Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Eptifibatid Altamedics ist ein Thrombozytenaggregationshemmer. Das heißt, es hilft, die Bildung von Blutgerinnseln zu vermeiden. Es wird bei Erwachsenen angewendet, deren Herzmuskel nicht genügend Sauerstoff und Nährstoffe erhält (Manifestation einer schweren Koronarinsuffizienz).
- Wirkstoff(e)
- Eptifibatid
- Zulassungsinhaber
- ALTAMEDICS GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- B01AC16
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Eptifibatid Altamedics 0,75 mg/ml, Infusionslösung angewendet?
Eptifibatid Altamedics ist ein Thrombozytenaggregationshemmer. Das heißt, es hilft, die Bildung von Blutgerinnseln zu vermeiden.
Es wird bei Erwachsenen angewendet, deren Herzmuskel nicht genügend Sauerstoff und Nährstoffe erhält (Manifestation einer schweren Koronarinsuffizienz). Sie haben dann spontane und erst seit kurzem bestehende Brustschmerzen mit elektrokardiographischen Unregelmäßigkeiten oder biologischen Veränderungen. In der Regel wird es zusammen mit Aspirin und unfraktioniertem Heparin angewendet.
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Was ist vor der Einnahme von Eptifibatid Altamedics 0,75 mg/ml, Infusionslösung zu beachten?
Eptifibatid Altamedics darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Eptifibatid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie kürzlich Blutungen des Magens, des Darms, der Blase oder anderer Organe gehabt haben, z.B. falls Sie anormales Blut in Ihrem Stuhl oder Urin (ausgenommen Menstruationsblutungen) in den letzten 30 Tagen festgestellt haben.
- wenn Sie einen Schlaganfall innerhalb der letzten 30 Tage oder irgendeinen hämorrhagischen Schlaganfall gehabt haben (stellen Sie auch sicher, dass Ihr Arzt informiert ist, falls Sie jemals einen Schlaganfall hatten).
- falls Sie einen Gehirntumor oder eine Erkrankung gehabt haben, die die Blutgefäße des Gehirns betrifft.
- wenn Sie in den letzten 6 Wochen eine größere Operation oder eine schwere Verletzung gehabt haben.
- wenn Sie Blutungsprobleme haben oder gehabt haben.
- wenn Sie Schwierigkeiten mit der Blutgerinnung oder eine niedrige Blutplättchenzahl haben oder gehabt haben.
- wenn Sie einen stark erhöhten Blutdruck (Hypertonie) haben oder gehabt haben.
- wenn Sie schwere Nieren- oder Leberprobleme haben oder gehabt haben.
- wenn Sie mit einem anderen Arzneimittel desselben Typs wie Eptifibatid Altamedics behandelt worden sind.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, falls einer dieser Umstände für Sie zutrifft bzw. zugetroffen hat. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Krankenhausapotheker oder das medizinische Fachpersonal.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Eptifibatid Altamedics ist erforderlich
- Eptifibatid Altamedics wird nur zur Anwendung bei erwachsenen Patienten empfohlen, die in der kardiologischen Abteilung einer Klinik untergebracht sind.
- Vor und während der Behandlung mit Eptifibatid Altamedics werden zu Ihrer Sicherheit Ihre Blutproben untersucht, um die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von unerwarteten Blutungen herabzusetzen.
- Während der Anwendung von Eptifibatid Altamedics werden Sie sorgfältig auf Anzeichen von ungewöhnlichen oder unerwarteten Blutungen untersucht.
Kinder und Jugendliche
Nicht anwenden bei Kindern oder Jugendlichen im Alter von unter 18 Jahren.
Anwendung von Eptifibatid Altamedics zusammen mit anderen Arzneimitteln
Um die Möglichkeit von Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln zu vermeiden, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Krankenhausapotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Insbesondere:
-
Blutverdünner (orale Antikoagulantien) oder
Arzneimittel, die Blutgerinnsel verhindern, einschließlich Warfarin, Dipyridamol, Ticlopidin, Aspirin (außer der Dosierung, die Sie möglicherweise als Teil der Eptifibatid Altamedics-Behandlung erhalten).
Schwangerschaft und Stillzeit
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden.
Die Anwendung von Eptifibatid Altamedics während der Schwangerschaft wird normalerweise nicht empfohlen.
Ihr Arzt wird den Nutzen einer Anwendung von Eptifibatid Altamedics gegen das Risiko für Ihr Kind für Sie abwägen, wenn Sie schwanger sind.
Falls Sie stillen, sollte das Stillen während der Behandlungsphase unterbrochen werden.
Wie wird Eptifibatid Altamedics 0,75 mg/ml, Infusionslösung angewendet?
Dieses Arzneimittel ist nur für den Krankenhausgebrauch bestimmt. Es muss von erfahrenem medizinischem Personal verabreicht werden.
Eptifibatid Altamedics wird durch direkte Injektion in die Vene verabreicht, gefolgt von einer Infusion (Tropflösung). Die verabreichte Dosis berechnet sich nach Ihrem Körpergewicht (KG). Die empfohlene Dosis beträgt 180 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht, die als schnelle intravenöse Injektion (Bolus) verabreicht wird. Anschließend folgt eine Infusion (Tropflösung) von 2,0 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Minute für eine Dauer von bis zu 72 Stunden. Wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden, kann die Infusionsrate auf 1,0 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Minute verringert werden.
Falls eine perkutane koronare Intervention (PCI) während der Eptifibatid Altamedics-Therapie durchgeführt wird, kann die intravenöse Infusion bis zu 96 Stunden fortgesetzt werden.
Es müssen Ihnen auch Acetylsalicylsäure (Aspirin)- und Heparin-Dosen verabreicht werden (soweit sie in Ihrem Fall nicht kontraindiziert sind).
Falls Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Krankenhausapotheker oder das medizinische Fachpersonal.
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Welche Nebenwirkungen hat Eptifibatid Altamedics 0,75 mg/ml, Infusionslösung?
Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Benutzern betreffen)
- Schwache oder starke Blutungen (z.B. Blut im Urin, Blut im Stuhl, Blut im Erbrochenen oder Blutungen während chirurgischer Eingriffe).
- Anämie (erniedrigte Anzahl roter Blutkörperchen).
Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Benutzern betreffen)
Entzündung einer Vene.
Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Benutzern betreffen)
- Verminderung der Zahl an Blutplättchen (Blutzellen, die für die Blutgerinnung wichtig sind).
- Verminderung des Blutzuflusses zum Gehirn.
Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Benutzern betreffen)
- Ernsthafte Blutungen (z.B. Blutungen im Bauchraum, im Gehirn und in der Lunge)
- Tödliche Blutungen.
Schwerwiegende Verminderung der Zahl der Blutplättchen (Blutzellen, die für die Blutgerinnung wichtig sind).
- Hautausschlag (wie z.B. Quaddeln).
- Plötzliche, schwerwiegende allergische Reaktion.
Falls Sie irgendwelche Anzeichen von Blutungen feststellen, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihren Krankenhausapotheker oder das medizinische Fachpersonal. In sehr seltenen Fällen nahmen die Blutungen einen schweren oder sogar tödlichen Verlauf. Sicherheitsmaßnahmen, um dies zu verhindern, beinhalten Bluttests und sorgfältige Überwachung durch das Pflegepersonal, das sich um Sie kümmert.
Falls Sie schwere allergische Reaktionen oder Hautquaddeln bekommen, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihren Krankenhausapotheker oder das medizinische Fachpersonal.
Andere Nebenwirkungen, die möglicherweise bei einer erforderlichen Behandlung auftreten, können auch solche sein, die mit Ihrem Krankheitszustand zusammenhängen, wie z. B. schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, niedriger Blutdruck, Schock oder Herzstillstand.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Eptifibatid Altamedics 0,75 mg/ml, Infusionslösung aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Verpackung und der Durchstechflasche angegebenen Verfalldatum (Verwendbar bis bzw. verw. bis) nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Im Kühlschrank lagern (2ºC – 8ºC).
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Während der Verabreichung muss die Eptifibatid Altamedics-Lösung jedoch nicht vor Licht geschützt werden.
Vor der Verwendung sollte der Inhalt der Durchstechflasche überprüft werden.
Sie dürfen Eptifibatid Altamedics nicht verwenden, wenn festgestellt wird, dass Teilchen oder eine Verfärbung vorliegen.
Nach Anbruch sollte nicht verwendetes Arzneimittel entsorgt werden.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Weitere Informationen zu Eptifibatid Altamedics 0,75 mg/ml, Infusionslösung
Was Eptifibatid Altamedics enthält
- Der Wirkstoff ist Eptifibatid. Jeder ml der Infusionslösung enthält 0,75 mg Eptifibatid. Eine Durchstechflasche mit 100 ml Infusionslösung enthält 75 mg Eptifibatid.
- Die sonstigen Bestandteile sind Citronensäure-Monohydrat, Natriumhydroxid, Wasser für Injektionszwecke.
Wie Eptifibatid Altamedics aussieht und Inhalt der Packung
Eptifibatid Altamedics Infusionslösung: 100 ml Durchstechflasche, Packung mit einer Durchstechflasche.
Die klare, farblose oder fast farblose Lösung ist in einer 100 ml Glas-Durchstechflasche enthalten, verschlossen mit einem chloriertem Butylstopfen und einer gebördelten Aluminium-Kunststoff Flip-Off- Versieglung.
Pharmazeutischer Unternehmer:
ALTAMEDICS GmbH Josef-Lammerting-Allee 16 50933 Köln
Deutschland
Telefon: 0221 277 299 100 Telefax: 0221 277 299 110 E-Mail: info@altamedics.de
Hersteller:
QUERCUS LABO BV
Wijmenstraat 21P
9030 MARIAKERKE, GENT
Belgien
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen
| Dänemark: | Eptifibatid Ctruz 0,75 mg/ml, infusionsvæske, opløsning |
| Deutschland: | Eptifibatid Altamedics 0,75 mg/ml, Infusionslösung |
| Finnland: | Eptifibatide Ctruz 0,75 mg/ml, infuusioneste, liuos |
| Irland: | Eptifibatide Jed 0.75 mg/ml, solution for infusion |
| Italien: | Eptifibatide Alida |
| Niederlande: | Eptifibatide AFTPharm 0,75 mg/ml, oplossing voor infusie |
| Norwegen: | Eptifibatide Ctruz |
| Schweden: | Eptifibatide Ctruz 0,75 mg/ml, infusionsvätska, lösning |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt berarbeitet im Dezember 2025.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


