Zum Inhalt springen

Medikamente

Valtrex

Valtrex
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Valtrex ist ein Arzneimittel gegen das Herpes zoster -Virus, den Erreger der Gürtelrose und gegen das Herpes simplex-Virus, den Erreger der Bläschen auf Haut und Schleimhaut (z.B. Lippen, Wangen, Mund, Geschlechtsorgane). Der Wirkstoff von Valtrex hemmt die Vermehrung der Herpesviren, ohne die normalen Stoffwechselvorgänge zu beeinträchtigen.

Wirkstoff(e)
Valaciclovir
Zulassungsinhaber
GlaxoSmithKline AG
ATC Code
J05AB11

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

Anzeige

Gebrauchsinformation

Wofür wird Valtrex angewendet?

Valtrex ist ein Arzneimittel gegen das Herpes zoster-Virus, den Erreger der Gürtelrose und gegen das Herpes simplex-Virus, den Erreger der Bläschen auf Haut und Schleimhaut (z.B. Lippen, Wangen, Mund, Geschlechtsorgane). Der Wirkstoff von Valtrex hemmt die Vermehrung der Herpesviren, ohne die normalen Stoffwechselvorgänge zu beeinträchtigen. Die Herpesviren bewirken auf Haut und Schleimhaut Bläschenbildung.

Valtrex wird ebenfalls angewendet zur Verhütung der Cytomegalovirus (CMV)-Infektion und -Erkrankung nach einer Nierentransplantation.

Die Valtrex Filmtabletten werden bei der Gürtelrose, dem Herpes labialis und genitalis sowie zur Verhütung der CMV-Infektion eingenommen.

Valtrex ist nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin hin zu verwenden.

Anzeige

Was ist vor der Einnahme von Valtrex zu beachten?

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Erkrankung verschrieben.

Das Virostatikum in Valtrex ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche Infektionskrankheiten verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten Virostatikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an.

Bitte achten Sie darauf, dass Sie während der Behandlung mit Valtrex genügend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Wann ist bei der Einnahme von Valtrex Vorsicht geboten?

Valtrex kann in sehr seltenen Fällen schwere Hautreaktionen verursachen. Während der Einnahme von Valtrex müssen Sie auf bestimmte Symptome achten, um das Risiko von Problemen zu verringern. Mögliche Symptome sind: Weit verbreiteter roter oder schuppiger Ausschlag mit Blasen (die Eiter enthalten können), Knoten unter der Haut oder Hautablösung, grippeähnliche Symptome mit Ausschlag, Fieber, geschwollenen Lymphknoten und abnormalen Blutwerten. Wenn Sie Anzeichen oder Symptome schwerer Hautreaktionen bemerken, setzen Sie Valtrex ab und wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin (siehe «Welche Nebenwirkungen kann Valtrex haben?»).

Wenn eine bekannte Nierenfunktionsstörung vorliegt, muss dies dem Arzt bzw. der Ärztin mitgeteilt werden, da möglicherweise die Dosierung angepasst werden muss.

Bevor eine Langzeitbehandlung begonnen wird, sollte bei Frauen im gebärfähigen Alter eine wirksame Empfängnisverhütung eingeleitet werden.

Da noch keine Erfahrungen vorliegen, soll Valtrex bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.

Aufgrund möglicher Nebenwirkungen ist Vorsicht angebracht beim Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Valtrex während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Valtrex dürfen Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit nur auf Anordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin einnehmen.

Während der Einnahme von Valtrex sollte nicht gestillt werden.

Wie wird Valtrex angewendet?

Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin nichts anderes verordnet, gelten für Erwachsene die folgenden Dosierungsempfehlungen:

  • Behandlung der Gürtelrose: 3x täglich 1000 mg Valtrex während 7 Tagen.
  • Behandlung einer Herpes simplex-Infektion: 2x täglich 500 mg Valtrex während 5 Tagen, wobei Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Behandlungsdauer festlegt.
  • Vorbeugung von Herpes simplex-Rückfällen: 1x täglich 500 mg Valtrex, bei immungeschwächten Patienten 2x täglich 500 mg Valtrex, wobei die Behandlungsdauer jeweils vom Arzt bzw. der Ärztin festgelegt wird.
  • Verhütung der CMV-Infektion/-Erkrankung: 4x täglich 2 g Valtrex während der vom Arzt bzw. der Ärztin vorgeschriebenen Behandlungsdauer.

Es sollte auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird der Arzt bzw. die Ärztin die Dosis entsprechend anpassen.

Eine begonnene Therapie mit Virostatika sollte so lange wie vom Arzt bzw. der Ärztin verordnet durchgeführt werden. Die Krankheitssymptome verschwinden oft, bevor die Infektion vollständig ausgeheilt ist. Deshalb sollte die Behandlung einige Tage über das Verschwinden der Krankheitszeichen hinaus fortgesetzt werden. Eine ungenügende Anwendungsdauer oder ein zu frühes Beenden der Behandlung kann ein erneutes Aufflammen der Erkrankung zur Folge haben.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Anzeige

Welche Nebenwirkungen hat Valtrex?

Wann darf Valtrex nicht eingenommen werden?

Valtrex darf nicht angewendet werden bei einer bekannten Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff von Valtrex und Zovirax (Aciclovir) oder auf die Hilfsstoffe in den beiden Tablettenformen.

Wenn Sie nach der Einnahme von Valaciclovir jemals einen ausgedehnten Hautausschlag in Verbindung mit Fieber, vergrösserten Lymphknoten, erhöhten Konzentrationen von Leberenzymen und/oder Eosinophilie (Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen) entwickelt haben, darf Valtrex nicht angewendet werden.

Welche Nebenwirkungen kann Valtrex haben?

Bei der Einnahme von Valtrex kann es zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchbeschwerden, Erbrechen und Durchfall kommen.

Selten wurden Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Hautausschläge, Lichtüberempfindlichkeit, Schwellungen im Gesicht, akute Atemnot und Kreislaufprobleme sowie Juckreiz beobachtet und ebenfalls selten wurde über Schwindel, Unruhe, Verwirrtheit, Halluzinationen, Verhaltensveränderungen, Zittern, Krämpfe, Bewegungsstörungen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Gliedmassen, Sehstörungen, wie z.B. verschwommenes Sehen, Sprachstörungen, Bewusstseinstrübung und Bewusstseinsverlust berichtet, dies jedoch vor allem bei Patienten mit ungenügender Nierenfunktion und bei Patienten, welche sehr hohe Dosen Valtrex erhalten hatten. Sehr selten wurden Nierenschmerzen beobachtet. Bitte informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Er bzw. sie wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion überprüfen.

In sehr seltenen Fällen wurde über schwere Hautreaktionen berichtet. Anzeichen einer schweren Hautreaktion umfassen: Weit verbreiteter roter oder schuppiger Ausschlag mit Blasen (die Eiter enthalten können), Knoten unter der Haut; grippeähnliche Symptome mit Ausschlag, Fieber, geschwollene Lymphknoten und abnormalen Blutwerten (einschliesslich weisse Blutkörperchen). Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt resp Ihre Ärztin, wenn Sie diese Symptome bemerken und setzen Sie die Einnahme von Valtrex nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung fort.

Häufigkeit nicht bekannt (kann aus verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden): Andere schwere Hautreaktionen, wie z.B. grossflächiger roter Hautausschlag mit Blasen, der mit Hautabschälungen einhergehen kann. Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt resp Ihre Ärztin, wenn Sie diese Symptome bemerken und setzen Sie die Einnahme von Valtrex nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung fort.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Wie ist Valtrex aufzubewahren?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Entsorgungshinweis

Entsorgen Sie keine Arzneimittel in das Abwasser oder den Hausmüll. Abgelaufene oder nicht mehr benötigte Arzneimittel aus Haushalten können in Apotheken oder Sammelstellen abgegeben werden. Diese Massnahmen tragen zum Schutz der Umwelt bei.

Lagerungshinweis

Valtrex sollte in der verschlossenen Originalpackung, unter 30°C und ausser Reichweite von Kindern gelagert werden.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Weitere Informationen zu Valtrex

Was ist in Valtrex enthalten?

Jede Filmtablette enthält:

Wirkstoffe

250 mg bzw. 500 mg Valaciclovir (als Valaciclovirhydrochlorid).

Hilfsstoffe

Mikrokristalline Cellulose, Crospovidon, Povidon K90, Magnesiumstearat, hochdisperses Siliciumdioxid, Hypromellose, Titandioxid (E 171), Macrogol 400, Polysorbat 80 (nur Valtrex 500 mg), Carnaubawachs.

Zulassungsnummer

53116 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Valtrex? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Filmtabletten in Blisterpackungen zu 250 mg: 60 Tabletten.

Filmtabletten in Blisterpackungen zu 500 mg: 10, 30 und 42 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

GlaxoSmithKline AG, 6340 Baar

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2025 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

Weitere Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff

Folgende Medikamente enthalten auch den Wirksstoff Valaciclovir. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, über ein mögliches Subsitut zu Valtrex

Aus unserem Magazin