Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Magnesiocard® 2,5 mmol ist ein Mineralstoffpräparat. Magnesiocard® 2,5 mmol wird angewendet zur Behandlung von therapiebedürftigen Magnesiummangelzuständen, die keiner Injektion/Infusion bedürfen; bei nachgewiesenem Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist.
- Zulassungsinhaber
- Verla-Pharm Arzneimittel GmbH & Co. KG
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Magnesiocard 2,5 mmol angewendet?
Magnesiocard® 2,5 mmol ist ein Mineralstoffpräparat.
Magnesiocard® 2,5 mmol wird angewendet
zur Behandlung von therapiebedürftigen Magnesiummangelzuständen, die keiner Injektion/Infusion bedürfen;
- bei nachgewiesenem Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist.
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Was ist vor der Einnahme von Magnesiocard 2,5 mmol zu beachten?
Magnesiocard® 2,5 mmol darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Magnesiumaspartat-hydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung mit Ausscheidungshemmung oder Flüssigkeitsmangel des Körpers leiden oder zu Infektsteinen (Calcium- Magnesium-Ammoniumphosphatsteine) neigen.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Magnesiocard® 2,5 mmol einnehmen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Magnesiocard® 2,5 mmol ist erforderlich,wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist.
Kinder
Geben Sie dieses Arzneimittel an Kinder unter 4 Jahren nur nach Rücksprache mit dem Arzt, da bisher keine ausreichenden Erfahrungen für diese Altersgruppe vorliegen.
Einnahme von Magnesiocard® 2,5 mmol zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Magnesiocard® 2,5 mmol beeinflusst werden. Bestimmte Antibiotika (Tetrazykline) und Natriumfluoridpräparate sollten zeitlich 3-4 Stunden versetzt zu Magnesiocard® 2,5 mmol eingenommen werden, um eine gegenseitige Beeinträchtigung der Aufnahme ins Blut zu vermeiden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Magnesiocard® 2,5 mmol kann in der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Wie wird Magnesiocard 2,5 mmol angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Als mittlere Tagesdosis empfiehlt sich 0,185 mmol Magnesium (4,5 mg) pro kg Körpergewicht. Bei chronischen und schweren akuten Magnesiummangelzuständen kann die Tagesdosis, falls keine Gegenanzeigen vorliegen, bis zur Beseitigung des Mangels unbedenklich auf 0,37 mmol Magnesium (9 mg) pro kg Körpergewicht erhöht werden.
Die empfohlene Dosis beträgt
Erwachsene:
3 mal täglich 2 Filmtabletten (entsprechend 364,8 mg Magnesium).
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Jugendliche über 14 Jahre:
3 mal täglich 2 Filmtabletten (entsprechend 364,8 mg Magnesium).
Kinder von 10-14 Jahren:
2 mal täglich 2 Filmtabletten (entsprechend 243,2 mg Magnesium).
Kinder von 4-9 Jahren:
1 bis 2 mal täglich 2 Filmtabletten (entsprechend 121,6-243,2 mg Magnesium).
Art der Anwendung:
Nehmen Sie die Filmtabletten bitte unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein (vorzugsweise ein Glas Trinkwasser). Magnesiocard® 2,5 mmol sollte vor dem Essen eingenommen werden, da sich dadurch die Aufnahme vom Magen-Darmkanal in den Blutkreislauf verbessert.
Dauer der Anwendung:
Magnesiocard® 2,5 mmol sollte täglich über mindestens 4 Wochen eingenommen werden. Auch eine Dauertherapie mit Magnesiocard® 2,5 mmol (über Jahre) ist bei normaler Nierenfunktion unbedenklich, da überschüssiges Magnesium über die Niere ausgeschieden wird.
Wenn Sie eine größere Menge von Magnesiocard® 2,5 mmol eingenommen haben, als Sie sollten,
können die unter Punkt 4 angegebenen Nebenwirkungen verstärkt auftreten.
Wenn Sie die Einnahme von Magnesiocard® 2,5 mmol vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
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Welche Nebenwirkungen hat Magnesiocard 2,5 mmol?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Gelegentlich (bei bis zu 1 von 100 Behandelten) können weiche Stühle auftreten, die unbedenklich sind. Sie können Folge einer hochdosierten Magnesiumbehandlung sein.
Beim Auftreten störender Durchfälle ist die Tagesdosis zu verringern.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Magnesiocard 2,5 mmol aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der
Durchdrückpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
Nicht über 30°C aufbewahren.
Weitere Informationen zu Magnesiocard 2,5 mmol
Was Magnesiocard® 2,5 mmol enthält
Der Wirkstoff ist: Magnesiumaspartat-hydrochlorid 3 H2O
1 Filmtablette enthält: Magnesiumaspartat-hydrochlorid 3 H2O 614,8 mg. Magnesiumgehalt: 2,5 mmol = 60,8 mg.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Kartoffelstärke, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.),
Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) (Ph.Eur.), Talkum, Dimeticon,
Triethylcitrat.
Magnesiocard® 2,5 mmol enthält kein Gluten und keine Lactose.
Wie Magnesiocard® 2,5 mmol aussieht und Inhalt der Packung
Weiße, längliche Filmtabletten ohne Bruchrille.
Magnesiocard® 2,5 mmol ist in Packungen mit 50, 100, 200 und 1000 Filmtabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Verla-Pharm Arzneimittel GmbH & Co. KG, 82324 Tutzing, www.verla.de
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2016.
Liebe Patientin, lieber Patient!
Mit diesen ergänzenden Informationen möchten wir Sie mit dem Mineralstoff Mag- nesium und seiner lebenswichtigen Bedeutung für unseren Organismus vertraut machen.
Lebenswichtiger Mineralstoff
Magnesium ist ein Mineralstoff, ohne den kein Leben möglich wäre! Ob wir uns am Grün der Blätter erfreuen oder in unserer Arbeit und Freizeit aktiv sind - ohne Magnesium wäre beides unmöglich. Im Pflanzenreich ist Magnesium der zentrale Bestandteil des Blattgrüns. Bei uns Menschen dient es dem Körper zur Bereitstel- lung von Energie. Der Mineralstoff ist für mehr als 600 verschiedene Stoffwech- selprozesse in unserem Körper notwendig. Für gesunde Menschen liegt die Zu- fuhrempfehlung über die Nahrung bei 300 bis 400 mg Magnesium pro Tag.
Ein Mangel kann viele Ursachen haben...
Es ist nicht immer einfach, den Magnesiumbedarf über die Nahrung zu decken, da manche magnesiumreiche Lebensmittel sehr kalorienreich sind (z.B. Nüsse, Schokolade) und häufig zu wenig naturbelassene Nahrungsmittel auf dem Spei- seplan stehen.
Außerdem tragen die Magnesiumverarmung der landwirtschaftlichen Anbauflä- chen und damit der Pflanzen, die Verwendung von raffiniertem Zucker, hoch aus- gemahlenem weißem Mehl und rieselfähig gemachtem Speisesalz zur Entstehung eines Magnesiummangels bei. Bestimmte Ernährungsgewohnheiten (z.B. Fast- Food, einseitige Diäten, Schlankheitskuren) spielen ebenfalls eine Rolle.
Ein Magnesiummangel kann auch bei Krankheiten entstehen (z.B. Zuckerkrank- heit, chronische Darmerkrankungen), bei Einnahme von Arzneimitteln (z.B. Ent- wässerungsmittel, Protonenpumpenhemmer) und in Lebenssituationen mit erhöh- tem Magnesiumbedarf, wie z.B. während der Schwangerschaft, Stillzeit oder im Wachstum. Starkes Schwitzen oder Alkoholkonsum können ebenfalls Magnesi- umdefizite verursachen.
... und führt zu Beschwerden
Unser Körper signalisiert einen Magnesiummangel durch bestimmte Symptome. Da Magnesium überall im Körper gebraucht wird, können solche Krankheitssigna- le aus ganz unterschiedlichen Körperregionen kommen. Bekannt sind z.B. eine erhöhte Nervosität und innere Unruhe. Die Muskulatur wird krampfanfälliger. Dies kann zu Waden- und Zehenkrämpfen, vor allem nachts, aber auch zu Verkramp- fungen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich führen. Während einer Schwan- gerschaft kann ein Magnesiummangel vorzeitige Wehen verursachen. Waden- krämpfe sind dabei oft ein erstes Warnsignal. Herzrhythmusstörungen oder Kopf- schmerzen können ebenfalls Folgen eines Magnesiummangels sein.
Wenn Sie Fragen haben, sind wir für Sie unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 1044443 erreichbar.
Verla-Pharm wünscht Ihnen alles Gute!
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Mineralstoffkompetenz
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



