Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Meropenem Qilu 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung Anwendungsgebiete Meropenem Qilu ist angezeigt zur Behandlung der folgenden Infektionen bei Erwachsenen und Kindern ab einem Alter von 3 Monaten (siehe Abschnitt 4.4 und 5.1): Schwere Pneumonien , einschließlich krankenhausbedingter und durch künstliche Beatmung erworbener …
- Wirkstoff(e)
- Meropenem
- Zulassungsinhaber
- Qilu Pharma Spain S.L.
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- J01DH02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Meropenem Qilu 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung angewendet?
Meropenem Qilu 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Anwendungsgebiete
Meropenem Qilu ist angezeigt zur Behandlung der folgenden Infektionen bei Erwachsenen und Kindern ab einem Alter von 3 Monaten (siehe Abschnitt 4.4 und 5.1):
- Schwere Pneumonien, einschließlich krankenhausbedingter und durch künstliche Beatmung erworbener Pneumonien
- Bronchopulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose
- komplizierte Harnwegsinfektionen
- komplizierte intraabdominelle Infektionen
- intra- und postpartale Infektionen
- komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen
- akute bakterielle Meningitis
Meropenem Qilu kann zur Behandlung von neutropenischen Patienten mit Fieber, das vermutlich durch eine bakterielle Infektion ausgelöst wurde, angewendet werden.
Zur Behandlung von Patienten mit Bakteriämie, die im Zusammenhang mit einer der oben genannten Infektionen auftritt oder bei der ein entsprechender Zusammenhang vermutet wird.
Für den angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollten die offiziellen Leitlinien beachtet werden.
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Was ist vor der Einnahme von Meropenem Qilu 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung zu beachten?
Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Überempfindlichkeit gegen ein anderes Carbapenem-Antibiotikum.
Schwere Überempfindlichkeit (z. B. anaphylaktische Reaktion, schwere Hautreaktion) gegen andere Betalaktam-Antibiotika (z. B. Penicilline oder Cephalosporine).
Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Bei der Wahl von Meropenem zur Behandlung eines individuellen Patienten muss anhand verschiedener Faktoren wie Schwere der Infektion, Häufigkeit von Resistenzen gegenüber anderen geeigneten Antibiotika und Risiko der Selektion Carbapenem-resistenter Bakterien abgewogen werden, ob die Anwendung eines Carbapenem-Antibiotikums angemessen ist.
Enterobacterales-, Pseudomonas-aeruginosa- und Acinetobacter-spp.-Resistenzen
Resistenzen von Enterobacterales, Pseudomonas aeruginosa und Acinetobacter spp. gegenüber Penemen variieren innerhalb der Europäischen Union. Die Verordnung von Penemen sollte daher unter Berücksichtigung der lokalen Resistenzentwicklung dieser Bakterien gegenüber Penemen erfolgen.
Überempfindlichkeitsreaktionen
Wie bei allen Betalaktam-Antibiotika sind schwerwiegende und gelegentlich tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen aufgetreten (siehe Abschnitt 4.3 und 4.8).
Patienten mit einer Überempfindlichkeitsreaktion gegen Carbapeneme, Penicilline oder andere Betalaktam-Antibiotika in der Anamnese können auch auf Meropenem überempfindlich reagieren. Vor Beginn einer Behandlung mit Meropenem sollten frühere Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Betalaktam-Antibiotika sorgfältig erfragt werden.
Bei Auftreten schwerer allergischer Reaktionen sollte das Arzneimittel abgesetzt und es sollten angemessene Maßnahmen ergriffen werden.
Schwere Hautreaktionen (SCAR), wie Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Arzneimittelreaktionen mit Eosinophilie und systemischer Beteiligung (DRESS), Erythema multiforme (EM) und akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), wurden für Patienten, die Meropenem erhielten, berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Treten Anzeichen und Symptome auf, die auf diese Reaktionen hindeuten, sollte Meropenem sofort abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden.
Bei Anwendung anderer Beta-Lactam-Antibiotika wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zu einem Kounis-Syndrom (akute allergische Spasmen der Koronararterien, die zu einem Herzinfarkt führen können, siehe Abschnitt 4.8) berichtet.
Rhabdomyolyse
Bei Anwendung von Meropenem wurde über Rhabdomyolyse berichtet. Wenn Zeichen oder Symptome einer Rhabdomyolyse beobachtet werden, sollte Meropenem abgesetzt und eine geeignete Therapie eingeleitet werden (siehe Abschnitt 4.8).
Antibiotika-assoziierte Kolitis
Es wurde, wie bei fast allen Antibiotika, auch unter Meropenem über eine Antibiotika-assoziierte Kolitis und pseudomembranöse Kolitis berichtet. Diese können in ihrem Schweregrad von leicht bis lebensbedrohlich variieren. Es ist daher wichtig, diese Diagnose bei Patienten in Betracht zu ziehen, bei denen während oder nach der Anwendung von Meropenem Durchfälle auftreten (siehe Abschnitt 4.8).
Eine Beendigung der Therapie mit Meropenem und die Einleitung einer spezifischen Behandlung gegen Clostridioides difficile sollten in Betracht gezogen werden. Arzneimittel, die die Peristaltik unterdrücken, sollten nicht angewendet werden.
Krämpfe
Selten sind während einer Behandlung mit Carbapenemen inkl. Meropenem Krämpfe aufgetreten (siehe Abschnitt 4.8).
Arzneimittelbedingter Leberschaden (DILI)
Die Leberfunktion sollte während der Behandlung mit Meropenem engmaschig überprüft werden, da das Risiko DILI(siehe Abschnitt 4.8). Wenn ein schwerer DILI auftritt, sollte ein Abbruch der Behandlung in Betracht gezogen werden, sofern dies klinisch angemessen erscheint. Meropenem sollte nur dann wieder angewendet werden, wenn dies für die Behandlung als unbedingt notwendig erachtet wird.
Anwendung bei Patienten mit einer Lebererkrankung: Bei Patienten mit vorbestehender Lebererkrankung sollte während der Behandlung mit Meropenem die Leberfunktion überprüft werden. Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 4.2).
Serokonversion bei direktem Antiglobulintest (Coombs-Test)
Ein direkter oder indirekter Coombs-Test kann während der Behandlung mit Meropenem positiv ausfallen.
Gleichzeitige Anwend ung von Valproinsäure/Natriumvalproat/Valpromid
Die gleichzeitige Anwendung von Meropenem und Valproinsäure/Natriumvalproat/Valpromid wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Meropenem Qilu enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält 45 mg Natrium pro Durchstechflasche, entsprechend 2,25 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Es liegen keine oder nur begrenzte Daten über die Verwendung von Meropenem bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf die Reproduktionstoxizität schließen (siehe Abschnitt 5.3).
Als Vorsichtsmaßnahme ist ein Verzicht auf die Anwendung von Meropenem in der Schwangerschaft anzuraten.
Stillzeit
Es gibt Berichte über die Ausscheidung kleiner Mengen Meropenem in die menschliche Muttermilch. Meropenem sollte nicht bei stillenden Frauen angewendet werden, es sei denn, der potenzielle Nutzen rechtfertigt das potenzielle Risiko für den Säugling.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Injektion
Meropenem, das für die intravenöse Bolusinjektion verwendet wird, sollte mit sterilem Wasser für Injektionszwecke rekonstituiert werden.
Infusion
Zur intravenösen Infusion können Durchstechflaschen mit Meropenem direkt mit
Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) oder Glucose 50 mg/ml (5 %) Infusionslösung zubereitet werden.
Jede Durchstechflasche ist nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen.
Bei der Zubereitung der Lösung und bei der Anwendung sollten die üblichen aseptischen Techniken angewendet werden.
Die Lösung sollte vor Gebrauch geschüttelt werden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Wie wird Meropenem Qilu 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung angewendet?
Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Die unten aufgeführten Tabellen enthalten allgemeine Empfehlungen zur Dosierung.
Bei der Bestimmung der Dosierung von Meropenem und der Dauer der Behandlung sollten die Art der zu behandelnden Infektion, ihr Schweregrad und das Ansprechen auf die Therapie berücksichtigt werden.
Eine Dosierung von bis zu 2 g dreimal täglich bei Erwachsenen und Jugendlichen sowie eine Dosierung von bis zu 40 mg/kg dreimal täglich bei Kindern kann vor allem bei der Behandlung bestimmter Infektionen angebracht sein, wie z. B. bei Infektionen durch weniger empfindliche bakterielle Erreger (z. B. Enterobacterales, Pseudomonas aeruginosa, Acinetobacter spp.) oder bei sehr schweren Infektionen.
Bei der Behandlung von Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung sind zusätzliche Erwägungen bei der Dosierung erforderlich (siehe weiter unten).
Erwachsene und Jugendliche
| Infektion | Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen |
| Schwere Pneumonien, einschließlich | 500 mg oder 1 g |
| krankenhausbedingter und durch künstliche Beatmung | |
| erworbener Pneumonien | |
| Bronchopulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose | 2 g |
| Komplizierte Harnwegsinfektionen | 500 mg oder 1 g |
| Komplizierte intraabdominelle Infektionen | 500 mg oder 1 g |
| Intra- und postpartale Infektionen | 500 mg oder 1 g |
| Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen | 500 mg oder 1 g |
| Akute bakterielle Meningitis | 2 g |
| Behandlung von Fieberepisoden bei neutropenischen | 1 g |
| Patienten |
Meropenem wird üblicherweise als intravenöse Infusion über etwa 15 bis 30 Minuten verabreicht (siehe Abschnitte 6.2, 6.3 und 6.6).
Alternativ können Dosierungen bis zu 1 g als intravenöse Bolusinjektion über etwa 5 Minuten verabreicht werden. Es liegen nur begrenzte Daten zur Sicherheit der Anwendung einer intravenösen 2-g-Bolusinjektion bei Erwachsenen vor.
Eingeschränkte Nierenfunktion
Wenn die Kreatinin-Clearance weniger als 51 ml/min beträgt, sollte die Dosis bei Erwachsenen und Jugendlichen wie unten aufgeführt angepasst werden. Es liegen begrenzte Daten vor, die eine Anwendung dieser Dosierungsanpassungen für eine 2-g-Einzeldosis stützen.
| Kreatinin-Clearance | Dosis | Häufigkeit |
| (ml/min) | Dosis (basierend auf einer | |
| Dosierungseinheit von 500 mg, 1 g | ||
| oder 2 g, siehe obige Tabelle) |
| 26–50 | 1 Dosierungseinheit | alle 12 Stunden |
| 10–25 | ½ Dosierungseinheit | alle 12 Stunden |
| < 10 | ½ Dosierungseinheit | alle 24 Stunden |
Meropenem wird durch Hämodialyse und Hämofiltration eliminiert. Die benötigte Dosis sollte nach Beendigung der Hämodialysesitzung verabreicht werden.
Es gibt keine gesicherten Dosierungsempfehlungen für Patienten mit Peritonealdialyse.
Eingeschränkte Leberfunktion
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).
Dosierung bei älteren Patienten
Bei älteren Patienten mit normaler Nierenfunktion oder einer Kreatinin-Clearance über 50 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Kinder und Jugendliche
Kinder unter 3 Monaten
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Meropenem bei Kindern unter 3 Monaten ist nicht erwiesen und ein optimales Dosierungsschema wurde nicht ermittelt. Es liegen jedoch begrenzte Daten zur Pharmakokinetik vor, die auf eine Dosierung von 20 mg/kg alle 8 Stunden als angemessenes Behandlungsschema hindeuten (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder ab 3 Monaten bis 11 Jahre und bis zu 50 kg Körpergewicht
Die empfohlenen Dosierungsschemata sind in der nachstehenden Tabelle zusammengestellt:
| Infektion | Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen |
| Schwere Pneumonien, einschließlich | 10 oder 20 mg/kg |
| krankenhaus- und beatmungsassoziierter | |
| Pneumonien | |
| Bronchopulmonale Infektionen bei zystischer | 40 mg/kg |
| Fibrose | |
| Komplizierte Harnwegsinfektionen | 10 oder 20 mg/kg |
| Komplizierte intraabdominelle Infektionen | 10 oder 20 mg/kg |
| Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen | 10 oder 20 mg/kg |
| Akute bakterielle Meningitis | 40 mg/kg |
| Behandlung von Fieberepisoden bei | 20 mg/kg |
| neutropenischen Patienten |
Kinder mit einem Körpergewicht über 50 kg
Es sollte die Erwachsenendosis angewendet werden.
Für Kinder mit einer Nierenfunktionsstörung liegen keine Erfahrungen vor.
Art der Anwendung
Zur intravenösen Anwendung.
Nach Rekonstituierung/Verdünnung wird Meropenem Qilu üblicherweise als intravenöse Infusion über etwa 15 bis 30 Minuten verabreicht (siehe Abschnitt 6.2, 6.3 und 6.6). Alternativ können Dosierungen bis zu 20 mg/kg Meropenem als intravenöse Bolusinjektion über etwa 5 Minuten verabreicht werden. Es liegen nur begrenzte Daten zur Sicherheit der Anwendung einer intravenösen 40 mg/kg-Bolusinjektion bei Kindern vor.
Hinweise zur Rekonstitution/Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Überdosierung
Eine relative Überdosierung ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion möglich, wenn die Dosierung nicht, wie in Abschnitt 4.2 beschrieben, angepasst wurde. Begrenzte Erfahrungen seit Markteinführung deuten darauf hin, dass, wenn bei einer Überdosierung Nebenwirkungen auftreten, diese dem in Abschnitt 4.8 beschriebenen Nebenwirkungsprofil entsprechen. In der Regel sind diese Nebenwirkungen von geringer Intensität und klingen nach Absetzen oder einer Dosisreduktion wieder ab. Eine symptomatische Behandlung sollte in Betracht gezogen werden.
Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion erfolgt die renale Eliminierung schnell.
Eine Hämodialyse eliminiert Meropenem und dessen Metaboliten.
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Welche Nebenwirkungen hat Meropenem Qilu 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung?
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Spezifische Arzneimittel-Interaktionsstudien wurden nur mit Probenecid durchgeführt.
Probenecid konkurriert mit Meropenem um die aktive tubuläre Sekretion und hemmt daher die renale Ausscheidung von Meropenem. Dies ist mit einem Anstieg der Eliminationshalbwertszeit und der Plasmakonzentration von Meropenem verbunden. Bei der gleichzeitigen Gabe von Probenecid und Meropenem ist Vorsicht geboten.
Die mögliche Wirkung von Meropenem auf die Proteinbindung anderer Arzneimittel oder deren Metabolisierung wurde nicht untersucht. Die Proteinbindung ist jedoch so gering, dass auf Basis dieses Mechanismus keine Wechselwirkungen mit anderen Substanzen zu erwarten sind.
Ein Absinken der Blutspiegel von Valproinsäure wurde beobachtet, wenn gleichzeitig Carbapeneme angewendet werden. Daraus resultiert ein 60- bis 100 %iger Abfall des Valproinsäurespiegels innerhalb von etwa zwei Tagen. Aufgrund des raschen Einsetzens und des Ausmaßes des Abfalls wird die gleichzeitige Anwendung von Valproinsäure/Natriumvalproat/Valpromid und Carbapenemen als nicht kontrollierbar angesehen und sollte daher vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4).
Orale Antikoagulanzien
Die gleichzeitige Gabe von Antibiotika mit Warfarin kann die gerinnungshemmende Wirkung verstärken. Es gibt viele Berichte über eine Verstärkung des gerinnungshemmenden Effekts oral verabreichter Antikoagulanzien einschließlich Warfarin bei Patienten, die gleichzeitig Antibiotika erhalten haben. Das Risiko kann mit der zugrunde liegenden Infektion, dem Alter und der generellen Verfassung des Patienten variieren. Der Beitrag des Antibiotikums zum Anstieg der INR (International Normalised Ratio) ist daher schwierig zu bestimmen. Es wird empfohlen, die INR während und kurz nach der gleichzeitigen Anwendung von Antibiotika und oralen Antikoagulanzien häufig zu kontrollieren.
Kinder und Jugendliche
Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
Nebenwirkungen
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
In einer Auswertung von 4872 Patienten, die 5026 Behandlungen mit Meropenem erhielten, waren die am häufigsten durch Meropenem ausgelösten Nebenwirkungen Diarrhö (2,3 %), Ausschlag (1,4 %), Übelkeit/Erbrechen (1,4 %) und Entzündungen an der Injektionsstelle (1,1 %). Die am häufigsten durch Meropenem ausgelösten Änderungen von Laborparametern waren Thrombozytose (1,6 %) und ein Anstieg von Leberenzymen (1,5–4,3 %).
Tabellarische Auflistung der Risiken von Nebenwirkungen
In der nachstehenden Tabelle sind alle Nebenwirkungen nach Systemorganklassen und Häufigkeit
geordnet aufgeführt: sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10);
gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100); selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000);
sehr selten (< 1/10 000);
nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie werden die Nebenwirkungen nach absteigendem Schweregrad angegeben.
Tabelle 1
| Systemorganklasse | Häufigkeit | Nebenwirkung |
| Infektionen und parasitäre | Gelegentlich | Orale und vaginale |
| Erkrankungen | Candidosen | |
| Erkrankungen des Blutes und | Häufig | Thrombozythämie |
| des Lymphsystems | Gelegentlich | Agranulozytose, |
| hämolytische Anämie, | ||
| Thrombozytopenie, | ||
| Neutropenie, Leukopenie, | ||
| Eosinophilie | ||
| Erkrankungen des | Gelegentlich | Anaphylaxie (siehe |
| Immunsystems | Abschnitte 4.3 und 4.4), | |
| Angioödem | ||
| Stoffwechsel- und | Gelegentlich | Hypokaliämie |
| Ernährungsstörungen | ||
| Psychiatrische Erkrankungen | Selten | Delirium |
| Erkrankungen des | Häufig | Kopfschmerzen |
| Nervensystems | Gelegentlich | Parästhesien |
| Selten | Krampfanfälle (siehe | |
| Abschnitt 4.4) | ||
| Erkrankungen des | Häufig | Diarrhö, Bauchschmerzen, |
| Gastrointestinaltrakts | Erbrechen, Übelkeit | |
| Gelegentlich | Antibiotika-assoziierte | |
| Kolitis (siehe Abschnitt 4.4) | ||
| Leber- und | Häufig | Anstieg der |
| Gallenerkrankungen | Serumkonzentration der | |
| Transaminasen, Anstieg der | ||
| alkalischen Phosphatase, | ||
| Anstieg der | ||
| Laktatdehydrogenase | ||
| Gelegentlich | Anstieg des Bilirubinwerts | |
| im Blut, | ||
| Arzneimittelbedingter | ||
| Leberschaden* | ||
| Erkrankungen der Haut und | Häufig | Ausschlag, Juckreiz |
| des Unterhautgewebes | Gelegentlich | Toxische epidermale |
| Nekrolyse, Stevens-Johnson- | ||
| Syndrom, | ||
| Erythema multiforme (siehe | ||
| Abschnitt 4.4), Urtikaria | ||
| Nicht bekannt | Arzneimittelexanthem mit | |
| Eosinophilie und | ||
| systemischer Beteiligung, | ||
| akute generalisierte | ||
| exanthematische Pustulose | ||
| (siehe Abschnitt 4.4) | ||
| Skelettmuskulatur-, | Nicht bekannt | Rhabdomyolyse |
| Bindegewebs- und | ||
| Knochenerkrankungen | ||
| Erkrankungen der Nieren und | Gelegentlich | Erhöhter Kreatininspiegel im |
| Harnwege | Blut, erhöhter | |
| Harnstoffspiegel im Blut | ||
| Allgemeine Erkrankungen und | Häufig | Entzündung, Schmerzen |
| Beschwerden am | Gelegentlich | Thrombophlebitis, |
| Verabreichungsort | Schmerzen an der | |
| Injektionsstelle |
*DILI umfasst Hepatitis und Leberversagen.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Kounis-Syndrom
Über ein akutes Koronarsyndrom zusammen mit einer allergischen Reaktion (Kounis-Syndrom) wurde unter Anwendung anderer Beta-Laktam-Antibiotika berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und Jugendliche
Meropenem Qilu ist für die Anwendung bei Kindern ab einem Alter von 3 Monaten zugelassen. Basierend auf den begrenzten verfügbaren Daten gibt es keinen Hinweis auf ein erhöhtes Nebenwirkungsrisiko bei Kindern. Alle eingegangenen Meldungen stehen in Übereinstimmung mit den bei Erwachsenen beobachteten Ereignissen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg- Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Wie ist Meropenem Qilu 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung aufzubewahren?
3 Jahre
Nach Rekonstitution / Verdünnung:
Anwendung als intravenöse Bolusinjektion
Eine Lösung zur Bolusinjektion wird hergestellt durch Auflösen des Pulvers in Wasser für Injektionszwecke zu einer Endkonzentration von 50 mg/ml.
Die rekonstituierte Lösung des Arzneimittels in Wasser für Injektionszwecke sollte sofort verwendet werden.
Anwendung als intravenöse Infusion
Eine Infusionslösung wird hergestellt durch Auflösen des Pulvers in Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Infusionslösung oder Glucose 50 mg/ml (5 %) Infusionslösung zu einer Endkonzentration von 1 bis 20 mg/ml.
Die rekonstituierte Lösung des Arzneimittels in Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Infusionslösung sollte sofort verwendet werden. Der Zeitraum zwischen dem Beginn der Rekonstitution und dem Ende der intravenösen Infusion sollte eine Stunde nicht überschreiten.
Die rekonstituierte Lösung des Arzneimittels in Glucose 50 mg/ml (5 %) Infusionslösung sollte sofort verwendet werden.
Die rekonstituierte Lösung nicht einfrieren.
Weitere Informationen zu Meropenem Qilu 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Jede Durchstechflasche enthält 500 mg Meropenem (als Meropenem-Trihydrat).
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung
45 mg (2 mmol) Natrium pro Durchstechflasche.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
7003411.00.00
DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
(siehe Unterschrift)
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


