Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
HETRONIFLY ist ein Arzneimittel zur Krebsbehandlung, das den Wirkstoff Serplulimab enthält. Serplulimab ist ein monoklonaler Antikörper, ein Protein, das ein bestimmtes Ziel im Körper erkennt und daran bindet.
- Zulassungsinhaber
- Accord Healthcare S.L.U.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- L01FF12
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird HETRONIFLY 10 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung angewendet?
HETRONIFLY ist ein Arzneimittel zur Krebsbehandlung, das den Wirkstoff Serplulimab enthält. Serplulimab ist ein monoklonaler Antikörper, ein Protein, das ein bestimmtes Ziel im Körper erkennt und daran bindet. Dieses Ziel ist der so genannte F-1-Rezeptor (programmed death-1), der sich auf der Oberfläche von T- und B-Zellen befindet (Arten von weißen Blutkörperchen, die zum Immunsystem, dem natürlichen Abwehrsystem des Körpers, gehören) Wenn PD-1 von Krebszellen aktiviert wird, kann es die Aktivität von T-Zellen hemmen. Durch die Blockade von PD-1 verhindert HETRONIFLY, dass Ihre T-Zellen ausgeschaltet werden, was Ihrem Immunsystem hilft, den Krebs zu bekämpfen.
HETRONIFLY wird angewendet zur Behandlung von Erwachsenen mit
- kleinzelligem Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium (ES-SCLC, Extensive-Stage Small Cell Lung Cancer), der bisher noch nicht behandelt wurde
- nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC, Non-Small Cell Lung Cancer), bei dem keine Veränderung in den Genen EGFR (Epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor), ALK (anaplastische Lymphomkinase) oder ROS1 (ROS Protoonkogen 1) vorliegt.
- plattenepithelialem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom, das nicht operativ entfernt werden kann (nicht resezierbar ist), lokal fortgeschritten ist oder sich auf andere Teile des Körpers ausgebreitet hat.
- Ösophagus-Plattenepithelkarzinom (ESCC, Esophageal Squamous Cell Carcinoma), das nicht operativ entfernt werden kann (nicht resezierbar ist) oder sich in anderen Teilen des Körpers ausgebreitet hat
Wenn Sie Fragen zur Wirkungsweise von HETRONIFLY oder zur Verschreibung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
HETRONIFLY wird in Kombination mit einer Chemotherapie gegeben. Es ist wichtig, dass Sie auch die Packungsbeilage der Chemotherapie lesen, die Sie möglicherweise erhalten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie Fragen zu diesen Arzneimitteln haben.
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Was ist vor der Einnahme von HETRONIFLY 10 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung zu beachten?
HETRONIFLY darf nicht angewendet werden,
wenn Sie allergisch gegen Serplulimab oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie allergisch sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder der Sie betreuenden medizinischen Fachkraft, bevor Sie HETRONIFLY erhalten.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie HETRONIFLY anwenden, wenn Sie:
- an einer Autoimmunerkrankung leiden (einer Erkrankung, bei der das Immunsystem die eigenen Zellen angreift)
- Leberprobleme haben
- einen Nierenschaden haben
- Lungen- oder Atemprobleme haben
- eine Organtransplantation hatten
- eine allergische Reaktion auf andere Krebsmedikamente hatten, die auf die gleiche Weise wirken (monoklonale Antikörpertherapie)
Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Ihnen HETRONIFLY verabreicht wird.
Wenn Sie HETRONIFLY erhalten, können schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten (Siehe Abschnitt 4).
Wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt. Ihr Arzt kann Ihnen andere Arzneimittel geben, um schwerwiegendere Komplikationen zu verhindern und Ihre Symptome zu lindern. Ihr Arzt kann die nächste Dosis von HETRONIFLY verschieben oder die Behandlung mit HETRONIFLY abbrechen.
Sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen feststellen:
- Lungenentzündung: Zu den Symptomen können neu auftretender oder sich verschlimmernder Husten, Kurzatmigkeit oder Brustkorbschmerzen gehören
- Entzündung der Leber und der Gallenwege: Zu den Symptomen können Übelkeit oder Erbrechen, verringerter Appetit, Schmerzen rechts vom Magen, Gelbfärbung der Haut oder des Weißen der Augen, Schläfrigkeit, dunkler Urin oder Blutungen oder Blutergüsse, die leichter als gewöhnlich auftreten, gehören
- Darmentzündung: Zu den Symptomen können Durchfall oder häufiger Stuhlgang als üblich, schwarzer, teerartiger oder klebriger mit Blut oder Schleim durchsetzter Stuhl, starke Bauchschmerzen oder Druckempfindlichkeit gehören
- Nierenentzündung: Zu den Symptomen kann eine verminderte Urinmenge gehören
- Entzündungen der Haut: Zu den Symptomen können Hautausschlag, Juckreiz, Blasenbildung oder Geschwüre im Mund oder auf anderen Schleimhäuten gehören
- Entzündung von Drüsen (insbesondere der Schilddrüse, der Nebennieren, der Hirnanhangdrüse und der Bauchspeicheldrüse): Zu den Symptomen können ein schneller Herzschlag, extreme Müdigkeit, Gewichtszunahme oder -verlust, Schwindelgefühl oder Ohnmacht, Haarausfall, Kältegefühl, Verstopfung, anhaltende oder ungewöhnliche Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen gehören
- Typ-1-Diabetes: Zu den Symptomen können erhöhter Blutzucker, übermäßiger Hunger oder Durst, häufigeres Wasserlassen als gewöhnlich, schnelle und tiefe Atmung, Verwirrung, süßlicher Atem, süßlicher oder metallischer Geschmack im Mund oder ein ungewöhnlicher Geruch von Urin oder Schweiß gehören
- Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion: Zu den Symptomen können Schüttelfrost oder Zittern, Juckreiz oder Hautausschlag, Hitzewallungen, Kurzatmigkeit oder Keuchen, Schwindelgefühl oder Fieber gehören
- Entzündung des Herzmuskels: Zu den Symptomen können Brustkorbschmerzen, Kurzatmigkeit oder unregelmäßiger Herzschlag gehören
- Entzündungen oder Probleme der Muskeln: Zu den Symptomen können Muskelschmerzen, Muskelschwäche oder schnelle Ermüdung gehören
- Gehirnentzündung (Enzephalitis): Zu den Symptomen können Krampfanfälle, Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen, Verwirrung und Gedächtnisprobleme gehören
- Entzündung der Augen, die mit Sehstörungen einhergehen kann
- Niedrige Thrombozytenzahl: Zu den Symptomen können Blutungen (Nasen- oder Zahnfleischbluten) und/oder Blutergüsse gehören
Kinder und Jugendliche
HETRONIFLY wird nicht für Patienten unter 18 Jahren empfohlen. Dies liegt daran, dass keine Informationen darüber vorliegen, wie gut das Arzneimittel in dieser Altersgruppe wirkt.
Anwendung von HETRONIFLY zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden. Hierzu gehören auch pflanzliche Arzneimittel und rezeptfreie Arzneimittel.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die Ihr Immunsystem schwächen, z. B. Cortison-Derivate wie Prednison. Diese Arzneimittel können die Wirkung von HETRONIFLY beeinträchtigen. Sobald Sie jedoch mit HETRONIFLY behandelt werden, kann Ihr Arzt Ihnen Corticosteroide verabreichen, um mögliche Nebenwirkungen von HETRONIFLY zu reduzieren. Corticosteroide können Ihnen auch vor der Verabreichung von HETRONIFLY in Kombination mit einer Chemotherapie verabreicht werden, um Übelkeit, Erbrechen und andere Nebenwirkungen der Chemotherapie zu verhindern und/oder zu behandeln.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
Schwangerschaft
HETRONIFLY darf Schwangeren nicht verabreicht werden, es sei denn, Ihr Arzt empfiehlt es ausdrücklich.
HETRONIFLY kann Ihrem ungeborenen Kind schaden.
Stillen
Es ist nicht bekannt, ob Serplulimab in die Muttermilch übergeht. Sie und Ihr Arzt werden entscheiden, ob Sie nach der Behandlung mit Serplulimab stillen dürfen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
HETRONIFLY kann Müdigkeit und andere Nebenwirkungen hervorrufen. Fahren Sie nicht und bedienen Sie keine Maschinen, nachdem Ihnen HETRONIFLY verabreicht wurde, es sei denn, Sie sind sich sicher, dass Sie in guter Verfassung sind.
HETRONIFLY enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält 22,5 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro 10-ml- Durchstechflasche. Dies entspricht 1,1 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
HETRONIFLY enthält Polysorbat 80
Dieses Arzneimittel enthält 2,0 mg Polysorbat 80 pro 10-ml-Durchstechflasche. Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde.
Wie wird HETRONIFLY 10 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung angewendet?
HETRONIFLY wird Ihnen in einem Krankenhaus oder einer Klinik unter der Aufsicht eines erfahrenen Arztes verabreicht.
Die empfohlene Dosis von HETRONIFLY beträgt
- 4,5 mg pro kg Körpergewicht alle 3 Wochen bei kleinzelligem Lungenkrebs und nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium.
- 3 mg pro kg Körpergewicht alle 2 Woche bei Ösophagus-Plattenepithelkarzinom.
Ihr Arzt wird Ihnen HETRONIFLY als Infusion (Tropfinfusion) in eine Vene verabreichen. Die erste Infusion wird über einen Zeitraum von etwa 1 Stunde verabreicht. Die folgenden Infusionen werden über einen Zeitraum von 30 Minuten verabreicht.
Wenn Sie eine größere Menge HETRONIFLY angewendet haben, als Sie sollten
Es liegen keine Informationen über eine Überdosierung von Serplulimab vor. Dieses Medikament wird Ihnen von einem erfahrenen Arzt verabreicht. Die Wahrscheinlichkeit einer Überdosierung ist gering. Im Falle einer Überdosierung werden Sie engmaschig auf Anzeichen oder Symptome der Nebenwirkungen überwacht. Ihr Arzt wird eine geeignete Behandlung einleiten.
Wenn Sie einen Termin zur Behandlung mit HETRONIFLY versäumen
Es ist sehr wichtig, dass Sie keine Dosis dieses Arzneimittels auslassen. Wenn Sie einen Termin versäumen, rufen Sie Ihren Arzt sofort an, um einen neuen Termin zu vereinbaren.
Wenn Sie die Anwendung von HETRONIFLY abbrechen
Wenn Sie die Behandlung abbrechen, kann dies die Wirkung des Arzneimittels aufheben. Brechen Sie die Behandlung mit HETRONIFLY nicht ab, ohne dies mit Ihrem Arzt besprochen zu haben.
Wenn Sie weitere Fragen zu Ihrer Behandlung haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
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Welche Nebenwirkungen hat HETRONIFLY 10 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung?
, Welche Nebenwirkungen sind möglich?
- Wie ist HETRONIFLY aufzubewahren?
- Inhalt der Packung und weitere Informationen
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Achten Sie auf wichtige Symptome von Entzündungen.
HETRONIFLY wirkt auf Ihr Immunsystem und kann in Teilen Ihres Körpers Entzündungen verursachen. Dies kann Ihren Körper ernsthaft schädigen. Einige entzündliche Erkrankungen können lebensbedrohlich sein und eine Behandlung oder den Abbruch der Behandlung mit HETRONIFLY erfordern (siehe Abschnitt 2).
Schwerwiegende Nebenwirkungen
Sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines der folgenden schwerwiegenden Symptome feststellen. Dabei kann es sich um Anzeichen einer ernsthaften, möglicherweise tödlichen Erkrankung handeln. Eine sofortige medizinische Behandlung kann dazu beitragen, dass diese Probleme nicht noch schwerwiegender werden.
- Lungenentzündung (häufig): Zu den Symptomen können neu auftretender oder sich verschlimmernder Husten, Kurzatmigkeit oder Brustkorbschmerzen gehören.
- Entzündung der Leber und der Gallenwege (häufig): Zu den Symptomen können Übelkeit oder Erbrechen, verringerter Appetit, Schmerzen rechts vom Magen, Gelbfärbung der Haut oder des Weißen der Augen, Schläfrigkeit, dunkler Urin oder Blutungen oder Blutergüsse, die leichter als gewöhnlich auftreten, gehören
- Darmentzündung (gelegentlich): Zu den Symptomen können Durchfall oder häufigerer Stuhlgang als üblich, schwarzer, teerartiger, klebriger oder mit Blut oder Schleim durchsetzter Stuhl, starke Bauchschmerzen oder Druckempfindlichkeit gehören
- Entzündung des Pankreas (gelegentlich): Zu den Symptomen können Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen gehören
- Entzündung des Herzmuskels (gelegentlich): Zu den Symptomen können Brustkorbschmerzen, Kurzatmigkeit oder unregelmäßiger Herzschlag gehören
- Myasthenia gravis und Myastheniesyndrom (selten): Zu den Symptomen können Muskelschwäche und rasche Ermüdung gehören
Andere Nebenwirkungen
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, die in klinischen Prüfungen mit Patienten, die HETRONIFLY in Kombination mit einer Chemotherapie erhalten haben, berichtet wurden:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Lungenentzündung (Pneumonie)
- Verminderung der Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozyten, Neutrophile, Lymphozyten), roter Blutkörperchen (Anämie) oder der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- verringerte Schilddrüsenaktivität (kann zu Müdigkeit oder Gewichtszunahme führen) oder Überaktivität der Schilddrüse
- Blutuntersuchungen ergeben hohe Glukosewerte (Hyperglykämie oder Diabetes mellitus Typ 1)
- Blutuntersuchungen ergeben hohe Harnsäurewerte (Hyperurikämie) oder Lipidwerte (Hyperlipidämie)
- Blutuntersuchungen ergeben anormale Elektrolytwerte (Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium, Phosphat oder Chlorid)
- Blutuntersuchungen ergeben einen niedrigen Proteingehalt des Blutes (Hypoproteinämie)
- verminderter Appetit
- Gewichtsverlust
- Schlafstörungen
- Herzrhythmusstörungen
- Husten
- Brustkorbschmerzen
- Übelkeit
- Verstopfung
- Durchfall
- Erbrechen
- erhöhte Leberenzymwerte im Blut (Alanin-Aminotransferase, Aspartat-Aminotransferase)
- Hautausschlag
- Haarausfall
- Muskel- und Knochenschmerzen
- Protein im Urin
- Fieber
- Schwäche
- erhöhte Kreatininwerte im Blut
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Infektion der Harnwege
- Infektion der Atemwege
- Hautinfektion
- anormaler Gerinnungstest
- Verringerung der Zahl weißer Blutkörperchen (Granulozyten)
- niedrige Zahl weißer Blutkörperchen mit Fieber
- infusionsbedingte Reaktion
- Entzündung der Schilddrüse
- niedriger Blutzuckerspiegel
- Schwindelgefühl, Kopfschmerzen und Sensibilitätsstörungen (Parästhesien), Schäden am peripheren Nervensystem, die Taubheitsgefühl verursachen
- ein regelmäßiger Herzrhythmus bei beschleunigtem Herzschlag, langsamer Herzschlag, Erregungsleitungsstörungen, Herzinsuffizienz, erhöhter Troponinspiegel, myokardiale Verletzung
- hoher oder niedriger Blutdruck, Entzündung der Blutgefäße
- Kurzatmigkeit, Blutgerinnsel (normalerweise aus einer Beinvene), das zur Lunge wandert und eine Arterie blockiert, Sprechstörungen
- Entzündung der Mundschleimhaut, Verdauungsstörungen, Schluckbeschwerden, Blähungen oder Bauchschmerzen, gastrointestinale Störung, Mundtrockenheit, Magenentzündung
- Gamma-Glutamyltransferase im Blut erhöht
- erhöhter Bilirubinspiegel (ein Abbauprodukt von Hämoglobin) im Blut
- Juckreiz, Hautentzündungen
- Gelenkentzündung
- Nachweis von roten Blutkörperchen im Urin, Nierenschaden
- erhöhter Harnstoffwert im Blut
- allgemeines Unwohlsein, Schwellungen
- erhöhter Spiegel der alkalischen Phosphatase, des Myoglobins, der Kreatinphosphokinase oder der Amylase im Blut
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- schwere Infektion
- anaphylaktische Reaktion
- verminderte Ausschüttung von Hormonen der Nebennieren
- anomaler Schilddrüsenfunktionstest, andere Erkrankungen der Schilddrüse, Entzündung der Hirnanhangdrüse an der Hirnbasis, Unterfunktion der Nebenschilddrüse
- anormales Lipoprotein im Blut
- Drehschwindel, Gehirnentzündung, Neurotoxizität, Gehirnschlag, Veränderung des Geschmackssinns, beeinträchtigtes Gedächtnis
- verschwommenes Sehen, Entzündung der Hornhaut oder Bindehaut
- verminderte Durchblutung des Herzmuskels (Myokardischämie), Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel
- Blutgerinnsel in den Venen
- unzureichende Sauerstoffversorgung des Bluts durch die Lunge
- Zahnfleischbluten, Entzündung der Speiseröhre, Magengeschwür
- ungleichmäßige Hautpigmentierung, verdickte, manchmal schuppige Hautflecken mit Verfärbungen, trockene Haut, übermäßiges Schwitzen
- vermehrtes Wasserlassen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen
- Schüttelfrost
- erhöhter Spiegel der Lipase im Blut
Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)
- Magen- und Darminfektion, Infektion des Gehirns und der Hirnhaut durch Herpes-simplex- Virus
- Lymphknotenentzündung
- überaktive Nebennieren
- motorische Funktionsstörung
- eine Erkrankung, bei der Muskelschwäche und rasche Ermüdung auftreten (Myasthenia gravis und Myastheniesyndrom)
- Erkrankung des Herzmuskels
- Entzündung der Muskeln (Myositis)
eine schwerwiegende und möglicherweise tödlich verlaufende Erkrankung der Haut mit Blasenbildung, Abschälen oder Blutung an irgendeinem Teil der Haut (einschließlich Lippen, Augen, Mund, Nase, Genitalien, Hände oder Füße), mit oder ohne Ausschlag (toxische epidermale Nekrolyse)
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist HETRONIFLY 10 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchstechflasche nach „verwendbar bis“ bzw. „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das
Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Nicht einfrieren.
Das Arzneimittel in der Originalverpackung aufbewahren, um es vor Licht zu schützen.
Das Produkt sollte nach dem Verdünnen sofort verwendet werden. Die verdünnte Lösung darf nicht eingefroren werden. Wenn die verdünnte Lösung nicht sofort verwendet wird, ist sie nachweislich
24 Stunden im Kühlschrank (2 °C - 8 °C) haltbar, einschließlich bis zu 6 Stunden bei Raumtemperatur (bis 25°C).
Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie sichtbare Partikel bemerken.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Ihr medizinischer Betreuer wird Arzneimittel entsorgen, wenn es nicht mehr verwendet wird. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu HETRONIFLY 10 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Was HETRONIFLY enthält
Der Wirkstoff ist Serplulimab.
Jeder ml Konzentrat enthält 10 mg Serplulimab. Eine Durchstechflasche mit 10 ml enthält 100 mg Serplulimab.
Die sonstigen Bestandteile sind: Citronensäure-Monohydrat, Natriumcitrat, Natriumchlorid (siehe Abschnitt 2: HETRONIFLY enthält Natrium), Mannitol, Polysorbat 80, Wasser für Injektionszwecke.
Wie HETRONIFLY aussieht und Inhalt der Packung
HETRONIFLY ist ein Konzentrat zur Herstellung einer intravenösen Infusionslösung, das in einer Durchstechflasche aus Glas mit Gummistopfen geliefert wird. Die Durchstechflasche enthält
10 mg/ml Serplulimab. Das Konzentrat ist eine farblose bis leicht gelbliche, klare bis leicht opalisierende Flüssigkeit. Jede Packung enthält 1 Durchstechflasche.
Pharmazeutischer Unternehmer
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


