden müssen Sie umgehend Ihren Arzt aufsuchen.
  • Im Zusammenhang mit Pregabalin wurde über Fälle von schweren Hautausschlägen berichtet, darunter Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse. Brechen Sie die Anwendung dieses Arzneimittels unverzüglich ab und begeben Sie sich umgehend in ärztliche

Behandlung, wenn Sie eines oder mehrere der in Abschnitt 4 beschriebenen Symptome im Zusammenhang mit diesen schwerwiegenden Hautreaktionen bei sich bemerken.

  • Pregabalin, der Wirkstoff in Lynagex, wurde mit Schwindelgefühl und Schläfrigkeit in Verbindung gebracht, was bei älteren Patienten zum häufigeren Auftreten von unfallbedingten Verletzungen (Stürzen) führen könnte. Deshalb müssen Sie so lange vorsichtig sein, bis Sie sich an alle Auswirkungen, die das Arzneimittel haben könnte, gewöhnt haben.
  • Dieses Arzneimittel kann verschwommenes Sehen, einen Verlust des Sehvermögens sowie andere Sehstörungen verursachen, von denen viele vorübergehend sind. Wenn Sie bei sich irgendwelche Veränderungen der Sehkraft feststellen, müssen Sie umgehend Ihren Arzt informieren.
  • Bei einigen Patienten mit Diabetes, die bei Behandlung mit Pregabalin an Gewicht zunehmen, kann es notwendig sein, die Diabetes-Arzneimittel entsprechend anzupassen.
  • Bei Patienten mit Rückenmarkverletzungen können bestimmte Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit häufiger auftreten, da Patienten mit Rückenmarkverletzung möglicherweise zur Behandlung von zum Beispiel Schmerzen oder Krämpfen (Spastiken) andere Arzneimittel einnehmen, die ähnliche Nebenwirkungen wie Pregabalin haben. Der Schweregrad dieser Wirkungen kann bei gemeinsamer Einnahme erhöht sein.
  • Es gab Berichte über Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) bei einigen Patienten, die Pregabalin einnahmen, hauptsächlich älteren Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
    Teilen Sie es Ihrem Arzt vor der Einnahme dieses Arzneimittels mit, wenn Sie eine Herzerkrankung haben oder hatten.
  • Bei einigen Patienten wurde unter der Einnahme von Pregabalin über ein Nierenversagen berichtet. Wenn Sie während der Einnahme dieses Arzneimittels bei sich eine Verringerung der Harnmenge feststellen, sollen Sie darüber mit Ihrem Arzt sprechen, da dies durch ein Absetzen des Arzneimittels wieder korrigiert werden könnte.
  • Einige Patienten, die mit Antiepileptika wie Pregabalin behandelt wurden, hatten Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen oder zeigten suizidales Verhalten. Setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken haben oder solches Verhalten zeigen.
  • Wenn dieses Arzneimittel zusammen mit Arzneimitteln eingenommen wird, die eine Verstopfung verursachen können (wie z. B. einige Arten von Schmerzmitteln), kann es sein, dass gastrointestinale Probleme auftreten (z. B. Verstopfung, blockierte oder gelähmte Verdauung). Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Verstopfung bemerken, insbesondere wenn Sie anfällig für dieses Problem sind.
  • Vor der Anwendung dieses Arzneimittels sollen Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie jemals Alkohol, verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren. Dies kann bedeuten, dass Sie ein größeres Risiko haben, von diesem Arzneimittel abhängig zu werden.
  • Es gibt Berichte über Krampfanfälle während oder kurz nach Beendigung der Einnahme von Pregabalin. Wenn Sie einen Krampfanfall bekommen, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt.
  • Es gibt Berichte über verringerte Gehirnfunktion (Enzephalopathie) bei einigen Patienten, die Pregabalin einnehmen und weitere Erkrankungen haben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie zuvor schwerwiegende medizinische Leiden hatten oder haben, einschließlich Leber- oder Nierenerkrankungen.
  • Es gab Berichte über Atemschwierigkeiten. Wenn Sie Erkrankungen des Nervensystems, Atemwegserkrankungen oder eine beeinträchtigte Nierenfunktion haben oder älter als 65 Jahre sind, verordnet Ihr Arzt Ihnen möglicherweise eine andere Dosierung. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, wenn Sie Atemprobleme oder eine flache Atmung haben.

Abhängigkeit

Manche Menschen können von Pregabalin abhängig werden (d. h. ein Drang das Arzeimittel weiter einzunehmen). Sie können Entzugserscheinungen haben, wenn Sie die Einnahme dieses Arzneimittels beenden (siehe Abschnitt 3 „Wie ist Lynagex einzunehmen?“ und „Wenn Sie die Einnahme von Lynagex abbrechen“). Wenn Sie befürchten, dass Sie von diesem Arzneimittel abhängig werden könnten, sollen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt sprechen.

Wenn Sie während der Einnahme von Lynagex eines der folgenden Anzeichen bemerken, könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass Sie abhängig geworden sind:

  • Sie müssen das Arzneimittel länger einnehmen, als von Ihrem Arzt empfohlen.
  • Sie haben das Gefühl, dass Sie mehr als die empfohlene Dosis einnehmen müssen.
  • Sie nehmen das Arzneimittel aus anderen Gründen ein, als denen wofür es verschrieben wurde.
  • Sie haben wiederholt erfolglos versucht, die Einnahme des Arzneimittels zu beenden oder diese zu kontrollieren.
  • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels abbrechen, fühlen Sie sich unwohl, und es geht Ihnen

besser, sobald Sie das Arzneimittel wieder einnehmen.

Wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken, besprechen Sie mit Ihrem Arzt den besten Behandlungsweg für Sie, einschließlich der Frage, wann Sie die Einnahme beenden sollen und wie Sie dies sicher tun können.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) wurden nicht untersucht. Deshalb ist Pregabalin in dieser Altersgruppe nicht anzuwenden.

Einnahme von Lynagex zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Lynagex und bestimmte andere Arzneimittel können sich gegenseitig beeinflussen (Wechselwirkungen). Bei Einnahme mit bestimmten anderen Arzneimitteln, welche die Funktion des zentralen Nervensystems dämpfen (einschließlich Opioide), kann Lynagex diese Wirkung verstärken und zu Atemschwäche (respiratorischer Insuffizienz), Koma und Tod führen. Schwindelgefühl, Schläfrigkeit und Unkonzentriertheit können sich verstärken, wenn Lynagex zusammen mit Arzneimitteln eingenommen wird, die

  • Oxycodon (verwendet als Schmerzmittel),
  • Lorazepam (zur Behandlung von Angstzuständen),
  • Alkohol

enthalten.

Lynagex kann zusammen mit der „Antibabypille“ (orale Kontrazeptiva) angewendet werden.

Einnahme von Lynagex zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Sie sollen während der Einnahme dieses Arzneimittels keinen Alkohol zu sich nehmen. Für Informationen über die Behandlung mit Lynagex in Verbindung mit Nahrungsmitteln siehe Abschnitt 3. „Wie ist Lynagex einzunehmen“.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Dieses Arzneimittel soll in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden, es sei denn, Ihr Arzt hat es Ihnen ausdrücklich empfohlen. Die Anwendung von Pregabalin in den ersten

3 Monaten der Schwangerschaft kann zu Geburtsfehlern beim ungeborenen Kind führen, die eine medizinische Behandlung erfordern. In einer Studie, in der Daten von Frauen in nordeuropäischen Ländern ausgewertet wurden, die Pregabalin in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft einnahmen, wiesen 6 von 100 Kindern solche Geburtsfehler auf. Bei Frauen, die nicht mit Pregabalin behandelt wurden, waren es in dieser Studie dagegen nur 4 von 100 Kindern. Es wurde über Geburtsfehler des Gesichts (Lippen-Kiefer-Gaumenspalten), der Augen, des Nervensystems (einschließlich des Gehirns), der Nieren und der Genitalien berichtet.

Frauen, die schwanger werden können, müssen eine wirksame Verhütungsmethode anwenden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Lynagex kann Schwindelgefühl, Schläfrigkeit und Unkonzentriertheit verursachen. Sie sollen kein Fahrzeug führen, komplizierte Maschinen bedienen oder andere möglicherweise gefährliche Tätigkeiten ausüben, bis Sie wissen, ob dieses Arzneimittel Sie hierbei beeinflusst.

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Wie wird Lynagex 330 mg Retardtabletten angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Lynagex ist nur zum Einnehmen. Sie sollen Lynagex einmal täglich, abends, unmittelbar nach einer Abendmahlzeit einnehmen. Schlucken Sie die Tablette im Ganzen mit Wasser. Die Tablette darf nicht geteilt, zerdrückt oder gekaut werden. Die Tablette soll nicht zerbrochen werden, da dies ihre Eigenschaften beeinträchtigen könnte.

Ihr Arzt entscheidet, welche Dosierung am besten für Sie geeignet ist.

  • Nehmen Sie nach den Anweisungen Ihres Arztes die entsprechende Anzahl Tabletten ein.
  • Auf Sie und Ihr Befinden abgestimmt wird die Dosis üblicherweise zwischen 165 mg und 660 mg pro Tag liegen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Lynagex zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie älter (über 65 Jahre) sind, nehmen Sie dieses Arzneimittel ganz normal ein, es sei denn, Sie haben Probleme mit Ihren Nieren.

Wenn Sie Probleme mit den Nieren haben, kann es sein, dass Ihr Arzt Ihnen einen anderen Einnahmerhythmus und/oder eine andere Dosierung verordnet.

Nehmen Sie Lynagex so lange ein, bis Ihr Arzt Ihnen sagt, dass Sie aufhören sollen.

Umstellung von Pregabalin mit sofortiger Wirkstofffreisetzung auf Pregabalin mit verzögerter

Wirkstofffreisetzung, wie Lynagex:

Wenn Sie von Pregabalin mit sofortiger Wirkstofffreisetzung auf Pregabalin mit verzögerter Wirkstofffreisetzung, wie dieses Arzneimittel, umstellen, wird Ihr Arzt Ihnen erklären, wie Sie dies tun sollen. Man wird Ihnen sagen, dass Sie die folgenden Schritte unternehmen sollen:

  • Nehmen Sie Ihre morgendliche Dosis Pregabalin mit sofortiger Wirkstofffreisetzung wie verordnet ein
  • Beginnen Sie dann mit der Einnahme von Lynagex nach einer Mahlzeit am Abend

Wechseln Sie nicht zwischen den Arzneimitteln, es sei denn, Ihr Arzt weist Sie an, dies zu tun. Er wird Ihnen auch die für Ihren Gesundheitszustand geeignete Dosierung mitteilen.

Wenn Sie weitere Fragen haben oder sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Lynagex eingenommen haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder suchen Sie die Notfallambulanz im nächstgelegenen Krankenhaus auf. Nehmen Sie dabei Ihre Packung oder das Behältnis (Flasche) der Lynagex Tabletten mit. Wenn Sie eine größere Menge von Lynagex eingenommen haben, als Sie sollten, können Sie sich schläfrig, verwirrt, aufgeregt oder ruhelos fühlen. Auch Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit (Koma) wurden gemeldet.

Wenn Sie die Einnahme von Lynagex vergessen haben

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Lynagex Tabletten regelmäßig jeden Tag zur gleichen Zeit einnehmen. Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie die Dosis dann ein, wenn Sie es bemerken, immer nach einer Mahlzeit, es sei denn, es ist bereits Zeit für Ihre nächste Einnahme. In diesem Fall machen Sie dann mit der nächsten normalen Einnahme weiter. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Lynagex abbrechen

Brechen Sie die Einnahme von Lynagex nicht plötzlich ab. Wenn Sie die Einnahme dieses Arzneimittels beenden wollen, besprechen Sie dies zuerst mit Ihrem Arzt. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie Sie die Einnahme beenden können. Wenn Ihre Behandlung beendet wird, muss dies schrittweise über mindestens 1 Woche erfolgen. Es ist wichtig, dass Sie wissen, dass nach Beenden der Langzeit- oder Kurzzeitbehandlung mit Lynagex bestimmte Nebenwirkungen, sogenannte Entzugserscheinungen, bei Ihnen auftreten können. Dazu gehören Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Übelkeit, Angstempfinden, Durchfall, grippeähnliche Symptome, Krampfanfälle, Nervosität, Depression, Schmerzen, Schwitzen und Schwindelgefühl. Diese Symptome können häufiger oder verstärkt auftreten, wenn Sie Lynagex für einen längeren Zeitraum eingenommen haben. Wenn bei Ihnen Entzugserscheinungen auftreten, sollen Sie sich an Ihren Arzt wenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Welche Nebenwirkungen hat Lynagex 330 mg Retardtabletten?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen.

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Gesteigerter Appetit.
  • Euphorie, Verwirrtheit, Desorientierung, Verringerung des Geschlechtstriebs, Reizbarkeit.
  • Nachlassende Aufmerksamkeit, Schwerfälligkeit, Gedächtnisstörung, Gedächtnisverlust, Zittern, Schwierigkeiten beim Sprechen, Kribbeln, Taubheitsgefühl, Beruhigung, Lethargie, Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Krankheitsgefühl.
  • Verschwommenes Sehen, Doppeltsehen.
  • Schwindel, Gleichgewichtsstörung, Stürze.
  • Mundtrockenheit, Verstopfung, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Übelkeit, aufgeblähter Bauch.
  • Erektionsstörungen.
  • Anschwellen des Körpers einschließlich der Extremitäten.
  • Trunkenheitsgefühl, abnormer Gang.
  • Gewichtszunahme.
  • Muskelkrämpfe, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen in den Extremitäten.
  • Halsschmerzen.

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, niedriger Blutzucker, hoher Blutzucker.
  • Beeinträchtigung des Persönlichkeitsgefühls, Ruhelosigkeit, Depressionen, körperliche Unruhe, Stimmungsschwankungen, Wortfindungsprobleme, Halluzinationen, abnorme Träume, Panikattacken, Teilnahmslosigkeit, Aggression, gehobene Stimmung, geistige Beeinträchtigungen, Denkstörungen, Verstärkung des Geschlechtstriebs, Probleme der Sexualfunktion einschließlich der Unfähigkeit, einen sexuellen Höhepunkt zu erreichen, verzögerte Ejakulation.
  • Veränderungen der Sehkraft, ungewöhnliche Augenbewegungen, Veränderungen der Sicht einschließlich Tunnelblick, Lichtblitze, ruckartige Bewegungen, verringerte Reflexe, Hyperaktivität, Schwindel beim Aufstehen, erhöhte Empfindlichkeit der Haut, Geschmacksverlust, brennendes Gefühl, bewegungsabhängiges Zittern, Bewusstseinstrübung, Verlust des Bewusstseins, plötzliche Ohnmacht, verstärkte Geräuschempfindlichkeit, Unwohlsein.
  • Trockene Augen, angeschwollene Augen, Augenschmerzen, Schwachsichtigkeit, tränende Augen, gereizte Augen.
  • Herzrhythmusstörungen, Erhöhung der Herzschlagrate, niedriger Blutdruck, hoher Blutdruck, Veränderungen des Herzschlages, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz).
  • Gesichtsrötung, Hautrötung mit Wärmegefühl.
  • Atemprobleme, trockene Nase, verstopfte Nase.
  • Vermehrter Speichelfluss, Sodbrennen, verminderte Empfindlichkeit in der Mundregion.
  • Schwitzen, Hautausschlag, Schüttelfrost, Fieber.
  • Muskelzucken, Gelenkschwellungen, Steifigkeit der Muskulatur, Schmerzen einschließlich Muskelschmerzen, Nackenschmerzen.
  • Schmerzen in der Brust.
  • Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Wasserlassen, Harninkontinenz.
  • Kraftlosigkeit, Durst, Engegefühl im Brustkorb.
  • Veränderungen von Blut- und Leberwerten (erhöhte Blutkreatinphosphokinase, erhöhte Alanin- Aminotransferase, erhöhte Aspartat-Aminotransferase, verringerte Blutplättchenanzahl, Neutropenie, erhöhtes Blutkreatinin, verringertes Blutkalium).
  • Überempfindlichkeit, Schwellungen im Gesicht, Juckreiz, Nesselausschlag, laufende Nase, Nasenbluten, Husten, Schnarchen.
  • Schmerzvolle Regelblutung.
  • Kalte Hände und Füße.

Selten: kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen

  • Anormaler Geruchssinn, schaukelnde Sicht, veränderte Tiefenwahrnehmung, optische Helligkeit, Verlust des Sehvermögens.
  • Geweitete Pupillen, Schielen.
  • Kalter Schweiß, Engegefühl im Hals, geschwollene Zunge.
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse.
  • Schluckbeschwerden.
  • Langsame oder verminderte Bewegung des Körpers.
  • Schwierigkeit, richtig zu schreiben.
  • Vermehrte Flüssigkeit im Bauchraum.
  • Flüssigkeit in der Lunge.
  • Krampfanfälle.
  • Veränderungen in der Aufzeichnung der elektrischen Herzaktivität (EKG), z. B. aufgrund von Herzrhythmusstörungen.
  • Muskelschäden.
  • Ausfluss aus der Brust, anormale Brustvergrößerung, Brustvergrößerung bei Männern.
  • Unterbrochene Regelblutung.
  • Nierenversagen, Verringerung der Harnmenge, Harnverhalt.
  • Verringerte Anzahl weißer Blutkörperchen.
  • Unangemessenes Verhalten, suizidales Verhalten, Suizidgedanken.
  • Allergische Reaktionen einschließlich Atembeschwerden, Augenentzündung (Keratitis) und schwerwiegende Hautreaktionen, gekennzeichnet durch rötliche, nicht erhabene, zielscheibenartige oder kreisförmige Flecken am Rumpf, häufig mit Blasenbildung in der Mitte, Abschälen der Haut, Geschwüre in Mund, Rachen und Nase sowie an den Genitalien und Augen. Diesen schwerwiegenden Hautausschlägen können Fieber und grippeähnliche Symptome vorangehen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse).
  • Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und des weißen Teils der Augen).
  • Parkinsonismus, d. h. der Parkinson-Krankheit ähnelnde Symptome, wie z. B. Zittern, Bradykinesie (verminderte Bewegungsfähigkeit) und Rigidität (Muskelsteifheit).

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

abhängig werden von Lynagex (Arzneimittelabhängigkeit).

Es ist wichtig, dass Sie wissen, dass nach Beenden einer Langzeit- oder Kurzzeitbehandlung mit diesem Arzneimittel bestimmte Nebenwirkungen, sogenannte Entzugserscheinungen, bei Ihnen auftreten können (siehe „Wenn Sie die Einnahme von Lynagex abbrechen“).

Falls Sie Schwellungen im Gesicht oder an der Zunge bemerken oder falls Ihre Haut rot wird und beginnt, Blasen zu bilden oder sich abzuschälen, holen Sie bitte sofort medizinischen Rat ein.

Bei Patienten mit Rückenmarkverletzungen können bestimmte Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit häufiger auftreten, da Patienten mit Rückenmarkverletzung möglicherweise zur Behandlung von zum Beispiel Schmerzen oder Muskelkrämpfen (Spastiken) andere Arzneimittel einnehmen, die ähnliche Nebenwirkungen wie Pregabalin haben. Der Schweregrad dieser Wirkungen kann bei gemeinsamer Einnahme erhöht sein.

Die folgende Nebenwirkung wurde aus der Erfahrung nach der Markteinführung des Arzneimittels berichtet: Atembeschwerden, flache Atmung.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Lynagex 330 mg Retardtabletten aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ oder auf dem Behältnis (Flasche) nach „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

HDPE-Behältnis:

Für 82,5 mg: Nicht über 30 °C lagern.

Für 165 mg und 330 mg: Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Al/OPA/Al/PVC-Blisterpackungen:

Für 82,5 mg, 165 mg und 330 mg: Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen

Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen zu Lynagex 330 mg Retardtabletten

Was Lynagex enthält

  • Der Wirkstoff ist Pregabalin.
    Lynagex 82,5 mg Retardtabletten
    Jede Retardtablette enthält 82,5 mg Pregabalin.
    Lynagex 165 mg Retardtabletten
    Jede Retardtablette enthält 165 mg Pregabalin.
    Lynagex 330 mg Retardtabletten
    Jede Retardtablette enthält 330 mg Pregabalin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    • Tablettenkern: Hypromellose, Hydroxypropylcellulose (E 463), Basisches Butylmethacrylat-Copolymer (E 1205), Crospovidon Typ A, Magnesiumstearat (E 470b), Hochdisperses Siliciumdioxid (E 551).
    • Tablettenüberzug: Poly(vinylalkohol) (E 1203), Titandioxid (E 171), Macrogol 3350 (E
      1521) und Talkum (E 553b).
      Lynagex 165 mg Retardtabletten
      enthalten auch Eisenoxid gelb (E 172) und Eisenoxid rot (E 172)
      Lynagex 330 mg Retardtabletten
      enthalten auch Eisenoxid rot (E 172) und Eisenoxid schwarz (E 172)
    • Drucktinte: Schellack, Eisenoxid schwarz (E 172), Propylenglycol (E 1520)

Wie Lynagex aussieht und Inhalt der Packung

Lynagex 82,5 mg Retardtabletten

Weiß, oval, ungekerbt, auf der einen Seite unbeschriftet und auf der anderen Seite mit „ALV 379“ in schwarzer Tinte bedruckt, mit einer Länge von 19 mm, einer Breite von 12 mm und einer Dicke von ca. 7 mm.

Lynagex 165 mg Retardtabletten

Gelb, oval, ungekerbt, auf der einen Seite unbeschriftet und auf der anderen Seite mit „ALV 380“ in schwarzer Tinte bedruckt, mit einer Länge von 19 mm, einer Breite von 12 mm und einer Dicke von ca. 7 mm.

Lynagex 330 mg Retardtabletten

Rosafarben, oval, ungekerbt, auf der einen Seite unbeschriftet und auf der anderen Seite mit „ALV 381“ in schwarzer Tinte bedruckt, mit einer Länge von 19 mm, einer Breite von 12 mm und einer Dicke von ca. 8 mm.

Lynagex ist erhältlich in:

einem Umkarton, der ein weißes, rundes HDPE-Behältnis (Flasche) mit weiter Öffnung und einer kindersicheren weißen Kappe mit Auskleidung sowie einen Trockenmittelzylinder enthält.

  • einer Originalpackung mit 30 Retardtabletten.
  • Al/OPA/Al/PVC-Blisterpackungen in einem Umkarton mit 30 Retardtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Exeltis Germany GmbH

Adalperostraße 84

85737 Ismaning

Deutschland

Vertrieb

Exeltis Austria GmbH Judenplatz 7/Top 2 1010 Wien

Hersteller

Kevaro Group Ltd

9 Tzaritza Elenora Str., Office 23

Sofia, 1618

Bulgarien

Z. Nr.:

Lynagex 82,5 mg Retardtabletten: 142017

Lynagex 165 mg Retardtabletten: 142018

Lynagex 330 mg Retardtabletten: 142019

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Niederlande: Lynagex 82,5 mg, 165 mg, 330 mg, tabletten met verlengde afgifte

Polen: Lynagex XR 82,5 mg, 165 mg, 330 mg, tabletki o przedłużonym uwalnianiu Österreich: Lynagex 82,5 mg, 165 mg, 330 mg, Retardtabletten

Belgien: Lynagex 82,5 mg, 165 mg, 330 mg, Retardtabletten/comprimés à libération prolongée/tabletten met verlengde afgifte

Frankreich: Nelypra comprimé à libération prolongée

Italien: Lindone 82,5 mg, 165 mg, 330 mg, compresse a rilascio prolungato

Portugal: SINDOCRON 82,5 mg, 165 mg, 330 mg, comprimido de libertação prolongada Rumänien: Lynagex 82,5 mg, 165 mg, 330 mg, comprimate cu eliberare prelungită Slowakei: Lynagex 82,5 mg, 165 mg, 330 mg, tablety s predĺženým uvoľňovaním

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2025

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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