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Wirkstoffe

Cyclopentolat

Autor: Markus Falkenstätter, BScFachlich geprüft von Mag. pharm. Stefanie Brandauer (Pharmazeutin)
Inhalt
  1. Grundlagen
  2. Pharmakologie
  3. Toxizität

Cyclopentolat ist ein Anticholinergikum, das bei diagnostischen Tests am Auge eingesetzt wird.

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Grundlagen

Cyclopentolat ist ein Anticholinergikum, das bei diagnostischen Tests am Auge eingesetzt wird, um die Pupillen zu weiten und die Ziliärmuskeln des Auges zu lähmen.

Pharmakologie

Pharmakodynamik und Wirkmechanismus

Cyclopentolat ist ein antimuskarinischer Wirkstoff und ähnelt den beiden Stoffen Atropin und Scopolamin. Cyclopentolat blockiert gewisse Rezeptoren in den Muskeln des Auges (Muscarinrezeptoren). Diese Rezeptoren sind an der Steuerung der Pupillengröße und der Form der Linse beteiligt. Cyclopentolat führt somit zu einer Entspannung dieser Muskeln der Iris und der Ziliärmuskeln. Bei topischer Anwendung am Auge bewirkt es eine rasche, intensive zykloplegische und mydriatische Wirkung, die nach 15 bis 60 Minuten ihr Maximum erreicht; die Erholung erfolgt in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Die zykloplegische und mydriatische Wirkung setzt bei Patienten mit dunkel pigmentierter Iris langsamer ein und hält länger an.

Pharmakokinetik

Die Dosis fällt aufgrund der lokalen Anwendung am Auge sehr gering aus. Aus diesem Grund wird der Stoff nur in kleinsten Mengen in den systemischen Kreislauf aufgenommen. Daher sind keine verlässlichen Angaben zu den pharmakokinetischen Paramtern verfügbar.

Wechselwirkungen

Cyclopentolat kann die blutdrucksenkende Wirkung von Arzneistoffen, die bei der Glaukomtherapie zum Einsatz kommen, beeinträchtigen. Dazu zählen die Stoffe Carbachol, Pilocarpin oder die Gruppe der ophthalmischen Cholinesterasehemmer.

Toxizität

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind aufgrund der topischen Anwendung auf die Augen beschränkt. Dazu gehören:

  • Erhöhter Augeninnendruck
  • Brennen
  • Photophobie
  • verschwommenes Sehen
  • Reizung
  • Konjunktivitis
  • punktförmige Keratitis
  • Synechien

Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen

Wenn eine Allergie gegen den Wirkstoff bekannt ist, darf dieser nicht verabreicht werden.

Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Markus Falkenstätter, BSc

Student der Pharmazie

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Lektor

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Pharmazeutin

Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.


Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.