Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Bovilis® Ringvac Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Rinder Anwendungsgebiet(e) Aktive Immunisierung von infektionsgefährdeten oder bereits an einer durch Trichophyton verrucosum hervorgerufenen Dermatophytie leidenden Kälbern und Rindern.
- Zulassungsinhaber
- Intervet Deutschland GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Bovilis Ringvac angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Bovilis® Ringvac Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Rinder
Anwendungsgebiet(e)
Aktive Immunisierung von infektionsgefährdeten oder bereits an einer durch Trichophyton verrucosum hervorgerufenen Dermatophytie leidenden Kälbern und Rindern. Die prophylaktische Impfung reduziert die klinischen Erscheinungen einer durch Trichophyton verrucosum verursachten Dermatophytie, während die therapeutische Anwendung bei bereits klinisch erkrankten Tieren die Dauer der Abheilung um die Hälfte reduziert.
Beginn der Immunität: 3 Wochen nach Impfung.
Dauer der Immunität: mindestens ein Jahr wie in einer Laborstudie nachgewiesen.
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von Bovilis Ringvac zu beachten?
Nicht anwenden bei Tieren mit Fieber und / oder mit Dermatophytie-unabhängigen Symptomen einer infektiösen Erkrankung. Nicht anwenden bei Tieren, die unter Kortikosteroid-Behandlung stehen.
Wie wird Bovilis Ringvac angewendet?
Bei jeder weiteren Injektion sollte die Körperseite gewechselt werden.
10. Wartezeit
Null Tage.
11. Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel außer Sicht- und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Lyophilisat: Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C) Vor Licht schützen.
Lösungsmittel: Bei vom Impfstoff getrennter Lagerung: Nicht über 25 °C lagern. Rekonstituiertes Produkt: Unter 25 °C lagern.
Haltbarkeit nach Auflösung oder Rekonstitution gemäß den Anweisungen: 6 Stunden
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat Bovilis Ringvac?
Nach der Impfung kann für 3 bis 8 Tage sehr häufig eine durch Schwellung gekennzeichnete Lokalreaktion beobachtet werden. Haarlose Stellen oder Krustenbildung – bis zu 2 cm im Durchmesser – können sehr häufig an der Injektionsstelle auftreten. Diese bilden sich nach 3 Wochen über einen Zeitraum von 3 Monaten wieder zurück. Überwiegend nach therapeutischer Anwendung kann es am Tag nach der Impfung sehr selten zu einer Erhöhung der Körpertemperatur um bis zu 2,5 °C kommen, die aber innerhalb von 2 Tagen wieder abklingt.
Bei Tieren, die sich zum Zeitpunkt der Impfung im Inkubationsstadium befinden, kann es trotz Impfung zum Ausbruch der Erkrankung kommen. Die Hautveränderungen heilen jedoch innerhalb von ca. 4 Wochen nach der 2. Injektion ab.
In sehr seltenen Fällen kann eine Überempfindlichkeitsreaktion, z.B. anaphylaktische Reaktion nach der Impfung auftreten.
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:
- Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen während der Behandlung)
- Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
- Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)
- Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
- Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte).
Falls Sie eine Nebenwirkung bei Ihrem Tier/Ihren Tieren feststellen, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt ist, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.
7.Zieltierart(en)
Rind.
8.Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Anwendung:
Intramuskuläre Injektion, vorzugsweise seitlich am Hals im Abstand von 10 – 14 Tagen.
| Dosis: |
|
| Prophylaxe |
Therapie |
| Kälber bis 4 Monate: 2 ml | Kälber bis 4 Monate: 5 ml |
| Tiere über 4 Monate: 4 ml | Tiere über 4 Monate: 10 ml |
Grundimmunisierung
Die gesamte Herde sollte zweimal im Abstand von 10 – 14 Tagen geimpft werden.
Weitere Impfungen
Nachdem die gesamte Herde geimpft wurde sind lediglich neu geborene Kälber oder zugekaufte Tiere zweimal im Abstand von 10 – 14 Tagen zu impfen. Wenn alle Tiere einer Herde geimpft wurden, sind keine Wiederholungsimpfungen notwendig.
Zubereitung des Impfstoffes:
Vor der Applikation muss die Trockensubstanz mit dem Lösungsmittel resuspendiert werden. Gut schütteln, um eine vollständige Suspendierung sicherzustellen.
Weitere Informationen zu Bovilis Ringvac
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:
Trichophyton verrucosum kann in der Umwelt 6 bis 8 Jahre überleben. Es wird empfohlen das Impfprogramm mit einem Reinigungs- und Desinfektionsprotokoll zu kombinieren. Präparate mit antimykotischer Wirkung sollten in der Phase der Immunitätsausbildung bis drei Wochen nach Abschluss des Impfprogrammes nicht gegeben werden.
Geimpfte Tiere sollten nicht gemeinsam mit nicht-geimpften Tieren, die klinische Anzeichen einer Trichophyton verrucosum Infektion zeigen, gehalten werden, bevor der Impfschutz vollständig ausbildet ist. Tiere, die in eine geimpfte Herde verbracht werden sollen, sollten entweder frei von Dermatophytie oder therapeutisch geimpft sein und so lang separat gehalten werden, bis sie vollständig ausgeheilt sind.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett dem Arzt zu zeigen.
Trächtigkeit und Laktation:
Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
Es liegen keine Informationen zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffes bei gleichzeitiger Anwendung eines anderen veterinärmedizinischen Produktes vor. Ob der Impfstoff vor oder nach Verabreichung eines anderen veterinärmedizinischen Produktes verwendet werden sollte, muss daher fallweise entschieden werden.
Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):
Nach Verabreichung einer 10-fachen Überdosis wurden keine anderen als die unter
Abschnitt 6 “Nebenwirkungen” erwähnten Reaktionen beobachtet.
Inkompatibilitäten:
Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen, mit Ausnahme des Lösungsmittels, das zur gleichzeitigen Verwendung mit dem Tierarzneimittel abgegeben wird.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


