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Medikamente

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla 200 mg/245 mg Filmtabletten

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla 200 mg/245 mg Filmtabletten
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla 200 mg/245 mg Filmtabletten Anwendungsgebiete Behandlung einer HIV-1-Infektion: Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla wird in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln zur Behandlung HIV-1-infizierter Erwachsener angewendet (siehe Abschnitt 5.1).

Wirkstoff(e)
Emtricitabin, Tenofovirdisoproxil
Zulassungsinhaber
Cipla Europe Rechtsform: NV
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
J05AR03

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla 200 mg/245 mg Filmtabletten angewendet?

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla 200 mg/245 mg Filmtabletten

Anwendungsgebiete

Behandlung einer HIV-1-Infektion:

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla wird in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln zur Behandlung HIV-1-infizierter Erwachsener angewendet (siehe Abschnitt 5.1).

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla wird außerdem zur Behandlung HIV-1-infizierter Jugendlicher angewendet, bei denen der Einsatz von First-Line-Arzneimitteln aufgrund einer Resistenz gegenüber NRTI oder aufgrund von Unverträglichkeiten ausgeschlossen ist (siehe Abschnitte 4.2, 4.4 und 5.1).

Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP):

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla wird in Kombination mit Safer-Sex-Praktiken für die Prä- Expositions-Prophylaxe zur Reduktion des Risikos einer sexuell erworbenen HIV-1-Infektion bei Erwachsenen und Jugendlichen mit hohem HIV-Risiko angewendet (siehe Abschnitte 4.2, 4.4 und 5.1).

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Was ist vor der Einnahme von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla 200 mg/245 mg Filmtabletten zu beachten?

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Anwendung zur Prä-Expositions-Prophylaxe bei Personen mit unbekanntem oder positivem HIV-1- Status.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Patienten mit HIV-1-Mutationen

Die Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten sollten bei antiretroviral vorbehandelten Patienten mit HIV-1-Infektion und nachgewiesener K65R-Mutation vermieden werden (siehe Abschnitt 5.1).

Gesamtstrategie zur Prävention einer HIV-1-Infektion

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten sind bei der Prävention einer HIV-1-Infektion nicht immer wirksam. Der Zeitraum bis zum Eintreten des Schutzes nach Beginn der Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten ist unbekannt.

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten sollten zur Prä-Expositions-Prophylaxe nur als Teil einer Gesamtstrategie zur Prävention einer HIV-1-Infektion im Rahmen weiterer HIV-1- Präventionsmaßnahmen angewendet werden (z. B. die regelmäßige und korrekte Verwendung eines Kondoms, Kenntnis des HIV-1-Status, regelmäßige Untersuchung auf andere sexuell übertragbare Infektionen).

Risiko einer Resistenz bei unerkannter HIV-1-Infektion

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten sollten zur Reduktion des Risikos einer HIV-1- Ansteckung nur bei nachweislich HIV-negativen Personen angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3). Während der Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten zur Prä-Expositions- Prophylaxe sollte der HIV-negative Befund in regelmäßigen Abständen (z. B. mindestens alle 3 Monate) mit Hilfe eines Antigen-/Antikörper-Tests bestätigt werden.

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten allein stellen kein vollständiges HIV-1- Behandlungsschema dar. Bei Personen mit unentdeckter HIV-1-Infektion, die nur Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten einnahmen, ist es zu HIV-1-Resistenzmutationen gekommen.

Falls klinische Symptome im Sinne einer akuten Virusinfektion auftreten und eine kürzliche (< 1 Monat) Exposition gegenüber HIV-1 vermutet wird, sollte die Anwendung von

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten um mindestens einen Monat verschoben und der negative HIV-1-Status erneut bestätigt werden, bevor eine Prä-Expositions-Prophylaxe mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten begonnen wird.

Bedeutung der Adhärenz

Die Wirksamkeit von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten bezüglich der Reduktion des Risikos einer Ansteckung mit HIV-1 ist stark von der Adhärenz abhängig, wie anhand der messbaren Wirkstoffkonzentrationen im Blut gezeigt (siehe Abschnitt 5.1). Personen ohne HIV-1-Infektion sollten in regelmäßigen Abständen dahingehend beraten werden, dass das empfohlene tägliche Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten-Dosierungsschema strikt einzuhalten ist.

Patienten mit Hepatitis-B- oder -C-Virusinfektion

HIV-1-infizierte Patienten mit chronischer Hepatitis B oder C, die eine antiretrovirale Therapie erhalten, weisen ein erhöhtes Risiko für das Auftreten schwerwiegender, möglicherweise letal verlaufender hepatischer Nebenwirkungen auf. Ärzte sollten die aktuellen HIV-Behandlungsleitlinien für das Management von HIV-1-Infektionen bei Patienten, die gleichzeitig mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) oder Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert sind, beachten.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten zur Prä-Expositions- Prophylaxe bei Patienten mit HBV- oder HCV-Infektion sind nicht erwiesen.

Bitte beachten Sie bei gleichzeitiger antiviraler Therapie zur Behandlung einer Hepatitis B oder C auch die jeweilige Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) der angewendeten Arzneimittel. Siehe auch unter Anwendung mit Ledipasvir und Sofosbuvir bzw. Sofosbuvir und Velpatasvir weiter unten.

Tenofovirdisoproxil ist für die Behandlung von HBV indiziert und Emtricitabin hat in pharmakodynamischen Studien eine Aktivität gegen HBV gezeigt, aber die Sicherheit und Wirksamkeit von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten bei Patienten mit einer chronischen HBV-Infektion sind nicht speziell erwiesen worden.

Das Absetzen der Therapie mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten bei Patienten mit HBV- Infektion kann mit schweren akuten Exazerbationen der Hepatitis einhergehen. Patienten mit HBV- Infektion, die Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten absetzen, sollten auch nach Beendigung der Behandlung mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten noch mehrere Monate lang sorgfältig klinisch und durch Labortests überwacht werden. Unter Umständen kann die Wiederaufnahme einer Hepatitis-B-Therapie angezeigt sein. Bei Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung oder Zirrhose wird eine Beendigung der Behandlung nicht empfohlen, da eine Exazerbation nach Behandlungsende zur hepatischen Dekompensation führen kann.

Lebererkrankung

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten wurden bei Patienten mit vorbestehenden signifikanten Leberfunktionsstörungen nicht bestimmt. Die Pharmakokinetik von Tenofovir wurde bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen untersucht. Es ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die Pharmakokinetik von Emtricitabin wurde bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen nicht untersucht. Aufgrund der minimalen Metabolisierung durch die Leber und des renalen Eliminationsweges von Emtricitabin ist es unwahrscheinlich, dass bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen eine Anpassung der Dosierung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten erforderlich ist (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Bei HIV-1-infizierten Patienten mit vorbestehender Leberfunktionsstörung, einschließlich einer chronischen aktiven Hepatitis, kommt es unter einer antiretroviralen Kombinationstherapie (ART) häufiger zu Veränderungen der Leberfunktion. Diese Patienten müssen gemäß der üblichen Praxis überwacht werden. Zeigen diese Patienten Anzeichen einer Verschlimmerung der Lebererkrankung, muss eine Therapieunterbrechung oder ein Therapieabbruch erwogen werden.

Auswirkungen auf die Nieren und Knochen bei Erwachsenen

Auswirkungen auf die Nieren

Emtricitabin und Tenofovir werden hauptsächlich über die Nieren durch eine Kombination aus glomerulärer Filtration und aktiver tubulärer Sekretion ausgeschieden. Nierenversagen, Nierenfunktionsstörungen, erhöhtes Kreatinin, Hypophosphatämie und proximale Tubulopathie (einschließlich Fanconi-Syndrom) wurden im Zusammenhang mit der Anwendung von Tenofovirdisoproxil berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Überwachung der Nierenfunktion

Es wird empfohlen, vor Beginn der Therapie einer HIV-1-Infektion oder einer Prä-Expositions- Prophylaxe mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten bei allen Personen die Kreatinin-Clearance zu berechnen.

Bei Personen ohne Risikofaktoren für eine Nierenfunktionsstörung wird empfohlen, die Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance und Serumphosphat) nach 2 bis 4 Behandlungswochen, nach 3 Behandlungsmonaten und danach alle 3 bis 6 Monate zu überwachen.

Bei Personen mit einem Risiko für eine Nierenfunktionsstörung ist eine häufigere Überwachung der Nierenfunktion erforderlich.

Siehe auch unter Gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln weiter unten.

Kontrolle der Nierenfunktion bei HIV-1-infizierten Patienten

Bei allen Patienten mit einem Serumphosphatspiegel < 1,5 mg/dl (0,48 mmol/l) oder mit einer auf < 50 ml/min erniedrigten Kreatinin-Clearance, die Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten erhalten, sollte die Nierenfunktion innerhalb einer Woche erneut kontrolliert werden. Dabei sollte

auch eine Bestimmung des Blutzuckers, der Kaliumkonzentration im Blut sowie der Glukosekonzentration im Urin erfolgen (siehe „Proximale Tubulopathie“ in Abschnitt 4.8). Bei Patienten, bei denen die Kreatinin-Clearance auf < 50 ml/min oder der Serumphosphatspiegel auf < 1,0 mg/dl (0,32 mmol/l) gesunken ist, sollte eine Unterbrechung der Therapie mit

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten erwogen werden. Für den Fall, dass die Verschlechterung der Nierenfunktion fortschreitet, ohne dass ein anderer erkennbarer Grund vorliegt, sollte ebenfalls eine Unterbrechung der Therapie mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten erwogen werden.

Das renale Sicherheitsprofil von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten wurde nur in sehr begrenztem Umfang bei HIV-1-infizierten Patienten mit Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin- Clearance < 80 ml/min) untersucht. Es wird empfohlen, das Dosierungsintervall bei HIV-1-infizierten Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 49 ml/min anzupassen (siehe Abschnitt 4.2). Begrenzte Daten aus klinischen Studien legen nahe, dass die verlängerten Dosierungsintervalle möglicherweise nicht optimal sind und zu einer erhöhten Toxizität und ungenügender Wirksamkeit führen könnten. Darüber hinaus zeigte sich in einer kleinen klinischen Studie bei einer Untergruppe von Patienten mit Kreatinin-Clearance-Werten zwischen 50 und 60 ml/min, die alle 24 Stunden Tenofovirdisoproxil in Kombination mit Emtricitabin erhielten, dass die Exposition gegenüber Tenofovir 2-4 Mal höher war und dass sich die Nierenfunktion verschlechterte (siehe Abschnitt 5.2). Deshalb ist es nötig, eine sorgfältige Nutzen-Risikobewertung durchzuführen und die Nierenfunktion engmaschig zu überwachen, wenn Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten bei Patienten mit Kreatinin-Clearance-Werten < 60 ml/min angewendet werden. Außerdem sollte bei Patienten, die Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten in verlängerten Dosierungsintervallen erhalten, das klinische Ansprechen auf die Behandlung engmaschig überwacht werden.

Die Einnahme von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten werden bei Patienten mit einer schweren Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) und bei dialysepflichtigen Patienten nicht empfohlen, weil die erforderliche Dosisreduktion mit der Kombinationstablette nicht erreicht werden kann (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Kontrolle der Nierenfunktion bei der Prä-Expositions-Prophylaxe

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten wurden bei Personen ohne HIV-1-Infektion mit einer Kreatinin-Clearance < 60 ml/min nicht untersucht und werden daher in dieser Population nicht empfohlen. Bei allen Personen mit einem Serumphosphatspiegel < 1,5 mg/dl (0,48 mmol/l) oder mit einer auf < 60 ml/min erniedrigten Kreatinin-Clearance, die Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten zur Prä-Expositions-Prophylaxe erhalten, sollte die Nierenfunktion innerhalb einer Woche erneut kontrolliert werden. Dabei sollte auch eine Bestimmung des Blutzuckers, der Kaliumkonzentration im Blut sowie der Glukosekonzentration im Urin erfolgen (siehe „Proximale Tubulopathie“ in Abschnitt 4.8). Bei Personen, bei denen die Kreatinin-Clearance auf < 60 ml/min oder der Serumphosphatspiegel auf < 1,0 mg/dl (0,32 mmol/l) gesunken ist, sollte eine Unterbrechung der Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten erwogen werden. Für den Fall, dass die Verschlechterung der Nierenfunktion fortschreitet, ohne dass ein anderer erkennbarer Grund vorliegt, sollte ebenfalls eine Unterbrechung der Therapie mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten erwogen werden.

Wirkung auf die Knochen

Knochenanomalien, wie z. B. eine Osteomalazie, die sich als persistierende oder verschlechternde Knochenschmerzen manifestieren und in seltenen Fällen zu Frakturen beitragen können, sind möglicherweise mit einer durch Tenofovirdisoproxil induzierten proximalen renalen Tubulopathie assoziiert (siehe Abschnitt 4.8).

Bei vermuteten oder nachgewiesenen Knochenanomalien sollte eine entsprechende medizinische Beratung eingeholt werden.

Behandlung der HIV-1-Infektion

In randomisierten kontrollierten klinischen Studien mit einer Dauer von bis zu 144 Wochen wurde bei HIV- oder HBV-infizierten Patienten im Zusammenhang mit Tenofovirdisoproxil ein Absinken der Knochenmineraldichte (BMD, bone mineral density) beobachtet. Diese Abnahmen der BMD besserten sich im Allgemeinen nach Absetzen der Behandlung.

In anderen (prospektiven und Querschnitts-)Studien wurde das größte Absinken der BMD bei Patienten beobachtet, die Tenofovirdisoproxil im Rahmen eines Behandlungsschemas erhielten, das einen geboosterten Proteasehemmer beinhaltete. Angesichts der mit Tenofovirdisoproxil assoziierten Knochenanomalien und der begrenzten Langzeitdaten über die Auswirkungen von Tenofovirdisoproxil auf die Knochengesundheit und das Frakturrisiko, sollten bei Patienten mit Osteoporose oder mit Knochenfrakturen in der Anamnese alternative Behandlungen in Erwägung gezogen werden.

Prä-Expositions-Prophylaxe

In klinischen Studien mit Personen ohne HIV-1-Infektion wurde eine leichte Verringerung der BMD beobachtet. In einer Studie mit 498 Männern zeigte sich bei Männern, die eine tägliche Prophylaxe mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten erhielten (n = 247), im Zeitraum zwischen Studienbeginn und Woche 24 eine mittlere Veränderung der BMD von – 0,4 % bis – 1,0 % in Hüfte, Wirbelsäule, Oberschenkelhals und Trochanter im Vergleich zum Placebo (n = 251).

Auswirkungen auf die Nieren und Knochen bei Kindern und Jugendlichen

Langzeiteffekte von Tenofovirdisoproxil auf die Nieren und Knochen während der Behandlung der HIV-1-Infektion bei Kindern und Jugendlichen, sowie bei der Anwendung zur Prä-Expositions- Prophylaxe bei Jugendlichen ohne Infektion, sind bislang unzureichend geklärt (siehe Abschnitt 5.1). Darüber hinaus ist die Nierentoxizität nach Absetzen von Tenofovirdisoproxil für die Behandlung von HIV-1 oder nach Absetzen von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten für die Prä-Expositions- Prophylaxe nicht mit völliger Sicherheit reversibel.

Ein multidisziplinärer Ansatz wird empfohlen, um in jedem Einzelfall Nutzen und Risiko der Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten für die Behandlung einer HIV-1- Infektion oder zur Prä-Expositions-Prophylaxe gegeneinander abzuwägen, eine geeignete Überwachung während der Behandlung zu bestimmen (einschließlich der Entscheidung zum Absetzen der Behandlung) und die Notwendigkeit einer Supplementierung zu prüfen.

Bei der Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten für die Prä-Expositions- Prophylaxe sollten Personen bei jedem Besuch erneut dahingehend beurteilt werden, ob für sie weiterhin ein hohes Risiko einer HIV-1-Infektion besteht. Das Risiko einer HIV-1-Infektion ist gegenüber den möglichen Auswirkungen auf Nieren und Knochen bei der langfristigen Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten abzuwägen.

Auswirkungen auf die Nieren

In der klinischen Studie GS-US-104-0352 wurde bei HIV-1-infizierten pädiatrischen Patienten im Alter von 2 bis < 12 Jahren über renale Nebenwirkungen berichtet, die mit einer proximalen renalen Tubulopathie zu vereinbaren waren (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1).

Überwachung der Nierenfunktion

Wie bei Erwachsenen sollte die Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance und Serumphosphat- Konzentration) vor Einleitung der Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten zur Behandlung von HIV-1 oder zur Prä-Expositions-Prophylaxe bestimmt und während der Anwendung überwacht werden (siehe oben).

Kontrolle der Nierenfunktion

Bei allen mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten behandelten pädiatrischen Patienten mit einem bestätigten Serumphosphatspiegel von < 3,0 mg/dl (0,96 mmol/l) sollte die Nierenfunktion innerhalb einer Woche erneut kontrolliert werden.

Dabei sollte auch eine Bestimmung des Blutzuckers, der Kaliumkonzentration im Blut sowie der Glukosekonzentration im Urin erfolgen (siehe Abschnitt 4.8 Proximale Tubulopathie). Bei vermuteten oder nachgewiesenen Nierenanomalien sollte der Rat eines Nephrologen eingeholt werden, um über eine Unterbrechung der Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten zu entscheiden. Für den Fall, dass die Nierenfunktion kontinuierlich abnimmt, ohne dass ein anderer erkennbarer Grund vorliegt, sollte ebenfalls eine Unterbrechung der Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten erwogen werden.

Gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln und Risiko der Nierentoxizität

Es gelten dieselben Empfehlungen wie für Erwachsene (siehe Gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln weiter unten).

Nierenfunktionsstörung

Die Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten bei Personen im Alter von unter 18 Jahren mit einer Nierenfunktionsstörung wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2). Eine Behandlung mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten sollte bei pädiatrischen Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung nicht begonnen werden und bei pädiatrischen Patienten, die während der Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten eine Nierenfunktionsstörung entwickeln, abgebrochen werden.

Auswirkungen auf die Knochen

Die Einnahme von Tenofovirdisoproxil kann eine Verminderung der BMD verursachen. Die Auswirkungen dieser Änderungen der BMD in Verbindung mit Tenofovirdisoproxil auf die langfristige Gesundheit der Knochen und das zukünftige Fraktur-Risiko sind nicht geklärt (siehe Abschnitt 5.1).

Werden bei pädiatrischen Patienten während der Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten Knochenanomalien nachgewiesen oder vermutet, sollte der Rat eines Endokrinologen und/oder Nephrologen eingeholt werden.

Gewicht und metabolische Parameter

Während einer antiretroviralen Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutlipid- und der Blutglukosewerte auftreten. Diese Veränderungen können teilweise mit dem verbesserten Gesundheitszustand und dem Lebensstil zusammenhängen. In einigen Fällen ist ein Einfluss der Behandlung auf die Blutlipidwerte erwiesen, während es für die Gewichtszunahme keinen klaren Nachweis eines Zusammenhangs mit einer bestimmten Behandlung gibt. Für die Überwachung der Blutlipid- und der Blutglukosewerte wird auf die anerkannten HIV-Therapieleitlinien verwiesen. Die Behandlung von Lipidstörungen sollte nach klinischem Ermessen erfolgen.

Mitochondriale Dysfunktion nach Exposition in utero

Nukleos(t)id-Analoga können die mitochondriale Funktion in unterschiedlichem Ausmaß beeinträchtigen. Dies ist unter Stavudin, Didanosin und Zidovudin am stärksten ausgeprägt. Es liegen Berichte über mitochondriale Funktionsstörungen bei HIV-negativen Kleinkindern vor, die in utero und/oder postnatal gegenüber Nukleosid-Analoga exponiert waren. Diese Berichte betrafen überwiegend Behandlungen mit Zidovudin-haltigen Therapien. Die hauptsächlich berichteten Nebenwirkungen waren hämatologische Störungen (Anämie, Neutropenie) und Stoffwechselstörungen (Hyperlaktatämie, erhöhte Serum-Lipase-Werte). Diese Ereignisse waren meistens vorübergehend. Selten wurde über spät auftretende neurologische Störungen (Hypertonus, Konvulsionen, Verhaltensänderungen) berichtet.

Ob solche neurologischen Störungen vorübergehend oder bleibend sind, ist derzeit nicht bekannt. Diese Erkenntnisse sollten bei jedem Kind, das in utero gegenüber Nukleos(t)id-Analoga exponiert war und schwere klinische, insbesondere neurologische Befunde unbekannter Ätiologie aufweist, berücksichtigt werden. Diese Erkenntnisse haben keinen Einfluss auf die derzeitigen nationalen Empfehlungen zur Anwendung der antiretroviralen Therapie bei schwangeren Frauen zur Prävention einer vertikalen HIV-Transmission.

Immun-Reaktivierungs-Syndrom

Bei HIV-infizierten Patienten mit schwerem Immundefekt kann sich zum Zeitpunkt der Einleitung einer ART eine entzündliche Reaktion auf asymptomatische oder residuale opportunistische Infektionen entwickeln, die zu schweren klinischen Verläufen oder Verschlechterung von Symptomen führt. Typischerweise wurden solche Reaktionen innerhalb der ersten Wochen oder Monate nach Beginn der ART beobachtet. Entsprechende Beispiele sind CMV-Retinitis, disseminierte und/oder lokalisierte mykobakterielle Infektionen und Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie. Jedes Entzündungssymptom ist zu bewerten; falls notwendig ist eine Behandlung einzuleiten. Es liegen auch Berichte über Autoimmunerkrankungen (wie z. B. Morbus Basedow und Autoimmunhepatitis) vor, die im Rahmen einer Immun-Reaktivierung auftraten; allerdings ist der Zeitpunkt des Auftretens sehr variabel und diese Ereignisse können viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten.

Opportunistische Infektionen

HIV-1-infizierte Patienten, die Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten oder eine andere antiretrovirale Therapie erhalten, können weiterhin opportunistische Infektionen und sonstige Komplikationen einer HIV-Infektion entwickeln. Deshalb ist eine engmaschige klinische Überwachung durch Ärzte, die in der Behandlung von Patienten mit Begleiterkrankungen einer HIV- Infektion erfahren sind, weiterhin erforderlich.

Osteonekrose

Obwohl eine multifaktorielle Ätiologie angenommen wird (darunter Anwendung von Kortikosteroiden, Alkoholkonsum, schwere Immunsuppression, höherer Body-Mass-Index), wurden Fälle von Osteonekrose insbesondere bei Patienten mit fortgeschrittener HIV-Erkrankung und/oder Langzeitanwendung einer ART berichtet. Die Patienten sind darauf hinzuweisen, bei Auftreten von Gelenkbeschwerden und -schmerzen, Gelenksteife oder Schwierigkeiten bei Bewegungen den Arzt aufzusuchen.

Gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln

Bei gleichzeitiger oder vor kurzem erfolgter Behandlung mit einem nephrotoxischen Arzneimittel sollte die Einnahme von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten vermieden werden (siehe Abschnitt 4.5). Ist die gleichzeitige Einnahme mit nephrotoxischen Wirkstoffen unvermeidbar, sollte die Nierenfunktion wöchentlich kontrolliert werden.

Bei HIV-1-infizierten Patienten mit Risikofaktoren für eine Nierenfunktionsstörung wurden unter der Behandlung mit Tenofovirdisoproxil Fälle von akutem Nierenversagen nach Beginn der Anwendung von hochdosierten oder mehreren nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) berichtet. Falls Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten gleichzeitig mit einem NSAR angewendet werden, sollte die Nierenfunktion angemessen kontrolliert werden.

Bei HIV-1-infizierten Patienten, die Tenofovirdisoproxil in Kombination mit einem mit Ritonavir oder Cobicistat geboosterten Proteasehemmer erhielten, wurde ein höheres Risiko für eine Nierenfunktionsstörung berichtet. Bei diesen Patienten ist eine engmaschige Überwachung der Nierenfunktion erforderlich (siehe Abschnitt 4.5).

Bei HIV-1-infizierten Patienten mit Risikofaktoren für eine Nierenfunktionsstörung sollte die gleichzeitige Anwendung von Tenofovirdisoproxil mit einem geboosterten Proteasehemmer sorgfältig geprüft werden.

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten dürfen nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, die Emtricitabin, Tenofovirdisoproxil, Tenofoviralafenamid oder andere Cytidin- Analoga, wie z. B. Lamivudin, enthalten (siehe Abschnitt 4.5). Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten dürfen nicht gleichzeitig mit Adefovirdipivoxil angewendet werden.

Anwendung mit Ledipasvir und Sofosbuvir, Sofosbuvir und Velpatasvir bzw. Sofosbuvir, Velpatasvir und Voxilaprevir

Bei der gleichzeitigen Anwendung von Tenofovirdisoproxil mit Ledipasvir/Sofosbuvir, Sofosbuvir/Velpatasvir bzw. Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir erhöhten sich nachweislich die Plasmakonzentrationen von Tenofovir, vor allem bei einer gleichzeitigen HIV-Therapie, die Tenofovirdisoproxil und einen pharmakokinetischen Wirkungsverstärker (Ritonavir oder Cobicistat) enthielt.

In Verbindung mit Ledipasvir/Sofosbuvir, Sofosbuvir/Velpatasvir bzw. Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir und einem pharmakokinetischen Wirkungsverstärker wurde die Unbedenklichkeit von Tenofovirdisoproxil nicht bestätigt. Die möglichen Risiken und Vorteile einer gleichzeitigen Anwendung müssen abgewogen werden, vor allem bei Patienten mit erhöhtem Risiko für Nierenfunktionsstörungen. Patienten, die Ledipasvir/Sofosbuvir, Sofosbuvir/Velpatasvir bzw. Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir zusammen mit Tenofovirdisoproxil und einem geboosterten HIV-Proteaseinhibitor erhalten, müssen im Hinblick auf mit Tenofovirdisoproxil assoziierte Nebenwirkungen überwacht werden.

Gleichzeitige Anwendung von Tenofovirdisoproxil und Didanosin

Die gleichzeitige Anwendung von Tenofovirdisoproxil und Didanosin wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Dreifach-Nukleosid-Therapie

Im Rahmen einer Kombinationstherapie aus Tenofovirdisoproxil plus Lamivudin und Abacavir oder plus Lamivudin und Didanosin einmal täglich bei HIV-1-infizierten Patienten kam es zu einer hohen Rate von frühem virologischen Versagen und Resistenzentwicklung. Es gibt eine enge strukturelle Ähnlichkeit zwischen Lamivudin und Emtricitabin und Ähnlichkeiten in der Pharmakokinetik und Pharmakodynamik der beiden Substanzen. Daher können die gleichen Probleme auftreten, wenn Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten mit einem dritten Nukleosidanalogon angewendet werden.

Ältere Personen

Die Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten bei Personen im Alter von über 65 Jahren wurde nicht untersucht. Da Personen im Alter von über 65 Jahren häufiger eine eingeschränkte Nierenfunktion aufweisen, ist bei der Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten bei älteren Personen Vorsicht geboten.

Sonstige Bestandteile

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten enthalten Lactose-Monohydrat. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Umfassende Erfahrungen an schwangeren Frauen (über 1.000 Schwangerschaftsausgänge) deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität in Verbindung mit Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil hin. Tierexperimentelle Studien mit Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil ergaben keine Hinweise auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Falls notwendig kann daher eine Anwendung von Emtricitabin/ Tenofovirdisoproxil Tabletten während der Schwangerschaft in Betracht gezogen werden.

Stillzeit

Es wurde gezeigt, dass Emtricitabin und Tenofovir in die Muttermilch übergehen. Es gibt nur ungenügende Informationen darüber, ob Emtricitabin und Tenofovir Auswirkungen auf Neugeborene/Kinder haben. Daher sollten Emtricitabin/ Tenofovirdisoproxil Tabletten während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Um eine Übertragung von HIV auf das Kind zu vermeiden, wird empfohlen, dass HIV-positive Frauen nicht stillen.

Fertilität

Daten am Menschen zum Einfluss auf die Fertilität durch Emtricitabin/ Tenofovirdisoproxil Tabletten sind nicht verfügbar. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen von Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil in Bezug auf die Fertilität.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. Die Flasche fest verschlossen halten.

Nach dem ersten Öffnen von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla sollte die Flasche nicht über 30 °C gelagert werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Wie wird Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla 200 mg/245 mg Filmtabletten angewendet?

Dosierung und Art der Anwendung

Die Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla sollte nur durch einen Arzt eingeleitet werden, der in der Behandlung der HIV-Infektion erfahren ist.

Dosierung

Behandlung von HIV bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 35 kg: Eine Tablette einmal täglich.

Prävention von HIV bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 35 kg: Eine Tablette einmal täglich.

Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil stehen auch als Einzelpräparate für die Behandlung einer HIV-1- Infektion zur Verfügung, falls ein Absetzen oder eine Dosisanpassung für einen der Wirkstoffe von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla notwendig ist. Bitte beachten Sie in diesem Fall die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) zu diesen Arzneimitteln.

Falls die Einnahme von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla um bis zu 12 Stunden gegenüber der gewohnten Einnahmezeit versäumt wird, sollte die Einnahme von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla so bald wie möglich nachgeholt und das gewohnte Einnahmeschema fortgesetzt werden. Falls die Einnahme von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla um mehr als 12 Stunden versäumt wird und es fast Zeit für die nächste Dosis ist, sollte die versäumte Dosis nicht nachgeholt, sondern einfach das gewohnte Einnahmeschema fortgesetzt werden.

Falls es innerhalb von 1 Stunde nach der Einnahme von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla zu Erbrechen kommt, sollte eine weitere Tablette eingenommen werden. Falls es später als 1 Stunde nach der Einnahme von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla zu Erbrechen kommt, sollte keine zweite Dosis eingenommen werden.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Nierenfunktionsstörung

Emtricitabin und Tenofovir werden über die Niere eliminiert, und die Exposition gegenüber Emtricitabin und Tenofovir steigt bei Personen mit Nierenfunktionsstörungen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Erwachsene mit Nierenfunktionsstörung

Bei Personen mit einer Kreatinin-Clearance (CrCl) < 80 ml/min sollte Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla nur dann eingesetzt werden, wenn der mögliche Nutzen gegenüber dem möglichen Risiko überwiegt. Siehe Tabelle 1.

Tabelle 1: Dosierungsempfehlungen bei Erwachsenen mit Nierenfunktionsstörung

  Behandlung einer HIV-1-Infektion Prä-Expositions-Prophylaxe
Leichte Nierenfunktionsstörung Begrenzte Daten aus klinischen Begrenzte Daten aus klinischen
(CrCl 50-80 ml/min) Studien unterstützen die einmal Studien unterstützen die einmal
  tägliche Dosierung (siehe tägliche Dosierung bei Personen
  Abschnitt 4.4). ohne HIV-1-Infektion mit einer CrCl
    von 60−80 ml/min. Für Personen
    ohne HIV-1-Infektion mit einer
    CrCl < 60 ml/min gibt es keine
    Daten. Daher wird die Einnahme in
    dieser Population nicht empfohlen
    (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).
  Behandlung einer HIV-1-Infektion Prä-Expositions-Prophylaxe
Mittelgradige Empfohlen ist die Anwendung alle Die Einnahme wird in dieser
Nierenfunktionsstörung 48 Stunden. Dies basiert auf der Population nicht empfohlen.
(CrCl 30-49 ml/min) Modellierung von  
  pharmakokinetischen Daten zu  
  Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil  
  nach Einmalgabe bei nicht HIV-  
  infizierten Probanden mit  
  unterschiedlich ausgeprägten  
  Nierenfunktionsstörungen (siehe  
  Abschnitt 4.4).  
Schwere Nierenfunktionsstörung Die Einnahme wird nicht empfohlen, Die Einnahme wird in dieser
(CrCl < 30 ml/min) und weil die erforderliche Dosisreduktion Population nicht empfohlen.
hämodialysepflichtige Patienten mit der Kombinationstablette nicht  
  erreicht werden kann.  

Kinder und Jugendliche mit Nierenfunktionsstörung:

Die Anwendung wird bei Personen unter 18 Jahren mit Nierenfunktionsstörung nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla bei Kindern im Alter von unter 12 Jahren ist nicht erwiesen (siehe Abschnitt 5.2).

Art der Anwendung

Orale Anwendung. Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla sollte möglichst zu einer Mahlzeit eingenommen werden.

Die Filmtablette kann in ca. 100 ml Wasser, Orangensaft oder Traubensaft aufgelöst und dann unverzüglich eingenommen werden.

Überdosierung

Im Falle einer Überdosierung ist die Person auf Anzeichen einer Toxizität (siehe Abschnitt 4.8) zu beobachten und falls erforderlich, müssen entsprechende unterstützende Standardtherapiemaßnahmen eingeleitet werden.

Bis zu 30 % der Emtricitabin-Dosis und ungefähr 10 % der Tenofovir-Dosis können durch Hämodialyse eliminiert werden. Es ist nicht bekannt, ob Emtricitabin oder Tenofovir auch durch Peritonealdialyse eliminiert werden können.

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Welche Nebenwirkungen hat Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla 200 mg/245 mg Filmtabletten?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

Da Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil enthalten, können alle Wechselwirkungen, die für die einzelnen Wirkstoffe ermittelt wurden, auch unter Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten auftreten. Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

Das pharmakokinetische Profil von Emtricitabin und Tenofovir im Steady State wird nicht davon beeinflusst, ob Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil gleichzeitig eingenommen werden oder ob jedes der Präparate alleine angewendet wird.

In-vitro-Studien und klinische pharmakokinetische Studien zu Arzneimittelwechselwirkungen zeigen, dass das Risiko CYP450-vermittelter Wechselwirkungen zwischen Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil und anderen Arzneimitteln gering ist.

Die gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten dürfen nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, die Emtricitabin, Tenofovirdisoproxil, Tenofoviralafenamid oder andere Cytidin- Analoga, wie z. B. Lamivudin, enthalten (siehe Abschnitt 4.4). Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten dürfen nicht gleichzeitig mit Adefovirdipivoxil angewendet werden.

Didanosin

Die gleichzeitige Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten und Didanosin wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4 und Tabelle 2).

Arzneimittel, die über die Niere ausgeschieden werden

Da Emtricitabin und Tenofovir hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden werden, kann die gleichzeitige Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten und Arzneimitteln, die die Nierenfunktion beeinträchtigen oder um die aktive tubuläre Sekretion konkurrieren (z. B. Cidofovir), die Serumkonzentration von Emtricitabin, Tenofovir und/oder dem gleichzeitig angewendeten Arzneimittel erhöhen.

Bei gleichzeitiger oder vor kurzem erfolgter Behandlung mit nephrotoxischen Arzneimitteln, wie z. B. aber nicht ausschließlich Aminoglycosiden, Amphotericin B, Foscarnet, Ganciclovir, Pentamidin, Vancomycin, Cidofovir oder Interleukin-2 sollte die Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4).

Weitere Wechselwirkungen

Wechselwirkungen zwischen Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten bzw. den einzelnen

Wirkstoffen und anderen Arzneimitteln sind in der nachstehenden Tabelle 2 aufgeführt, wobei „↑“ einen Anstieg bedeutet, „↓“ eine Abnahme, „↔“ keine Veränderung, „b.i.d.“ zweimal täglich und

„q.d.“ einmal täglich. Wenn verfügbar, sind die 90 %-Konfidenzintervalle in Klammern angegeben.

Tabelle 2: Wechselwirkungen zwischen Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten bzw. den einzelnen Wirkstoffen und anderen Arzneimitteln

Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Mittlere Anwendung mit Emtricitabin/
  prozentuale Veränderung der Tenofovirdisoproxil Tabletten
  AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- (Emtricitabin 200 mg,
  Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxil 245 mg)
  verfügbar (Mechanismus)  
ANTIINFEKTIVA    
     
Antiretrovirale Arzneimittel    
Protease-Hemmer    
   
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Mittlere Anwendung mit Emtricitabin/
  prozentuale Veränderung der Tenofovirdisoproxil Tabletten
  AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- (Emtricitabin 200 mg,
  Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxil 245 mg)
  verfügbar (Mechanismus)  
Atazanavir/Ritonavir/ Atazanavir: Eine Dosisanpassung wird nicht
Tenofovirdisoproxil AUC: ↓ 25 % (↓ 42 bis ↓ 3) empfohlen. Höhere Tenofovir-
(300 mg q.d./100 mg Cmax: ↓ 28 % (↓ 50 bis ↑ 5) Konzentrationen könnten
q.d./245 mg q.d.) Cmin: ↓ 26 % (↓ 46 bis ↑ 10) Tenofovir-assoziierte
    unerwünschte Ereignisse, darunter
  Tenofovir: Nierenfunktionsstörungen,
  AUC: ↑ 37 % verstärken. Die Nierenfunktion
  Cmax: ↑ 34 % sollte engmaschig überwacht
  Cmin: ↑ 29 % werden (siehe Abschnitt 4.4).
Atazanavir/Ritonavir/Emtricitab Wechselwirkungen wurden nicht  
in untersucht.  
Darunavir/Ritonavir/ Darunavir: Eine Dosisanpassung wird nicht
Tenofovirdisoproxil AUC: ↔ empfohlen. Höhere Tenofovir-
(300 mg q.d./100 mg Cmin: ↔ Konzentrationen könnten
q.d./245 mg q.d.)   Tenofovir-assoziierte
  Tenofovir: unerwünschte Ereignisse, darunter
  AUC: ↑ 22 % Nierenfunktionsstörungen,
  Cmin: ↑ 37 % verstärken. Die Nierenfunktion
Darunavir/Ritonavir/Emtricitabi Wechselwirkungen wurden nicht sollte engmaschig überwacht
n untersucht. werden (siehe Abschnitt 4.4).
Lopinavir/Ritonavir/ Lopinavir/Ritonavir: Eine Dosisanpassung wird nicht
Tenofovirdisoproxil (400 mg AUC: ↔ empfohlen. Höhere Tenofovir-
b.i.d./100 mg b.i.d./245 mg q.d.) Cmax: ↔ Konzentrationen könnten
  Cmin: ↔ Tenofovir-assoziierte
    unerwünschte Ereignisse, darunter
  Tenofovir: Nierenfunktionsstörungen,
  AUC: ↑ 32 % (↑ 25 bis ↑ 38) verstärken. Die Nierenfunktion
  Cmax: ↔ sollte engmaschig überwacht
  Cmin: ↑ 51 % (↑ 37 bis ↑ 66) werden (siehe Abschnitt 4.4).
Lopinavir/Ritonavir/Emtricitabi Wechselwirkungen wurden nicht  
n untersucht.  
NRTIs    
Didanosin/ Tenofovirdisoproxil Die gleichzeitige Anwendung von Die gleichzeitige Anwendung von
  Tenofovirdisoproxil und Didanosin Emtricitabin/ Tenofovirdisoproxil
  führt zu einem Anstieg der und Didanosin wird nicht
  systemischen Exposition gegenüber empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).
  Didanosin um 40-60 %.  
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Mittlere Anwendung mit Emtricitabin/
  prozentuale Veränderung der Tenofovirdisoproxil Tabletten
  AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- (Emtricitabin 200 mg,
  Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxil 245 mg)
  verfügbar (Mechanismus)  
Didanosin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nicht Die erhöhte systemische
  untersucht. Exposition gegenüber Didanosin
    kann mit Didanosin verbundene
    Nebenwirkungen erhöhen. Selten
    wurde über Pankreatitis und
    Laktatazidose, mitunter tödlich,
    berichtet. Die gleichzeitige
    Anwendung von
    Tenofovirdisoproxil und Didanosin
    400 mg täglich war mit einer
    signifikanten Abnahme der CD4-
    Zellzahl assoziiert. Diese ist
    möglicherweise durch eine
    intrazelluläre Interaktion
    verursacht, die zu einem Anstieg
    an phosphoryliertem (d. h.
    aktivem) Didanosin führte. Wurde
    eine auf 250 mg verringerte
    Didanosin-Dosis gleichzeitig mit
    Tenofovirdisoproxil angewendet,
    wurde bei verschiedenen
    untersuchten Kombinationen eine
    hohe Rate an virologischem
    Versagen bei der Behandlung der
    HIV-1-Infektion berichtet.
     
Lamivudin/ Tenofovirdisoproxil Lamivudin: Lamivudin und Emtricitabin/
  AUC: ↓ 3 % (↓ 8 % bis ↑ 15) Tenofovirdisoproxil Tabletten
  Cmax: ↓ 24 % (↓ 44 bis ↓ 12) dürfen nicht gleichzeitig
  Cmin: NB angewendet werden (siehe
    Abschnitt 4.4).
  Tenofovir:  
  AUC: ↓ 4 % (↓ 15 bis ↑ 8)  
  Cmax: ↑ 102 % (↓ 96 bis ↑ 108)  
  Cmin: NB  
Efavirenz/ Tenofovirdisoproxil Efavirenz: Eine Dosisanpassung von
  AUC: ↓ 4 % (↓ 7 bis ↓ 1) Efavirenz ist nicht erforderlich.
  Cmax: ↓ 4 % (↓ 9 bis ↑ 2)  
  Cmin: NB  
  Tenofovir:  
  AUC: ↓ 1 % (↓ 8 bis ↑ 6)  
  Cmax: ↑ 7 % (↓ 6 bis ↑ 22)  
  Cmin: NB  
ANTIINFEKTIVA    
   
Virostatika gegen das Hepatitis-B-Virus (HBV)  
Adefovirdipivoxil/ Adefovirdipivoxil: Adefovirdipivoxil und
Tenofovirdisoproxil AUC: ↓ 11 % (↓ 14 bis ↓ 7) Emtricitabin/ Tenofovirdisoproxil
  Cmax: ↓ 7 % (↓ 13 bis ↓ 0) Tabletten dürfen nicht gleichzeitig
  Cmin: nicht untersucht angewendet werden (siehe
    Abschnitt 4.4).
  Tenofovir:  
  AUC: ↓ 2 % (↓ 5 bis ↑ 0)  
  Cmax: ↓ 1 % (↓ 7 bis ↑ 6)  
  Cmin: NB  
Virostatika gegen das Hepatitis-C-Virus (HCV)  
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Mittlere Anwendung mit Emtricitabin/
  prozentuale Veränderung der Tenofovirdisoproxil Tabletten
  AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- (Emtricitabin 200 mg,
  Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxil 245 mg)
  verfügbar (Mechanismus)  
Ledipasvir/Sofosbuvir Ledipasvir: Erhöhte Plasmakonzentrationen
(90 mg/400 mg q.d.) + AUC: ↑ 96 % (↑ 74 bis ↑ 121) von Tenofovir, bedingt durch eine
Atazanavir/Ritonavir Cmax: ↑ 68 % (↑ 54 bis ↑ 84) gleichzeitige Verabreichung von
(300 mg q.d./100 mg q.d.) + Cmin: ↑ 118 % (↑ 91 bis ↑ 150) Tenofovirdisoproxil,
Emtricitabin/   Ledipasvir/Sofosbuvir und
Tenofovirdisoproxil Sofosbuvir: Atazanavir/Ritonavir, können
(200 mg/245 mg q.d.)1 AUC: ↔ verstärkt zu mit
  Cmax: ↔ Tenofovirdisoproxil assoziierten
    unerwünschten Ereignissen führen,
  GS-3310072: einschließlich
  AUC: ↔ Nierenfunktionsstörungen. Die
  Cmax: ↔ Unbedenklichkeit von
  Cmin: ↑ 42 % (↑ 34 bis ↑ 49) Tenofovirdisoproxil bei
    Verabreichung mit
  Atazanavir: Ledipasvir/Sofosbuvir und einem
  AUC: ↔ pharmakokinetischen
  Cmax: ↔ Wirkungsverstärker (z. B.
  Cmin: ↑ 63 % (↑ 45 bis ↑ 84) Ritonavir oder Cobicistat) wurde
    nicht bestätigt.
  Ritonavir:  
  AUC: ↔ Wenn keine Alternativen zur
  Cmax: ↔ Verfügung stehen, sollte diese
  Cmin: ↑ 45 % (↑ 27 bis ↑ 64) Kombination mit Vorsicht und
    unter engmaschiger Überwachung
  Emtricitabin: der Nierenfunktion angewendet
  AUC: ↔ werden (siehe Abschnitt 4.4).
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Tenofovir:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↑ 47 % (↑ 37 bis ↑ 58)  
  Cmin: ↑ 47 % (↑ 38 bis ↑ 57)  
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Mittlere Anwendung mit Emtricitabin/
  prozentuale Veränderung der Tenofovirdisoproxil Tabletten
  AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- (Emtricitabin 200 mg,
  Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxil 245 mg)
  verfügbar (Mechanismus)  
Ledipasvir/Sofosbuvir Ledipasvir: Erhöhte Plasmakonzentrationen
(90 mg/400 mg q.d.) + AUC: ↔ von Tenofovir, bedingt durch eine
Darunavir/Ritonavir Cmax: ↔ gleichzeitige Verabreichung von
(800 mg q.d./100 mg q.d.) + Cmin: ↔ Tenofovirdisoproxil,
Emtricitabin/   Ledipasvir/Sofosbuvir und
Tenofovirdisoproxil Sofosbuvir: Darunavir/Ritonavir, können
(200 mg/245 mg q.d.)1 AUC: ↓ 27 % (↓ 35 bis ↓ 18) verstärkt zu mit
  Cmax: ↓ 37 % (↓ 48 bis ↓ 25) Tenofovirdisoproxil assoziierten
    unerwünschten Ereignissen führen,
  GS-3310072: einschließlich
  AUC: ↔ Nierenfunktionsstörungen. Die
  Cmax: ↔ Unbedenklichkeit von
  Cmin: ↔ Tenofovirdisoproxil bei
    Verabreichung mit
  Darunavir: Ledipasvir/Sofosbuvir und einem
  AUC: ↔ pharmakokinetischen
  Cmax: ↔ Wirkungsverstärker (z. B.
  Cmin: ↔ Ritonavir oder Cobicistat) wurde
    nicht bestätigt.
  Ritonavir:  
  AUC: ↔ Wenn keine Alternativen zur
  Cmax: ↔ Verfügung stehen, sollte diese
  Cmin: ↑ 48 % (↑ 34 bis ↑ 63) Kombination mit Vorsicht und
    unter engmaschiger Überwachung
  Emtricitabin: der Nierenfunktion angewendet
  AUC: ↔ werden (siehe Abschnitt 4.4).
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Tenofovir:  
  AUC: ↑ 50 % (↑ 42 bis ↑ 59)  
  Cmax: ↑ 64 % (↑ 54 bis ↑ 74)  
  Cmin: ↑ 59 % (↑ 49 bis ↑ 70)  
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Mittlere Anwendung mit Emtricitabin/
  prozentuale Veränderung der Tenofovirdisoproxil Tabletten
  AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- (Emtricitabin 200 mg,
  Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxil 245 mg)
  verfügbar (Mechanismus)  
Ledipasvir/Sofosbuvir Ledipasvir: Eine Dosisanpassung wird nicht
(90 mg/400 mg q.d.) + AUC: ↓ 34 % (↓ 41 bis ↓ 25) empfohlen. Höhere Tenofovir-
Efavirenz/Emtricitabin/ Cmax: ↓ 34 % (↓ 41 bis ↑ 25) Konzentrationen könnten
Tenofovirdisoproxil Cmin: ↓ 34 % (↓ 43 bis ↑ 24) Tenofovirdisoproxil-assoziierte
(600 mg/200 mg/245 mg q.d.)   unerwünschte Ereignisse, darunter
  Sofosbuvir: Nierenfunktionsstörungen,
  AUC: ↔ verstärken. Die Nierenfunktion
  Cmax: ↔ sollte engmaschig überwacht
    werden (siehe Abschnitt 4.4).
  GS-3310072:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Efavirenz:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Emtricitabin:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Tenofovir:  
  AUC: ↑ 98 % (↑ 77 bis ↑ 123)  
  Cmax: ↑ 79 % (↑ 56 bis ↑ 104)  
  Cmin: ↑ 163 % (↑ 137 bis ↑ 197)  
Ledipasvir/Sofosbuvir Ledipasvir: Eine Dosisanpassung wird nicht
(90 mg/400 mg q.d.) + AUC: ↔ empfohlen. Höhere Tenofovir-
Emtricitabin/Rilpivirin/ Cmax: ↔ Konzentrationen könnten
Tenofovirdisoproxil Cmin: ↔ Tenofovirdisoproxil-assoziierte
(200 mg/25 mg/245 mg q.d.)   unerwünschte Ereignisse, darunter
  Sofosbuvir: Nierenfunktionsstörungen,
  AUC: ↔ verstärken. Die Nierenfunktion
  Cmax: ↔ sollte engmaschig überwacht
    werden (siehe Abschnitt 4.4).
  GS-3310072:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Emtricitabin:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Rilpivirin:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Tenofovir:  
  AUC: ↑ 40 % (↑ 31 bis ↑ 50)  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↑ 91 % (↑ 74 bis ↑ 110)  
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Mittlere Anwendung mit Emtricitabin/
  prozentuale Veränderung der Tenofovirdisoproxil Tabletten
  AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- (Emtricitabin 200 mg,
  Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxil 245 mg)
  verfügbar (Mechanismus)  
Ledipasvir/Sofosbuvir Sofosbuvir: Eine Dosisanpassung ist nicht
(90 mg/400 mg q.d.) + AUC: ↔ erforderlich. Höhere Tenofovir-
Dolutegravir (50 mg q.d.) + Cmax: ↔ Konzentrationen könnten mit
Emtricitabin/Tenofovirdisoproxi   Tenofovirdisoproxil assoziierte
l (200 mg/245 mg q.d.) GS-3310072 unerwünschte Ereignisse, darunter
  AUC: ↔ Nierenfunktionsstörungen,
  Cmax: ↔ verstärken. Die Nierenfunktion
  Cmin: ↔ sollte engmaschig überwacht
    werden (siehe Abschnitt 4.4).
  Ledipasvir:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Dolutegravir  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Emtricitabin:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Tenofovir:  
  AUC: ↑ 65 % (↑ 59 bis ↑ 71)  
  Cmax: ↑ 61 % (↑ 51 bis ↑ 72)  
  Cmin: ↑ 115 % (↑ 105 bis ↑ 126)  
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Mittlere Anwendung mit Emtricitabin/
  prozentuale Veränderung der Tenofovirdisoproxil Tabletten
  AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- (Emtricitabin 200 mg,
  Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxil 245 mg)
  verfügbar (Mechanismus)  
Sofosbuvir/Velpatasvir Sofosbuvir: Erhöhte Plasmakonzentrationen
(400 mg/100 mg q.d.) + AUC: ↔ von Tenofovir, bedingt durch eine
Atazanavir/Ritonavir Cmax: ↔ gleichzeitige Anwendung von
(300 mg q.d./100 mg q.d.) +   Tenofovirdisoproxil,
Emtricitabin/Tenofovirdisoproxi GS-3310072: Sofosbuvir/Velpatasvir und
l (200 mg/245 mg q.d.) AUC: ↔ Atazanavir/Ritonavir, können
  Cmax: ↔ verstärkt zu mit
  Cmin: ↑ 42 % (↑ 37 bis ↑ 49) Tenofovirdisoproxil assoziierten
    unerwünschten Ereignissen,
  Velpatasvir: einschließlich
  AUC: ↑ 142 % (↑ 123 bis ↑ 164) Nierenfunktionsstörungen, führen.
  Cmax: ↑ 55 % (↑ 41 bis ↑ 71) Die Unbedenklichkeit von
  Cmin: ↑ 301 % (↑ 257 bis ↑ 350) Tenofovirdisoproxil bei
    Anwendung mit
  Atazanavir: Sofosbuvir/Velpatasvir und einem
  AUC: ↔ pharmakokinetischen
  Cmax: ↔ Wirkungsverstärker (z. B.
  Cmin: ↑ 39 % (↑ 20 bis ↑ 61) Ritonavir oder Cobicistat) wurde
    nicht bestätigt.
  Ritonavir:  
  AUC: ↔ Diese Kombination sollte mit
  Cmax: ↔ Vorsicht und unter engmaschiger
  Cmin: ↑ 29 % (↑ 15 bis ↑ 44) Überwachung der Nierenfunktion
    angewendet werden (siehe
  Emtricitabin: Abschnitt 4.4).
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Tenofovir:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↑ 55 % (↑ 43 bis ↑ 68)  
  Cmin: ↑ 39 % (↑ 31 bis ↑ 48)  
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Mittlere Anwendung mit Emtricitabin/
  prozentuale Veränderung der Tenofovirdisoproxil Tabletten
  AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- (Emtricitabin 200 mg,
  Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxil 245 mg)
  verfügbar (Mechanismus)  
Sofosbuvir/Velpatasvir Sofosbuvir: Erhöhte Plasmakonzentrationen
(400 mg/100 mg q.d.) + AUC: ↓ 28 % (↓ 34 bis ↓ 20) von Tenofovir, bedingt durch eine
Darunavir/Ritonavir Cmax: ↓ 38 % (↓ 46 bis ↓ 29) gleichzeitige Anwendung von
(800 mg q.d./100 mg q.d.) +   Tenofovirdisoproxil,
Emtricitabin/Tenofovirdisoproxi GS-3310072: Sofosbuvir/Velpatasvir und
l (200 mg/245 mg q.d.) AUC: ↔ Darunavir/Ritonavir, können
  Cmax: ↔ verstärkt zu mit
  Cmin: ↔ Tenofovirdisoproxil assoziierten
    unerwünschten Ereignissen,
  Velpatasvir: einschließlich
  AUC: ↔ Nierenfunktionsstörungen, führen.
  Cmax: ↓ 24 % (↓ 35 bis ↓ 11) Die Unbedenklichkeit von
  Cmin: ↔ Tenofovirdisoproxil bei
    Anwendung mit
  Darunavir: Sofosbuvir/Velpatasvir und einem
  AUC: ↔ pharmakokinetischen
  Cmax: ↔ Wirkungsverstärker (z. B.
  Cmin: ↔ Ritonavir oder Cobicistat) wurde
    nicht bestätigt.
  Ritonavir:  
  AUC: ↔ Diese Kombination sollte mit
  Cmax: ↔ Vorsicht und unter engmaschiger
  Cmin: ↔ Überwachung der Nierenfunktion
    angewendet werden (siehe
  Emtricitabin: Abschnitt 4.4).
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Tenofovir:  
  AUC: ↑ 39 % (↑ 33 bis ↑ 44)  
  Cmax: ↑ 55 % (↑ 45 bis ↑ 66)  
  Cmin: ↑ 52 % (↑ 45 bis ↑ 59)  
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Mittlere Anwendung mit Emtricitabin/
  prozentuale Veränderung der Tenofovirdisoproxil Tabletten
  AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- (Emtricitabin 200 mg,
  Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxil 245 mg)
  verfügbar (Mechanismus)  
Sofosbuvir/Velpatasvir Sofosbuvir: Erhöhte Plasmakonzentrationen
(400 mg/100 mg q.d.) + AUC: ↓ 29 % (↓ 36 bis ↓ 22) von Tenofovir, bedingt durch eine
Lopinavir/Ritonavir Cmax: ↓ 41 % (↓ 51 bis ↓ 29) gleichzeitige Anwendung von
(800 mg/200 mg q.d.) +   Tenofovirdisoproxil,
Emtricitabin/Tenofovirdisoproxi GS-3310072: Sofosbuvir/Velpatasvir und
l (200 mg/245 mg q.d.) AUC: ↔ Lopinavir/Ritonavir, können
  Cmax: ↔ verstärkt zu mit
  Cmin: ↔ Tenofovirdisoproxil assoziierten
    unerwünschten Ereignissen,
  Velpatasvir: einschließlich
  AUC: ↔ Nierenfunktionsstörungen, führen.
  Cmax: ↓ 30 % (↓ 41 bis ↓ 17) Die Unbedenklichkeit von
  Cmin: ↑ 63 % (↑ 43 bis ↑ 85) Tenofovirdisoproxil bei
    Anwendung mit
  Lopinavir: Sofosbuvir/Velpatasvir und einem
  AUC: ↔ pharmakokinetischen
  Cmax: ↔ Wirkungsverstärker (z. B.
  Cmin: ↔ Ritonavir oder Cobicistat) wurde
    nicht bestätigt.
  Ritonavir:  
  AUC: ↔ Diese Kombination sollte mit
  Cmax: ↔ Vorsicht und unter engmaschiger
  Cmin: ↔ Überwachung der Nierenfunktion
    angewendet werden (siehe
  Emtricitabin: Abschnitt 4.4).
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Tenofovir:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↑ 42 % (↑ 27 bis ↑ 57)  
  Cmin: ↔  
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Mittlere Anwendung mit Emtricitabin/
  prozentuale Veränderung der Tenofovirdisoproxil Tabletten
  AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- (Emtricitabin 200 mg,
  Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxil 245 mg)
  verfügbar (Mechanismus)  
Sofosbuvir/Velpatasvir Sofosbuvir: Eine Dosisanpassung wird nicht
(400 mg/100 mg q.d.) + AUC: ↔ empfohlen. Höhere Tenofovir-
Raltegravir (400 mg b.i.d) + Cmax: ↔ Konzentrationen könnten mit
Emtricitabin/Tenofovirdisoproxi   Tenofovirdisoproxil assoziierte
l (200 mg/245 mg q.d.) GS-3310072: unerwünschte Ereignisse, darunter
  AUC: ↔ Nierenfunktionsstörungen,
  Cmax: ↔ verstärken. Die Nierenfunktion
  Cmin: ↔ sollte engmaschig überwacht
    werden (siehe Abschnitt 4.4).
  Velpatasvir:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Raltegravir:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↓ 21 % (↓ 58 bis ↑ 48)  
  Emtricitabin:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Tenofovir:  
  AUC: ↑ 40 % (↑ 34 bis ↑ 45)  
  Cmax: ↑ 46 % (↑ 39 bis ↑ 54)  
  Cmin: ↑ 70 % (↑ 61 bis ↑ 79)  
Sofosbuvir/Velpatasvir Sofosbuvir: Bei gleichzeitiger Anwendung von
(400 mg/100 mg q.d.) + AUC: ↔ Sofosbuvir/Velpatasvir und
Efavirenz/Emtricitabin/ Cmax: ↑ 38 % (↑ 14 bis ↑ 67) Efavirenz ist davon auszugehen,
Tenofovirdisoproxil   dass die Plasmakonzentrationen
(600 mg/200 mg/245 mg q.d.) GS-3310072: von Velpatasvir absinken. Die
  AUC: ↔ gleichzeitige Anwendung von
  Cmax: ↔ Sofosbuvir/Velpatasvir und
  Cmin: ↔ efavirenzhaltigen Therapien wird
    nicht empfohlen.
  Velpatasvir:  
  AUC: ↓ 53 % (↓ 61 bis ↓ 43)  
  Cmax: ↓ 47 % (↓ 57 bis ↓ 36)  
  Cmin: ↓ 57 % (↓ 64 bis ↓ 48)  
  Efavirenz:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Emtricitabin:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Tenofovir:  
  AUC: ↑ 81 % (↑ 68 bis ↑ 94)  
  Cmax: ↑ 77 % (↑ 53 bis ↑ 104)  
  Cmin: ↑ 121 % (↑ 100 bis ↑ 143)  
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Mittlere Anwendung mit Emtricitabin/
  prozentuale Veränderung der Tenofovirdisoproxil Tabletten
  AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- (Emtricitabin 200 mg,
  Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxil 245 mg)
  verfügbar (Mechanismus)  
Sofosbuvir/Velpatasvir Sofosbuvir: Eine Dosisanpassung wird nicht
(400 mg/100 mg q.d.) + AUC: ↔ empfohlen. Höhere Tenofovir-
Emtricitabin/Rilpivirin/ Cmax: ↔ Konzentrationen könnten mit
Tenofovirdisoproxil   Tenofovirdisoproxil assoziierte
(200 mg/25 mg/245 mg q.d.) GS-3310072: unerwünschte Ereignisse, darunter
  AUC: ↔ Nierenfunktionsstörungen,
  Cmax: ↔ verstärken. Die Nierenfunktion
  Cmin: ↔ sollte engmaschig überwacht
    werden (siehe Abschnitt 4.4).
  Velpatasvir:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Emtricitabin:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Rilpivirin:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Tenofovir:  
  AUC: ↑ 40 % (↑ 34 bis ↑ 46)  
  Cmax: ↑ 44 % (↑ 33 bis ↑ 55)  
  Cmin: ↑ 84 % (↑ 76 bis ↑ 92)  
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Mittlere Anwendung mit Emtricitabin/
  prozentuale Veränderung der Tenofovirdisoproxil Tabletten
  AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- (Emtricitabin 200 mg,
  Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxil 245 mg)
  verfügbar (Mechanismus)  
Sofosbuvir/Velpatasvir/ Sofosbuvir: Erhöhte Plasmakonzentrationen
Voxilaprevir AUC: ↔ von Tenofovir, bedingt durch eine
(400 mg/100 mg/100 mg+100 m Cmax: ↓ 30 % gleichzeitige Anwendung von
g q.d.)3 + Darunavir (800 mg Cmin: N/A Tenofovirdisoproxil,
q.d.) + Ritonavir (100 mg q.d.)   Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprev
+ GS-3310072: ir und Darunavir/Ritonavir, können
Emtricitabin/Tenofovirdisoproxi AUC: ↔ verstärkt zu mit
l (200 mg/245 mg q.d.) Cmax: ↔ Tenofovirdisoproxil assoziierten
  Cmin: N/A Nebenwirkungen, einschließlich
    Nierenfunktionsstörungen, führen.
  Velpatasvir: Die Unbedenklichkeit von
  AUC: ↔ Tenofovirdisoproxil bei
  Cmax: ↔ Anwendung mit
  Cmin: ↔ Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprev
    ir und einem pharmakokinetischen
  Voxilaprevir: Wirkungsverstärker (z. B.
  AUC: ↑ 143 % Ritonavir oder Cobicistat) wurde
  Cmax: ↑ 72 % nicht bestätigt.
  Cmin: ↑ 300 % Diese Kombination sollte mit
    Vorsicht und unter engmaschiger
  Darunavir: Überwachung der Nierenfunktion
  AUC: ↔ angewendet werden (siehe
  Cmax: ↔ Abschnitt 4.4).
  Cmin: ↓ 34 %  
  Ritonavir:  
  AUC: ↑ 45 %  
  Cmax: ↑ 60 %  
  Cmin: ↔  
  Emtricitabin:  
  AUC: ↔  
  Cmax: ↔  
  Cmin: ↔  
  Tenofovir:  
  AUC: ↑ 39 %  
  Cmax: ↑ 48 %  
  Cmin: ↑ 47 %  
Arzneimittel nach   Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten   Wirkstoffkonzentration Mittlere Anwendung mit Emtricitabin/
    prozentuale Veränderung der Tenofovirdisoproxil Tabletten
    AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- (Emtricitabin 200 mg,
    Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxil 245 mg)
    verfügbar (Mechanismus)  
Sofosbuvir (400 mg q.d.) +   Sofosbuvir: Eine Dosisanpassung ist nicht
Efavirenz/Emtricitabin/   AUC: ↔ notwendig.
Tenofovirdisoproxil   Cmax: ↓ 19 % (↓ 40 bis ↑ 10)  
(600 mg/200 mg/245 mg q.d.)      
    GS-3310072:  
    AUC: ↔  
    Cmax: ↓ 23 % (↓ 30 bis ↑ 16)  
    Efavirenz:  
    AUC: ↔  
    Cmax: ↔  
    Cmin: ↔  
    Emtricitabin:  
    AUC: ↔  
    Cmax: ↔  
    Cmin: ↔  
    Tenofovir:  
    AUC: ↔  
    Cmax: ↑ 25 % (↑ 8 bis ↑ 45)  
    Cmin: ↔  
Ribavirin/ Tenofovirdisoproxil   Ribavirin: Eine Dosisanpassung von
    AUC: ↑ 26 % (↑ 20 bis ↑ 32) Ribavirin ist nicht erforderlich.
    Cmax: ↓ 5 % (↓ 11 bis ↑ 1)  
    Cmin: NB  
Virostatika gegen das Herpesvirus  
Famciclovir/Emtricitabin   Famciclovir: Eine Dosisanpassung von
    AUC: ↓ 9 % (↓ 16 bis ↓ 1) Famciclovir ist nicht erforderlich.
    Cmax: ↓ 7 % (↓ 22 bis ↑ 11)  
    Cmin: NB  
    Emtricitabin:  
    AUC: ↓ 7 % (↓ 13 bis ↓ 1)  
    Cmax: ↓ 11 % (↓ 20 bis ↑ 1)  
    Cmin: NB  
Antimykobakterielle Substanzen    
Rifampicin/ Tenofovirdisoproxil   Tenofovir: Eine Dosisanpassung ist nicht
    AUC: ↓ 12 % (↓ 16 bis ↓ 8) erforderlich.
    Cmax: ↓ 16 % (↓ 22 bis ↓ 10)  
    Cmin: ↓ 15 % (↓ 12 bis ↓ 9)  
ORALE KONTRAZEPTIVA    
     
Norgestimat/Ethinylestradiol/   Norgestimat: Eine Dosisanpassung von
Tenofovirdisoproxil   AUC: ↓ 4 % (↓ 32 bis ↑ 34) Norgestimat/Ethinylestradiol ist
    Cmax: ↓ 5 % (↓ 27 bis ↑ 24) nicht erforderlich.
    Cmin: NB  
    Ethinylestradiol:  
    AUC: ↓ 4 % (↓ 9 bis ↑ 0)  
    Cmax: ↓ 6 % (↓ 13 bis ↑ 0)  
    Cmin: ↓ 2 % (↓ 9 bis ↑ 6)  
IMMUNSUPPRESSIVA      
       
  Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
  Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Mittlere Anwendung mit Emtricitabin/
    prozentuale Veränderung der Tenofovirdisoproxil Tabletten
    AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- (Emtricitabin 200 mg,
    Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxil 245 mg)
    verfügbar (Mechanismus)  
  Tacrolimus/ Tacrolimus: Eine Dosisanpassung von
  Tenofovirdisoproxil/ AUC: ↑ 4 % (↓ 3 bis ↑ 11) Tacrolimus ist nicht erforderlich.
  Emtricitabin Cmax: ↑ 3 % (↓ 3 bis ↑ 9)  
    Cmin: NB  
    Emtricitabin:  
    AUC: ↓ 5 % (↓ 9 bis ↓ 1)  
    Cmax: ↓ 11 % (↓ 17 bis ↓ 5)  
    Cmin: NB  
    Tenofovir:  
    AUC: ↑ 6 % (↓ 1 bis ↑ 13)  
    Cmax: ↑ 13 % (↑ 1 bis ↑ 27)  
    Cmin: NB  
  NARKOTIKA/ANALGETIKA    
       
  Methadon/ Tenofovirdisoproxil Methadon: Eine Dosisanpassung von
    AUC: ↑ 5 % (↓ 2 bis ↑ 13) Methadon ist nicht erforderlich.
    Cmax: ↑ 5 % (↓ 3 bis ↑ 14)  
    Cmin: NB  
NB = Nicht berechnet.    
N/A = Nicht zutreffend.    

Die Daten stammen von einer gleichzeitigen Verabreichung mit Ledipasvir/Sofosbuvir. Eine zeitversetzte

Anwendung (12 Stunden Abstand) zeigte ähnliche Ergebnisse.

  • Wichtigster zirkulierender Metabolit von Sofosbuvir.

Studie, die mit zusätzlich 100 mg Voxilaprevir durchgeführt wurde, um eine bei HCV-infizierten Patienten erwartete Voxilaprevir-Exposition zu erreichen.

Nebenwirkungen

Zusammenfassung zum Sicherheitsprofil

HIV-1-Infektion: Die in einer nicht-verblindeten, randomisierten klinischen Studie bei Erwachsenen (GS-01-934, siehe Abschnitt 5.1) am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen, für die ein Zusammenhang mit Emtricitabin und/oder Tenofovirdisoproxil als möglich oder wahrscheinlich erachtet wurde, waren Übelkeit (12 %) und Diarrhoe (7 %). Das Sicherheitsprofil von Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil in dieser Studie stimmte mit früheren Erfahrungen mit den beiden Wirkstoffen überein, wenn diese jeweils mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen angewendet wurden.

Prä-Expositions-Prophylaxe: In zwei randomisierten, placebokontrollierten Studien (iPrEx, Partners PrEP), in denen 2.830 nicht HIV-1-infizierte Erwachsene Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten einmal täglich zur Prä-Expositions-Prophylaxe erhielten, wurden keine neuen Nebenwirkungen von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten festgestellt. Der Medianwert des Nachbeobachtungszeitraums der Studienteilnehmer lag bei 71 Wochen bzw. 87 Wochen. Die in der iPrEx-Studie in der Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten-Gruppe am häufigsten beobachtete Nebenwirkung war Kopfschmerz (1 %).

Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen

Die bei HIV-1-infizierten Patienten in klinischen Studien und aus Erfahrungen nach der Zulassung beobachteten Nebenwirkungen, die zumindest möglicherweise mit der Behandlung mit den Wirkstoffen von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten in Zusammenhang stehen, sind in Tabelle 3 nach Organsystem und Häufigkeit gegliedert. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die

Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeiten sind definiert als sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100) oder selten

(≥ 1/10 000, < 1/1 000).

Tabelle 3: Nebenwirkungen im tabellarischen Überblick, die gemäß den Erfahrungen aus klinischen Studien und den Erkenntnissen seit der Markteinführung mit den einzelnen Wirkstoffen von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Tabletten in Zusammenhang stehen

Häufigkeit Emtricitabin Tenofovirdisoproxil
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:  
Häufig: Neutropenie  
Gelegentlich: Anämie2  
Erkrankungen des Immunsystems:  
Häufig: Allergische Reaktion  
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:  
Sehr häufig:   Hypophosphatämie1
Häufig: Hyperglykämie,  
  Hypertriglyzeridämie  
Gelegentlich:   Hypokaliämie1
Selten:   Laktatazidose
Psychiatrische Erkrankungen:    
Häufig: Schlaflosigkeit, abnorme  
  Träume  
Häufigkeit   Emtricitabin Tenofovirdisoproxil
Erkrankungen des Nervensystems:  
Sehr häufig:   Kopfschmerz Schwindelgefühl
Häufig:   Schwindelgefühl Kopfschmerz
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:  
Sehr häufig:   Diarrhoe, Übelkeit Diarrhoe, Erbrechen, Übelkeit
Häufig:   Erhöhte Amylase-Werte, Abdominalschmerz, Bauch
    einschließlich erhöhter aufgetrieben, Flatulenz
    Pankreas-Amylase, erhöhte  
    Serum-Lipase-Werte,  
    Erbrechen,  
    Abdominalschmerz,  
    Dyspepsie  
Gelegentlich:     Pankreatitis
Leber- und Gallenerkrankungen:    
Häufig:   Erhöhte Serum- Transaminasen erhöht
    Aspartataminotransferase  
    (AST) und/oder erhöhte  
    Serum-  
    Alaninaminotransferase  
    (ALT), Hyperbilirubinämie  
Selten:     Steatosis hepatis, Hepatitis
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:  
Sehr häufig:     Hautausschlag
Häufig:   Vesikulobullöser Ausschlag,  
    pustulöser Ausschlag,  
    makulo-papulöser  
    Ausschlag, Ausschlag,

Wie ist Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla 200 mg/245 mg Filmtabletten aufzubewahren?

2 Jahre.

Weitere Informationen zu Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Cipla 200 mg/245 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 200 mg Emtricitabin und 245 mg Tenofovirdisoproxil (entsprechend 300 mg Tenofovirdisoproxilfumarat bzw. 136 mg Tenofovir).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Tablette enthält 87 mg Lactose (als Monohydrat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

7003912.00.00

Datum der Erteilung der Zulassung: 10. August 2023

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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