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Medikamente

Digimed 0,07mg

Digimed 0,07mg
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Digimed 0,07 mg ist ein herzwirksames Glykosid aus Digitalis purpurea. Digimed 0,07 mg wird angewendet bei: manifester chronischer Herzmuskelschwäche (aufgrund systolischer Funktionsstörung) schneller Form einer Herzrhythmusstörung bei Vorhofflimmern/Vorhofflattern (Tachyarrhythmia absoluta) anfallsartigem (paroxysmalem) Vorhofflimmern/Vorhofflattern

Wirkstoff(e)
Digitoxin
Zulassungsinhaber
biomo pharma GmbH
ATC Code
C01AA04

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Digimed 0,07mg angewendet?

Digimed 0,07 mg ist ein herzwirksames Glykosid aus Digitalis purpurea. Digimed 0,07 mg wird angewendet bei:

  • manifester chronischer Herzmuskelschwäche (aufgrund systolischer Funktionsstörung)
  • schneller Form einer Herzrhythmusstörung bei Vorhofflimmern/Vorhofflattern (Tachyarrhythmia absoluta)
  • anfallsartigem (paroxysmalem) Vorhofflimmern/Vorhofflattern

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Was ist vor der Einnahme von Digimed 0,07mg zu beachten?

    • wenn Sie allergisch gegen Digitoxin, Gelborange S (E 110) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • wenn bei Ihnen der Verdacht auf eine Vergiftung mit Herzglykosiden besteht
  • wenn Sie eine von den Herzkammern ausgehende beschleunigte Herzschlagfolge (Kammertachykardie oder Kammerflimmern) haben
  • falls Sie einen AV-Block II. oder III. Grades, pathologischer Sinusknotenfunktion (ausgenommen bei Schrittmacher-Therapie) haben
  • wenn Sie ein Carotissinussyndrom haben
  • bei einer geplanten elektrischen Kardioversion (Regularisierung der Herzschlagfolge)
  • wenn Sie akzessorische atrioventrikuläre Leitungsbahnen (z. B. WPW- Syndrom) haben oder der Verdacht auf solche besteht
  • falls Sie Kaliummangel im Blut (Hypokaliämie) haben
  • wenn Sie einen erhöhten Calciumspiegel im Blut (Hyperkalziämie), und Magnesiummangel im Blut (Hypomagnesiämie) vorweisen
  • falls Sie eine Herzmuskelerkrankung mit Verengung der Ausflussbahn (hypertrophe Kardiomyopathie mit Obstruktion) haben
  • wenn Sie eine krankhafte Ausweitung der Hauptschlagader (Aorta) im Bereich des Brustkorbes (thorakales Aortenaneurysma) haben
  • bei gleichzeitiger intravenöser Gabe von Kalziumsalzen (s. Wechselwirkungen).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Digimed 0,07 mg einnehmen.

Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Digimed 0,07 mg nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Digimed 0,07 mg ist erforderlich bei

  • verlangsamter Herzschlagfolge (Puls unter 50 Schläge/min) infolge von Erregungsbildungs- und/oder -leitungsstörungen, AV-Block I. Grades
  • erhöhtem Kaliumspiegel im Blut, da vermehrt Erregungsbildungs- und – leitungsstörungen auftreten können
  • älteren Patienten oder wenn anzunehmen ist, dass die Ausscheidung von
    Digitoxin über die Niere vermindert ist (siehe auch Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung)
  • Schilddrüsenerkrankungen (bei einer Unterfunktion der Schilddrüse sollten Aufsättigungs- und Erhaltungsdosis verringert werden, bei einer Überfunktion kann eine Dosiserhöhung erforderlich sein)
  • akutem Herzinfarkt (Patienten mit akutem Herzinfarkt haben z. B. häufig verringerte Kaliumspiegel im Blut und/oder neigen zu Herzrhythmusstörungen)
  • akuter Herzmuskelentzündung, Cor pulmonale oder Sauerstoffunterversorgung (Hypoxämie) infolge schwerer Atemwegserkrankung, da eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Digitalis-Glykosiden besteht
  • Patienten, die in den vorangegangenen 2 Wochen Herzglykoside erhalten haben. Hier kann eine verringerte Aufsättigungsdosierung nötig sein.

Es bestehen erhebliche interindividuelle Unterschiede der Glykosidempfindlichkeit.

Eine erhöhte Glykosidempfindlichkeit besteht z. B. bei Patienten höheren Lebensalters, Schilddrüsenunterfunktion, Sauerstoffunterversorgung (Hypoxämie), Herzmuskelentzündung, akutem Herzinfarkt, Störungen des Säure-, Basen- und Elektrolythaushaltes. Entsprechende Patienten bzw. Krankheitsbilder sollten mit reduzierter Glykosiddosierung behandelt und sorgfältig überwacht werden.

Eine Digitoxin-Toxizität kann sich durch das Auftreten von Herzrhythmusstörungen äußern, von denen einige solchen Herzrhythmusstörungen ähneln können, für die das Arzneimittel therapeutisch angezeigt sein könnte. Z. B. ist besondere Vorsicht erforderlich bei Vorhoftachykardie mit wechselndem AV-Block, da der Rhythmus klinisch einem Vorhofflimmern entspricht.

Digitoxin kann ST-T Veränderungen im EKG verursachen, ohne dass gleichzeitig eine Verminderung der Durchblutung des Herzmuskels (Myokardischämie) vorliegt.

Für die Beurteilung, ob ein unerwünschtes Ereignis auf Digitoxin zurückzuführen ist, sollte der klinische Zustand des Patienten zusammen mit den Serum-Kalium-Spiegeln sowie der Nieren- und Schilddrüsenfunktion als wichtigste Faktoren herangezogen werden.

Bei Kaliummangel wird das Myokard für Digitoxin sensibilisiert, obwohl die Digitoxin- Serumkonzentration im therapeutischen Bereich liegen kann.

Ein Kaliummangel kann z. B. auftreten durch Dialyse, Absaugen von Magen-Darm-Sekret, Unterernährung, Durchfall, längeres Erbrechen, sowie bei hohem Alter oder bei langfristig bestehender Herzinsuffizienz (z. B. infolge von Diuretikatherapie).

Im Allgemeinen sollten schnelle Änderungen der Serumkaliumkonzentration oder anderer Elektrolyte (z. B. Magnesium, Calcium) vermieden werden.

Eine Nierenfunktionsstörung ist einer der häufigsten Gründe für die Auslösung einer Digitalisintoxikation.

Kontrollen der Serum-Elektrolyte sowie der Nierenfunktion sollten in regelmäßigen Abständen (in Abhängigkeit vom klinischen Zustand) erfolgen.

Einnahme von Digimed 0,07 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Als Vorsichtsmaßnahme sollte bei jeglicher zusätzlicher Therapie die Möglichkeit einer Interaktion berücksichtigt werden. Im Zweifelsfall sollten die Digitoxin-Serum-Spiegel überprüft werden.

Folgende Wechselwirkungen von Digimed 0,07 mg mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten. Die Wirkung von Digimed 0,07 mg kann durch andere Medikamente verstärkt oder abgeschwächt werden.

Eine Übersicht von Wechselwirkungen gibt die nachstehende Tabelle.

Wirkungsverstärkung

Calcium (darf nicht i.v. injiziert werden) Verstärkung der Glykosidtoxizität
   
Arzneimittel, die das Elektrolyt- Verstärkung der Glykosidtoxizität durch
Gleichgewicht beeinflussen, wie z. B. medikamentös bedingte Verminderung der
Diuretika [gerade im Hinblick auf Kaliumspiegel bzw. Magnesiumspiegel im
Kaliuretika], Abführmittel (Missbrauch), Blut
Benzylpenicillin, Amphotericin B,  
Carbenoxolon, Korticosteroide, ACTH,  
Salicylate, Lithiumsalze  
   
Arzneimittel, die den Abbau in der Leber Erhöhung der Digitoxinserumkonzentration
verlangsamen, wie bestimmte Antibiotika (geringer ausgeprägt als unter Digoxin)
(z.B. Makrolide), bestimmte Arzneimittel  
gegen Pilzerkrankungen (z.B. Itraconazol),  
Steroidhormone (z.B. Prednison,  
Danazol), bestimmte Arzneimittel gegen  
Depressionen (z.B. Fluoxetin),  
Proteaseinhibitoren (Arzneimittel zur  
Behandlung einer HIV-Infektion), wie z.B.  
Indinavir, Ritonavir; Calciumantagonisten  
(z. B. Verapamil, Nifedipin, Diltiazem) oder  
bestimmte Arzneimittel zur Behandlung  
von Herzrhythmusstörungen (z. B.  
Amiodaron)  
   
Arzneimittel, die ein bestimmtes Erhöhung der Digitoxinserumkonzentration
Transportprotein (F-Glykoprotein)  
hemmen, wie bestimmte Antibiotika (z.B.  
Makrolide Tetrazykline) oder Chinidin  
(Arzneimittel zur Behandlung von  
Herzrhythmusstörungen).  
Antibiotika, die den Abbau von Digitoxin Erhöhung der Digitoxinserumkonzentration
durch ein bestimmtes Bakterium (E.  
lentum) hemmen (dies trifft nur für 10%  
der Bevölkerung zu), wie Makrolide,  
Carbapeneme und β-Lactamantibiotika.  
β-Blocker Verstärkung der bradykardisierenden
  (Herzschlag verlangsamenden) Wirkung
  von Digitoxin
   
Muskelrelaxantien (z.B. Begünstigung von Herzrhythmusstörungen
Suxamethoniumchlorid, Pancuronium),  
Reserpin, trizyklische Antidepressiva,  
Sympathomimetika, Phosphodiesterase-  
hemmer (z. B. Theophyllin), Lithium (bei  
Patienten mit gestörter Erregungsleitung  
zwischen Sinusknoten und Herzvorhof  
[sinuatrialem Block])  

Wirkungsabschwächung

Kaliumspiegelerhöhende Arzneimittel (z. B. Verminderung der positiv inotropen
Spironolacton, Kaliumcanrenoat, Amilorid, Wirkung (Steigerung der
Triamteren, Kaliumsalze) Kontraktionskraft) von Digitoxin und
  Begünstigung von
  Herzrhythmusstörungen
   
Aktivkohle, Cholestyramin, Colestipol, Verminderung der Glykosidaufnahme
Kaolin-Pektin, einige Füll- oder Quell- durch Bindung - daher Digimed 0,07 mg -
Abführmittel (Laxantien) 2 Stunden vorher einnehmen - bzw.
  Beschleunigung der Elimination durch
  Unterbrechung des Leber-Darm-
  (enterohepatischen) Kreislaufs
   
Arzneimittel, die den Abbau in der Leber Erniedrigung der
beschleunigen oder ein bestimmtes Digitoxinserumkonzentration
Transportprotein (F-Glykoprotein)  
induzieren, wie z.B: Phenylbutazon,  
Phenytoin, Rifampicin, Rifabutin,  
Spironolacton, Barbiturate  
   

Einnahme von Digimed 0,07 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nicht zutreffend.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Während der Schwangerschaft ist die Patientin besonders sorgfältig zu überwachen und auf eine individuelle, bedarfsgerechte Dosierung zu achten. Bisherige Erfahrungen mit Digitalis-Glykosiden in therapeutischen Dosierungen während der Schwangerschaft haben keine Hinweise auf eine Schädigung des Embryos oder Föten ergeben. Während der letzten Wochen der Schwangerschaft kann der Glykosidbedarf ansteigen. Nach der Geburt

ist dagegen häufig eine Dosisreduzierung angezeigt. Nach Digitalis-Vergiftungen der Mutter wurde auch beim Föten über Vergiftungserscheinungen berichtet.

Digitoxin wird in die Muttermilch abgegeben, daher sollte vorsichtshalber abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen wird nicht beeinträchtigt.

Digimed 0,07 mg enthält Lactose und Gelborange S, Aluminiumsalz (E 110).

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Digimed 0,07 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enthält Gelborange S, Aluminiumsalz (E 110), das bei Personen, die gegen diesen Stoff besonders empfindlich sind, allergieartige Reaktionen hervorrufen kann.

Wie wird Digimed 0,07mg angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Wegen der geringen therapeutischen Breite von Digitoxin ist eine sorgfältig überwachte Einstellung auf die individuelle therapeutische Dosis notwendig.

Die Höhe der individuellen Dosierung hängt vom Glykosidbedarf sowie von der Eliminations-(Ausscheidungs-)geschwindigkeit ab.

Therapeutisch erwünschte Digitoxin-Konzentrationen im Serum liegen in der Regel zwischen 10 und 30 ng/ml.

Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festgelegt werden. Bei Erwachsenen beträgt die Erhaltungsdosis in der Regel 0,001 mg/kg Körpergewicht täglich. Bei Überschreiten einer Dosierung von 0,0015 mg/kg Körpergewicht täglich ist das Auftreten von Nebenwirkungssymptomen (Vergiftungserscheinungen) sehr wahrscheinlich. Häufig ist eine tägliche Erhaltungsdosis von 0,05 - 0,1 mg Digitoxin ausreichend, um effektive Serum-Digitoxin Konzentrationen zu erreichen.

Patienten mit einigen besonderen Krankheitsbildern müssen mit reduzierter Glykosiddosierung und unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung behandelt werden (siehe auch entsprechende Hinweise im Abschnitt Gegenanzeigen).

Bereits mit Herzglykosiden vorbehandelte Patienten sollten bei Umstellung auf Digitoxin besonders engmaschig kontrolliert werden.

Eine regelmäßige Kontrolle des klinischen Bildes bei gleichzeitigem Monitoring der Digitoxin-Serumkonzentrationen ist zu empfehlen.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

a) Bei Patienten über 60 Jahren, außer bei stark Muskulösen, bei denen wie unter b) dosiert wird:

Mittelschnelle Sättigungsbehandlung über 3 Tage:

z. B. 3mal tgl. 1 Tablette Digimed 0,07 mg (entsprechend 0,21 mg Digitoxin/Tag)

Erhaltungsbehandlung ab 4. Tag:

z. B. 1mal tgl. 1 Tablette Digimed 0,07 mg (entsprechend 0,07 mg Digitoxin/Tag)

Für abweichende Dosierungen (z. B. 0,05 mg oder 0,1 mg) sind Darreichungsformen mit geeigneterem Wirkstoffgehalt einzusetzen.

b) Bei Patienten unter 60 Jahren, außer bei Untergewichtigen, bei denen wie unter a) dosiert wird, empfiehlt sich eine höhere Dosierung

1. B. Sättigungsdosis: 3mal tgl. 0,1 mg Digitoxin über 3 Tage, Erhaltungsdosis: 1mal tgl. 0,1 mg Digitoxin.

Es stehen entsprechende Darreichungsformen mit höherem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.

Eingeschränkte Leber- und/oder Nierenfunktion

Bei gleichzeitig bestehender schwerer Funktionsstörung der Leber und der Nieren (Insuffizienz) kann der Digitoxinbedarf vermindert sein.

Auch wird empfohlen, den Digitoxinbedarf bei Patienten mit sehr schwerer Niereninsuffizienz (GFR < 10 ml/min) insbesondere zu Beginn der Therapie zu überprüfen und ggf. die Dosierung zu vermindern.

Umstellung von Digoxin auf Digitoxin

Eine vorausgegangene Behandlung mit anderen Herzglykosiden ist bei der Dosierung von Digimed 0,07 mg zu berücksichtigen. Bei vorangegangenen Gaben von Digoxin und seinen Derivaten oder anderen Herzglykosiden ist bei der Umstellung auf die obengenannten Formen von Digimed 0,07 mg bei Nierengesunden eine Behandlungspause von 2 Tagen bzw. bei Patienten mit gestörter Nierenfunktion (z. B. älteren Patienten) eine Behandlungspause von 3 Tagen oder länger einzuhalten.

Art der Anwendung

Die Tabletten sollten unzerkaut nach einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.

Es ist unbedingt darauf zu achten, dass dieses Arzneimittel regelmäßig in der vom Arzt verordneten Menge angewendet wird.

Dauer der Anwendung

Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Digimed 0,07 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Digimed 0,07 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Digimed 0,07 mg benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer Überdosierung/ Vergiftung über die ggf. erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Wenn Sie die Einnahme von Digimed 0,07 mg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Welche Nebenwirkungen hat Digimed 0,07mg?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10 Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen:

Nebenwirkungen können die Symptome einer Überdosierung sein.

Kardiale Nebenwirkungen werden am häufigsten beobachtet. Grundsätzlich ist jede Form von Störungen der Herzschlagfolge (Herzfrequenz) unter der Therapie mit Digimed 0,07 mg möglich. Das Auftreten von Herzrhythmusstörungen wird durch das zusätzliche Vorliegen von Elektrolytstörungen (Kalium, Kalzium, Magnesium) begünstigt.

Systemorgan- Häufigkeiten Nebenwirkungen
klassen    
Herzerkrankungen Sehr häufig Jede Form von Herzrhythmusstörungen,
    insbesondere Extraschläge, die von den
    Herzkammern ausgehen (Extrasystolen),
    Kammertachykardien (Bigeminie/Trigeminie =
    Doppel-/Dreifachschläge). Schnelle Schlagfolge der
    Vorhöfe (Vorhoftachykardien) (bei sehr hoher
    Dosierung). Erregungsleitungsstörungen zwischen
    Herzvorhof und Herzkammer (AV-Block I. – III.
    Grades), Störungen der Herzschlagfolge (z. B.
    Verlangsamung der Herzfrequenz [Bradykardie]).
Augenerkrankungen Gelegentlich Veränderung des Farbsehens (Grün-/Gelb-Bereich)
    bereits im therapeutischen Bereich
Erkrankungen des Häufig Appetitlosigkeit, Übelkeit (das Auftreten von Übelkeit
Gastrointestinaltrakts:   sollte als frühes Zeichen einer übermäßig hohen
    Dosierung angesehen werden), Erbrechen,
    abdominelle Beschwerden (z. B. Bauchschmerzen),
    Durchfall
  Sehr selten Gefäßverschluss im Bauchraum (Mesenterialinfarkt)
Skelettmuskulatur-, Gelegentlich Muskelschwäche
Bindegewebs- und    
Knochenerkrankungen    
Endokrine Erkrank- Gelegentlich Vergrößerung der Brustdrüse beim Mann
ungen   (Gynäkomastie) (bildet sich nach Absetzen von
    Digimed 0,07 mg in der Regel wieder zurück.)
Allgemeine Häufig Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit.
Erkrankungen und    
Beschwerden am Verab-    
reichungsort    
Erkrankungen des Selten Allergische Reaktionen bilden sich nach Absetzen
Immunsystems   von Digimed 0,07 mg in der Regel wieder zurück.
    Nesselsuchtartige oder scharlachartige Hautaus-
    schläge mit Veränderungen im Blutbild
    (ausgeprägter Eosinophilie), Hautrötung (Erythem);
    Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
    oder Schmetterlingserythem (Lupus erythematodes)
Psychiatrische Gelegentlich psychische Veränderungen (z. B. Alpträume,
Erkrankungen   Agitiertheit, Verwirrtheit) sowie Depressionen,
    Sinnestäuschungen (Halluzinationen) und
    Psychosen
  Sehr selten Sprachstörungen (Aphasien), Schwäche,
    Teilnahmslosigkeit (Apathie) und Unwohlsein

Andere mögliche Nebenwirkungen

Gelborange S (E 110) kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn

Website: http.//www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Digimed 0,07mg aufzubewahren?

Nicht über 25 °C lagern! In der Originalverpackung aufbewahren.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf!

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister und dem Umkarton nach {Verwendbar bis:} angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen zu Digimed 0,07mg

  • Der Wirkstoff ist: Digitoxin.
    1 Tablette enthält 0,07 mg Digitoxin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Kartoffelstärke, Mikrokristalline Cellulose, Crospovidon, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.), Carmellose- Natrium, Cellulosepulver, Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzl.], Povidon K 25, Gelborange S, Aluminiumsalz (E110).

Wie Digimed 0,07 mg aussieht und Inhalt der Packung

Digimed 0,07 mg sind orangefarbene, runde Tabletten.

Digimed 0,07 mg ist in Packungen mit 50 Tabletten und 100 Tabletten erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

biomo pharma GmbH Josef-Dietzgen-Str. 3 53773 Hennef

Tel.: 02242/8740-0 Fax: 02242/8740-499

E-Mail: biomo@biomopharma.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2013.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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