Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Flubenol 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Tiere Anwendungsgebiet(e) Zur Behandlung von Wurmbefall bei Schweinen, Hühnern, Puten und Fasanen mit folgenden Nematoden: Schweine: Ascaris suum (Spulwurm), adulte Stadien und L4 Larvenstadien Oesophagostomum dentatum (Knötchenwurm), adulte Stadien Hyostrongylus rubidus (Roter …
- Wirkstoff(e)
- Flubendazol
- Zulassungsinhaber
- Elanco GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
- ATC Code
- QP52AC12
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Flubenol 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Tiere angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Flubenol 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Tiere
Anwendungsgebiet(e)
Zur Behandlung von Wurmbefall bei Schweinen, Hühnern, Puten und Fasanen mit folgenden Nematoden:
Schweine:
Ascaris suum (Spulwurm), adulte Stadien und L4 Larvenstadien
Oesophagostomum dentatum (Knötchenwurm), adulte Stadien
Hyostrongylus rubidus (Roter Magenwurm), adulte Stadien
Trichuris suis (Peitschenwurm), adulte Stadien
Metastrongylus apri (Lungenwurm), adulte Stadien
Strongyloides ransomi (Zwergfadenwurm), adulte Stadien
Gegen Strongyloides ransomi ist nur eine unvollständige Wirkung zu erzielen.
Hühner, Puten, Fasane:
Syngamus trachea (Roter Luftröhrenwurm), adulte Stadien
Capillaria spp. (Haarwurm), adulte Stadien
Ascaridia galli (Großer und kleiner Spulwurm), adulte Stadien
Heterakis gallinarum (Pfriemenschwanz), adulte Stadien
Amidostomum anseris (Magenrundwurm), adulte Stadien
Trichostrongylus tenuis (Magenwurm), adulte Stadien 1
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Was ist vor der Einnahme von Flubenol 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Tiere zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nicht anwenden bei Tauben und Papageien.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Flubenol 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Tiere angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben über das Futter.
Das Tierarzneimittel ist zur Verwendung bei einzelnen Tieren oder zur Verwendung bei Tiergruppen innerhalb eines Bestandes bestimmt.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Dosierung:
Schwein:
Sauen
5 mg Flubendazol/kg Körpergewicht (KGW), entsprechend 1 g des Tierarzneimittels pro 10 kg KGW, einmalig. 1 Messlöffel (= 13 g des Tierarzneimittels) für 130 kg KGW
Absatzferkel, Läufer, Zucht- und Mastschweine
1,2 mg Flubendazol/kg KGW pro Tag, entsprechend 1 g des Tierarzneimittels pro 42 kg KGW pro Tag. Die Behandlungsdauer beträgt 5 – 10 Tage.
Bei Befall mit Trichuris suis und/oder Hyostrongylus rubidus sollte eine Behandlung an 10 aufeinander folgenden Tagen erfolgen.
Huhn:
1,43 mg Flubendazol/kg KGW pro Tag, entsprechend 28,6 mg des Tierarzneimittels pro kg KGW. Die Behandlungsdauer beträgt 7 Tage.
Pute:
0,95 mg Flubendazol/kg Körpergewicht pro Tag, entsprechend 19,1 mg des Tierarzneimittels pro kg KGW. Die Behandlungsdauer beträgt 7 Tage.
Fasan:
2,86 mg Flubendazol/kg Körpergewicht pro Tag, entsprechend 57,1 mg des Tierarzneimittels pro kg KGW. Die Behandlungsdauer beträgt 7 Tage.
Das Tierarzneimittel ist unmittelbar vor jeder Verabreichung so in das Futter einzumengen, dass eine vollständige Durchmischung erreicht wird. Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils restlos aufgenommen wird.
Hinweise für die richtige Anwendung
Das Tierarzneimittel muss mit dem Futter homogen vermischt werden.
Das Tierarzneimittel darf nicht mit pelletiertem Futter vermischt werden, da keine homogene Mischung entsteht.
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Welche Nebenwirkungen hat Flubenol 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Tiere?
Schwein:
Keine bekannt.
Huhn, Pute, Fasan:
Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte):
Diarrhoe1
1 leicht und vorübergehend.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, 1200 Wien, Österreich
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at
Wie ist Flubenol 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Tiere aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht über 30 °C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Flubenol 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Tiere
Zusammensetzung
Jedes g enthält:
Wirkstoffe:
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Folgende Situationen sollten vermieden werden, da sie das Risiko einer Resistenzentwicklung erhöhen und letztlich zu einer unwirksamen Behandlung führen könnten:
- zu häufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika einer Substanzgruppe über einen längeren Zeitraum.
- Unterdosierung aufgrund einer Fehleinschätzung des Körpergewichts, falscher Verabreichung des Tierarzneimittels oder mangelnder Kalibrierung der Dosiervorrichtung (sofern vorhanden).
Daher sollte sich die Anwendung des Tierarzneimittels auf lokalen (regionalen, landwirtschaftlichen) epidemiologischen Informationen über die Empfindlichkeit von Nematoden und auf Empfehlungen zur Einschränkung weiterer Anthelminthika-Resistenzen stützen.
Bei Verdachtsfällen einer klinisch relevanten Resistenz gegen Anthelminthika sollten weiterführende Maßnahmen mit Hilfe geeigneter Tests (z.B. Eizahl-Reduktionstest im Kot) durchgeführt werden. Falls die Ergebnisse auf eine Resistenz gegen ein bestimmtes Anthelminthikum hindeuten, sollte ein Vertreter einer anderen Substanzklasse und mit einem anderen Wirkmechanismus verwendet werden
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Der optimale Erfolg einer Behandlung mit diesem Tierarzneimittel ist nur in Verbindung mit einer Verbesserung der Stallhygiene gegeben. Nach der Anwendung von Flubendazol kann es bei Hühnern zu einer Störung der Federausbildung kommen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Flubendazol kann Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) verursachen. Den direkten Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Nach der Anwendung Hände waschen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Flubendazol sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine persönliche Schutzausrüstung bestehend aus Brille, Mundschutz, Handschuhen und langer Kleidung tragen. Bei versehentlichem Kontakt mit den Augen diese sorgfältig mit Wasser spülen. Bei anhaltender Rötung der Lidbindehaut ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Um Gefahren für die Umwelt zu vermeiden, sind Hühner und Schweine in Freilandhaltung während der Behandlung und einen Tag nach der letzten Behandlung im Stall zu halten.
Trächtigkeit und Laktation:
Laboruntersuchungen ergaben keine Hinweise auf teratogene Wirkungen in therapeutischen Dosen.
Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.
Legegeflügel:
Bei der Anwendung von Flubendazol in therapeutischen Dosen über 7 Tage sind weder negative Wirkungen auf die Eiproduktion und -qualität, die Brut und die Nachkommen, noch andere klinische Symptome festgestellt worden.
Überdosierung:
Bei einer Überdosierung ab einer Konzentration im Futter von 250 ppm Flubendazol kann bei Schweinen vorübergehend Durchfall ab dem 2. Behandlungstag mit einem Maximum zwischen dem 7. und 12. Tag beobachtet werden.
Eine 6-fache Überdosierung (180 ppm) beim Geflügel beeinträchtigt die Erythropoese.
Bei Überdosierung ist nur eine symptomatische Therapie möglich. Es gibt kein spezifisches Antidot gegen Flubendazol.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Keine bekannt.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt werden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z. Nr.: 16.881
Packungsgrößen:
Behälter aus Polypropylen mit einer Innenschicht aus Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) und einer Verschlusskappe aus LDPE zu 600 g Pulver, inklusive 1 Messlöffel aus Polypropylen zu 20 mg (äquivalent 13 g des Tierarzneimittels).
Mehrschichtiger Papierbeutel mit einer Innenschicht aus Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) zu 2 kg, inklusive 1 Messlöffel aus Polypropylen zu 20 mg (äquivalent 13 g des Tierarzneimittels).
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
07/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


