Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Hexamita Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen Anwendungsgebiet(e) Antiseptisches Tierarzneimittel zur Anwendung bei Befall mit Lochkrankheit, Darmproblemen, Kiemenwürmern, Hautinfektionen, Verpilzungen, Flossenfäule, trüben Augen und bakteriellen Infektionen.
- Wirkstoff(e)
- Ethacridinlactat, Methylthioniniumchlorid
- Zulassungsinhaber
- Sea Horse IPC B.V.
- Abgabestatus
- Freiverkäuflich
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Hexamita Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Hexamita Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen
Anwendungsgebiet(e)
Antiseptisches Tierarzneimittel zur Anwendung bei Befall mit Lochkrankheit, Darmproblemen, Kiemenwürmern, Hautinfektionen, Verpilzungen, Flossenfäule, trüben Augen und bakteriellen Infektionen.
Symptome für die genannten Erkrankungen sind:
Lochkrankheit: zunächst Abmagerung, Absonderung vom Schwarm, Nahrungsverweigerung, Augentrübung, Dunkelfärbung der Haut und weiße schleimige Kotfäden; später Löcher im Kopfbereich (mit weißer Ausscheidung gefüllt), Einschmelzungen der Flossenränder, Läsionen am Kopf und Seitenlinienbereich.
Darmprobleme: Weißer, schleimiger oder fadenförmiger Kot.
Kiemenwürmer: Schnelle Kiemenbewegungen, geschwollene, verschleimte oder verfärbte Kiemen, abstehende Kiemendeckel.
Hautinfektionen: Trübe Haut durch Schleimüberproduktion, intensives Scheuern, Flossenklemmen, rötliche Flecken bzw. Entzündungen.
Verpilzungen: Watteartige Beläge (weiß bis grau), oft an verletzten Stellen.
Flossenfäule: Milchig-weiße, später ausgefranste oder zerfetzte Flossenränder, fortschreitend mit rötlichen Entzündungen an der Flossenbasis.
Trübe Augen: ggf. mit weißlichem Belag.
Bakterielle Infektionen: Aufgetriebener Bauch, abstehende Schuppen, hervortretende Augen (Glotzaugen), Blutungen unter der Haut, Geschwüre.
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Was ist vor der Einnahme von Hexamita Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Tieren, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.
Bei Wirbellosen können Unverträglichkeiten auftreten. Schnecken, Muscheln, Garnelen u. A. sollten daher von der Behandlung ausgeschlossen werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.
Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Acriflaviniummonochlorid und Kupfersulfat eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen können.
Wie wird Hexamita Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur Anwendung im Wasser.
- Bestimmen Sie das Volumen Ihres Aquariums anhand der folgenden Berechnung:
- Lesen Sie das Volumen Ihres Aquariums auf der untenstehenden Skala ab. Lesen Sie weiter unten die richtige Dosierung für Tag 1, 2 und 3 ab. Die Dosierung für Tag 2 und 3 ist gleich.
- Zum Tropfen Flasche umdrehen und auf die durchsichtige Pipette drücken (20 Tropfen = 1ml).
Standard-Dosierung:
- Tag: 25 Tropfen auf 100 Liter Wasser
- Tag: 12 Tropfen auf 100 Liter Wasser
- Tag: 12 Tropfen auf 100 Liter Wasser
Bei Bedarf, z.B. wenn schwere Fälle auftreten und solange eine Besserung sichtbar ist, kann die Behandlungsdauer verlängert werden: Täglich 12 Tropfen pro 100 Liter Wasser für bis zu 7 Tage.
Bei Begleitinfektionen sollten diese ebenfalls behandelt werden. Dieses Tierarzneimittel kann mit Präparaten kombiniert werden, die Ethacridinlactat 6,3 mg, Methylthioniniumchlorid 4,0 mg und Malachitgrünoxalat 3,1 mg pro ml enthalten, wenn Anzeichen von Weißpünktchenkrankheit oder Samtkrankheit vorliegen.
Wenn sich die Symptome verschlimmern oder keine Besserung eintritt, wenden Sie sich bitte an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.
Hinweise für die richtige Anwendung
Nicht zutreffend.
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Welche Nebenwirkungen hat Hexamita Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen?
Keine bekannt.
Bei Komplikationen unbekannter Art Teilwasserwechsel DIREKT durchführen.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Freistellungsinhaber zu senden. Die Kontaktdaten sind im letzten Abschnitt der Packungsbeilage angegeben. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Auf der oben genannten Internetseite besteht ebenfalls die Möglichkeit der elektronischen Meldung.
Wie ist Hexamita Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
In der Originalverpackung aufbewahren.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf der Flasche angegebenen Verfalldatum (nach „Exp.“) nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Hexamita Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen
Zusammensetzung
1 ml Konzentrat enthält:
7,0 mg Kupfersulfat
6,3 mg Ethacridinlactat
1,7 mg Acriflavin
18 μg Methylthioniniumchlorid
Grüne Lösung
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Eine eventuell vorhandene UV-Bestrahlung muss während der Behandlung abgestellt werden. Nicht über aktiv-adsorbierende Filtersubstanzen (z.B. Aktivkohle) filtern, sondern über Filterwatte, Sand, Kies usw.
Auf die Wasserqualität achten! Bei Bedarf zuerst Boden und Filter reinigen, dann Wasser wechseln. Während der Behandlung und bis 2 Tage danach keinen Wasserwechsel durchführen, da sonst Wirkstoffe entfernt werden. Ist ein Wasserwechsel in diesem Zeitraum unumgänglich, 2 Tropfen Tierarzneimittel pro 8 Liter frischem Wasser zugeben.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: Dieses Tierarzneimittel wird im Wasser biologisch abgebaut.
Bei Nichtvorhandensein eines Filters im Behandlungsbecken für eine Ersatz-Sauerstoffquelle sorgen (z. B. Luftausströmer).
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Bei der Anwendung des Tierarzneimittels ist der Kontakt mit Haut, Schleimhäuten und Augen sowie die orale Aufnahme zu vermeiden.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen einen oder mehrere der Wirkstoffe sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel meiden.
Bei der Handhabung des Tierarzneimittels ist eine persönliche Schutzausrüstung bestehend aus Schutzhandschuhen zu tragen.
Nach Anwendung des Tierarzneimittels sind die Hände mit Wasser und Seife zu waschen.
Spritzer auf der Haut sollten unverzüglich abgewaschen werden. Bei versehentlichem Augenkontakt müssen die Augen sofort unter klarem fließendem Wasser gespült werden.
Bei versehentlichem Verschlucken suchen Sie sofort einen Arzt auf und zeigen Sie dem Arzt die Packungsbeilage oder das Etikett.
Das Tierarzneimittel darf nicht von Schwangeren verabreicht werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Das Tierarzneimittel darf nicht in natürlichen Gewässern ausgebracht werden, da es für Fische und andere Wasserorganismen gefährlich sein kann.
Sonstige Vorsichtsmaßnahmen:
Das Tierarzneimittel kann Flecken verursachen und auch Silikon verfärben. Den Filterinhalt regelmäßig reinigen. Filter Tag und Nacht in Betrieb lassen!
Laichperiode:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels ist während der Laichperiode nicht erwiesen. Nur nach der Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Tierarzt oder die behandelnde Tierärztin verwenden.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: Nicht gleichzeitig mit anderen Tierarzneimittel verwenden.
Vermeiden Sie Ammonium-Entgiftungsmittel, da sie toxische Reaktionen hervorrufen können.
Chemisch aktive Produkte können die Wirkung verringern oder sogar Reaktionen hervorrufen. Wenn dies der Fall ist, liegt es oft an der übermäßigen Verwendung von Chlorentfernern oder Metallbindern (Inhaltsstoffe vieler Wasseraufbereiter) oder an der Verwendung von Oxidationsmitteln (Wasserstoffperoxid), Kunstharzen und UV-Licht. Oft reicht es aus, vor der Behandlung einen ausgiebigen Wasserwechsel (30-50%) ohne Wasseraufbereiter durchzuführen.
Überdosierung: Nicht überdosieren.
Im Falle einer versehentlichen Überdosierung Wasser wechseln und/oder über frische Aktivkohle filtern.
Bei einer zweifachen Überdosierung wurden bei Fischen, Pflanzen und Aquarientieren keine Symptome beobachtet, bei einer dreifachen Überdosierung zeigten einige Fische unruhiges Schwimmverhalten, ab einer fünffachen Überdosierung kam es zu Todesfällen bei Fischen.
Besondere Anwendungsbeschränkungen und besondere Anwendungsbedingungen:
Von der Zulassung freigestelltes Tierarzneimittel nach § 4 Abs. 1 Tierarzneimittelgesetz. Es ist verboten, dieses Tierarzneimittel bei anderen Tieren als den folgenden Heimtieren anzuwenden: In Aquarien oder Teichen gehaltene Tiere, Zierfische, Ziervögel, Brieftauben, Terrarientiere, Kleinnager, Frettchen oder Hauskaninchen, die nicht der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen.
Freistellungsnummer und Packungsgrößen
VF7027295
- Faltschachtel mit 1 x 10 ml Flasche
- Faltschachtel mit 1 x 20 ml Flasche
- 100 ml Flasche mit Dosierbecher
- 180 ml Flasche mit Dosierbecher
- 500 ml Flasche mit Dosierbecher
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
{MM/JJJJ}
Weitere Informationen
Bei freigestellten Tierarzneimitteln erfolgt keine behördliche Prüfung auf pharmazeutische Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit. Die Angabe von Indikationen erfolgt auf Basis der Erfahrungen des Herstellers.
Frei verkäuflich.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


