Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Adiclair ist eine Suspension, die gegen Hefepilze wie Candida albicans wirkt. Sie kann zur Behandlung von Mundsoor, sowie zur Vorbeugung und Behandlung von Hefepilzerkrankungen im Magen-Darmtrakt bei Säuglingen, Kleinkindern und schluckbehinderten Patienten angewendet werden.
- Wirkstoff(e)
- Nystatin
- Zulassungsinhaber
- Ardeypharm GmbH Pharmazeutische Fabrik
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- A07AA02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Adiclair angewendet?
Kurzzusammenfassung
Adiclair ist eine Suspension, die gegen Hefepilze wie Candida albicans wirkt. Sie kann zur Behandlung von Mundsoor, sowie zur Vorbeugung und Behandlung von Hefepilzerkrankungen im Magen-Darmtrakt bei Säuglingen, Kleinkindern und schluckbehinderten Patienten angewendet werden.
- Adiclair ist ein hefepilzwirksames Polyenantibiotikum.
- Adiclair wird angewendet zur topischen Behandlung nystatinempfindlicher Pilzinfektionen des Mund- und Rachenraumes, der Speiseröhre und des Magendarmtraktes (Candidainfektion).
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Was ist vor der Einnahme von Adiclair zu beachten?
Kurzzusammenfassung
Da die Sicherheit der Anwendung von Adiclair® Suspension in der Schwangerschaft nicht belegt ist, darf es in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.
Adiclair® Suspension enthält Saccharose, daher sollte es erst nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, wenn bekannt ist, dass man unter einer Unverträglichkeit gegen bestimmte Zuckern leidet.
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Adiclair darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Nystatin Methyl-4-hydroxybenzoat, Propyl-4-hydroxybenzoat oder einem der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. - Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Adiclair einnehmen. Kinder
Aufgrund der hohen Osmolarität von Nystatin wird von einer Anwendung bei sehr untergewichtigen und unreifen Frühgeborenen abgeraten.
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Einnahme von Adiclair zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind bisher nicht bekannt geworden. -
Schwangerschaft und Stillzeit
Nystatin, der Wirkstoff in Adiclair , wird in therapeutischer Dosierung nach oraler Gabe, über die intakte Haut oder über die Schleimhäute kaum resorbiert. Nystatin passiert die Plazentaschranke nicht, und ein Übertritt in die Muttermilch ist ebenfalls nicht zu erwarten.
Adiclair kann während der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden. - Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen Es sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich.
2.6 Adiclair enthält Saccharose sowie ein Aroma mit Propylenglycol, Zimtaldehyd, Geraniol, Citronellol und Linalool.
Zimtaldehyd, Geraniol, Citronellol und Linalool können allergische Reaktionen hervorrufen.
Dieses Arzneimittel enthält 1,8 mg Propylenglycol pro 1 ml Suspension.
Wenn Ihr Baby weniger als 4 Wochen alt ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie ihm dieses Arzneimittel geben, insbesondere, wenn Ihr Baby gleichzeitig andere Arzneimittel erhält, die Propylenglycol oder Alkohol enthalten.
Dieses Arzneimittel enthält Saccharose. Bitte nehmen Sie Adiclair erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
1 ml Adiclair Suspension enthält 0,566 g Saccharose (Zucker) entsprechend ca. 0,047 Broteinheiten (BE). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.
Adiclair kann schädlich für die Zähne sein (Karies).
Wie wird Adiclair angewendet?
Kurzzusammenfassung
Nehmen Sie Adiclair® Suspension immer nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Die Dosis hängt vom Alter des Patienten und dem Schweregrad der Erkrankung ab.
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
3.1 Dosierung
Die empfohlene Dosis beträgt: Säuglinge
Bei Befall von Mund, Rachen und Speiseröhre (z. B. Mundsoor) sollten dem Säugling 3 – 6-mal täglich 0,5 – 1 ml Suspension (50.000 – 100.000 I.E. Nystatin) in den Mund geträufelt werden.
Bei Befall des Magendarmtraktes 3 – 6-mal täglich 1 – 2 ml Suspension (100.000
– 200.000 I.E. Nystatin) in den Mund träufeln.
Kinder und Erwachsene
Bei Befall von Mund, Rachen und Speiseröhre (z. B. Mundsoor) sollte 3 – 6-mal täglich 1 ml Suspension (100.000 I.E. Nystatin) in den Mund geträufelt werden.
3.2 Art der Anwendung
Zum Einnehmen. Vor jedem Gebrauch sollten Sie die Suspension kräftig schütteln.
Die Suspension sollte möglichst lange im Mund bewegt werden, bevor sie geschluckt wird. Bei Behandlung der Speiseröhre soll die Suspension möglichst im Liegen geschluckt werden.
Die Suspension sollte nach den Mahlzeiten eingenommen werden.
Originalpackung mit 24 ml Suspension (mit Dosierpipette)
Die Suspension mit der Pipette bis zum gewünschten Markierungsstrich (0,5 oder 1 ml) aufziehen.
Originalpackung mit 48 ml Suspension (mit Dosierpumpe) 1 Hub entspricht 0,5 ml. 2 Hübe entsprechen 1 ml.
Vor der erstmaligen Anwendung muss der Pumpenkopf entriegelt werden. Zur Entriegelung wird der Pumpenkopf in Richtung des aufgeprägten Pfeils gedreht. Um 0,5 ml Suspension zu entnehmen, wird der entriegelte Pumpenkopf einmal heruntergedrückt (entspricht 1 Pumpenhub).
Nach ausreichender Entnahme der Suspension den Pumpenkopf entgegen der Pfeilrichtung in die Ausgangsstellung drehen, um eine versehentliche Entnahme zu vermeiden.
Wichtig: Den Pumpenkopf vor der Betätigung immer entriegeln. Durch Herunterdrücken im verriegelten Zustand könnte der Pumpenkopf beschädigt werden.
Nach Abschluss der Therapie, bzw. wenn längere Zeit keine Entnahme erfolgt, ist der Pumpenkopf zur Vermeidung von Verstopfungen durch Arzneimittelreste wie folgt zu reinigen: Ziehen Sie den Pumpenkopf nach oben ab und reinigen Sie ihn unter fließendem Wasser. Nach gründlicher Trocknung kann er vorsichtig wieder aufgesetzt werden.
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Dauer der Anwendung
Bei der Behandlung von Hefeinfektionen müssen sämtliche Infektionsherde vollständig beseitigt werden, um Rückfälle zu vermeiden.
Um einen dauerhaften Behandlungserfolg zu erzielen, sollten Sie Adiclair mindestens 2 Wochen lang regelmäßig einnehmen.
In hartnäckigen Krankheitsfällen ist eine Therapieverlängerung möglich.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Adiclair zu stark oder zu schwach ist. -
Wenn Sie eine größere Menge Adiclair eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, setzen Sie Adiclair bitte ab und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker. -
Wenn Sie die Einnahme von Adiclair vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Anwendung so fort, wie es in dieser Packungsbeilage angegeben ist oder von Ihrem Arzt verordnet wurde.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Adiclair?
Kurzzusammenfassung
- Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes: Durchfall, Übelkeit und Erbrechen (sehr häufig)
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: Hautausschlag, Juckreiz (gelegentlich)
- Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom) (selten)
- Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von Juckreiz, Rötung, Papeln und Bläschen auch über das Kontaktareal hinaus (Streureaktionen) (sehr selten)
- Methyl-4-hydroxybenzoat und Propyl-4-hydroxybenzoat können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen hervorrufen (nicht bekannt)
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
| Sehr häufig | kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen |
| Häufig | kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen |
| Gelegentlich | kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen |
| Selten | kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen |
| Sehr selten | kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen |
| Nicht bekannt | Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar |
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Mögliche Nebenwirkungen
Das in Adiclair enthaltene Nystatin wird bei oraler Anwendung im Allgemeinen gut vertragen.
In Einzelfällen wurden allergische Reaktionen der Haut und der Schleimhaut beobachtet.
Selten wurde ein Stevens-Johnson-Syndrom (Fieber und schmerzhafte Blasenbildung an Haut und Schleimhäuten) beobachtet.
Zimtaldehyd, Geraniol, Citronellol und Linalool können allergische Reaktionen hervorrufen.
Methyl-4-hydroxybenzoat und Propyl-4-hydroxybenzoat können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen. -
Gegenmaßnahmen bei Nebenwirkungen
Beim Auftreten von Nebenwirkungen setzen Sie Adiclair bitte ab und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind. -
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Adiclair aufzubewahren?
Kurzzusammenfassung
Nicht über 25 °C lagern. Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Nach Anbruch der Flasche beträgt die Haltbarkeit 6 Monate. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall.
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Nicht über 25 °C lagern.
Flasche im Umkarton aufbewahren.
Produkt aufrecht stehend lagern. Nach kurzzeitiger Lagerung in liegender Position kann die Suspension weiterhin verwendet werden.
Haltbarkeit nach Anbruch
Die Haltbarkeit nach Anbruch beträgt 6 Monate.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
6. WEITERE INFORMATIONEN
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Was Adiclair enthält:
Der Wirkstoff ist Nystatin.
1 ml Suspension enthält 100.000 I.E. Nystatin.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Methyl-4-hydroxybenzoat (Ph. Eur.) (E 218), Propyl-4-hydroxybenzoat (Ph. Eur.) (E 216), Glycerol 85 %, Saccharose, Hochdisperses Siliciumdioxid, Aroma Himbeere (enthält u.a. Propylenglycol, Zimtaldehyd, Geraniol, Citronellol und Linalool), Gereinigtes Wasser. -
Wie Adiclair aussieht und Inhalt der Packung:
Aussehen
Gelbe, homogene Suspension
Packungen
24 ml Suspension mit Dosierpipette
48 ml Suspension mit Dosierpumpe
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.3 Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
Ardeypharm GmbH Loerfeldstraße 20 58313 Herdecke
Telefon: 023 30 / 977 677 Telefax: 023 30 / 977 697 E-Mail: office@ardeypharm.de
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt im Januar 2024 überarbeitet.

Autor
Markus Falkenstätter, BSc
Student der Pharmazie
Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Lektor
Mag. pharm. Stefanie Brandauer
Pharmazeutin
Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.




