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Schwefel ist ein Wirkstoff, der zur Behandlung von Hauterkrankungen und rheumatischen Erkrankungen eingesetzt wird.
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Grundlagen
Schwefel ist ein Wirkstoff, der zur Behandlung von Hauterkrankungen und rheumatischen Erkrankungen eingesetzt wird. Schwefel ist in Cremen, Salben aber auch in Badezusätzen und Shampoos enthalten. Früher wurde Schwefel auch als Abführmittel verwendet, ist aber wegen Darm-reizender Nebenwirkungen obsolet. In der Homöopathie ist Schwefel ein sehr wichtiger Bestandteil. Schwefel ist außerdem ein chemisches Element der 6. Hauptgruppe des Periodensystems und gehört zu den Nicht-Metallen. Er kommt hauptsächlich in der Nähe von Vulkanen vor und ist dort auf Gesteinen als gelbliche Färbung erkennbar. Schwefel ist in zahlreichen pharmazeutischen Wirkstoffen enthalten, z.B. bei den Penicillinen, aber auch in unserem Körper stark vertreten in Form von Aminosäuren wie Methionin und Cystein. In der medizinischen Diagnostik hat er ebenfalls in der Nuklearmedizin eine Verwendung. Schwefel hat einen ganz spezifischen Geruch nach faulen Eiern, welchen man in der Nähe von Vulkanen sehr oft wahrnimmt.

Wirkung
Schwefel wird als topisches Arzneimittel verwendet, das heißt, dass er zur Anwendung auf der Haut vorgesehen ist. Er wird vor allem bei Akne, Pilzinfektionen und bei Ekzemen eingesetzt, kann aber auch für Seborrhö, Schuppen und Krätze angewendet werden. Schwefelbäder, in denen Schwefel als Badezusatz verwendet wird, können auch für rheumatische Erkrankungen verwendet werden.
Dosierung
Nehmen Sie Schwefel immer genau wie in der Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein.
Erwachsene:
Die übliche empfohlene Dosis als Salbe, Creme oder Lotion ist ein dreimaliges Auftragen täglich auf die betroffene Hautstelle.
Die empfohlene Einnahme als Homöopathikum beträgt 5-10 Globuli, 3x täglich.
Ab 10 Jahren kann die Erwachsenendosis angewendet werden.
Kinder&Jugendliche:
Die übliche empfohlene Dosis als Salbe, Creme oder Lotion ist ein dreimaliges Auftragen täglich auf die betroffene Hautstelle.
Die empfohlene Einnahme als Homöopathikum beträgt 5 Globuli, 3x täglich.
Von 3-10 Jahren ist oben genannte Dosierung anzuwenden.
Unter 3 Jahren ist die Anwendung NICHT empfohlen, da keine Daten vorliegen.
Nebenwirkungen
Es kann zu folgenden Nebenwirkungen kommen:
- Bei der homöopathischen Anwendung sind keine Nebenwirkungen bekannt.
Bei der Anwendung als topisches Arzneimittel (z.B.: Cremen, Salben, Lotion, Badezusatz,...) können folgende Nebenwirkungen auftreten:
- Hautreizungen
- Hautrötung
- Hautabschälung
Wechselwirkungen
Bei gleichzeitiger Einnahme von folgenden Arzneimitteln können Wechselwirkungen auftreten:
- Bei der homöopathischen Anwendung sind keine Wechselwirkungen bekannt.
Bei der Anwendung als topisches Arzneimittel (z.B.: Cremen, Salben, Lotion, Badezusatz,...) können bei gleichzeitiger Einnahme von folgenden Arzneimitteln Wechselwirkungen auftreten:
- Retinoide als topisches Arzneimittel
Gegenanzeigen
Schwefel darf in folgenden Fällen NICHT eingenommen werden:
- bei Allergie gegen Schwefel
- bei Überempfindlichkeit
- bei der Anwendung am Auge oder auf Schleimhäuten
- bei der Anwendung auf verletzter oder erkrankter Haut
Altersbeschränkung
Schwefel sollte unter 3 Jahren NICHT angewendet werden, da jegliche Daten dazu fehlen.
Schwangerschaft & Stillzeit
In der Schwangerschaft sollte Schwefel nur nach ärztlicher Rücksprache angewendet werden. Es fehlen jegliche Daten zur Anwendung und Sicherheit von Schwefel in der Schwangerschaft.
In der Stillzeit sollte Schwefel nur nach ärztlicher Rücksprache angewendet werden. Es liegen keine Daten zum Übertritt in die Muttermilch vor.
Geschichte zum Wirkstoff
Pharmazeutisch wird Schwefel bereits seit dem Altertum genutzt. Früher vorwiegend als Abführmittel (Laxans). Bei den Alchemisten des Mittelalters war der Löwe das Symbol für Schwefel. In der Literatur soll Schwefelgeruch das Erscheinen des Teufels ankündigen.

Autor
Thomas Hofko
Student der Pharmazie
Thomas Hofko befindet sich im letzten Drittel seines Bachelorstudiums der Pharmazie und ist Autor und Lektor für pharmazeutische Themen. Er interessiert sich besonders für die Bereiche Klinische Pharmazie und Phytopharmazie.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

