Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Elektrolyt-Infusionslösung 153 ist eine Infusionslösung, die in eine Vene verabreicht wird. Diese Lösung ersetzt aus dem Kreislaufsystem verloren gegangene Flüssigkeit und Salze. Sie kann auch in Fällen angewendet werden, in denen Ihr Blut leicht sauer ist. Sie wird außerdem zum kurzfristigen Blutersatz eingesetzt.
- Wirkstoff(e)
- Elektrolyte, Kaliumchlorid, Natriumchlorid, Magnesiumchlorid +2 weitere
- Zulassungsinhaber
- Burg Pharma GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- B05BB01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Elektrolyt-Infusionslösung 153 angewendet?
Elektrolyt-Infusionslösung 153 ist eine Infusionslösung, die in eine Vene verabreicht wird.
Diese Lösung ersetzt aus dem Kreislaufsystem verloren gegangene Flüssigkeit und Salze. Sie kann auch in Fällen angewendet werden, in denen Ihr Blut leicht sauer ist.
Sie wird außerdem zum kurzfristigen Blutersatz eingesetzt.
Die Lösung kann auch als Trägerlösung für andere Salze und Arzneimittel verwenden werden.
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von Elektrolyt-Infusionslösung 153 zu beachten?
Elektrolyt-Infusionslösung 153 darf nicht angewendet werden:
wenn sich zu viel Flüssigkeit in Ihrem Kreislauf befindet.
Mit Zusatz von Elektrolytkonzentraten können aufgrund deren chemischen und physikalischen Eigenschaften weitere Gegenanzeigen resultieren.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Elektrolyt-Infusionslösung 153 ist erforderlich, wenn Sie
- einen hohen Kalium- oder Natriumgehalt im Blut aufweisen
-
an Krankheiten leiden, bei welchen Sie nicht zu viel Salz zu sich nehmen dürfen, wie
- einer leicht oder mittelgradig beeinträchtigten Herzfunktion (Herzinsuffizienz)
- Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (generalisierte Ödeme)
- Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge (Lungenödem)
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Eklampsie (eine Komplikation, die während einer Schwangerschaft auftreten kann)
- schwerer Nierenfunktionsstörung (schwere Niereninsuffizienz)
- an einer Nierenfunktionsstörung mit Neigung zu erhöhtem Kaliumgehalt im Blut leiden.
Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, wird Ihr Arzt sehr sorgfältig abwägen, ob diese Lösung für Sie geeignet ist.
Während Sie Elektrolyt-Infusionslösung 153 erhalten, werden Körperflüssigkeitsspiegel und Salzkonzentrationen in Ihrem Blut kontrolliert, um sicherzustellen, dass sie im normalen Bereich bleiben.
Zu weiteren Warnhinweisen siehe Abschnitt „Die folgenden Informationen sind für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt“.
Anwendung von Elektrolyt-Infusionslösung 153 zusammen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Ihr Arzt weiß über die Wechselwirkungen Bescheid, die bei einer Kombination von Elektrolyt- Infusionslösung 153 und anderen Arzneimitteln auftreten können. Er wird sorgfältig darauf achten, dass die Infusion, die Sie erhalten, richtig dosiert ist.
Einige Arzneimittel können nicht mit Elektrolyt-Infusionslösung 153 gemischt werden. Die Ärzte setzen nur dann Arzneimittel zu, wenn sie sicher sind, dass diese unbedenklich mit Elektrolyt-Infusionslösung 153 gemischt werden können.
Schwangerschaft und Stillzeit
Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder stillen.
Ihr Arzt wird entscheiden, ob diese Lösung für Sie geeignet ist, wenn Sie schwanger sind.
Es sind keine spezifischen Risiken für die Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit bekannt.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Elektrolyt-Infusionslösung 153 hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Wie wird Elektrolyt-Infusionslösung 153 angewendet?
Dosierung
Ihr Arzt wird bestimmen, wie viel Lösung Sie erhalten sollen.
Die Tagesdosis kann bis zu 40 mL Lösung pro kg Körpergewicht betragen.
Art der Anwendung
Intravenöse Anwendung.
Dieses Arzneimittel wird über einen Venentropf verabreicht.
Verabreichungsgeschwindigkeit
Ihr Arzt wird auch festlegen, wie schnell die Lösung infundiert wird. Die Geschwindigkeit hängt von Ihrem Körpergewicht und Ihrem Zustand ab.
Dauer der Anwendung
Ihr Arzt wird den Zeitraum festlegen, in dem Ihnen diese Lösung verabreicht wird.
Wenn Sie eine größere Menge Elektrolyt-Infusionslösung 153 erhalten haben, als Sie sollten
Da Ihre Dosis von einem Arzt oder vom Pflegepersonal kontrolliert wird, ist es unwahrscheinlich, dass Ihnen zu viel Lösung verabreicht wird.
Wenn Sie jedoch aus Versehen zu viel erhalten haben, oder die Lösung zu schnell gegeben worden ist, könnten beispielsweise folgende Symptome auftreten:
- Überwässerung (z.B. Gewebeschwellung durch Ansammlung von Flüssigkeit)
- Störungen des Wasser- und Salzhaushalts
- Hyperosmolarität
- Induktion einer alkalotischen Stoffwechsellage
Bei einer Überdosierung wird die Infusion sofort abgebrochen und eine geeignete Korrekturbehandlung eingeleitet.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat Elektrolyt-Infusionslösung 153?
Wie alle Arzneimittel kann auch Elektrolyt-Infusionslösung 153 Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
Bei Beachtung der Gegenanzeigen, Dosierungsempfehlungen und Hinweise sind keine Nebenwirkungen bekannt.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg- Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Elektrolyt-Infusionslösung 153 aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Elektrolyt-Infusionslösung 153 darf nach dem auf dem Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatum nicht mehr angewendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Nach Anbruch des Behältnisses ist die Lösung sofort zu verwenden, Restmengen sind zu verwerfen.
Nur klare Lösungen in unversehrten Behältnissen verwenden!
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Weitere Informationen zu Elektrolyt-Infusionslösung 153
Was Elektrolyt-Infusionslösung 153 enthält
1000 ml Infusionslösung enthalten folgende Wirkstoffe:
| Natriumchlorid | 5,26 g | |
| Kaliumchlorid | 0,37 g | |
| Calciumchlorid-Dihydrat | 0,37 g | |
| Magnesiumchlorid-Hexahydrat | 0,3 | g |
| Natriumacetat-Trihydrat | 6,8 | g |
( mmol/L: Na+ 140, K+ 5, Ca2+ 2,5, Mg2+ 1,5, Cl- 103, Acetat-Ionen 50)
Die sonstigen Bestandteile sind Wasser für Injektionszwecke und Salzsäure 36%. Steril und pyrogenfrei.
pH: 5,0 – 7,0.
Theoretische Osmolarität: 303 mOsm/l.
Titrationsazidität: ≤ 3,5 mmol/l bis pH 7,4.
Wie Elektrolyt-Infusionslösung 153 aussieht und Inhalt der Packung
Infusionslösung in Glas-Durchstechflaschen:
Originalpackung mit:
- 1× 250 ml
- 10× 250 ml
- 1× 500 ml
- 10× 500 ml
- 1× 1000 ml
- 6× 1000 ml
Infusionslösung in Polyethylen-Durchstechflaschen:
Originalpackung mit:
- 1× 250 ml
- 10× 250 ml
- 1× 500 ml
- 10× 500 ml
- 1× 1000 ml
- 10× 1000 ml
Infusionslösung in Beuteln:
Originalpackung mit:
- 1× 500 ml
- 10× 500 ml
- 1× 1000 ml
- 6× 1000 ml
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Burg Pharma GmbH
Markt 28
06406 Bernburg
Deutschland
Tel.: 03471 634 25 0
Fax: 03471 634 25 99
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2026.
Die folgenden Informationen sind für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Beutel unbelüftet anwenden.
Die Polyethylen-Durchstechflasche enthält aus technischen Gründen ein Restluftvolumen. Druckinfusionen mit der Plastikinfusionsflasche dürfen daher nur unter kontrollierten Bedingungen erfolgen, da sonst die Gefahr einer Luftembolie besteht.
Wechselwirkungen
Aufgrund des Calciumgehaltes können Inkompatibilitäten mit phosphathaltigen und carbonathaltigen Lösungen bestehen.
Warnhinweise
Bei hypertoner Dehydration ist eine zu schnelle Infusionsgeschwindigkeit unbedingt zu vermeiden. (Cave: Anstieg der Plasmaosmolarität und der Plasmanatriumkonzentration)
Dosierung
Dauertropf entsprechend dem Flüssigkeits- und Elektrolytbedarf.
Maximale Infusionsgeschwindigkeit:
Die maximale Infusionsgeschwindigkeit richtet sich nach dem klinischen Zustand des Patienten. Sie beträgt in der Regel 4 – 8 ml/kg Körpermasse und Stunde.
Maximale Tagesmenge:
Die maximale Tagesmenge ergibt sich aus dem Flüssigkeits- und Elektrolytbedarf.
Eine Gesamtflüssigkeitszufuhr von 40 ml/kg Körpermasse und Tag sollte bei Erwachsenen nicht überschritten werden.
Dabei würden 5,6 mmol Natrium und 0,2 mmol Kalium je kg Körpermasse und Tag zugeführt.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.








