Inhalt
Anzeige
Gebrauchsinformation
Anzeige
Wie wird Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 angewendet?
Dosierung Ihr Arzt wird bestimmen, wie viel Lösung Sie erhalten sollen.
Die Rate und das Volumen der Infusion hängen von Ihrem Alter, Ihrem Gewicht und Ihrem klinischen Zustand (z. B. Verbrennungen, Operation, Kopfverletzung, Infektionen) ab.
Bei Erwachsenen kann die Tagesdosis bis zu 40 mL Lösung pro kg Körpergewicht betragen.
Die Tagesdosis für Säuglinge und Kleinkinder kann zwischen 50 und 140 mL pro kg Körpergewicht betragen.
Bei Kindern sollte die begleitende Therapie ggf. von einem Kinderarzt mit Erfahrung in der Behandlung mit Infusionslösungen festgelegt werden (siehe Abschnitte 2 und 4).
Art der Anwendung Intravenöse Anwendung.
Dieses Arzneimittel wird über einen Venentropf verabreicht.
Verabreichungsgeschwindigkeit Ihr Arzt wird auch festlegen, wie schnell die Lösung infundiert wird. Die Geschwindigkeit hängt von Ihrem Körpergewicht und Ihrem Zustand ab.
Dauer der Anwendung Ihr Arzt wird den Zeitraum festlegen, in dem Ihnen diese Lösung verabreicht wird.
Ihre Flüssigkeitsbilanz, Ihr Blutzucker und der Salzgehalt in Ihrem Blut müssen eventuell vor und während der Gabe überwacht werden. Das gilt insbesondere, wenn Sie an erhöhter Freisetzung von Vasopressin (Syndrom der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons, SIADH) leiden oder gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die zu einer erhöhten Vasopressin- Wirkung führen (Vasopressin-Agonisten), wegen des Risikos eines im Krankenhaus erworbenen zu niedrigen Natriumspiegels im Blut (Hyponatriämie).
Die Überwachung des Natriumspiegels im Blut ist bei physiologisch hypotonen Flüssigkeiten besonders wichtig. Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 kann nach der Gabe aufgrund der Verstoffwechslung der Glucose im Körper hoch hypoton werden (siehe Abschnitte 2 und 4).
Während Sie die Infusion erhalten, wird Ihr Säure-Basen-Gleichgewicht kontrolliert.
Wenn Sie eine größere Menge Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 erhalten haben, als Sie sollten Da Ihre Dosis von einem Arzt oder vom Pflegepersonal kontrolliert wird, ist es unwahrscheinlich, dass Ihnen zu viel Lösung verabreicht wird.
Wenn Sie jedoch aus Versehen zu viel erhalten haben, oder die Lösung zu schnell gegeben worden ist, könnten beispielsweise folgende Symptome auftreten:
- erhöhter Spannungszustand der Haut
- Venenstauung und Schwellungen
- Flüssigkeitsansammlung in der Lunge
- erhöhter Blutzuckerspiegel
- Störungen des Wasser- und Salzhaushalts (Erniedrigung der
Salzkonzentration).
Bei einer Überdosierung wird die Infusion sofort abgebrochen und eine geeignete Korrekturbehandlung eingeleitet.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5?
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
Im Krankenhaus erworbener zu niedriger Natriumspiegel (Hyponatriämie)*
Erkrankungen des Nervensystems
Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
Störung der Gehirnfunktion als Folge eines zu niedrigen Natriumspiegels im Blut (hyponatriämische Enzephalopathie)*
Ein im Krankenhaus erworbener zu niedriger Natriumspiegel (Hyponatriämie) kann aufgrund der Entwicklung einer Störung der Gehirnfunktion (akute hyponatriämische Enzephalopathie) zu irreversiblen Hirnschädigungen und zum Tod führen (siehe Abschnitte 2 und 3).
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
In seltenen Fällen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) kann die Verabreichungsmethode einige Nebenwirkungen verursachen. Es kann sich dabei um Fieberreaktionen, Infektionen an der Injektionsstelle, lokale Schmerzen oder Reaktionen, Venenreizung, Blutgerinnsel in den Venen oder eine von der Injektionsstelle ausgehende Venenentzündung handeln.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) wurden bei Infusion von Magnesiumsalzen Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet, die als Hautausschlag auftraten.
Meldung von Nebenwirkungen Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger- Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 darf nach dem auf dem Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatum nicht mehr angewendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Nicht über 25 °C aufbewahren.
Nach einem Anwendungsgang nicht verbrauchte Infusionslösung ist zu verwerfen.
Nur klare und farblose bis schwach gelbliche Lösungen in unversehrten Behältnissen verwenden!
Weitere Informationen zu Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5
Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 enthält 1000 mL Infusionslösung enthalten folgende Wirkstoffe:
| Natriumchlorid | 2,63 | g |
| Kaliumchlorid | 0,222 g | |
| Calciumchlorid-Dihydrat | 0,185 g | |
| Magnesiumchlorid-Hexahydrat | 0,15 | g |
| Natriumacetat-Trihydrat | 3,4 | g |
| Glucose-Monohydrat | 55,0 | g |
(=^ mmol/L: Na+ 70, K+ 3, Ca2+ 1,25, Mg2+ 0,75, Cl- 52, Acetat-Ionen 25)
Die sonstigen Bestandteile sind Wasser für Injektionszwecke und Salzsäure 36 %.
Steril und pyrogenfrei. pH: 5,0 – 6,0.
Energiegehalt: 840 kJ/L (200 kcal/L). Theoretische Osmolarität: 430 mOsm/L.
Wie alle Arzneimittel kann Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
02-01-10001/01 LSM
Wie Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 aussieht und Inhalt der Packung Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 ist eine klare, farblose bis schwach gelbliche wässrige Lösung.
Elektrolyt-Infusionslösung 77 mit Glucose 5 ist in Glasflaschen in folgenden Packungsgrößen erhältlich:
- × 250 mL 10 × 250 mL
- × 500 mL 10 × 500 mL
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Burg Pharma GmbH Markt 28
06406 Bernburg Deutschland
Tel.: 03471 634 25 0
Fax: 03471 634 25 99
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2025. Die folgenden Informationen sind für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt: Zur Behandlung der hypertonen Dehydratation sollen nur Lösungen mit einem Natriumgehalt von mindestens 70 mmol/L verwendet werden. Der Ausgleich der Dehydratation sollte nicht schneller als in 48 Stunden erfolgen.
Aufgrund des Energiegehaltes bei Applikation einer kaliumarmen Lösung ist eine regelmäßige Kontrolle des Kaliumspiegels zu empfehlen.
Es sind geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um eine Extravasation der Lösung während der Infusion zu vermeiden.
Wechselwirkungen Glucosehaltige Lösungen dürfen nicht gleichzeitig in demselben Schlauchsystem mit Blutkonserven verabreicht werden, da dies zu einer Pseudoagglutination führen kann.
Arzneimittel, die zu einer erhöhten Vasopressin-Wirkung führen
Die im Folgenden aufgeführten Arzneimittel erhöhen die Vasopressin-Wirkung, was zu einer reduzierten elektrolytfreien Wasserausscheidung der Nieren führt und das Risiko einer im Krankenhaus erworbenen Hyponatriämie nach nicht ausreichend bilanzierter Behandlung mit i. v. Flüssigkeiten erhöht (siehe Abschnitte 2, 3 und 4).
- Arzneimittel, die die Freisetzung von Vasopressin stimulieren, z. B. Chlorpropamid, Clofibrat, Carbamazepin, Vincristin, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, 3,4-Methylendioxy-N-Methylamphetamin, Ifosfamid, Antipsychotika, Narkotika
- Arzneimittel, die die Vasopressinwirkung verstärken, z. B. Chlorpropamid, NSAR, Cyclophosphamid
- Vasopressin-Analoga, z. B. Desmopressin, Oxytocin, Vasopressin, Terlipressin
Andere Arzneimittel, die das Risiko einer Hyponatriämie erhöhen, sind zudem Diuretika im Allgemeinen und Antiepileptika, wie etwa Oxcarbazepin.
Aufgrund des Calciumgehaltes können Inkompatibilitäten mit phosphat- und carbonathaltigen Lösungen auftreten.
Dosierung Erwachsene:
Dosierung entsprechend dem Flüssigkeits- und Elektrolytbedarf
Maximale Infusionsgeschwindigkeit: Die Infusionsgeschwindigkeit ist durch den Glucosegehalt der Lösung limitiert.
Bis zu 5 mL/kg Körpergewicht und Stunde (entsprechend 0,25 g D-Glucose/kg KG und h).
Maximale Tagesmenge: Die maximale Tagesdosis ergibt sich aus dem Flüssigkeitsbedarf des Patienten.
Bis zu 40 mL/kg Körpergewicht (entsprechend 2 g D-Glucose/kg KG)
Eine partielle Deckung des Energiebedarfs im Sinne der Substitution des obligaten Glucosebedarfs ist nur in einer Dosierung von 40 mL/kg Körpergewicht und Tag möglich.
Die maximale Tagesdosis für Kalium beträgt 2 mmol Kalium/kg Körpergewicht /Tag.
Die maximale Tagesdosis für Natrium wird vom Flüssigkeits- und Elektrolytbedarf bestimmt.
Für Erwachsene gilt ein Richtwert von 3 – 6 mmol Natrium/kg Körpergewicht.
Kinder:
Dosierung entsprechend dem Flüssigkeits- und Elektrolytbedarf
Für den Flüssigkeitsbedarf im Säuglings- und Kindesalter gelten folgende Richtwerte:
- Lebensjahr: 100 –140 mL/kg KG und Tag
- Lebensjahr: 80 – 120 mL/kg KG und Tag 3.– 5. Lebensjahr: 80 –100 mL/kg KG und Tag
6.–10. Lebensjahr: 60 – 80 mL/kg KG und Tag 10.–14. Lebensjahr: 50 – 70 mL/kg KG und Tag
Bei der Therapie der Dehydratation im Säuglings- und Kindesalter sind Infusionsgeschwindigkeit und Tagesdosis der Art und Schwere der Störung im Elektrolyt- und Wasserhaushalt entsprechend individuell und unter Kontrolle der relevanten Laborparameter festzulegen.
Die Rate und das Volumen der Infusion hängen vom Alter, dem Gewicht und dem klinischen Zustand (z. B. Verbrennungen, Operation, Kopfverletzung, Infektionen) ab. Die begleitende Therapie sollte ggf. von einem Arzt mit Erfahrung in der Behandlung pädiatrischer Patienten mit intravenösen Flüssigkeiten festgelegt werden (siehe Abschnitte 2, 3 und 4).
Die maximale Tagesdosis für D-Glucose beträgt:
| 1.– | 2. Lebensjahr: | bis zu 15 g/kg | KG und Tag |
| 3.– | 5. Lebensjahr: | bis zu 12 g/kg | KG und Tag |
| 6.–10. Lebensjahr: | bis zu 10 g/kg | KG und Tag | |
| 10.–14. Lebensjahr: | bis zu 8 g/kg | KG und Tag |
Für Kinder beträgt die maximale Tagesdosis für Kalium 1 – 3 mmol Kalium/kg Körpergewicht /Tag, für Natrium 3 – 5 mmol Natrium/kg Körpergewicht.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


