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Medikamente

Myocholine-Glenwood

Myocholine-Glenwood
Autor: Markus Falkenstätter, BScFachlich geprüft von Mag. pharm. Stefanie Brandauer (Pharmazeutin)
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Myocholine-Glenwood ist ein Arzneimittel, das die glatte Muskulatur, besonders in der Harnblase und im Magen-Darm-Trakt, aktiviert und somit eine Harnverhaltung oder chronisches Sodbrennen beheben kann. Der enthaltene Wirkstoff ist Bethanecholchlorid.

Wirkstoff(e)
Bethanechol, Bethanecholchlorid
Zulassungsinhaber
VIFOR FRIBOURG
ATC Code
N07AB02

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Myocholine-Glenwood angewendet?

Kurzzusammenfassung

Myocholine-Glenwood ist ein Arzneimittel, das die glatte Muskulatur, besonders in der Harnblase und im Magen-Darm-Trakt, aktiviert und somit eine Harnverhaltung oder chronisches Sodbrennen beheben kann. Der enthaltene Wirkstoff ist Bethanecholchlorid.

Myocholine-Glenwood ist ein Arzneimittel auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin, das die glatte Muskulatur, besonders in der Harnblase und im Magen-Darm-Trakt, aktiviert und somit eine Harnverhaltung oder chronisches Sodbrennen (Oesophagus-Reflux) beheben kann.

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Was ist vor der Einnahme von Myocholine-Glenwood zu beachten?

Kurzzusammenfassung

Falls einer der hier aufgelisteten Punkte auf Sie zutrifft, dürfen Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Wann darf Myocholine-Glenwood nicht angewendet werden?

Myocholine-Glenwood darf nicht angewendet werden bei manifestem Asthma oder drohendem Asthmaanfall; bei Verschluss der Harnwege oder des Magen-Darm-Kanals; bei Erkrankungen des Herzens und der Herzgefässe, ebenso bei schwerer Hypotonie (verminderter Blutdruck) oder Bradykardie (Puls unter 60 Schläge pro Minute); bei Epilepsie oder M. Parkinson; bei Überfunktion der Schilddrüse.

Wann ist bei der Einnahme von Myocholine-Glenwood Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen beeinträchtigen!

Öffnet sich der Blasenschliessmuskel infolge einer Hypertonie bei der Kontraktion der Blasenmuskulatur nicht, so kann es zu einem Rückfluss des Urins ins Nierenbecken kommen. Bei Vorhandensein von Bakterien im Urin kann dies zu einer Refluxinfektion führen.

Die Anwendung bei Kindern wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Erfahrungen in der Behandlung von Kindern vorliegen.

Durch die gleichzeitige Einnahme eines anderen muskelstimulierenden Arzneimittels kann die Wirkung auf unerwünschte Weise erhöht und die Verträglichkeit negativ beeinflusst werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Myocholine-Glenwood während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Myocholine-Glenwood darf in der Schwangerschaft und während der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Wie wird Myocholine-Glenwood angewendet?

Kurzzusammenfassung

Myocholine-Glenwood ist vorzugsweise vor den Mahlzeiten einzunehmen, um das Auftreten von Übelkeit zu verhindern. Die übliche Dosierung ist 20–50 mg bis zu viermal täglich.

Myocholine-Glenwood ist vorzugsweise vor den Mahlzeiten einzunehmen, um das Auftreten von Übelkeit zu verhindern. Die übliche Dosierung ist 20–50 mg bis zu viermal täglich (8 bis 20 Tabletten à 10 mg oder 4 bis 8 Tabletten à 25 mg).

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

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Welche Nebenwirkungen hat Myocholine-Glenwood?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Myocholine-Glenwood auftreten: Aufstossen, Schleiersehen, Durchfall, verstärkter Harndrang. Vor allem unter höherer Dosierung werden darüber hinaus beobachtet: Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Bradykardie (Puls unter 60 Schläge pro Minute), Gesichtsrötung, Magen-Darm-Beschwerden sowie Verstärkung von Tränen- und Speichelfluss und Schweissausbrüche. Die Peristaltik des Magen-Darm-Traktes ist deutlich erhöht. Besonders zu Beginn der Behandlung können plötzliche Änderungen der Körperhaltung aus dem Sitzen oder Liegen zu Schwindelanfällen (orthostatische Hypotonie) führen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie ist Myocholine-Glenwood aufzubewahren?

Kurzzusammenfassung

Myocholine-Glenwood, Tabletten für Kinder unzugänglich aufbewahren, vor Feuchtigkeit geschützt und bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «Verwendbar bis» bezeichneten Datum eingenommen werden.

Myocholine-Glenwood, Tabletten für Kinder unzugänglich aufbewahren, vor Feuchtigkeit geschützt und bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Weitere Informationen zu Myocholine-Glenwood

Was ist in Myocholine-Glenwood enthalten?

1 teilbare Tablette Myocholine-Glenwood enthält:

Wirkstoff: 10 mg resp. 25 mg Bethanecholchlorid.

Hilfsstoffe: Excip. pro compr.

Zulassungsnummer

40087 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Myocholine-Glenwood? Welche Packungen sind erhältlich?

Myocholine-Glenwood erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Tabletten zu 10 mg: 50.

Tabletten zu 25 mg: 50.

Zulassungsinhaberin

Vifor SA, Villars-sur-Glâne.
Herstellerin

Glenwood GmbH, D-82302 Starnberg.

Diese Packungsbeilage wurde im März 2009 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Markus Falkenstätter, BSc

Student der Pharmazie

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Lektor

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Pharmazeutin

Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.


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Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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