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Das Wichtigste in Kürze
Zur Behandlung von Befall mit folgenden Nematoden bei Schweinen, Hühnern, Puten und Fasanen: Schweine: Ascaris suum (adulte Stadien und L4 Larvenstadien) Oesophagostomum dentatum (adulte Stadien) Hyostrongylus rubidus (adulte Stadien) Trichuris suis (adulte und larvale Stadien) Metastrongylus apri (adulte Stadien) Strongyloides ransomi (adulte Stadien) …
- Zieltierarten
- Schwein, Huhn, Pute, Fasan.
- Wartezeit
- Schwein: Essbare Gewebe: 5 Tage. Huhn: Essbare Gewebe: 7 Tage, Eier: Null Tage. Pute: Essbare Gewebe: 1 Tag. Fasan: Essbare Gewebe: 5 Tage.
- Wirkstoff(e)
- Flubendazol
- Zulassungsinhaber
- Animed Service AG
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
- ATC Code
- QP52AC12
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Flubendazol “AniMed Service” 50 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner, Puten und Fasane bei Tieren angewendet?
Zur Behandlung von Befall mit folgenden Nematoden bei Schweinen, Hühnern, Puten und Fasanen:
Schweine:
Ascaris suum (adulte Stadien und L4 Larvenstadien)
Oesophagostomum dentatum (adulte Stadien)
Hyostrongylus rubidus (adulte Stadien)
Trichuris suis (adulte und larvale Stadien)
Metastrongylus apri (adulte Stadien)
Strongyloides ransomi (adulte Stadien)
Gegen Strongyloides ransomi ist nur eine unvollständige Wirkung zu erzielen.
Hühner, Puten, Fasane:
Syngamus trachea (adulte Stadien)
Capillaria spp. (adulte Stadien)
Ascaridia galli (adulte Stadien)
Heterakis gallinarum (adulte Stadien)
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Für welche Tiere ist Flubendazol “AniMed Service” 50 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner, Puten und Fasane zugelassen?
Schwein, Huhn, Pute, Fasan.
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Flubendazol “AniMed Service” 50 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner, Puten und Fasane
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei Tauben und Papageien.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Eine unnötige oder von den Vorgaben der Fachinformation abweichende Anwendung von Antiparasitika kann den Resistenzselektionsdruck erhöhen und zu einer verminderten Wirksamkeit führen. Die Entscheidung über die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf dem Nachweis der
Parasitenspezies und der Befallsstärke bzw. des Infektionsrisikos, welches auf den epidemiologischen Besonderheiten jeder Herde basiert, beruhen.
Die wiederholte Anwendung über einen längeren Zeitraum hinweg, insbesondere bei Verwendung derselben Substanzklasse, erhöht das Risiko einer Resistenzentwicklung. Innerhalb einer Herde ist die Aufrechterhaltung empfindlicher Refugien von wesentlicher Bedeutung, um dieses Risiko zu verringern. Systematische Intervallbehandlungen und die Behandlung der gesamten Herde sollten vermieden werden. Stattdessen sollten, sofern dies möglich ist, nur ausgewählte Einzeltiere oder Untergruppen behandelt werden (gezielte selektive Behandlung). Dies sollte mit geeigneten Haltungs- und Weidemanagementmaßnahmen kombiniert werden. Für jede einzelne Herde sollte der behandelnde Tierarzt um Empfehlung gebeten werden.
Bei der Anwendung dieses Tierarzneimittels sollten die örtlichen Informationen über die Empfindlichkeit der Zielparasiten berücksichtigt werden, sofern sie vorliegen.
Es wird empfohlen, Fälle von Resistenzverdacht mit einer geeigneten Diagnosemethode (z.B. Eizahlreduktionstest) weiter zu untersuchen. Wenn die Ergebnisse des/der Tests stark auf eine Resistenz gegen ein bestimmtes Anthelminthikum hindeuten, sollte ein Anthelminthikum einer anderen pharmakologischen Klasse mit einer anderen Wirkungsart verwendet werden.
Bestätigte Resistenzen sollten dem Zulassungsinhaber oder den zuständigen Behörden gemeldet werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Bei der Anwendung von Flubendazol bei Hühnern in der Mauser kann eine Störung der Federbildung nicht ausgeschlossen werden.
Der optimale Erfolg einer Behandlung mit diesem Tierarzneimittel ist nur in Verbindung mit einer Verbesserung der Stallhygiene gegeben.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Dieses Tierarzneimittel kann Augenreizungen und Hautsensibilisierung verursachen, wenn es mit der Haut oder den Augen in Kontakt kommt oder das Pulver eingeatmet wird.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Flubendazol sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Beim Einmischen und beim Umgang mit dem Tierarzneimittel versetzten Futter direkten Kontakt mit der Haut und den Schleimhäuten vermeiden.
Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus Overall, Schutzhandschuhen, Schutzbrillen und Staubmaske tragen.
Nach der Anwendung Hände waschen.
Bei versehentlichem Kontakt mit den Augen oder der Haut die betroffenen Stellen sorgfältig mit reichlich Wasser spülen. Bei anhaltender Rötung der Lidbindehaut ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Um Gefahren für die Umwelt zu vermeiden, sind Hühner und Schweine in Freilandhaltung während der Behandlung und einen Tag nach der letzten Behandlung im Stall zu halten.
Trächtigkeit und Laktation:
Schwein:
Das Tierarzneimittel ist bei empfohlener Dosierung (1,2 mg/kg KGW) zur Verabreichung an Schweine während der Trächtigkeit geeignet.
Laboruntersuchungen ergaben keine Hinweise auf teratogene Wirkungen in therapeutischen Dosen. Kann während der Laktation angewendet werden.
Legegeflügel:
Huhn, Pute, Fasan:
Bei der Anwendung von Flubendazol in therapeutischen Dosen über 7 Tage sind weder negative Wirkungen auf die Eiproduktion und -qualität, die Brut und die Nachkommen, noch andere klinische Symptome festgestellt worden.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: Keine bekannt.
Überdosierung:
Schwein:
Bei einer 8-fachen Überdosierung von Flubendazol (40 mg pro kg KGW) kann beim Schwein eine vorübergehende Diarrhoe (weicher oder flüssiger Kot) auftreten. Diese Kotbeschaffenheit kann ab dem 2. Behandlungstag mit einem Maximum zwischen dem 7. und 12. Tag beobachtet werden.
Huhn, Pute, Fasan:
Eine 6-fache Überdosierung von Flubendazol (80 mg pro kg KGW) beim Geflügel beeinträchtigt die Erythropoese.
Bei Überdosierung ist nur eine symptomatische Therapie möglich. Es gibt kein spezifisches Antidot gegen Flubendazol.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
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Wie wird Flubendazol “AniMed Service” 50 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner, Puten und Fasane dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben über das Futter.
Das Tierarzneimittel ist zur Verwendung bei einzelnen Tieren oder zur Verwendung bei Tiergruppen innerhalb eines Bestandes bestimmt.
Dosierung:
Schwein
Absatzferkel, Läufer und Mastschwein:
1,2 mg Flubendazol / kg KGW / Tag (= 1 g Tierarzneimittel / 42 kg KGW / Tag)
Die Behandlungsdauer beträgt 5 Tage. Bei starkem Trichuris- oder Strongyloidesbefall sollte eine Behandlung an 10 aufeinander folgenden Tagen erfolgen.
Zuchtschwein:
1,2 mg Flubendazol / kg KGW / Tag (= 1 g Tierarzneimittel / 42 kg KGW / Tag) Die Behandlungsdauer beträgt 10 Tage.
Huhn:
1,43 mg Flubendazol / kg KGW / Tag (= 28,6 mg Tierarzneimittel / kg KGW / Tag) Die Behandlungsdauer beträgt 7 Tage.
Pute:
0,95 mg Flubendazol / kg KGW / Tag (= 19 mg Tierarzneimittel / kg KGW / Tag) Die Behandlungsdauer beträgt 7 Tage.
Fasan:
2,86 mg Flubendazol / kg KGW / Tag (= 57,2 mg Tierarzneimittel / kg KGW / Tag) Die Behandlungsdauer beträgt 7 Tage.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden. Unterdosierung kann zu einer unwirksamen Anwendung führen und kann eine Resistenzentwicklung begünstigen.
Sollen Tiere gemeinsam behandelt werden, so sollten möglichst homogene Gruppen gebildet werden und alle Tiere einer Gruppe sollten mit der Dosis behandelt werden, die dem schwersten Tier entspricht.
Hinweise für die richtige Anwendung
Das Tierarzneimittel ist unmittelbar vor jeder Verabreichung so in das Futter einzumengen, dass eine vollständige Durchmischung erreicht wird. Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils restlos aufgenommen wird.
Das Tierarzneimittel ist mit dem Futter homogen zu vermischen.
Das Tierarzneimittel darf nicht mit pelletiertem Futter vermischt werden, da keine homogene Mischung entsteht.
Welche Wartezeit gilt für Flubendazol “AniMed Service” 50 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner, Puten und Fasane?
Schwein:
Essbare Gewebe:
5 Tage.
Huhn:
Essbare Gewebe:
7 Tage,
Eier:
Null Tage.
Pute:
Essbare Gewebe:
1 Tag.
Fasan:
Essbare Gewebe:
5 Tage.
Welche Nebenwirkungen kann Flubendazol “AniMed Service” 50 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner, Puten und Fasane beim Tier haben?
| Schwein: | |
| Keine bekannt. | |
| Huhn, Pute, Fasan: | |
| Unbestimmte Häufigkeit (kann auf | Diarrhoe (Durchfall)1 |
| Basis der verfügbaren Daten nicht | |
| geschätzt werden): | |
| 1 leicht und vorrübergehend. |
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, A-1200 WIEN, ÖSTERREICH
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at
Wie ist Flubendazol “AniMed Service” 50 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner, Puten und Fasane aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht über 25°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett oder dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des
Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 6 Monate
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Weitere Informationen zu Flubendazol “AniMed Service” 50 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner, Puten und Fasane
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Flubendazol „AniMed Service“ 50 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner, Puten und Fasane
Zusammensetzung
| 1 Gramm Pulver enthält: | |
| Wirkstoff(e): | |
| Flubendazol | 50 mg |
Weißes bis cremefarbenes, feinkristallines Pulver.
Einstufung von Tierarzneimitteln
Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z.Nr.: 840408
Packungsgrößen:
LDPE/Alu/PET-Beutel (1 kg, 5 kg oder 10 kg).
Umkarton mit 5 x 1 kg und 10 x 1 kg in einem LDPE/Alu/PET-Beutel.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
07/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Kontaktdaten
Zulassungsinhaber und für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:
AniMed Service AG Liebochstrasse 9 A-8143 Dobl
Tel: 03136-55667 office@animedservice.at www.animedservice.at
Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



