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Medikamente

Okrodin 30 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Okrodin 30 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Okrodin ist eine synthetisch hergestellte Form von Somatostatin. Somatostatin ist eine im menschlichen Körper vorkommende Substanz, die die Freisetzung von bestimmten Hormonen wie dem Wachstumshormon hemmt. Okrodin hat gegenüber Somatostatin die Vorteile, dass es stärker und länger wirkt. Okrodin wird angewendet zur Behandlung der Akromegalie.

Wirkstoff(e)
Octreotid
Zulassungsinhaber
Pharmathen S.A.
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
H01CB02

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Okrodin 30 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension angewendet?

Okrodin ist eine synthetisch hergestellte Form von Somatostatin. Somatostatin ist eine im menschlichen Körper vorkommende Substanz, die die Freisetzung von bestimmten Hormonen wie dem Wachstumshormon hemmt. Okrodin hat gegenüber Somatostatin die Vorteile, dass es stärker und länger wirkt.

Okrodin wird angewendet

  • zur Behandlung der Akromegalie.
    Akromegalie ist eine Erkrankung, bei der der Körper zu viel Wachstumshormon produziert.
    Normalerweise reguliert das Wachstumshormon das Wachstum von Geweben, Organen und
    Knochen. Die gesteigerte Produktion des Wachstumshormons führt zu einer Vergrößerung der Knochen und bestimmter Gewebe, insbesondere der Hände und Füße. Okrodin bewirkt eine deutliche Besserung der Beschwerden bei Akromegalie, wie Kopfschmerzen, übermäßiges Schwitzen, Taubheitsgefühl in Händen und Füßen, Müdigkeit und Gelenkschmerzen. Die Ursache der Überproduktion von Wachstumshormon ist meist eine Vergrößerung der
    Hirnanhangdrüse (ein sogenanntes Hypophysenadenom). Die Behandlung mit Okrodin kann dazu führen, dass dieses Adenom kleiner wird.
    Okrodin wird in folgenden Situationen zur Behandlung der Akromegalie angewendet:
    • wenn andere Formen der Akromegaliebehandlung (Operation, Bestrahlung) nicht geeignet sind oder nicht gewirkt haben;
    • nach der Radiotherapie, um den Zeitraum zu überbrücken bis die Radiotherapie ihre volle
      Wirkung zeigt.
  • zur Linderung von Beschwerden, die auf die Überproduktion bestimmter Hormone und
    ähnlicher Stoffe im Magen, Darm oder der Bauchspeicheldrüse zurückzuführen sind. Einige seltene Erkrankungen des Magens, Darms oder der Bauchspeicheldrüse können die
    Überproduktion bestimmter Hormone und ähnlicher körpereigener Stoffe hervorrufen. Dadurch wird das natürliche hormonelle Gleichgewicht im Körper gestört und es treten verschiedene

Beschwerden auf, beispielsweise Hitzewallungen mit Hautrötung, Durchfall, niedriger

Blutdruck, Hautausschlag und Gewichtsverlust. Die Behandlung mit Okrodin hilft, diese Beschwerden zu lindern.

  • zur Behandlung von neuroendokrinen Tumoren im Darm (z.B. im Blinddarm, Dünndarm oder
    Dickdarm).
    Neuroendokrine Tumore sind seltene Tumore, die sich an verschiedenen Stellen im Körper entwickeln können. Okrodin wird auch angewendet, um das Wachstum solcher Tumore aufzuhalten, wenn sie sich im Darm befinden (z.B. im Blinddarm, Dünndarm oder Dickdarm).
  • zur Behandlung von Hypophysentumoren, die zu viel schilddrüsenstimulierendes Hormon
    (TSH) produzieren.
    Zu viel schilddrüsenstimulierendes Hormon (TSH) führt zu Hyperthyreose. Okrodin wird zur
    Behandlung von Patienten mit Hypophysentumoren, die zu viel schilddrüsenstimulierendes
    Hormon (TSH) produzieren, eingesetzt:
    • wenn andere Formen der Behandlung (Operation oder Radiotherapie) nicht geeignet sind oder nicht erfolgreich waren;
    • nach der Radiotherapie, um den Zeitraum zu überbrücken bis die Radiotherapie ihre volle
      Wirkung zeigt.

Wie viel Okrodin wird angewendet?

Akromegalie

Es wird empfohlen, die Behandlung mit 20 mg Okrodin in vierwöchigen Intervallen über 3 Monate zu beginnen. Patienten, die derzeit mit subkutanem Octreotid behandelt werden, können die Behandlung mit Okrodin am Folgetag nach der letzten subkutanen Dosis Octreotid beginnen. Spätere

Dosisanpassungen sind nach Maßgabe der Serumkonzentrationen von Wachstumshormon (GH; growth hormone) und insulinähnlichem Wachstumsfaktor 1/Somatomedin C (IGF 1) sowie der

klinischen Symptome vorzunehmen.

Bei Patienten, bei denen die klinischen Symptome und biochemischen Parameter (GH, IGF 1)

innerhalb dieser 3 Monate nicht vollständig unter Kontrolle gebracht werden können (GH-Spiegel weiterhin über 2,5 Mikrogramm/l), kann die Dosis auf 30 mg Octreotid alle 4 Wochen erhöht werden.

Wenn nach 3 Monaten GH, IGF-1 und/oder die Symptome bei einer Dosierung von 30 mg nicht ausreichend kontrolliert sind, kann die Dosis auf 40 mg alle 4 Wochen erhöht werden.

Patienten, deren GH-Spiegel konstant unter 1 Mikrogramm/l liegt, deren IGF 1-Serumspiegel sich

normalisiert hat und bei denen die reversiblen Akromegaliesymptome nach dreimonatiger Behandlung mit 20 mg großenteils verschwunden sind, können mit 10 mg Okrodin alle 4 Wochen behandelt

werden. Insbesondere bei dieser Gruppe von Patienten empfiehlt es sich jedoch, bei dieser niedrigen Dosierung von Okrodin die GH- und IGF 1-Spiegel sowie die klinischen Symptome sorgfältig zu

überwachen.

Bei Patienten, die auf eine stabile Dosis Okrodin eingestellt sind, sollten die GH- und IGF-1-Spiegel in Abständen von 6 Monaten kontrolliert werden.

Gastroenteropankreatische endokrine Tumoren

Behandlung von Patienten mit Symptomen, die mit funktionell aktiven gastroenteropankreatischen endokrinen Tumoren assoziiert sind

Es wird empfohlen, die Behandlung mit der Gabe von 20 mg Okrodin in vierwöchigen Intervallen zu

beginnen. Bei Patienten, die derzeit mit subkutanem Octreotid behandelt werden, sollte die Behandlung nach der ersten Injektion von Okrodin noch für 2 Wochen mit der bisher wirksamen

Dosierung fortgesetzt werden.

Bei Patienten, bei denen die Symptome und die biologischen Marker nach 3-monatiger Behandlung unter Kontrolle gebracht wurden, kann die Dosis evtl. auf 10 mg Okrodin alle 4 Wochen reduziert werden.

Bei Patienten, bei denen die Symptome nach 3-monatiger Behandlung nur teilweise unter Kontrolle sind, kann die Dosis auf 30 mg Okrodin alle4 Wochen erhöht werden.

An Tagen, an denen die Symptome des gastroenteropankreatischen Tumors auch unter der Therapie mit Okrodin zunehmen, wird die zusätzliche subkutane Gabe von Octreotid in der vor der Umstellung

auf Okrodin angewandten Dosis empfohlen. Dies kann vor allem in den ersten 2 Monaten der Behandlung erforderlich sein, bis die therapeutische Konzentration von Octreotid erreicht ist.

  • Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren des Mitteldarms oder unbekannter Primärlokalisation, wenn Primärlokalisationen außerhalb des Mitteldarms ausgeschlossen wurden

Die empfohlene Dosis Okrodin beträgt 30 mg alle 4 Wochen. Die Behandlung mit Okrodin zur

Tumorkontrolle sollte fortgeführt werden, solange keine Tumorprogression eintritt.

Behandlung TSH sezernierender Adenome

Die Behandlung sollte mit 20 mg Okrodin in vierwöchigen Intervallen über 3 Monate begonnen werden, bevor eine Dosisanpassung in Betracht gezogen wird. Die Dosis wird dann nach Maßgabe des

Ansprechens von TSH und Schilddrüsenhormonen angepasst.

Anweisung zur Herstellung und zur intramuskulären Injektion von <Produktbezeichnung>

AUSSCHLIESSLICH ZUR TIEFEN INTRAMUSKULÄREN INJEKTION

Bestandteile des Injektions-Sets:

  1. Eine Durchstechflasche mit dem Okrodin Pulver
  2. Eine Fertigspritze mit der Trägerlösung für die Rekonstitution
  3. Ein Durchstechflaschenadapter für die Rekonstitution des Arzneimittels
  4. Eine Sicherheitsinjektionsnadel

Bitte befolgen Sie sorgfältig die folgenden Anweisungen, um sicherzustellen, dass Okrodin vor der tiefen intramuskulären Injektion korrekt rekonstituiert wird.

Die Rekonstitution von Okrodin umfasst 3 entscheidende Schritte. Bei Nichtbeachtung, besteht das

Risiko, dass das Arzneimittel nicht korrekt verabreicht wird.

  • Das Injektions-Set muss Raumtemperatur annehmen. Nehmen Sie das Injektions-Set aus dem
    Kühlschrank und lassen Sie es vor der Rekonstitution mindestens 30 Minuten, aber nicht länger als
    24 Stunden bei Raumtemperatur stehen.
  • Achten Sie darauf, dass das Pulver nach Hinzufügen des Lösungsmittels vollständig durchfeuchtet wird. Lassen Sie hierzu die Durchstechflasche 5 Minuten lang stehen.
  • Nach der Durchfeuchtung die Durchstechflasche mit mäßiger Intensität mindestens
    30 Sekunden lang horizontal hin und her schwenken, bis eine gleichförmige Suspension entsteht. Die Okrodin Suspension darf erst unmittelbar vor der Verabreichung zubereitet werden.

Okrodin darf nur von geschultem medizinischem Fachpersonal verabreicht werden.

Schritt 1

• Das Okrodin Injektions-Set aus dem Kühlschrank nehmen.

ACHTUNG: Es ist sehr wichtig, dass erst mit der Rekonstitution begonnen wird, wenn das Injektions-Set Raumtemperatur

angenommen hat. Lassen Sie hierzu das Injektions-Set vor der Rekonstitution mindestens 30 Minuten, aber nicht länger als 24

Stunden bei Raumtemperatur stehen.

Hinweis: Falls erforderlich kann das Injektions-Set wieder in den

Kühlschrank zurückgelegt werden.

Schritt 2

  • Die Kunststoffkappe von der Durchstechflasche abnehmen und den Gummistopfen der Durchstechflasche mit einem Alkoholtupfer reinigen.
  • Die Blisterfolie abziehen, den Durchstechflaschen-Adapter zwischen dem weißen Luer-Anschluss und der Schürze fassen
    und aus der Verpackung nehmen. Die Spitze der Anschlussvorrichtung darf NIRGENDS berührt werden.
  • Die Durchstechflasche auf eine ebene Fläche stellen. Den
    Adapter auf die Durchstechflasche aufsetzen und ganz nach unten drücken, bis er mit einem hörbaren „Klick“ auf der
    Durchstechflasche einrastet.
  • Die Spitze des Durchstechflaschen-Adapters mit einem Alkoholtupfer reinigen.

Schritt 3

  • Die glatte weiße Kappe von der Fertigspritze mit dem Lösungsmittel abbrechen und die Spritze auf den Adapter schrauben.
  • Den Kolben langsam ganz nach unten drücken, um die gesamte Lösung in die Durchstechflasche zu überführen.

Schritt 4

ACHTUNG: Es ist sehr wichtig, dass Sie die Durchstechflasche

5 Minuten lang stehen lassen, um sicherzustellen, dass die Lösung das Pulver vollständig durchfeuchtet.

Hinweis: Eine selbständige Aufwärtsbewegung des Kolbens ist normal, da in der Durchstechflasche ein leichter Überdruck herrschen kann.

• Zu diesem Zeitpunkt den Patienten für die Injektion vorbereiten.

Schritt 5

Nach der Durchfeuchtung den Kolben wieder ganz nach unten in die Spritze drücken.

ACHTUNG: Den Kolben nach unten gedrückt halten und die

Durchstechflasche mit mäßiger Intensität mindestens 30 Sekunden lang horizontal hin und her schwenken, bis das Pulver vollständig suspendiert ist (gleichförmige milchige Suspension). Falls das Pulver nicht vollständig suspendiert ist, die Durchstechflasche erneut 30

Sekunden lang mit mäßiger Intensität schwenken.

Schritt 6

  • Spritze und Durchstechflasche auf den Kopf drehen, langsam den Kolben zurückziehen und den gesamten Inhalt aus der
    Durchstechflasche in die Spritze aufziehen.
  • Die Spritze vom Adapter abschrauben.

Schritt 7

  • Die Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen.
  • Die Sicherheitsinjektionsnadel auf die Spritze schrauben.
  • Sollte sich die sofortige Verabreichung verzögern, die Spritze erneut sanft schwenken, um sicherzustellen, dass sie eine gleichförmige milchige Suspension enthält.
  • Die Schutzhülle gerade von der Nadel abziehen.
  • Mit dem Finger leicht gegen die Spritze klopfen, um etwaige
    Luftblasen zu entfernen. Sichtbare Luftblasen aus der Spritze drücken.
  • Sofort mit Schritt 8 fortfahren und die Suspension verabreichen.
    Bei Verzögerung der Verabreichung kann es zu
    Sedimentbildung kommen.

Schritt 8

  • Okrodin darf nur durch tiefe intramuskuläre Injektion verabreicht werden, NIEMALS intravenös.
  • Die Nadel in einem Winkel von 90º zur Haut vollständig in den linken oder rechten M. gluteus einstechen.
  • Den Kolben langsam zurückziehen, um sicherzustellen, dass kein
    Blutgefäß angestochen wurde (bei Penetration eines Blutgefäßes die Position der Nadel verändern).
  • Den Kolben mit gleichmäßigem Druck langsam nach unten schieben, bis die Spritze leer ist.
  • Die Nadel aus der Injektionsstelle zurückziehen und den Sicherheitsschutz aktivieren (wie in Schritt 9 dargestellt).

Schritt 9

  • Auf eine der beiden folgenden Weisen den Sicherheitsschutz über die Nadel drücken:

    entweder den klappbaren Abschnitt des Sicherheitsschutzes auf eine feste Oberfläche drücken (Abbildung A)

  • oder das Scharnier mit dem Zeigefinger nach vorne schieben (Abbildung B).

  • Ein hörbares Klicken bestätigt die korrekte Aktivierung des
    Sicherheitsmechanismus.
  • Hinweis: Die Injektionsstelle in den Patientenunterlagen vermerken und monatlich wechseln.
  • Die Spritze sofort entsorgen (in einem durchstichfesten Behälter).

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Was ist vor der Einnahme von Okrodin 30 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension zu beachten?

Befolgen Sie sorgfältig alle Anweisungen Ihres Arztes. Möglicherweise weichen diese auch von den

Informationen in dieser Packungsbeilage ab.

Lesen Sie die folgenden Erläuterungen durch, bevor Sie Okrodin anwenden.

Okrodin darf nicht angewendet werden:

wenn Sie allergisch gegen Octreotid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Okrodin anwenden:

  • wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie Gallensteine haben oder früher einmal hatten, und wenn Komplikationen wie Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen im Bauchraum oder Gelbfärbung der
    Haut oder der Augen auftreten, da sich bei Langzeitanwendung von Okrodin Gallensteine bilden können. Es kann daher sein, dass Ihr Arzt in regelmäßigen Abständen Ihre Gallenblase untersuchen wird.
  • wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie Diabetes (Zuckerkrankheit) haben, da Okrodin den
    Blutzuckerspiegel beeinflussen kann. Wenn Sie Diabetes haben, sollte Ihr Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrolliert werden.
  • wenn Sie schon einmal Vitamin B12-Mangel hatten. Ihr Arzt sollte in diesem Fall Ihren Vitamin-B12-Spiegel in regelmäßigen Abständen kontrollieren.

Tests und Untersuchungen

Wenn Sie eine Langzeitbehandlung mit Okrodin erhalten, sollte Ihr Arzt Ihre Schilddrüsenfunktion in regelmäßigen Abständen kontrollieren.

Ihr Arzt wird auch Ihre Leberfunktion untersuchen.

Ihr Arzt wird möglicherweise Ihre Pankreasenzyme überprüfen

Anwendung bei Kindern

Die Erfahrung mit der Anwendung von Okrodin bei Kindern ist begrenzt.

Anwendung von Okrodin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Grundsätzlich können Sie während der Behandlung mit Okrodin andere Arzneimittel weiter anwenden. Allerdings kann Berichten zufolge die Wirkung bestimmter Arzneimittel wie Cimetidin, Ciclosporin, Bromocriptin, Chinidin und Terfenadin durch Okrodin beeinflusst werden.

Wenn Sie Arzneimittel zur Einstellung Ihres Blutdrucks (z.B. einen Betablocker oder einen Calciumkanalblocker) oder zur Regulierung Ihres Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts nehmen, muss

Ihr Arzt möglicherweise die Dosis anpassen.

Wenn Sie Diabetes haben, muss Ihr Arzt möglicherweise Ihre Insulindosis anpassen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Okrodin darf während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn es unbedingt notwendig ist.

Frauen im gebärfähigen Alter sollen für die Dauer der Behandlung eine wirksame Verhütungsmethode anwenden.

Sie dürfen während der Behandlung mit Okrodin nicht stillen. Es ist nicht bekannt, ob Okrodin in die

Muttermilch übergeht.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Okrodin hat keinen oder nur einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige der Nebenwirkungen, die während der Behandlung mit Okrodin auftreten können, wie Kopfschmerzen und Müdigkeit, können jedoch Ihre Fähigkeit beeinträchtigen, sicher am Straßenverkehr teilzunehmen und Maschinen zu bedienen.

Okrodin enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Durchstechflasche, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Wie wird Okrodin 30 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension angewendet?

Okrodin muss immer als Injektion in den Gesäßmuskel gegeben werden. Bei wiederholter Anwendung soll zwischen linkem und rechtem Gesäßmuskel abgewechselt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Okrodin angewendet haben, als Sie sollten

Es wurden keine lebensbedrohlichen Reaktionen nach einer Überdosierung von Okrodin berichtet.

Anzeichen der Überdosierung sind Hitzewallungen, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, Depression, Angst und mangelnde Konzentrationsfähigkeit.

Wenn Sie glauben, dass eine Überdosierung passiert ist, und Sie diese Anzeichen bei sich bemerken, informieren Sie sofort Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Okrodin vergessen haben

Wenn einmal eine Injektion vergessen wurde, sollte diese nachgeholt werden, sobald das Versäumnis bemerkt wird. Anschließend wird der übliche Behandlungszyklus fortgesetzt. Es ist nicht schädlich,

wenn eine Dosis ein paar Tage zu spät gegeben wird, aber es könnte sein, dass vorübergehend einige Ihrer Beschwerden wieder auftreten, bis Sie wieder planmäßig behandelt werden.

Wenn Sie die Anwendung von Okrodin abbrechen

Wenn Sie die Behandlung mit Okrodin plötzlich beenden, können die Symptome wieder auftreten.

Beenden Sie daher die Anwendung von Okrodin nur, wenn Ihr Arzt es anordnet.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

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Welche Nebenwirkungen hat Okrodin 30 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Gallensteine, die zu plötzlichen Rückenschmerzen führen
  • Zu hoher Blutzuckerspiegel

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose); diese kann Veränderungen der Herzschlagfrequenz, des Appetits oder des Gewichts sowie Müdigkeit, Kältegefühl oder Kropfbildung verursachen
  • Veränderte Werte in Schilddrüsenfunktionstests
  • Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis); mögliche Symptome sind Schmerzen im rechten Oberbauch, Fieber, Übelkeit, Gelbfärbung der Haut und der Augen (Gelbsucht)
  • Zu niedriger Blutzuckerspiegel
  • Beeinträchtigte Glukosetoleranz
  • Langsamer Herzschlag

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Durstgefühl, verringerte Urinmenge, dunkler Urin, trockene gerötete Haut
  • Beschleunigter Herzschlag

Andere schwerwiegende Nebenwirkungen

  • Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) einschließlich Hautausschlag
  • Eine bestimmte Form der allergischen Reaktion (Anaphylaxie), die Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen, Schwellung und Kribbeln sowie möglicherweise einen Blutdruckabfall mit Schwindel oder Bewusstseinsverlust verursachen kann
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis); mögliche Symptome sind plötzliche Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Leberentzündung (Hepatitis); mögliche Symptome sind Gelbfärbung der Haut und Augen (Gelbsucht), Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, allgemeines Unwohlsein, Juckreiz, heller
    Urin
  • Unregelmäßiger Herzschlag
  • Niedrige Anzahl an Blutplättchen; dies kann zu verstärkter Blutungsneigung oder blauen Flecken führen

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen bemerken.

Sonstige Nebenwirkungen:

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine der nachstehend aufgeführten Nebenwirkungen bemerken. Sie treten meist in milder Form auf und klingen

häufig im weiteren Verlauf der Behandlung ab.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Magenbeschwerden nach dem Essen (Dyspepsie)
  • Erbrechen
  • Völlegefühl im Bauch
  • Vermehrte Fettausscheidung im Stuhl
  • Ungeformter Stuhl
  • Entfärbter Stuhl
  • Schwindel.
  • Appetitlosigkeit
  • Veränderungen bei Leberfunktionstests
  • Haarausfall
  • Kurzatmigkeit
  • Schwäche

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V* aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Okrodin 30 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Im Kühlschrank (+2 °C bis +8 °C) lagern. Nicht einfrieren.

Am Tag der Injektion kann Okrodin bei maximal 25 °C aufbewahrt werden.

Nach der Rekonstitution unverzüglich anwenden.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Partikel oder Farbänderungen bemerken.

Entsorgen Sie das Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen zu Okrodin 30 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Was Okrodin enthält

  • Der Wirkstoff ist Octreotid.
    Eine Durchstechflasche enthält 10 mg, 20 mg oder 30 mg Octreotid (als Octreotidacetat).
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Pulver (Durchstechflasche): Poly(glykolsäure-co-milchsäure), Mannitol (E421) Lösungsmittel (Fertigspritze): Carmellose-Natrium, Mannitol (E421), Poloxamer, Wasser für
    Injektionszwecke

Wie Okrodin aussieht und Inhalt der Packung

Okrodin 10 mg: Eine Packung enthält 1 Glasdurchstechflasche mit 10 mg Octreotid, mit einem Gummistopfen, versiegelt mit einem Aluminium-Bördelring mit dunkelblauem Flip-off-Deckel;

1 Glasfertigspritze mit 2 ml Lösungsmittel, 1 Sicherheitsinjektionsnadel und 1 Durchstechflaschen- Adapter oder 3 Durchstechflaschen mit je 10 mg Octreotid, 3 Fertigspritzen mit je 2 ml Lösungsmittel,

3 Sicherheitsinjektionsnadeln und 3 Durchstechflaschen-Adapter.

Okrodin 20 mg: Eine Packung enthält 1 Glasdurchstechflasche mit 20 mg Octreotid, mit einem Gummistopfen, versiegelt mit einem Aluminium-Bördelring mit orangem Flip-off-Deckel;

1 Glasfertigspritze mit 2 ml Lösungsmittel, 1 Sicherheitsinjektionsnadel und 1 Durchstechflaschen- Adapter oder 3 Durchstechflaschen mit je 20 mg Octreotid, 3 Fertigspritzen mit je 2 ml Lösungsmittel,

3 Sicherheitsinjektionsnadeln und 3 Durchstechflaschen-Adapter.

Okrodin 30 mg: Eine Packung enthält 1 Glasdurchstechflasche mit 30 mg Octreotid, mit einem Gummistopfen, versiegelt mit einem Aluminium-Bördelring mit dunkelrotem Flip-off-Deckel;

1 Glasfertigspritze mit 2 ml Lösungsmittel, 1 Sicherheitsinjektionsnadel und 1 Durchstechflaschen- Adapter oder 3 Durchstechflaschen mit je 30 mg Octreotid, 3 Fertigspritzen mit je 2 ml Lösungsmittel,

3 Sicherheitsinjektionsnadeln und 3 Durchstechflaschen-Adapter.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

[Ist national auszufüllen]

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

<{Name des Mitgliedsstaates}> <{Name des Arzneimittels}> <{Name des Mitgliedsstaates}> <{Name des Arzneimittels}>

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im {MM.JJJJ}.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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