Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Zur Behandlung von Infektionen, die durch Tylosin-empfindliche Erreger hervorgerufen werden. Rind: Zur Behandlung von Atemwegsinfektionen, Metritis verursacht durch grampositive Erreger, Mastitis verursacht durch Streptococcus spp., Staphylococcus spp. und von interdigitaler Nekrobazillose, d.h. Panaritium oder infektiöse Pododermatitis.
- Zieltierarten
- Rind, Schaf, Ziege, Schwein.
- Wartezeit
- Rinder: Essbare Gewebe: 28 Tage. Milch: 108 Stunden. Schafe und Ziegen: Essbare Gewebe: 42 Tage. Milch: 108 Stunden. Schweine: Essbare Gewebe: 16 Tage.
- Wirkstoff(e)
- Tylosin
- Zulassungsinhaber
- Biovet AD Beiname: Biovet JSC
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Tylmasin 200 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine bei Tieren angewendet?
Zur Behandlung von Infektionen, die durch Tylosin-empfindliche Erreger hervorgerufen werden.
Rind:
Zur Behandlung von Atemwegsinfektionen, Metritis verursacht durch grampositive Erreger, Mastitis verursacht durch Streptococcus spp., Staphylococcus spp. und von interdigitaler Nekrobazillose, d.h. Panaritium oder infektiöse Pododermatitis.
Rind (Kalb):
- Zur Behandlung von Atemwegsinfektionen und Nekrobazillose.
Schwein:
- Zur Behandlung von enzootischer Pneumonie, hämorrhagischer Enteritis, Rotlauf und Metritis.
- Zur Behandlung von Arthritis verursacht durch Mycoplasma und Staphylococcus spp.
Schaf und Ziege:
- Zur Behandlung von Atemwegsinfektionen, Metritis verursacht durch grampositive Erreger, Mastitis verursacht durch grampositive Erreger oder Mycoplasma spp.
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Für welche Tiere ist Tylmasin 200 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine zugelassen?
Rind, Schaf, Ziege, Schwein.
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Tylmasin 200 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Pferden. Eine intramuskuläre Injektion kann bei Hühnern und Puten zum Tode führen.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen Tylosin, andere Makrolide oder einen der sonstigen Bestandteile.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Keine.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
In Anbetracht der Variabilität der Empfindlichkeit von Bakterien gegenüber Tylosin (über die Zeit und geographisch) sollte vor der Behandlung eine bakteriologische Probenahme und eine Empfindlichkeitsprüfung erfolgen.
Eine von der Fachinformation abweichende Anwendung des Tierarzneimittels kann die Prävalenz von Tylosin-resistenten Bakterien erhöhen und die Wirksamkeit der Behandlung mit anderen Makrolid- Antibiotika aufgrund einer möglichen Kreuzresistenz verringern. Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die amtlichen und örtlichen Regelungen über den Einsatz von Antibiotika zu beachten.
Die Daten zur Wirksamkeit unterstützen nicht den Einsatz von Tylosin bei der Behandlung einer Mastitis bei Rindern, die durch Mycoplasma spp. verursacht wurde. Aufgrund hoher in-vitro Resistenzraten bei europäischen Stämmen muss eine durch Brachyspira hyodysenteriae verursachte hämorrhagische Enteritis mit Vorsicht behandelt werden.
Wiederholte Injektionen sollten auf verschiedene Injektionsstellen verteilt werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Vorsichtig anwenden, um eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden.
Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Im Falle eines versehentlichen Hautkontaktes die Haut gründlich mit Wasser und Seife reinigen. Im Falle eines versehentlichen Augenkontaktes die Augen mit reichlich sauberem fließendem Wasser spülen.
Nach der Anwendung Hände waschen.
Tylosin kann Reizungen verursachen. Makrolide wie Tylosin können nach Injektion, Inhalation, Verschlucken oder nach Haut- oder Augenkontakt eine Überempfindlichkeit (Allergie) auslösen. Eine Überempfindlichkeit gegen Tylosin kann zu Kreuzreaktionen gegenüber anderen Makroliden und umgekehrt führen. Gelegentlich können allergische Reaktionen auf diese Substanzen schwerwiegend sein; deshalb ist der direkte Kontakt zu vermeiden.
Personen mit einer Allergie gegenüber den Inhaltsstoffen sollten mit dem Tierarzneimittel nicht umgehen.
Treten nach Exposition Symptome wie Hautausschlag auf, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Ein Anschwellen des Gesichts, der Lippen und der Augenlider oder Atemprobleme sind schwerwiegende Symptome und erfordern unverzüglich ärztliche Hilfe.
Trächtigkeit:
Laboruntersuchungen ergaben keine Hinweise auf teratogene, fetotoxische oder maternotoxische Wirkungen. Es wurden keine Studien bei den Zieltierarten durchgeführt. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Keine bekannt.
Überdosierung:
Bei Schweinen und Rindern (Kälbern) rief eine Injektion von 30 mg/kg Körpergewicht pro Tag an 5 aufeinanderfolgenden Tagen keine Nebenwirkungen hervor.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
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Wie wird Tylmasin 200 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Intramuskuläre oder langsame intravenöse Anwendung (nur bei Rindern).
Rind:
5-10 mg Tylosin/kg Körpergewicht pro Tag über 3 Tage (2,5 bis 5 ml Lösung pro 100 kg Körpergewicht). Das maximale Volumen pro Injektionsstelle sollte 15 ml nicht überschreiten.
Schaf und Ziege:
10 mg Tylosin/kg Körpergewicht pro Tag über 3 Tage (5 ml Lösung pro 100 kg Körpergewicht)
Bei Schafen über einem Körpergewicht von 50 kg ist das Injektionsvolumen auf zwei Injektionsstellen aufzuteilen (maximal 2,5 ml Injektionsvolumen pro Injektionsstelle).
Schwein:
5-10 mg Tylosin/kg Körpergewicht pro Tag über 3 Tage (2,5 bis 5 ml Lösung pro 100 kg Körpergewicht). Bei Schweinen nicht mehr als 5 ml pro Injektionsstelle verabreichen.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Hinweise für die richtige Anwendung
Der Verschlussstopfen sollte nicht mehr als 15mal durchstochen werden. Um zu häufiges Durchstechen des Stopfens zu verhindern, sollte eine Dosierkanüle verwendet werden.
Welche Wartezeit gilt für Tylmasin 200 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine?
Rinder:
Essbare Gewebe: 28 Tage.
Milch: 108 Stunden.
Schafe und Ziegen:
Essbare Gewebe: 42 Tage.
Milch: 108 Stunden.
Schweine:
Essbare Gewebe: 16 Tage.
Welche Nebenwirkungen kann Tylmasin 200 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine beim Tier haben?
| Rind: | |||
| Sehr selten | Schwellung an der Injektionsstelle, Entzündung an der | ||
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | Injektionsstelle. | ||
| einschließlich Einzelfallberichte): | Schwellung der Vulva, anaphylaktischer Schock | ||
| Tod | |||
| Unbestimmte Häufigkeit (kann auf | Hautveränderung an der Injektionsstelle (Flecken)¹ | ||
| Basis der verfügbaren Daten nicht | |||
| geschätzt werden): | |||
| ¹ kann bis zu 21 Tage nach der Anwendung bestehen bleiben. | |||
| Schwein: | |||
| Sehr selten | Schwellung an der Injektionsstelle, Entzündung an der | ||
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | Injektionsstelle. | ||
| einschließlich Einzelfallberichte): | Anaphylaktischer Schock | ||
| Rektalödem¹, Rektalprolaps (partiell) | |||
| Erythem und Juckreiz | |||
| Tod | |||
| Unbestimmte Häufigkeit (kann auf | Hautveränderung an der Injektionsstelle (Flecken)¹ | ||
| Basis der verfügbaren Daten nicht | |||
| geschätzt werden): |
¹ Ödem der Rektalschleimhaut
² kann bis zu 21 Tage nach der Anwendung bestehen bleiben. Schaf und Ziege:
| Sehr selten | Schwellung an der Injektionsstelle, Entzündung an der |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | Injektionsstelle. |
| einschließlich Einzelfallberichte): | Anaphylaktischer Schock |
| Tod | |
| Unbestimmte Häufigkeit (kann auf | Hautveränderung an der Injektionsstelle (Flecken)¹ |
| Basis der verfügbaren Daten nicht | |
| geschätzt werden): |
¹ kann bis zu 21 Tage nach der Anwendung bestehen bleiben.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Wie ist Tylmasin 200 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage.
Vor Licht schützen. Im Originalbehältnis aufbewahren. Nicht über 25 °C lagern. Nicht einfrieren. Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Weitere Informationen zu Tylmasin 200 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine
Bezeichnung des Tierarzneimittels
TYLMASIN 200 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine
Zusammensetzung
| Jeder ml enthält: | |
| Wirkstoffe: | |
| Tylosin | 200.000 I.E. |
Sonstige Bestandteile:
Benzylalkohol (E1519) 40 mg
Blass gelbliche bis bernsteinfarbene Flüssigkeit.
Einstufung von Tierarzneimitteln
Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
50 ml, 100 ml oder 250 ml farblose Durchstechflasche aus Glas (Typ II) mit einem Brombutylstopfen und Aluminiumverschluss in einem Karton. Eine Durchstechflasche pro Karton.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
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Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Kontaktdaten
Zulassungsinhaber und für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:
Biovet JSC
39 Petar Rakov Str.
4550 Peshtera
Bulgarien
Tel.: +32 3 288 1849
Verschreibungspflichtig
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


