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Grundlagen
Piritramid ist ein synthetisches Opioid-Analgetikum, das in bestimmten europäischen Ländern vermarktet wird, darunter: Österreich, Belgien, Tschechische Republik, Deutschland und die Niederlande. Es liegt in freier Form vor, ist etwa 0,75-mal so stark wie Morphin und wird parenteral (durch Injektion) zur Behandlung von starken Schmerzen verabreicht.
Pharmakologie
Pharmakodynamik
Piritramid ist ein synthetisches Opioid und ein µ-Rezeptor-Agonist. Die schmerzlindernde Wirkung ist also auf die Bindung an µ-Rezeptoren im ZNS zurückzuführen.
Pharmakokinetik
Nach intravenöser Verabreichung beträgt das Einsetzen der Analgesie nur 1-2 Minuten, was möglicherweise mit seiner großen Lipophilie zusammenhängt. Das Verteilungsvolumen beträgt 0,7-1 L/kg nach einer Einzeldosis, 4,7-6 L/kg nach Erreichen von Steady-State-Konzentrationen und bis zu 11,1 L/kg nach längerer Verabreichung.
Kontraindikation
- schwere obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
- gleichzeitige Einnahme mit MAO-Hemmern
- Atemdepression
- Koma
- Überempfindlichkeit
Toxizität
Nebenwirkungen
Übelkeit, Erbrechen, Atemdepression und Verstopfung sind die häufigsten Nebenwirkungen, die bei der Anwendung von Piritramid auftreten. Diese treten jedoch weniger häufig als bei der Awendung von Morphin und anderen Opioiden auf.

Autor
Markus Falkenstätter, BSc
Student der Pharmazie
Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Lektor
Mag. pharm. Stefanie Brandauer
Pharmazeutin
Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.