Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Meropenem ACS Dobfar 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung Anwendungsgebiete Meropenem ACS Dobfar ist angezeigt zur Behandlung der folgenden Infektionen bei Erwachsenen und Kindern ab einem Alter von 3 Monaten (siehe Abschnitt 4.4 und 5.1): schwere Pneumonien , einschließlich krankenhausbedingter und durch künstliche Beatmung …
- Wirkstoff(e)
- Meropenem
- Zulassungsinhaber
- Acs Dobfar S.p.A.
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- J01DH02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Meropenem ACS Dobfar 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung angewendet?
Meropenem ACS Dobfar 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Anwendungsgebiete
Meropenem ACS Dobfar ist angezeigt zur Behandlung der folgenden Infektionen bei Erwachsenen und Kindern ab einem Alter von 3 Monaten (siehe Abschnitt 4.4 und 5.1):
- schwere Pneumonien, einschließlich krankenhausbedingter und durch künstliche Beatmung erworbener Pneumonien
- bronchopulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose
- komplizierte Infektionen der Harnwege
- komplizierte intraabdominelle Infektionen
- intra- und postpartale Infektionen
- komplizierte Infektionen der Haut und der Weichteile
- akute bakterielle Meningitis
Meropenem ACS Dobfar kann zur Behandlung von neutropenischen Patienten mit Fieber, das vermutlich durch eine bakterielle Infektion ausgelöst wurde, angewendet werden.
Meropenem ACS Dobfar kann zur Behandlung von Patienten mit Bakteriämie angewendet werden, die in Zusammenhang mit einer der oben genannten Infektionen auftritt oder bei der ein entsprechender Zusammenhang vermutet wird.
Für den angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollten die offiziellen Leitlinien beachtet werden.
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Was ist vor der Einnahme von Meropenem ACS Dobfar 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung zu beachten?
Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Überempfindlichkeit gegen ein anderes Carbapenem-Antibiotikum.
Schwere Überempfindlichkeit (z. B. anaphylaktische Reaktion, schwere Hautreaktion) gegen andere Betalaktam-Antibiotika (z. B. Penicilline oder Cephalosporine).
Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Bei der Wahl von Meropenem zur Behandlung eines individuellen Patienten muss anhand verschiedener Faktoren wie Schwere der Infektion, Häufigkeit von Resistenzen gegenüber anderen Antibiotika und Risiko der Selektion Carbapenem-resistenter Bakterien abgewogen werden, ob diese Therapie angemessen ist.
Enterobacteriaceae-, Pseudomonas-aeruginosa- und Acinetobacter-spp.-Resistenzen Resistenzen von Enterobacteriaceae, Pseudomonas aeruginosa und Acinetobacter spp. gegenüber Penemen variieren innerhalb der Europäischen Union. Die Verordnung von Penemen sollte daher unter Berücksichtigung der lokalen Resistenzentwicklung dieser Bakterien gegenüber Penemen erfolgen.
Überempfindlichkeitsreaktionen
Wie bei allen Betalaktam-Antibiotika sind schwerwiegende und gelegentlich tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen aufgetreten (siehe Abschnitt 4.3 und 4.8).
Patienten mit einer Überempfindlichkeitsreaktion gegen Carbapeneme, Penicilline oder andere Betalaktam-Antibiotika in der Anamnese können auch auf Meropenem überempfindlich reagieren. Vor Beginn einer Behandlung mit Meropenem sollten frühere Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Betalaktam-Antibiotika sorgfältig erfragt werden.
Bei Auftreten einer schweren allergischen Reaktion sollte das Arzneimittel abgesetzt und es sollten angemessene Maßnahmen ergriffen werden.
Schwere Hautreaktionen (SCAR) wie das Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Arzneimittelreaktionen mit Eosinophilie und systemischer Beteiligung (DRESS), Erythema multiforme (EM) und akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) wurden bei Patienten, die Meropenem erhielten, berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Treten Anzeichen und Symptome auf, die auf diese Reaktionen hindeuten, sollte Meropenem sofort abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden.
Bei anderen Beta-Lactam-Antibiotika wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet, die sich zum Kounis-Syndrom entwickelten (akuter allergischer koronarer Arterienspasmus, der zu einem Herzinfarkt führen kann, siehe Abschnitt 4.8).
Rhabdomyolyse
Rhabdomyolyse wurde bei der Anwendung von Meropenem berichtet. Wenn Anzeichen oder Symptome einer Rhabdomyolyse beobachtet werden, sollte Meropenem abgesetzt und eine geeignete Therapie eingeleitet werden (siehe Abschnitt 4.8).
Antibiotika-assoziierte Kolitis
Es wurde, wie bei fast allen Antibiotika, auch bei Meropenem über eine antibiotikaassoziierte Kolitis oder pseudomembranöse Kolitis berichtet. Sie können in ihrem Schweregrad von leicht bis lebensbedrohlich variieren. Es ist daher wichtig, diese Diagnose bei Patienten in Betracht zu ziehen, bei denen während oder nach der Verabreichung von Meropenem eine Diarrhö auftritt (siehe Abschnitt 4.8). Eine Beendigung der Therapie mit Meropenem und die Einleitung einer spezifischen Behandlung gegen Clostridium difficile sollten in Betracht gezogen werden. Arzneimittel, die die Peristaltik unterdrücken, sollten nicht angewendet werden.
Krämpfe
Selten sind während einer Behandlung mit Carbapenemen inkl. Meropenem Krämpfe aufgetreten (siehe Abschnitt 4.8).
Arzneimittelbedingter Leberschaden (DILI)
Die Leberfunktion sollte während der Behandlung mit Meropenem engmaschig überprüft werden, da das Risiko eines DILI (siehe Abschnitt 4.8) engmaschig überwacht werden. Wenn ein schwerer DILI auftritt, sollte ein Abbruch der Behandlung in Betracht gezogen werden, sofern dies klinisch angemessen erscheint. Meropenem sollte nur dann wieder angewendet werden, wenn dies für die Behandlung als unbedingt notwendig erachtet wird.
Anwendung bei Patienten mit einer Lebererkrankung: Bei Patienten mit vorbestehender Lebererkrankung sollte während der Behandlung mit Meropenem die Leberfunktion überwacht werden. Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 4.2).
Direkter Antihumanglobulintest (Coombs-Test)
Ein direkter oder indirekter Coombs-Test kann während der Behandlung mit Meropenem positiv ausfallen.
Gleichzeitige Anwendung von Valproinsäure/Natriumvalproat/Valpromid
Die gleichzeitige Anwendung von Meropenem und Valproinsäure/Natriumvalproat/Valpromid wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Meropenem ACS Dobfar enthält Natrium.
Dieses Arzneimittel enthält 90 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) je
1 g-Dosis. Dies entspricht 4,5 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Es liegen keine oder nur begrenzte Daten über die Verwendung von Meropenem bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen aufgrund von Reproduktionstoxizität schließen (siehe Abschnitt 5.3).
Als Vorsichtsmaßnahme ist ein Verzicht auf die Anwendung von Meropenem in der Schwangerschaft anzuraten.
Stillzeit
Es gibt Berichte über die Ausscheidung kleiner Mengen Meropenem in die humane Muttermilch. Meropenem sollte nicht bei stillenden Frauen angewendet werden, es sei denn, der potenzielle Nutzen rechtfertigt das potenzielle Risiko für den Säugling.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Nicht über 30 °C lagern.
Die gebrauchsfertige Lösung nicht einfrieren.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung
Injektion
Meropenem, das für die intravenöse Bolusinjektion verwendet wird, sollte mit sterilem Wasser für Injektionszwecke hergestellt werden.
Infusion
Zur intravenösen Infusion können Durchstechflaschen mit Meropenem direkt mit 0,9 %iger Natriumchlorid- oder 5 %iger Glucose-Infusionslösung zubereitet werden.
Jede Durchstechflasche ist zum einmaligen Gebrauch bestimmt.
Bei der Zubereitung der Lösung und bei der Anwendung sollten die gebräuchlichen aseptischen Techniken beachtet werden.
Die Lösung sollte vor Gebrauch geschüttelt werden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.
Wie wird Meropenem ACS Dobfar 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung angewendet?
Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Die unten aufgeführten Tabellen enthalten allgemeine Empfehlungen zur Dosierung.
Bei der Bestimmung der Dosierung von Meropenem und der Dauer der Behandlung sollten die Art der zu behandelnden Infektion, ihr Schweregrad und das Ansprechen auf die Therapie berücksichtigt werden.
Eine Dosierung von bis zu 2 g dreimal täglich bei Erwachsenen und Jugendlichen sowie eine Dosierung von bis zu 40 mg/kg dreimal täglich bei Kindern kann vor allem bei der Behandlung bestimmter Infektionen angebracht sein, wie z. B. bei Infektionen durch weniger empfindliche bakterielle Erreger (z. B. Enterobacteriaceae, Pseudomonas aeruginosa, Acinetobacter spp.) oder bei sehr schweren Infektionen.
Bei der Behandlung von Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung sind zusätzliche Erwägungen bei der Dosierung erforderlich (siehe weiter unten).
Erwachsene und Jugendliche
| Infektion | Dosis, alle 8 Stunden zu |
| verabreichen | |
| Schwere Pneumonien, einschließlich krankenhausbedingter und durch | 500 mg oder 1 g |
| künstliche Beatmung erworbener Pneumonien | |
| Bronchopulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose | 2 g |
| Komplizierte Infektionen der Nieren und ableitenden Harnwege | 500 mg oder 1 g |
| Komplizierte intraabdominelle Infektionen | 500 mg oder 1 g |
| Intra- und postpartale Infektionen | 500 mg oder 1 g |
| Komplizierte Infektionen der Haut und der Weichteile | 500 mg oder 1 g |
| Akute bakterielle Meningitis | 2 g |
| Behandlung von Fieberepisoden bei neutropenischen Patienten | 1 g |
Meropenem wird üblicherweise als intravenöse Infusion über etwa 15 bis 30 Minuten verabreicht (siehe Abschnitte 6.2, 6.3 und 6.6).
Alternativ können Dosierungen bis zu 1 g als intravenöse Bolusinjektion über etwa 5 Minuten verabreicht werden. Es liegen nur begrenzte Daten zur Sicherheit der Anwendung einer intravenösen 2-g-Bolusinjektion bei Erwachsenen vor.
Eingeschränkte Nierenfunktion
Wenn die Kreatinin-Clearance weniger als 51 ml/min beträgt, sollte die Dosis bei Erwachsenen und Jugendlichen wie unten aufgeführt angepasst werden. Es liegen nur begrenzte Daten vor, die eine Anwendung dieser Dosierungsanpassungen für eine 2-g-Dosis stützen.
| Kreatinin-Clearance | Dosis | Häufigkeit |
| (ml/min) | (basierend auf einer „Dosierungseinheit“ von | |
| 500 mg oder 1 g) | ||
| 26-50 | eine Dosierungseinheit | alle 12 Stunden |
| 10-25 | eine halbe Dosierungseinheit | alle 12 Stunden |
| <10 | eine halbe Dosierungseinheit | alle 24 Stunden |
Meropenem wird durch Hämodialyse und Hämofiltration eliminiert. Die benötigte Dosis sollte nach Beendigung der Hämodialyse verabreicht werden.
Es gibt keine gesicherten Dosisempfehlungen für Patienten mit Peritonealdialyse.
Eingeschränkte Leberfunktion
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).
Dosierung bei älteren Patienten
Bei älteren Patienten mit normaler Nierenfunktion oder einer Kreatinin-Clearance über 50 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Kinder und Jugendliche
Kinder unter 3 Monaten
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Meropenem bei Kindern unter 3 Monaten wurde nicht untersucht und eine optimale Dosierung wurde nicht ermittelt. Es liegen jedoch begrenzte Daten zur Pharmakokinetik vor, die auf eine Dosierung von 20 mg/kg alle 8 Stunden als angemessene Behandlung hindeuten (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder ab 3 Monaten bis 11 Jahren und bis zu 50 kg Körpergewicht
Die empfohlenen Dosierungen sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt:
| Infektion | Dosis, alle 8 Stunden zu |
| verabreichen | |
| Schwere Pneumonien, einschließlich krankenhausbedingter und durch | 10 oder 20 mg/kg |
| künstliche Beatmung erworbener Pneumonien | |
| Bronchopulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose | 40 mg/kg |
| Komplizierte Infektionen der Nieren und ableitenden Harnwege | 10 oder 20 mg/kg |
| Komplizierte intraabdominelle Infektionen | 10 oder 20 mg/kg |
| Komplizierte Infektionen der Haut und der Weichteile | 10 oder 20 mg/kg |
| Akute bakterielle Meningitis | 40 mg/kg |
| Behandlung von Fieberepisoden bei neutropenischen Patienten | 20 mg/kg |
Kinder mit einem Körpergewicht über 50 kg
Es sollte die Erwachsenendosis angewendet werden.
Für Kinder mit einer Nierenfunktionsstörung liegen keine Erfahrungen vor.
Art der Anwendung
Meropenem wird üblicherweise als intravenöse Infusion über etwa 15 bis 30 Minuten verabreicht (siehe Abschnitte 6.2, 6.3 und 6.6). Alternativ können Dosierungen bis zu 20 mg/kg Meropenem als intravenöse Bolusinjektion über etwa 5 Minuten verabreicht werden. Es liegen nur begrenzte Daten zur Sicherheit der Anwendung einer 40 mg/ kg-Bolusinjektion bei Kindern vor.
Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Überdosierung
Eine relative Überdosierung ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion möglich, wenn die Dosierung nicht wie in Abschnitt 4.2 beschrieben angepasst wurde. Begrenzte Erfahrungen seit Markteinführung deuten darauf hin, dass, wenn bei einer Überdosierung Nebenwirkungen auftreten, diese dem in Abschnitt 4.8 beschriebenen Nebenwirkungsprofil entsprechen. In der Regel sind diese Nebenwirkungen von geringer Intensität und klingen nach Absetzen oder einer Dosisreduktion wieder ab. Eine symptomatische Behandlung sollte in Betracht gezogen werden. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion erfolgt die renale Eliminierung schnell.
Eine Hämodialyse eliminiert Meropenem und dessen Metaboliten.
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Welche Nebenwirkungen hat Meropenem ACS Dobfar 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung?
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Spezifische Interaktionsstudien wurden nur mit Probenecid durchgeführt.
Probenecid konkurriert mit Meropenem um die aktive tubuläre Sekretion und hemmt daher die renale Ausscheidung von Meropenem. Dies ist mit einem Anstieg der Halbwertszeit und der Plasmakonzentration von Meropenem verbunden. Bei der gleichzeitigen Verabreichung von Probenecid und Meropenem ist Vorsicht geboten.
Die mögliche Wirkung von Meropenem auf die Proteinbindung anderer Arzneimittel oder deren Metabolismus wurde nicht untersucht. Die Proteinbindung ist jedoch so gering, dass auf Basis dieses Mechanismus keine Wechselwirkungen mit anderen Substanzen zu erwarten sind.
Ein Absinken der Serumspiegel von Valproinsäure wurde beobachtet, wenn gleichzeitig Carbapeneme angewendet werden. Daraus resultiert ein 60-100%iger Abfall des Valproinsäurespiegels innerhalb von etwa zwei Tagen. Aufgrund der Geschwindigkeit und des Ausmaßes des Abfalls wird die gleichzeitige Anwendung von Valproinsäure/Natriumvalproat/Valpromid und Carbapenemen als nicht kontrollierbar angesehen und sollte daher vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4).
Orale Antikoagulanzien
Die gleichzeitige Verabreichung von Antibiotika mit Warfarin kann die gerinnungshemmende Wirkung verstärken. Es gibt viele Berichte über eine Verstärkung des gerinnungshemmenden Effekts oral verabreichter Antikoagulanzien einschließlich Warfarin bei Patienten, die gleichzeitig Antibiotika erhalten haben. Das Risiko kann mit der zugrundeliegenden Infektion, dem Alter und der generellen Verfassung des Patienten variieren. Der Einfluss des Antibiotikums auf den Anstieg der INR (International Normalised Ratio) ist daher schwierig zu bestimmen. Die INR sollte während und kurz nach der gleichzeitigen Verabreichung von Antibiotika mit oralen Antikoagulanzien überprüft werden.
Kinder und Jugendliche
Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
Nebenwirkungen
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
In einer Auswertung von 4.872 Patienten, die 5.026 Behandlungen mit Meropenem erhielten, waren die am häufigsten durch Meropenem ausgelösten Nebenwirkungen Diarrhö (2,3 %), Ausschlag (1,4 %), Übelkeit/Erbrechen (1,4 %) und Entzündungen an der Injektionsstelle (1,1 %). Die am häufigsten durch Meropenem ausgelösten Änderungen von Laborparametern waren Thrombozytose (1,6 %) und ein Anstieg der Leberenzyme (1,5-4,3 %).
Tabellarische Aufstellung der Risiken von Nebenwirkungen
In der nachstehenden Tabelle sind alle Nebenwirkungen nach Systemorganklassen und
Häufigkeit geordnet aufgeführt: sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000 bis
< 1/100); selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
| Systemorganklasse | Häufigkeit | Ereignis |
| Infektionen und parasitäre | gelegentlich | orale und vaginale Candidosen |
| Erkrankungen | ||
| Erkrankungen des Blutes und des | häufig | Thrombozythämie |
| Lymphsystems | gelegentlich | Agranulozytose, hämolytische |
| Anämie, Thrombozytopenie, | ||
| Neutropenie, Leukopenie, | ||
| Eosinophilie | ||
| Erkrankungen des Immunsystems | gelegentlich | Anaphylaxie (siehe Abschnitte 4.3 |
| und 4.4), Angioödem | ||
| Stoffwechsel- und | gelegentlich | Hypokaliämie |
| Ernährungsstörungen | ||
| Psychiatrische Erkrankungen | selten | Delirium |
| Erkrankungen des Nervensystems | häufig | Kopfschmerzen |
| gelegentlich | Parästhesien | |
| selten | Krampfanfälle (siehe Abschnitt 4.4) | |
| Erkrankungen des | häufig | Diarrhö, Bauchschmerzen, Erbrechen, |
| Gastrointestinaltrakts | Übelkeit | |
| gelegentlich | antibiotika-assoziierte Kolitis (siehe | |
| Abschnitt 4.4) | ||
| Leber- und Gallenerkrankungen | häufig | Anstieg der Transaminasen, Anstieg |
| der alkalischen Phosphatase, Anstieg | ||
| der Laktatdehydrogenase | ||
| gelegentlich | Anstieg des Bilirubinwertes, | |
| Arzneimittelbedingter Leberschaden* | ||
| Erkrankungen der Haut und des | häufig | Ausschlag, Juckreiz |
| Unterhautzellgewebes | gelegentlich | toxische epidermale Nekrolyse, |
| Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema | ||
| multiforme (siehe Abschnitt 4.4), | ||
| Urtikaria | ||
| nicht bekannt | Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie | |
| und systemischer Beteiligung, akute | ||
| generalisierte exanthematische | ||
| Pustulose (siehe Abschnitt 4.4) | ||
| Erkrankungen des Muskel-Skelett- | nicht bekannt | Rhabdomyolyse |
| Systems und des Bindegewebes | ||
| Erkrankungen der Nieren und | gelegentlich | erhöhter Kreatininspiegel im Blut, |
| Harnwege | erhöhter Harnstoffspiegel im Blut | |
| Allgemeine Erkrankungen und | häufig | Entzündung, Schmerzen |
| Beschwerden am | gelegentlich | Thrombophlebitis, |
| Verabreichungsort | Schmerzen an der Injektionsstelle |
*DILI umfasst Hepatitis und Leberversagen.
Beschreibung ausgewählter Avderse-Reaktionen
Kounis-Syndrom
Ein akutes Koronarsyndrom in Verbindung mit einer allergischen Reaktion (Kounis-Syndrom) wurde bei anderen Beta-Lactam-Antibiotika berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und Jugendliche
Meropenem ACS Dobfar ist für die Anwendung bei Kindern ab einem Alter von 3 Monaten zugelassen. Auf Grundlage der wenigen verfügbaren Daten gibt es keinen Hinweis auf ein erhöhtes Nebenwirkungsrisiko bei Kindern. Alle Berichte stimmen mit den bei Erwachsenen beobachteten Ereignissen überein.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg- Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Wie ist Meropenem ACS Dobfar 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung aufzubewahren?
4 Jahre
Nach der Herstellung:
Anwendung als intravenöse Bolusinjektion
Eine Lösung zur Bolusinjektion wird hergestellt durch Auflösen des Arzneimittels in Wasser für Injektionszwecke zu einer Endkonzentration von 50 mg/ml.
Die chemische und physikalische Stabilität einer gebrauchsfertigen Lösung zur Bolusinjektion wurde bei bis zu 25 °C für 3 Stunden bzw. unter gekühlten Bedingungen (2 - 8 °C) für 12 Stunden nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort verwendet werden, es sei denn, die Methode des Öffnens / der Rekonstitution / des Verdünnens schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus.
Wenn die gebrauchsfertige Lösung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.
Anwendung als intravenöse Infusion
Eine Infusionslösung wird hergestellt durch Auflösen des Arzneimittels in 0,9%iger Natriumchlorid-Infusionslösung oder 5 %iger Glucose-Infusionslösung zu einer Endkonzentration von 1 bis 20 mg/ml.
Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Infusionslösung wurde bei Verwendung einer 0,9 %igen Natriumchloridlösung bei bis zu 25 °C für 3 Stunden bzw. unter gekühlten Bedingungen (2-8 °C) für 24 Stunden nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort verwendet werden, es sei denn, die Methode des Öffnens / der Rekonstitution / des Verdünnens schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus.
Wenn die gebrauchsfertige Lösung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.
Eine gebrauchsfertige Lösung des Arzneimittels in 5 %iger Glucose-Lösung sollte sofort verwendet werden.
Die gebrauchsfertigen Lösungen dürfen nicht eingefroren werden.
Weitere Informationen zu Meropenem ACS Dobfar 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Jede Durchstechflasche enthält Meropenem-Trihydrat, entsprechend 1 g Meropenem.
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:
Jede Durchstechflasche enthält 208 mg Natriumcarbonat, entsprechend etwa 4,0 mEq Natrium (ca. 90 mg).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
2205020.00.00
DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
(siehe Unterschrift)
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


