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Medikamente

Oxytocin 10 IE/ml

Oxytocin 10 IE/ml
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen
  7. Zieltierarten

Das Wichtigste in Kürze

Pferd, Rind, Schaf, Ziege, Schwein, Hund und Katze: Zur Anregung der Uteruskontraktionen während des Partus und im Frühpuerperium Wehenschwäche Rind: Atonia uteri sub partu und post partum Retentio secundinarum bedingt durch Wehenschwäche Zur unterstützenden Therapie der Endometritis im Frühpuerperium Milchabgabestörung Entfernung der Residualmilch zur …

Zieltierarten
Pferd, Rind, Schaf, Ziege, Schwein, Hund und Katze
Wirkstoff(e)
Oxytocin
Zulassungsinhaber
CP-Pharma Handelsgesellschaft mbH
Abgabestatus
Apothekenpflichtig

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Oxytocin 10 IE/ml bei Tieren angewendet?

Pferd, Rind, Schaf, Ziege, Schwein, Hund und Katze:

  • Zur Anregung der Uteruskontraktionen während des Partus und im Frühpuerperium
  • Wehenschwäche

Rind:

  • Atonia uteri sub partu und post partum
  • Retentio secundinarum bedingt durch Wehenschwäche
  • Zur unterstützenden Therapie der Endometritis im Frühpuerperium
  • Milchabgabestörung
  • Entfernung der Residualmilch zur Unterstützung der Mastitistherapie Schaf:
  • Zur unterstützenden Therapie der Endometritis im Frühpuerperium Ziege:
  • Zur Unterstützung der Uteruskontraktion nach Sectio caesarea Pferd:
  • Geburtsinduktion
  • Retentio secundinarum bedingt durch Wehenschwäche
  • Milchabgabestörung

Schwein:

  • Atonia uteri sub partu und post partum
  • Retentio secundinarum bedingt durch Wehenschwäche
  • Verkürzung der Geburtsdauer
  • Milchabgabestörung
  • Entfernung der Residualmilch zur Unterstützung der Mastitistherapie Hund:
  • Milchabgabestörung
  • Zur unterstützenden Therapie der Endometritis im Frühpuerperium Katze:
  • Milchabgabestörung

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Für welche Tiere ist Oxytocin 10 IE/ml zugelassen?

Pferd, Rind, Schaf, Ziege, Schwein, Hund und Katze

Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Oxytocin 10 IE/ml

Gegenanzeigen

Nicht anwenden

  • bei Stuten, die nicht zur Geburt vorbereitet sind.
  • zur Beschleunigung der Geburt bei nicht geöffneter Zervix.
  • bei mechanischen Geburtshindernissen, Lageanomalien, Krampfwehen, drohender Uterusruptur, Torsio uteri, relativ zu großen Früchten sowie Missbildungen der Geburtswege.
  • bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Besondere Warnhinweise

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Bei intravenöser Injektion sehr langsam injizieren.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Eine Selbstinjektion sollte vermieden werden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist umgehend ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Schwangere, insbesondere im letzten Drittel der Schwangerschaft, sollten den Umgang mit dem Produkt meiden, da Oxytocin Kontraktionen der glatten Muskulatur (z.B. der Gebärmutter) auslösen kann.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

ß-Adrenolytika verstärken die wehenfördernde Wirkung von Oxytocin. Prostaglandine und OT verstärken sich in ihrer wehenfördernden Wirkung.

Überdosierung:

Überdosierungen können zu:

  • kurzzeitiger Vasodilatation Blutdrucksenkung
  • Wasserretention, Dauerkontraktion des Uterus mit Nabelzuflussblockade, fötaler Hypoxie und Reduzierung der Lebensfähigkeit der Feten als Folge
  • Tachykardie
  • Uterusruptur
  • beim Pferd zu Geburtskomplikationen (Sturmwehen, Retentio secundinarum)
  • beim Schwein zur Geburtsverhaltung

führen. Die Behandlung mit Oxytocin ist in diesen Fällen zu unterbrechen.

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Wie wird Oxytocin 10 IE/ml dosiert und angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zur intravenösen, intramuskulären und subkutanen Injektion, zur intravenösen Tropfinfusion und intramuskulären Infusion.

Zur einmaligen Anwendung. Bei Bedarf zur wiederholten Anwendung. 10 I.E. Oxytocin entsprechen 1 ml des Tierarzneimittels.

Rind:

Milchabgabestörung, Entfernung der Residualmilch zur Unterstützung der Mastitistherapie: 0,5 - 10 I.E. Oxytocin/Tier intravenös,

20 - 40 I.E. Oxytocin/Tier intramuskulär oder subkutan

Anregung der Uteruskontraktionen während des Partus und im Frühpuerperium, Wehenschwäche: 5 - 10 I.E. Oxytocin/Tier intravenös,

1 - 20 I.E. Oxytocin/Tier intramuskulär

Atonia uteri sub partu und post partum, Retentio secundinarum bedingt durch Wehenschwäche, zur unterstützenden Therapie der Endometritis im Frühpuerperium:

25 I.E. Oxytocin/Tier intravenös

Schaf:

Anregung der Uteruskontraktionen während des Partus und im Frühpuerperium, Wehenschwäche: 5 - 10 I.E. Oxytocin /Tier intravenös,

1 - 20 I.E. Oxytocin /Tier intramuskulär

Zur unterstützenden Therapie der Endometritis im Frühpuerperium:

5 - 10 I.E. Oxytocin /Tier intramuskulär

Ziege:

Anregung der Uteruskontraktionen während des Partus und im Frühpuerperium, Wehenschwäche: 1 - 3 I.E. Oxytocin /Tier intramuskulär, subkutan

Zur Unterstützung der Uteruskontraktion nach Sectio caesarea: 5 I.E. Oxytocin /Tier intravenös, intramuskulär

Pferd:

Geburtsinduktion, Anregung der Uteruskontraktionen während des Partus und im Frühpuerperium, Wehenschwäche:

10 I.E. Oxytocin /Tier intravenös,

40 I.E. Oxytocin /Tier intramuskulär

Retentio secundinarum bedingt durch Wehenschwäche:

50 - 60 I.E. Oxytocin /Stunde/Tier als intravenöse Dauertropfinfusion Milchabgabestörung:

30 - 40 I.E. Oxytocin /Tier intramuskulär

Schwein:

Anregung der Uteruskontraktionen während des Partus und im Frühpuerperium, Wehenschwäche, Verkürzung der Geburtsdauer:

1 - 10 I.E. Oxytocin /Tier intravenös,

20 - 25 I.E. Oxytocin /Tier intramuskulär,

25 I.E. Oxytocin /Tier intramuskulär + 0,125 I.E. Oxytocin/min/Tier als intramuskuläre Infusion Milchabgabestörung, Entfernung der Residualmilch zur Unterstützung der Mastitistherapie:

1 - 10 I.E. Oxytocin /Tier intravenös,

15 I.E. Oxytocin /Tier intramuskulär Atonia uteri sub partu und post partum: 20 – 40 I.E. Oxytocin / Tier intramuskulär

Retentio secundinarum bedingt durch Wehenschwäche:

0,5 I.E. Oxytocin / Tier intramuskulär, wiederholte Anwendung über mehrere Stunden.

Hund:

Anregung der Uteruskontraktionen während des Partus und im Frühpuerperium, Wehenschwäche: 0,15 – 1 I.E. Oxytocin /Tier intravenös, intramuskulär oder subkutan

Zur unterstützenden Therapie der Endometritis im Frühpuerperium: 3 - 10 I.E. Oxytocin /Tier subkutan

Milchabgabestörung:

0,2 - 1 I.E. Oxytocin /Tier intravenös, intramuskulär oder subkutan

Katze:

Anregung der Uteruskontraktionen während des Partus und im Frühpuerperium, Wehenschwäche: 0,3 - 1 I.E. Oxytocin /Tier intramuskulär oder subkutan

0,1 – 0,2 I.E. Oxytocin /Tier intramuskulär oder subkutan und 10 – 20 mg eines Wirkstoffes mit uterospasmolytischer Wirkung, Wiederholung der Behandlung im Abstand von 2 – 3 Stunden. Milchabgabestörung:

0,1 – 0,25 I.E. Oxytocin /Tier intravenös, intramuskulär oder subkutan

Bei der Katze sollte nach zweimaliger erfolgloser Applikation von Oxytocin zur Behandlung der Wehenschwäche eine Sectio caesarea durchgeführt werden.

Hinweise für die richtige Anwendung

Siehe Abschnitt („Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung“).

10. Wartezeiten  
Intravenöse Injektion:  
Pferd, Rind, Schaf, Ziege, Schwein:  
Essbare Gewebe: 0 Tage
Pferd, Rind, Schaf, Ziege:  
Milch: 0 Tage
Intramuskuläre und subkutane Injektion:  
Pferd, Rind, Schaf, Ziege, Schwein:  
Essbare Gewebe: 3 Tage
Pferd, Rind, Schaf, Ziege:  
Milch: 0 Tage

Welche Nebenwirkungen kann Oxytocin 10 IE/ml beim Tier haben?

Pferd, Rind, Schaf, Ziege, Hund und Katze:

Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Uteruskontraktion, Uterusruptur1, Uterusspasmus
Basis der verfügbaren Daten nicht (Dauerkontraktion des Uterus)2
geschätzt werden)  
   

1 besonders bei Fleischfressern

2 Mit Nabelabflussblockade, fötaler Hypoxie und Reduzierung der Lebensfähigkeit der Feten als Folge.

Schwein:

Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Uteruskontraktion, Uterusruptur, Uterusspasmus
Basis der verfügbaren Daten nicht (Dauerkontraktion des Uterus)1, 2, Dystokie
geschätzt werden) (Geburtsstörung)2, Plazentaanomalie2
  Diarrhoe (Durchfall)3

1 Mit Nabelabflussblockade, fötaler Hypoxie und Reduzierung der Lebensfähigkeit der Feten als Folge.

2 Bei Dosierungen von 5 – 10 I.E. Oxytocin/Tier i.m. in Verbindung mit Prostaglandinen zur Geburtsinduktion verlängerte Geburtsdauer und Plazentaablösung.

3 Beim Saugferkel nach Behandlung der Milchretention der Sauen bei einer Dosis von 22 I.E. Oxytocin / 100 kg KGW / Tag am 1. Tag

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

Wie ist Oxytocin 10 IE/ml aufzubewahren und zu entsorgen?

Besondere Lagerungshinweise

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Im Kühlschrank lagern (2° C – 8° C). Vor Licht schützen.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Karton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Weitere Informationen zu Oxytocin 10 IE/ml

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Oxytocin 10 IE/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine, Hunde und Katzen

Zusammensetzung

Jeder ml Injektionslösung enthält:

Wirkstoff:  
Oxytocin 16,6 µg
(entspricht 10 I.E.)  
Sonstige Bestandteile:  
Chlorobutanol-Hemihydrat 3,0 mg

Klare, farblose, wässrige Injektionslösung.

Einstufung von Tierarzneimitteln

Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

6595766.00.00

Packungsgrößen:

Faltschachtel mit Braunglasflasche mit Brombutylkautschukstopfen und Aluminiumbördelkappe mit 10 ml, 50 ml oder 100ml Injektionslösung.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

MM/JJJJ

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Kontaktangaben

Zulassungsinhaber und für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller und Kontaktangaben zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:

CP-Pharma Handelsgesellschaft mbH Ostlandring 13

31303 Burgdorf

Tel: +49-(0)5136-6066-0

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

CP-Pharma Handelsgesellschaft mbH Ostlandring 13

31303 Burgdorf

Produlab Pharma bv Forellenweg 15

4941 SJ Raamsdonksveer Niederlande

Mitvertreiber:

Serumwerk Bernburg AG

Hallesche Landstraße 105 b

06406 Bernburg

Verschreibungspflichtig

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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