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Medikamente

Aucatzyl 410 × 106 Zellen Infusionsdispersion

Aucatzyl 410 × 106 Zellen Infusionsdispersion
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Aucatzyl ist ein Gentherapieprodukt, das den Wirkstoff Obecabtagen autoleucel enthält. Das Arzneimittel wird speziell für Sie aus Ihren eigenen T-Zellen hergestellt. T-Zellen sind eine Art von weißen Blutzellen, die wichtig für eine funktionierende Immunabwehr (die Abwehrkräfte des Körpers) sind.

Zulassungsinhaber
Autolus GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
L01XL

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Aucatzyl 410 × 106 Zellen Infusionsdispersion angewendet?

Aucatzyl ist ein Gentherapieprodukt, das den Wirkstoff Obecabtagen autoleucel enthält. Das Arzneimittel wird speziell für Sie aus Ihren eigenen T-Zellen hergestellt. T-Zellen sind eine Art von weißen Blutzellen, die wichtig für eine funktionierende Immunabwehr (die Abwehrkräfte des Körpers) sind.

Aucatzyl ist ein Krebsmedikament, das bei Erwachsenen ab 26 Jahren zur Behandlung der akuten lymphoblastischen B-Zell-Leukämie (B ALL) eingesetzt wird, einer Art von Blutkrebs, der die weißen Blutzellen in Ihrem Knochenmark betrifft, die sogenannten B-Lymphoblasten. Es wird eingesetzt, wenn Ihr Krebs erneut auftritt (rezidiviert) oder eine frühere Behandlung keine Besserung erreicht hat (der Krebs refraktär ist).

Der Wirkstoff in Aucatzyl, Obecabtagen autoleucel, enthält patienteneigene T-Zellen, die in einem Labor genetisch so verändert wurden, dass sie einen Eiweißstoff namens chimärer Antigenrezeptor (CAR) herstellen. CAR kann sich an einen anderen Eiweißstoff auf der Oberfläche von Krebszellen anheften, der als CD19 bezeichnet wird. Wenn ein Patient eine Infusion (Tropf) mit Aucatzyl erhält, heften sich die veränderten T-Zellen an die Krebszellen an und töten sie ab, was hilft, den Krebs aus dem Körper zu entfernen.

Wenn Sie Fragen dazu haben, wie Aucatzyl wirkt oder warum Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben wurde, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

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Was ist vor der Einnahme von Aucatzyl 410 × 106 Zellen Infusionsdispersion zu beachten?

Sie dürfen Aucatzyl nicht erhalten

  • wenn Sie allergisch gegen einen der in Abschnitt 6. genannten Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wenn Sie glauben, dass Sie allergisch sind, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
  • wenn Sie eine als Chemotherapie zur Lymphozytendepletion bezeichnete Behandlung nicht erhalten können, die zur Verringerung der Anzahl der weißen Blutzellen in Ihrem Blut verwendet wird (siehe auch Abschnitt 3, Wie ist Aucatzyl anzuwenden?).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Aucatzyl wird aus Ihren eigenen weißen Blutzellen hergestellt und darf nur Ihnen verabreicht werden (autologe Anwendung).

Patienten, die mit Aucatzyl behandelt werden, können neue Krebserkrankungen entwickeln. Es liegen Berichte über Patienten vor, die nach der Behandlung mit vergleichbaren Arzneimitteln Krebserkrankungen entwickelt haben, die von den T-Zellen ausgehen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine neue Schwellung Ihrer Drüsen (Lymphknoten) oder Veränderungen Ihrer Haut bemerken, wie z. B. neue Ausschläge oder Knoten.

Tests und Untersuchungen

Bevor Sie Aucatzyl erhalten

Ihr Arzt wird Untersuchungen durchführen, um zu entscheiden, wie Aucatzyl Ihnen verabreicht werden soll oder ob Sie zusätzliche Arzneimittel benötigen (siehe auch Abschnitt 3, Wie ist Aucatzyl anzuwenden?). Aufgrund der Ergebnisse der Tests könnte Ihr Arzt Ihre geplanten Behandlungen mit Aucatzyl verschieben oder ändern.

Ihr Arzt wird die folgenden Tests und Untersuchungen durchführen:

  • Überprüfen, ob Sie Lungen-, Herz-, Leber- oder Nierenprobleme haben.
  • Untersuchen, ob Sie Anzeichen einer Infektion aufweisen; jede Infektion wird behandelt, bevor Sie Aucatzyl erhalten.
  • Auf Anzeichen und Symptome einer Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD) achten, wenn Sie innerhalb der letzten 3 Monate eine Stammzellentransplantation (ein Verfahren, bei dem das Knochenmark eines Patienten ersetzt wird, sodass sich neues Knochenmark bildet) hatten. GvHD tritt auf, wenn transplantierte Zellen Ihren Körper angreifen und Symptome wie Ausschlag, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und blutigen Stuhl verursachen.
  • Überprüfen, ob Sie Erkrankungen haben oder hatten, die das Zentralnervensystem betreffen. Dazu gehören Erkrankungen wie Epilepsie, Schlaganfall, schwere Hirnschädigungen oder psychische Erkrankungen in den letzten 3 Monaten.
  • Überprüfen, ob sich Ihre Krebserkrankung verschlechtert. Symptome für eine Verschlimmerung Ihrer Krebserkrankung können Fieber, Schwächegefühl, Zahnfleischbluten und Blutergüsse.
  • Überprüfen, ob sich der Krebs auf das Gehirn ausgebreitet hat.
  • Ihr Blut auf Harnsäure untersuchen und feststellen, wie viele Krebszellen sich in Ihrem Blut befinden. Dies zeigt, ob Sie wahrscheinlich ein sogenanntes Tumorlysesyndrom entwickeln werden. Sie können Arzneimittel zur Vorbeugung der Erkrankung erhalten.
  • Sie auf eine Hepatitis-B-, Hepatitis-C- oder HIV-Infektion untersuchen. Möglicherweise muss eine solche Infektion behandelt werden, bevor Sie Aucatzyl erhalten können.
  • Überprüfen, ob Sie in den letzten 6 Wochen eine Impfung erhalten haben oder planen, sich in den nächsten Monaten impfen zu lassen.

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft oder Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Aucatzyl erhalten.

Nachdem Sie Aucatzyl erhalten haben

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal oder begeben Sie sich sofort in Nothilfe, wenn bei Ihnen eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten:

  • Fieber und Schüttelfrost, niedriger Blutdruck und niedriger Sauerstoffgehalt im Blut, was Symptome wie schnellen oder unregelmäßigen Herzschlag und Kurzatmigkeit verursachen kann. Dies können Anzeichen eines schwerwiegenden Problems sein, das als Zytokin- Freisetzungssyndrom (Cytokine Release Syndrome, CRS) bezeichnet wird. Weitere Symptome von CRS sind Abschnitt 4 zu entnehmen.
  • Verlust des Bewusstseins oder vermindertes Bewusstsein, unwillkürliches Zittern (Tremor), Krampfanfälle, Schwierigkeiten beim Sprechen, undeutliche Aussprache und gestörtes Sprachverstehen. Dies können Anzeichen schwerwiegender Probleme mit Ihrem Nervensystem sein, das sogenannte Immuneffektorzellenassoziierte Neurotoxizitätssyndrom (Immune Effector Cell-Associated Neurotoxicity Syndrome, ICANS).
  • Wärmegefühl, Fieber, Schüttelfrost oder Frösteln, rauer Hals oder Mundgeschwüre. Dies können Anzeichen einer Infektion sein, die durch eine niedrige Anzahl weißer Blutzellen, die als Neutrophile bezeichnet werden, verursacht werden kann.
  • Starke Müdigkeit, Schwäche und Kurzatmigkeit. Dies können Anzeichen einer niedrigen Anzahl roter Blutzellen (Anämie) sein.
  • Erhöhte Neigung zu Blutungen oder Blutergüssen. Dies können Anzeichen einer niedrigen Anzahl von Blutplättchen sein, die die Blutgerinnung unterstützen (Thrombozytopenie).

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.

Um die oben genannten Risiken möglichst gering zu halten, werden Sie nach der ersten Infusion

14 Tage lang täglich auf Nebenwirkungen untersucht. Ihr Arzt wird entscheiden, wie engmaschig Sie nach den ersten 14 Tagen überwacht werden. Die Überwachung wird noch für mindestens 4 Wochen danach fortgeführt. Ihr Arzt muss möglicherweise zusätzliche Arzneimittel verabreichen, um die Nebenwirkungen zu kontrollieren, z. B. Glucocorticoide, Tocilizumab und/oder Antibiotika.

Ihr Arzt wird Ihr Blutbild regelmäßig kontrollieren, da die Anzahl der Blutzellen sinken oder niedrig bleiben kann.

Bleiben Sie für mindestens 4 Wochen in der Nähe (Anfahrtszeit maximal 2 Stunden) des Behandlungszentrums, in dem Aucatzyl verabreicht wurde. Siehe Abschnitt 3.

Sie werden gebeten, an einer Langzeitnachbeobachtungsstudie teilzunehmen oder sich in ein Register aufnehmen zu lassen, um die langfristigen Wirkungen von Aucatzyl besser zu verstehen.

Sie dürfen kein Blut, keine Organe, kein Gewebe und keine Zellen für Transplantationen spenden.

Kinder und Jugendliche

Aucatzyl darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Anwendung von Aucatzyl zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, bevor Sie Aucatzyl erhalten, wenn:

  • Sie Arzneimittel einnehmen, die Ihr Immunsystem schwächen, wie z. B. Corticosteroide, da diese Arzneimittel die Wirkung von Aucatzyl beeinträchtigen können.
  • Sie zuvor eine Behandlung erhalten haben, die auf den Eiweißstoff CD19 abzielt.

Impfungen

Sie dürfen bestimmte Impfstoffe, sogenannte Lebendimpfstoffe, nicht erhalten:

  • in den 6 Wochen vor der Verabreichung der kurzen Chemotherapie (sogenannte Chemotherapie zur Lymphozytendepletion) zur Vorbereitung Ihres Körpers auf Aucatzyl.
  • während der Behandlung mit Aucatzyl.
  • nach der Behandlung, solange sich das Immunsystem erholt.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie geimpft werden müssen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor dem Erhalt dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Der Grund dafür ist, dass die Wirkungen von Aucatzyl bei schwangeren oder stillenden Frauen nicht bekannt sind und es Ihrem ungeborenen Kind oder Ihrem gestillten Kind schaden kann.

Vor Behandlungsbeginn wird ein Schwangerschaftstest durchgeführt. Aucatzyl darf nur verabreicht werden, wenn das Ergebnis zeigt, dass Sie nicht schwanger sind. Sie müssen während der Behandlung mit Aucatzyl verhüten. Wenn Sie nach der Behandlung mit Aucatzyl schwanger sind oder glauben, schwanger zu sein, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Werkzeugen oder Maschinen

Sie dürfen für mindestens 8 Wochen nach der Infusion kein Fahrzeug führen, keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen und nicht an Aktivitäten teilnehmen, die Ihre volle Aufmerksamkeit erfordern. Aucatzyl kann Probleme wie verändertes oder vermindertes Bewusstsein, Verwirrtheit und Anfälle (Krampfanfälle) verursachen. Siehe Abschnitt 4, „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“.

Aucatzyl enthält Natrium, Kalium und Dimethylsulfoxid (DMSO)

Dieses Arzneimittel enthält 1 131 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) in der Gesamtdosis. Dies entspricht 57 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

Dieses Arzneimittel enthält 39 mg Kalium pro Dosis. Wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion leiden oder eine kontrollierte Kalium-Diät (Diät mit niedrigem Kaliumgehalt) einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Aucatzyl enthält auch DMSO, das schwere allergische Reaktionen verursachen kann.

Wie wird Aucatzyl 410 × 106 Zellen Infusionsdispersion angewendet?

Eigene Blutzellen zur Herstellung von Aucatzyl spenden

Aucatzyl wird aus Ihren eigenen weißen Blutzellen hergestellt.

Ihr Arzt wird über einen venösen Zugang (Katheter in Ihrer Vene) etwas Blut entnehmen.

  • Einige Ihrer weißen Blutzellen werden von Ihrem Blut abgetrennt und der Rest Ihres Blutes wird in Ihren Körper zurückgeleitet. Dies wird als „Leukapherese“ bezeichnet und kann 3 bis 6 Stunden dauern.
  • Ihre weißen Blutzellen werden verwendet, um Aucatzyl speziell für Sie herzustellen. Dies kann etwa 21 Tage dauern.

Andere Arzneimittel, die Sie vor Aucatzyl erhalten

  • Von Tag 6 bis Tag 3 vor der Gabe von Aucatzyl erhalten Sie eine Behandlung, die als Chemotherapie zur Lymphozytendepletion bezeichnet wird. Dies ermöglicht es den veränderten T-Zellen in Aucatzyl, sich in Ihrem Körper zu vermehren, nachdem Ihnen Aucatzyl verabreicht wurde. Ein Aufschub der Behandlung mit Aucatzyl ist möglich, je nachdem, wie Sie auf die Chemotherapie reagieren.
  • Vor Beginn der Chemotherapie zur Lymphozytendepletion ist eine Knochenmarkuntersuchung erforderlich, um die Menge an Aucatzyl zu bestimmen, die in der ersten und zweiten Infusion verabreicht werden soll.
  • Etwa 30 Minuten, bevor Sie Aucatzyl erhalten, erhalten Sie Paracetamol und Diphenhydramin (ein Antiallergikum). Dies dient der Vorbeugung von Infusionsreaktionen und Fieber.

Aucatzyl wird Ihnen von einem Arzt in einem qualifizierten Behandlungszentrum verabreicht, das Erfahrung mit diesem Arzneimittel hat.

  • Ihr Arzt wird sich vergewissern, dass das Aucatzyl aus Ihrem eigenen Blut hergestellt wurde, indem er überprüft, ob die Angaben zur Patientenidentität auf dem Aucatzyl-Infusionsbeutel mit Ihren Daten übereinstimmen.
  • Aucatzyl wird als Infusion (Tropf) in eine Vene verabreicht.
  • Aucatzyl wird Ihnen in 2 Teilinfusionen im Abstand von etwa 9 Tagen verabreicht, um die gesamte Zieldosis zu erreichen. Die erste Infusion dauert nicht länger als 10 Minuten. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt. Die zweite Infusion dauert normalerweise weniger als eine Stunde.
  • Die in der ersten und zweiten Infusion verabreichte Menge von Aucatzyl hängt von der Schwere Ihrer Leukämie ab. Die in der ersten und zweiten Infusion verabreichte Dosis von Obecabtagen autoleucel wird an den Schweregrad Ihrer Leukämie angepasst. Die gesamte Zieldosis bleibt jedoch gleich, unabhängig davon, wie weit Ihre Leukämie fortgeschritten ist.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Ihnen Aucatzyl verabreicht wird.

Nach der Anwendung der ersten Dosis Aucatzyl

  • Bleiben Sie für mindestens 4 Wochen in der Nähe des Behandlungszentrums (Anfahrtszeit maximal 2 Stunden).
  • Sie werden nach der ersten Infusion 14 Tage lang täglich überwacht, damit Ihr Arzt überprüfen kann, ob die Behandlung wirkt, und Ihnen bei Nebenwirkungen wie CRS, ICANS oder Infektionen helfen kann (siehe Abschnitt 2, Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).
  • Ihr Arzt wird beurteilen, ob Ihre zweite Dosis Aucatzyl wie geplant verabreicht wird. Wenn bei Ihnen schwerwiegende Symptome auftreten, muss die zweite Dosis möglicherweise verschoben oder die Behandlung abgebrochen werden. Auch nach der zweiten Dosis müssen Sie nach der Infusion 14 Tage lang täglich auf mögliche Nebenwirkungen überwacht werden, wie schon bei der ersten Infusion.

Wenn Sie einen Behandlungstermin versäumen

Wenn Sie einen Termin versäumen, rufen Sie so bald wie möglich Ihren Arzt oder das Krankenhaus an, um Ihren Termin zu verschieben.

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Welche Nebenwirkungen hat Aucatzyl 410 × 106 Zellen Infusionsdispersion?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Aucatzyl kann Nebenwirkungen verursachen, die schwerwiegend oder lebensbedrohlich sein können. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen nach Ihrer Aucatzyl-Infusion eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Fieber und Schüttelfrost, niedriger Blutdruck, niedriger Sauerstoffgehalt im Blut, was Symptome wie schnellen oder unregelmäßigen Herzschlag und Kurzatmigkeit verursachen kann. Dies können Anzeichen eines schwerwiegenden Problems sein, das als Zytokin- Freisetzungssyndrom (Cytokine Release Syndrome, CRS) bezeichnet wird. Weitere Symptome des Zytokin-Freisetzungssyndroms sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Ermüdung/Fatigue, Muskelschmerzen, Gelenkschmerz, Schwellung, Kopfschmerzen, Herz-, Lungen- und Nierenversagen sowie Leberschädigung.
  • Verlust des Bewusstseins oder vermindertes Bewusstsein, unwillkürliches Zittern (Tremor), Krampfanfälle, Schwierigkeiten beim Sprechen, undeutliche Aussprache und gestörtes Sprachverstehen. Dies können Anzeichen schwerwiegender Probleme mit Ihrem Nervensystem sein, das sogenannte Immuneffektorzellenassoziierte Neurotoxizitätssyndrom (Immune Effector Cell-Associated Neurotoxicity Syndrome, ICANS).
  • Wärmegefühl, Fieber, Schüttelfrost oder Frösteln, Mundgeschwüre oder rauer Hals. Dies können Anzeichen einer Infektion sein.
  • Starke Müdigkeit, Schwäche und Kurzatmigkeit. Dies können Anzeichen einer niedrigen Anzahl roter Blutzellen (Anämie) sein.
  • Abnorm niedrige Werte der Neutrophilen, einer Art von weißen Blutzellen (Neutropenie), was Ihr Infektionsrisiko erhöhen kann.
  • Erhöhte Neigung zu Blutungen oder Blutergüssen. Dies können Anzeichen einer niedrigen Anzahl von Blutplättchen sein, die die Blutgerinnung unterstützen (Thrombozytopenie).

Wenn bei Ihnen eine oder mehrere der oben genannten Nebenwirkungen auftreten, nachdem Sie Aucatzyl erhalten haben, nehmen Sie dringend ärztliche Hilfe in Anspruch.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Nachfolgend sind weitere Nebenwirkungen aufgeführt. Wenn diese Nebenwirkungen schwer oder schwerwiegend werden oder wenn Sie besorgt sind, informieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • niedrige Anzahl weißer Blutzellen (Leukopenie)
  • niedrige Anzahl von Lymphozyten, einer Art von weißen Blutzellen (Lymphopenie)
  • Neutropenie mit Fieber (febrile Neutropenie)
  • Übelkeit (Nausea)
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen (Abdominalschmerz)
  • Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • abnorme Hirnfunktion (Enzephalopathie)
  • Schwindelgefühl
  • Fieber (Pyrexie)
  • schneller Herzschlag (Tachykardie)
  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Blutung (Hämorrhagie)
  • Schmerzen
  • Ermüdung (Fatigue)
  • Schwellung (Ödem)
  • Husten
  • verminderter Appetit
  • Gelenkschmerzen (Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems)
  • Ausschlag
  • Pilzinfektion
  • Gewichtsverlust
  • gestörte Blutgerinnung (Koagulopathie)
  • Hohe Werte für Ferritin im Serum, einen Eiweißstoff, der Eisen im Körper speichert (Hyperferritinämie)
  • Anstieg der Leberenzyme in Bluttests

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Schüttelfrost
  • Ansammlung weißer Blutzellen, die Organe schädigt, einschließlich Knochenmark, Leber und Milz, und Zerstörung anderer Blutzellen (hämophagozytische Lymphohistiozytose)
  • niedrige Werte von Immunglobulinen (Antikörper) im Blut, die zu einem hohen Infektionsrisiko führen (Hypogammaglobulinämie)
  • Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
  • unregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmie)
  • Herzversagen (Herzinsuffizienz)
  • Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion, einschließlich Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost, Hautausschlag oder Atemnot
  • unkontrolliertes Zittern oder Schüttelbewegungen in einem oder mehreren Körperteilen (Tremor)
  • Verwirrtheit (Delirium)

Es liegen Berichte über die Entwicklung neuer Krebsarten, die von T-Zellen ausgehen (von T-Zellen ausgehendes sekundäres Malignom), in Patienten vor, die andere CAR-T-Arzneimittel erhielten.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine oder mehrere der oben aufgelisteten Nebenwirkungen bemerken. Wenn diese Nebenwirkungen schwer oder schwerwiegend werden oder wenn Sie besorgt sind, informieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Aucatzyl 410 × 106 Zellen Infusionsdispersion aufzubewahren?

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bestimmt.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett des Infusionsbeutels nach „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

In der Dampfphase von flüssigem Stickstoff ≤ –150 °C gefroren lagern und transportieren. Das Arzneimittel erst unmittelbar vor der Verwendung auftauen. Haltbarkeit nach dem Auftauen: 1 Stunde.

Nicht erneut einfrieren.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn der Infusionsbeutel beschädigt oder undicht ist.

Die lokal geltenden Bestimmungen zum Umgang mit Abfallmaterialien humanen Ursprungs sind für nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterialien einzuhalten.

Weitere Informationen zu Aucatzyl 410 × 106 Zellen Infusionsdispersion

Was Aucatzyl enthält

Der Wirkstoff ist: Obecabtagen autoleucel. Das Arzneimittel ist in 3 oder mehr Infusionsbeuteln verpackt, die insgesamt 410 × 106 CD19-CAR-positive lebensfähige T-Zellen für die Verabreichung in Teildosen enthalten.

Die sonstigen Bestandteile sind: Dinatrium-EDTA, Dimethylsulfoxid (DMSO), Humanalbumin- Lösung und phosphatgepufferte Salzlösung (phosphate buffered saline, PBS), bestehend aus Kaliumdihydrogenphosphat, Natriumchlorid, Dinatriumhydrogenphosphat, Kaliumchlorid und Wasser für Injektionszwecke. Siehe Abschnitt 2, Aucatzyl enthält Natrium, Kalium und Dimethylsulfoxid (DMSO).

Dieses Arzneimittel enthält genetisch veränderte menschliche Blutzellen.

Wie Aucatzyl aussieht und Inhalt der Packung

Aucatzyl ist eine farblose bis blassgelbe, stark opalisierende Infusionsdispersion. Es wird in 3 oder mehr Infusionsbeuteln geliefert, die einzeln in einer Umverpackung und in einer Metallkassette verpackt sind. Die Metallkassetten werden in ein ModPak verpackt, das in einem Kryoversandbehälter transportiert wird.

Pharmazeutischer Unternehmer

Autolus GmbH

Im Schwarzenbach 4 79576 Weil am Rhein Deutschland

Tel.: 00800 0825 0829 (gebührenfrei, diese Nummer ist in allen EU-Ländern gültig)

Hersteller

Marken Germany GmbH

Mönchhofallee 13

65451 Kelsterbach

Deutschland

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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