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Medikamente

Gutron 1 % - Tropfen

Gutron 1 % - Tropfen
Autor: Markus Falkenstätter, BScFachlich geprüft von Mag. pharm. Stefanie Brandauer (Pharmazeutin)
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

GUTRON steigert den niedrigen Blutdruck, indem es die Funktion der erschlafften Blutgefäße verbessert und somit das Absacken großer Blutmengen in die Beine verhindert, welches Schwindel und Kreislaufkollaps verursachen kann, weil es zu einer Minderdurchblutung des Gehirns führt.

Zulassungsinhaber
Steierl-Pharma

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Gutron 1 % - Tropfen angewendet?

GUTRON steigert den niedrigen Blutdruck, indem es die Funktion der erschlafften Blutgefäße verbessert und somit das Absacken großer Blutmengen in die Beine verhindert, welches Schwindel und Kreislaufkollaps verursachen kann, weil es zu einer Minderdurchblutung des Gehirns führt. Bei unwillkürlichem Harnabgang bewirken GUTRON 1 %-Tropfen eine Verbesserung der Funktion des Blasenschließmuskels.

Anwendungsgebiete


  • Niedriger Blutdruck beim Aufstehen, nach längerem Stehen (orthostatische Hypotonie).
  • Zusatztherapie bei unwillkürlichem Harnabgang infolge Schwäche des Blasenschließmuskels oder des Beckenbodens.

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Was ist vor der Einnahme von Gutron 1 % - Tropfen zu beachten?


GUTRON 1 %-Tropfen dürfen nicht eingenommen werden,


  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Midodrin-hydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von GUTRON 1 %-Tropfen sind
  • bei schweren organischen Herz- und Gefäßveränderungen, hohem Blutdruck, zum Verschluss führenden Gefäßerkrankungen, Herzrhythmusstörungen
  • bei akuter Nierenerkrankung, schweren Nierenfunktionsstörungen, Vergrößerung der Vorsteherdrüse mit Restharnbildung, mechanischen Harnabflußbehinderungen, Harnverhalten, einem bestimmten Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromocytom)
  • bei Überfunktion der Schilddrüse
  • bei Grünem Star
  • bei Schwangerschaft und in der Stillperiode
KLGU 12.09.2011 Seite 1 von 5 Nycomed Austria
GUTRON 1% - Tropfen GI
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von GUTRON 1 %-Tropfen ist erforderlich,


  • wenn sie unter anderen Krankheiten (insbesondere Rechtsherzvergrößerung aufgrund einer Lungenerkrankung, erhöhter Augendruck, Leber- oder Nierenschwäche) leiden
  • bei Allergien
  • bei gleichzeitige Einnahme von anderen Medikamenten, insbesondere Mitteln, die gefäßverengend wirkende Substanzen enthalten (siehe ?Bei Einnahme von GUTRON 1 %- Tropfen mit anderen Arzneimitteln?)
  • falls eine Schwangerschaft besteht oder gestillt wird

In allen obig genannten Fällen muß der Arzt informiert werden!

Während der Behandlung muss der Blutdruck im Liegen, Sitzen und Stehen regelmäßig überwacht werden. Das Potential für einen Bluthochdruck im Liegen oder Sitzen muss bei Behandlungsbeginn überprüft werden.

Bei Auftreten von Symptomen, die auf einen Bluthochdruck (u.a. Spüren des Herzschlages, Kopfschmerzen, Sehstörungen) oder langsamen Herzschlag (z.B. verlangsamter Puls, vermehrter Schwindel, Bewusstseinsverlust) hindeuten, ist die Behandlung sofort abzubrechen und der Arzt zu kontaktieren.

Die Weiterbehandlung mit Gutron wird nur empfohlen, wenn die Anfangsbehandlung gewirkt hat. Bei stark schwankendem Blutdruck sollte Gutron abgesetzt werden.

Bei Einnahme von GUTRON 1 %-Tropfen mit anderen Arzneimitteln

Wechselwirkungen können auftreten mit Mitteln die gefäßverengend wirkende Substanzen enthalten (z.B. Reserpin, Guanethidin, Mittel gegen Depressionen, Allergien, Schilddrüsenhormone), anderen Herz-Kreislaufmitteln (a-Blocker, b-Blocker, Digitalis), Atropin-hältigen Mitteln sowie Cortisonpräparaten (Tabletten, Injektionen).


Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei Einnahme von GUTRON 1 %-Tropfen zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Siehe Abschnitt ?Wie sind GUTRON 1 %-Tropfen einzunehmen??


Schwangerschaft und Stillzeit

Da keine klinischen Untersuchungen vorliegen, dürfen GUTRON -Tropfen während der Schwangerschaft und Stillperiode nicht eingenommen werden.


Wenn während der Behandlung eine Schwangerschaft eintritt, ist der Arzt zu informieren.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen


Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Über den Einfluß von Midodrin auf die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit liegen keine Studien vor. Beim Lenken eines Kraftfahrzeuges oder Bedienen von Maschinen ist zu berücksichtigen, daß es gelegentlich zu Unruhe, Erregbarkeit und Reizbarkeit kommen kann.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von GUTRON 1 %-Tropfen

Dieses Arzneimittel enthält ca. 15 Vol% Ethanol (Alkohol), d.h. bis zu 120 mg pro Dosis, entsprechend 3 ml Bier, 1,25 ml Wein pro Dosis. Gesundheitliches Risiko für Patienten, die


unter Alkoholismus leiden. Ist bei Schwangeren bzw. Stillenden sowie bei Kindern und Patienten mit erhöhtem Risiko auf Grund einer Lebererkrankung oder Epilepsie zu berücksichtigen.

KLGU 12.09.2011 Seite 2 von 5 Nycomed Austria
GUTRON 1% - Tropfen GI


Wie wird Gutron 1 % - Tropfen angewendet?

Nehmen Sie GUTRON 1 %-Tropfen immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

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Welche Nebenwirkungen hat Gutron 1 % - Tropfen?

Wie alle Arzneimittel können GUTRON 1 %-Tropfen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen sind bekannt:

Sehr häufig(betrifft mehr als 1 Anwender von 10)

Gänsehaut, erschwerte Blasenentleerung.

Häufig(betrifft 1 bis 10 Anwender von 100)

Im Liegen auftretender Bluthochdruck (höher oder gleich 1810 mmHg ? bei einer Dosierung von mehr als 30 mg pro Tag), Übelkeit und Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Entzündung der Mundschleimhaut, Empfindungsstörungen (Kribbeln, Ameisenlaufen), Juckreiz (hauptsächlich im Kopfbereich), Kältegefühl, Erröten, Hautausschlag, Harnverhalten.

Gelegentlich(betrifft 1 bis 10 Anwender von 1.000)

Schlafstörungen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Unruhe, Erregbarkeit und Reizbarkeit, verlangsamter Puls, Herzklopfen, im Liegen auftretender Bluthochdruck (höher oder gleich 1810 mmHg ? bei einer Dosierung von bis zu 7,5 mg pro Tag), Störungen beim Harnlassen, Harndrang.

Selten(betrifft 1 bis 10 Anwender von 10.000)

Beschleunigter Puls, andere Herzrhythmusstörungen, abnorme Leberfunktionswerte, Erhöhung der Leberenzyme

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie ist Gutron 1 % - Tropfen aufzubewahren?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Nicht über 25ºC lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Außenverpackung und auf dem Fläschchen angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Weitere Informationen zu Gutron 1 % - Tropfen


Was GUTRON 1 %-Tropfen enthalten


  • Der Wirkstoff ist: Midodrin-hydrochlorid. 1 ml (= 30 Tropfen) enthält 10,0 mg Midodrin- hydrochlorid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Ethylalkohol (ca. 120 mg pro ml), Natrium-Cyclamat, verdünnte Salzsäure zur Einstellung des pH-Wertes, gereinigtes Wasser.
Wie GUTRON 1 %-Tropfen aussehen und Inhalt der Packung

Klare, farblose Lösung Packungsgrößen: 10, 20, 30 ml


Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

KLGU 12.09.2011 Seite 4 von 5 Nycomed Austria
GUTRON 1% - Tropfen GI
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Nycomed Austria GmbH, St.-Peter-Straße 25, 4020 Linz


Z.Nr.: 15.448


Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im November 2011


KLGU 12.09.2011 Seite 5 von 5 Nycomed Austria


Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Markus Falkenstätter, BSc

Student der Pharmazie

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Lektor

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Pharmazeutin

Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.


Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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