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Medikamente

Oodinex Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen

Oodinex Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen
  7. Zieltierarten
  8. Wartezeit

Das Wichtigste in Kürze

Antiseptisches Tierarzneimittel zur Anwendung bei Erkrankungen der Haut und Kiemen von Meerwasser-Zierfischen, die durch Parasiten, Pilze oder Bakterien verursacht werden. Dazu zählen die Samtkrankheit (Korallenfischkrankheit), die Weißpünktchenkrankheit, Verpilzungen sowie bakterielle Haut- und Flosseninfektionen.

Zieltierarten
Zierfisch (Meerwasser)
Wartezeit
Nicht zutreffend.
Wirkstoff(e)
Ethacridinlactat, Methylthioniniumchlorid
Zulassungsinhaber
Sea Horse IPC B.V.
Abgabestatus
Freiverkäuflich

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Oodinex Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen bei Tieren angewendet?

Antiseptisches Tierarzneimittel zur Anwendung bei Erkrankungen der Haut und Kiemen von Meerwasser-Zierfischen, die durch Parasiten, Pilze oder Bakterien verursacht werden. Dazu zählen die Samtkrankheit (Korallenfischkrankheit), die Weißpünktchenkrankheit, Verpilzungen sowie bakterielle Haut- und Flosseninfektionen.

Symptome für die genannten Erkrankungen sind:

Samtkrankheit (Korallenfischkrankheit): feiner, staubartiger Belag mit gold- bis graubraunem Schimmer auf der Haut, oft zuerst an den Kiemen, dazu Scheuern, beschleunigte Atmung und vermehrte Schleimbildung.

Weißpünktchenkrankheit: weiße Punkte auf Haut und Flossen, Scheuern an Boden und Einrichtung, beschleunigte Atmung.

Verpilzung: weiße bis cremefarbene, watteartige Beläge auf Haut und Flossen, häufig auf Wunden oder verletzter Haut als Folgeinfektion.

Bakterielle Haut- und Flosseninfektionen: ausgefranste, gerötete oder eingerissene Flossen, Flossenfäule, offene Wunden, Hautrötungen und -trübungen, Bauchwassersucht sowie Ablösung der Schleimhaut.

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Für welche Tiere ist Oodinex Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen zugelassen?

Zierfisch (Meerwasser)

Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Oodinex Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Tieren, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.

Manche Aquarientiere können unter Stress oder beim Absterben Toxine abgeben und dadurch Fische töten. Dazu zählen unter anderem bestimmte Krustenanemonen (z. B. Palythoa), bestimmte Lederkorallen (z. B. Sarcophyton), Seegurken, Kugelfische, giftige Nacktschnecken, toxische

Plattwürmer (z. B. Planarien) sowie giftige Seeigel. Diese Tiere müssen entweder vor der Behandlung entfernt werden oder die Fische sind in einem separaten Behandlungsbecken zu behandeln. Nicht toxische Vertreter dieser Tiergruppen sowie die meisten Korallen und Krebstiere können in der Regel im Aquarium verbleiben, sind aber aufmerksam zu beobachten.

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Ozon und UV-Bestrahlung während der Behandlung abstellen.

Eiweißabschäumer kurz vor jeder Dosierung abschalten und nach 8 bis 12 Stunden wieder einschalten.

Aktiv-adsorbierende Filtersubstanzen (z. B. Aktivkohle) sind während der Behandlung zu entfernen. Über Filterwatte, Sand, Kies usw. kann weiter gefiltert werden.

Die Wasserqualität soll vor Beginn der Behandlung gut und artgerecht sein. Bei Bedarf zuerst Boden und Filter reinigen, dann Wasser wechseln. Stressfaktoren wie zu hohe oder zu niedrige Temperaturen, Temperatur- oder pH-Schwankungen und unverträglicher Besatz erhöhen die Empfindlichkeit gegenüber Krankheiten und Behandlungen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: Das Becken ist während der Behandlung aufmerksam zu beobachten.

Halten Sie von Beginn an frische, meerwassergeeignete Aktivkohle, etwa 400 ml je 100 Liter Aquarienwasser (2 x 200 ml), und vorbereitetes Meerwasser für einen Wasserwechsel bereit.

Bei Anzeichen einer Unverträglichkeit oder Vergiftung sowie bei plötzlichen Verlusten handeln Sie sofort. Führen Sie umgehend einen Teilwasserwechsel von 30 % durch. Geben Sie anschließend 200 ml Aktivkohle je 100 Liter Wasser an einer gut durchströmten Stelle in den Filter oder Kohlereaktor und schalten Sie den Eiweißabschäumer wieder ein. Beobachten Sie die Tiere in den folgenden Stunden engmaschig. Nach 24 Stunden die Aktivkohle austauschen und bei Bedarf einen Wasserwechsel durchführen.

Giftige Tiere können sich verbergen. Giftige Planarien etwa halten sich oft versteckt im Lebendgestein oder in Riffkeramik.

Ab etwa 5 % Lebendgestein oder Riffkeramik für zusätzliche Belüftung sorgen. Bei 10 % oder mehr die einschleichende Dosierung aus Abschnitt 8 anwenden.

Seeigel sollten während der Behandlung beobachtet werden. Bei Anzeichen von Unverträglichkeit, etwa Ausfall von Stacheln oder Verfärbungen, sind sie aus dem Behandlungsbecken zu entfernen.

Filterinhalt regelmäßig reinigen, Filter Tag und Nacht betreiben. Ohne laufenden Filter eine Sauerstoffquelle einsetzen (z. B. Luftausströmer).

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Bei der Anwendung des Tierarzneimittels ist der Kontakt mit Haut, Schleimhäuten und Augen sowie die orale Aufnahme zu vermeiden.

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen einen oder mehrere der Wirkstoffe sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel meiden.

Bei der Handhabung des Tierarzneimittels ist eine persönliche Schutzausrüstung bestehend aus Schutzhandschuhen zu tragen.

Nach Anwendung des Tierarzneimittels sind die Hände mit Wasser und Seife zu waschen.

Spritzer auf der Haut sollten unverzüglich abgewaschen werden. Bei versehentlichem Augenkontakt müssen die Augen sofort unter klarem fließendem Wasser gespült werden.

Bei versehentlichem Verschlucken suchen Sie sofort einen Arzt auf und zeigen Sie dem Arzt die Packungsbeilage oder das Etikett.

Das Tierarzneimittel darf nicht von Schwangeren verabreicht werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:

Das Tierarzneimittel darf nicht in natürlichen Gewässern ausgebracht werden, da es für Fische und andere Wasserorganismen gefährlich sein kann. Um schädliche Wirkungen von Malachitgrünoxalat auf die aquatische Umwelt zu minimieren, soll vor einem Wasserwechsel nach der Behandlung das Aquarienwasser mit Aktivkohle gefiltert werden. Nach 24 Stunden ist die Aktivkohle zu tauschen. Die belastete Aktivkohle mit dem Restmüll entsorgen.

Sonstige Vorsichtsmaßnahmen:

Das Tierarzneimittel kann Flecken verursachen und auch Silikon verfärben.

Laichperiode:

Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels ist während der Laichperiode nicht erwiesen. Nur nach der Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Tierarzt oder die behandelnde Tierärztin verwenden.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: Nicht gleichzeitig mit anderen Tierarzneimitteln verwenden.

Chemisch aktive Produkte, Chlorentferner, Metallbinder (in vielen Wasseraufbereitern enthalten), Oxidationsmittel (z. B. Wasserstoffperoxid, Ozon), Kunstharze und UV-Licht können die Wirkung verringern oder Reaktionen hervorrufen. Vor der Behandlung 30 bis 50 % des Wassers ohne Wasseraufbereiter wechseln.

Überdosierung:

Die empfohlene Dosis nicht überschreiten.

Bei Überdosierung können Korallen und wirbellose Tiere ausbleichen oder absterben.

Bei Überdosierung einen Teil des Wassers wechseln und/oder über frische Aktivkohle filtern oder die Fische in ein anderes Aquarium umsetzen.

Besondere Anwendungsbeschränkungen und besondere Anwendungsbedingungen:

Von der Zulassung freigestelltes Tierarzneimittel nach § 4 Abs. 1 Tierarzneimittelgesetz. Es ist verboten, dieses Tierarzneimittel bei anderen Tieren als den folgenden Heimtieren anzuwenden: In Aquarien oder Teichen gehaltene Tiere, Zierfische, Ziervögel, Brieftauben, Terrarientiere, Kleinnager, Frettchen oder Hauskaninchen, die nicht der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen.

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Wie wird Oodinex Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen dosiert und angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zur Anwendung im Wasser.

  1. Bestimmen Sie das Volumen Ihres Aquariums anhand der folgenden Berechnung:
  2. Lesen Sie das Volumen Ihres Aquariums auf der untenstehenden Skala ab. Lesen Sie weiter unten die richtige Dosierung für Tag 1, 2 und 3 ab. Die Dosierung für Tag 2 und 3 ist gleich.
  3. Zum Tropfen Flasche umdrehen und auf die durchsichtige Pipette drücken (20 Tropfen = 1 ml).

Standard-Dosierung:

  1. Tag: 25 Tropfen auf 100 Liter Wasser
  2. Tag: 12 Tropfen auf 100 Liter Wasser
  3. Tag: 12 Tropfen auf 100 Liter Wasser

In kahlen Quarantäne-Aquarien die Hälfte der angegebenen Dosis verwenden.

Bei Bedarf kann die Behandlung verlängert werden, solange eine deutliche Besserung sichtbar ist und keine Anzeichen von Stress auftreten: täglich 12 Tropfen pro 100 Liter für bis zu 7 Tage.

Bei keinem oder ungenügendem Erfolg einmal 50 % des Wassers wechseln (ohne Wasseraufbereiter) und die Behandlung wiederholen.

Bei einem Anteil von Lebendgestein oder Riffkeramik von 10 % oder mehr einschleichend dosieren: am 1. Tag 6 Tropfen pro 100 Liter, am 2. Tag 12 Tropfen pro 100 Liter, dabei Fische und andere Tiere beobachten. Werden diese Dosen vertragen, dann am 3. Tag 25 Tropfen pro 100 Liter und am 4. und 5. Tag 12 Tropfen pro 100 Liter.

Wenn sich die Symptome verschlimmern oder keine Besserung eintritt, wenden Sie sich bitte an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

Hinweise für die richtige Anwendung

Nicht zutreffend.

Welche Wartezeit gilt für Oodinex Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen?

Nicht zutreffend.

Welche Nebenwirkungen kann Oodinex Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen beim Tier haben?

Keine bekannt.

Bei Komplikationen unbekannter Art sofort über frische Aktivkohle filtern und/oder einen Teilwasserwechsel durchführen.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Freistellungsinhaber zu senden. Die Kontaktdaten sind im

letzten Abschnitt der Packungsbeilage angegeben. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Auf der genannten Internetseite besteht ebenfalls die Möglichkeit der elektronischen Meldung.

Wie ist Oodinex Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen aufzubewahren und zu entsorgen?

Besondere Lagerungshinweise

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf der Flasche angegebenen Verfalldatum (nach „Exp.“) nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Malachitgrünoxalat eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen kann.

Weitere Informationen zu Oodinex Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Oodinex Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen

Zusammensetzung

1 ml Konzentrat enthält:

4,8 mg Ethacridinlactat

0,7 mg Proflavin

3,45 mg Malachitgrünoxalat

0,14 mg Methylthioniniumchlorid

Grüne Lösung.

Einstufung von Tierarzneimitteln

Tierarzneimittel, das nicht der Verschreibungspflicht unterliegt.

14. Freistellungsnummer und Packungsgrößen

VF7029226

  • Faltschachtel mit 1 x 20 ml Flasche
  • Faltschachtel mit 1 x 50 ml Flasche
  • 180 ml Flasche mit Dosierbecher
  • 500 ml Flasche mit Dosierbecher

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

{MM/JJJJ}

Kontaktangaben

Freistellungsinhaber und für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller und Kontaktangaben zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:

Sea Horse IPC B.V. Hertog van Brabantlaan 4 6223 CJ Maastricht

Niederlande

Tel: + 31 43 363 23 97 contact@eshalabs.com

Weitere Informationen

Bei freigestellten Tierarzneimitteln erfolgt keine behördliche Prüfung auf pharmazeutische Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit. Die Angabe von Indikationen erfolgt auf Basis der Erfahrungen des Herstellers.

Frei verkäuflich.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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