Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Rasagilin-Hormosan wird zur Behandlung der Parkinson-Krankheit angewendet. Es kann entweder zusammen mit oder ohne Levodopa (einem anderen Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit ) angewendet werden. Bei der Parkinson-Krankheit kommt es zu einem Verlust von Zellen, die im Gehirn Dopamin produzieren.
- Wirkstoff(e)
- Rasagilin
- Zulassungsinhaber
- Hormosan Pharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- N04BD02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Rasagilin-Hormosan 1 mg Tabletten angewendet?
Rasagilin-Hormosan wird zur Behandlung der Parkinson-Krankheit angewendet. Es kann entweder zusammen mit oder ohne Levodopa (einem anderen Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit) angewendet werden.
Bei der Parkinson-Krankheit kommt es zu einem Verlust von Zellen, die im Gehirn Dopamin produzieren. Dopamin ist eine im Gehirn befindliche chemische
Substanz, die an der Regulierung von kontrollierten Bewegungen beteiligt ist. Rasagilin-Hormosan hilft den Dopamin-Spiegel im Gehirn sowohl zu erhöhen als
auch aufrecht zu erhalten.
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von Rasagilin-Hormosan 1 mg Tabletten zu beachten?
Rasagilin-Hormosan darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Rasagilin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie eine stark eingeschränkte Leberfunktion haben.
Während der Einnahme von Rasagilin-Hormosan dürfen Sie folgende andere
Arzneimittel nicht einnehmen:
Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer, egal ob sie als Antidepressiva, zur Behandlung der Parkinson-Krankheit oder für irgendeine andere Indikation
angewendet werden (einschließlich nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel und Naturheilmittel z.B. Johanniskraut).
- Pethidin (ein starkes Schmerzmittel).
Sie müssen mindestens 14 Tage nach dem Absetzen der Rasagilin-Hormosan- Behandlung warten, bevor Sie eine Behandlung mit MAO-Hemmern oder Pethidin beginnen.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Rasagilin-Hormosan einnehmen,
- wenn Sie eine leicht bis mittelschwer eingeschränkte Leberfunktion haben
- wenn Sie eine verdächtige Hautveränderungen haben.
Kinder und Jugendliche
Rasagilin-Hormosan wird nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfohlen.
Einnahme von Rasagilin-Hormosan zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder
beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen oder wenn Sie rauchen bzw. beabsichtigen mit dem Rauchen aufzuhören.
Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, bevor Sie eines der folgenden Arzneimittel zusammen mit Rasagilin-Hormosan einnehmen oder anwenden:
- bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer, trizyklische oder tetrazyklische Antidepressiva)
- das gegen Infektionen angewendete Antibiotikum Ciprofloxacin
- den Hustenstiller Dextromethorphan
-
Sympathomimetika, z.B. solche, die in Augentropfen,
schleimhautabschwellenden Arzneimitteln zur Anwendung in der Nase oder zum Einnehmen enthalten sind und Arzneimittel gegen Erkältungen, die
Ephedrin oder Pseudoephedrin enthalten.
Die Anwendung von Rasagilin-Hormosan zusammen mit Antidepressiva, die Fluoxetin oder Fluvoxamin enthalten, ist zu vermeiden.
Bevor Sie eine Behandlung mit Rasagilin-Hormosan beginnen, sollten Sie nach dem Absetzen einer Fluoxetin-Behandlung mindestens 5 Wochen warten. Bevor Sie eine Behandlung mit Fluoxetin oder Fluvoxamin beginnen, sollten Sie
nach dem Absetzen einer Rasagilin-Hormosan Behandlung mindestens 14 Tage warten.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie / Ihr Betreuer bemerken, dass Sie ein unübliches Verhalten entwickeln, bei dem Sie dem Impuls, Trieb oder der Versuchung nicht widerstehen können, bestimmte schädliche oder nachteilige Dinge sich selbst oder anderen zuzufügen. Dies bezeichnet man als Impulskontrollstörungen. Bei Patienten, die Rasagilin und/oder andere
Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit einnehmen, wurden
Verhaltensänderungen wie z.B. zwanghaftes Verhalten, zwanghafte Gedanken, Spielsucht, übermäßiges Geldausgeben, impulsives Verhalten und anormal starker Sexualtrieb oder einer Zunahme von sexuellen Gedanken und Gefühlen
beobachtet. Möglicherweise muss Ihr Arzt Ihre Behandlung anpassen oder beenden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat bevor Sie Auto fahren oder Geräte oder Maschinen bedienen.
Wie wird Rasagilin-Hormosan 1 mg Tabletten angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis Rasagilin-Hormosan 1 Tablette zu 1 mg einmal täglich.
Zum Einnehmen.
Rasagilin-Hormosan kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.
Wenn Sie eine größere Menge Rasagilin-Hormosan eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie glauben, dass Sie zu viele Rasagilin-Hormosan Tabletten eingenommen haben könnten, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Arzt
oder Apotheker. Nehmen Sie die Rasagilin-Hormosan Faltschachtel mit, um sie dem Arzt oder Apotheker zu zeigen.
Wenn Sie die Einnahme von Rasagilin-Hormosan vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme
vergessen haben. Wenn Sie die Einnahme einer Dosis Rasagilin-Hormosan vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.
Wenn Sie die Einnahme von Rasagilin-Hormosan abbrechen
Brechen Sie die Einnahme von Rasagilin-Hormosan nicht ab, bevor Sie nicht mit
Ihrem Arzt darüber gesprochen haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat Rasagilin-Hormosan 1 mg Tabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen
bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Die folgenden Nebenwirkungen sind in placebokontrollierten Studien mitgeteilt worden:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Anormale Bewegungen (Dyskinesie)
- Kopfschmerzen
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Bauchschmerzen
- Stürze
- allergische Reaktion
- Fieber
- Grippe (Influenza)
- allgemeines Unwohlsein
- Nackenschmerzen
- Brustenge (Angina pectoris)
-
niedriger Blutdruck bei Einnahme einer aufrechten Körperhaltung mit
Symptomen von Schwindel / Benommenheit (orthostatische Hypotonie) - verminderter Appetit
- Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Übelkeit und Erbrechen
- Blähungen
- anormale Ergebnisse von Bluttests (Leukopenie)
- Gelenkschmerzen (Arthralgie)
- Muskelschmerzen
- Gelenkentzündung (Arthritis)
- Taubheitsgefühl und Muskelschwäche in der Hand (Karpaltunnelsyndrom)
- Gewichtsverlust
- anormale Träume
- Schwierigkeiten bei der Muskelkoordination (Gleichgewichtsstörung)
- Depression
- Schwindel
- länger dauernde Muskelkontraktion (Dystonie)
- Schnupfen (Rhinitis)
- Hautreizung (Dermatitis)
- Hautausschlag
- Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
- Harndrang
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Schlaganfall (Apoplektischer Insult)
- Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
- Bläschenbildender Hautausschlag (vesikulobullöser Ausschlag)
Zusätzlich wurde in den klinischen Studien von Hautkrebs in etwa 1% der
Patienten in placebokontrollierten Studien berichtet. Wissenschaftliche
Erkenntnisse lassen jedoch vermuten, dass die Parkinson-Krankheit selbst, und nicht bestimmte Arzneimittel, mit einem höheren Hautkrebsrisiko (nicht ausschließlich Melanom) in Verbindung steht. Sie sollten mit Ihrem Arzt über verdächtige Hautveränderungen sprechen.
Bei der Parkinson-Krankheit kommen Symptome wie Halluzinationen und
Verwirrtheitszustände vor.
Seit Markteinführung wurden diese Symptome auch bei Patienten mit der
Parkinson-Krankheit beobachtet, die mit Rasagilin behandelt wurden.
Es gab Fälle von Patienten, die während der Einnahme von einem oder mehrerer
Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit, nicht in der Lage waren,
dem Impuls, dem Trieb oder der Versuchung zu widerstehen, bestimmte Dinge zu tun, die Ihnen selbst oder anderen schaden können.
Dies bezeichnet man als Impulskontrollstörungen. Bei Patienten, die Rasagilin und/oder andere Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit einnehmen, wurde folgendes beobachtet:
- zwanghafte Gedanken und impulsives Verhalten.
-
starker Drang zur Spielsucht trotz schwerer persönlicher oder familiärer
Konsequenzen. - verändertes oder gesteigertes sexuelles Interesse und Verhalten, das Sie und andere stark beunruhigt, wie zum Beispiel ein gesteigerter Sexualtrieb.
- Kaufsucht oder unkontrolliertes, übermäßiges Ausgeben von Geld.
Informieren Sie ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Anzeichen wahrnehmen, er/sie wird mit Ihnen Möglichkeiten zum Umgang mit diesen Anzeichen oder zu deren
Reduktion besprechen.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser
Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175
Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt
werden.
Wie ist Rasagilin-Hormosan 1 mg Tabletten aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr
verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Nicht über 30 °C lagern.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Rasagilin-Hormosan 1 mg Tabletten
Was Rasagilin-Hormosan enthält
- Der Wirkstoff ist Rasagilin.
- Jede Tablette enthält 1 mg Rasagilin (als Rasagilintartrat).
-
Die sonstigen Bestandteile sind: Mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte
Stärke (Mais), hochdisperses Siliciumdioxid, Äpfelsäure, Stearinsäure
(Ph.Eur.).
Wie Rasagilin-Hormosan aussieht und Inhalt der Packung
Rasagilin-Hormosan Tabletten sind weiße bis cremefarbene, runde, flache Tabletten mit abgeschrägten Kanten, mit der Prägung „1" auf der einen Seite und ohne Prägung auf der anderen Seite sowie einem Durchmesser von 8,5 mm ±
0,4 mm.
Die Tabletten sind in Blisterpackungen zu 7, 10, 28, 30, 100 und 112 Tabletten erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Hormosan Pharma GmbH
Wilhelmshöher Strasse 106
60389 Frankfurt Tel. 0 69/47 87 30 Fax 0 69/47 87 316
E-Mail: info@hormosan.de www.hormosan.de
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2015.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


