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Grundlagen
Rifaximin ist ein halbsynthetisches, nicht-systemische wirkendes Antibiotikum auf Rifamycin-Basis, d. h., das Medikament passiert nicht die Magen-Darm-Wand und gelangt nicht in den Blutkreislauf, wie es bei anderen Arten von Antibiotika üblich ist. Es wird zur Behandlung von Reisedurchfall, der durch E. coli verursacht wird, zur Verringerung des Risikos des Wiederauftretens einer offenen hepatischen Enzephalopathie sowie zur Behandlung des durchfalldominanten Reizdarmsyndroms bei erwachsenen Frauen und Männern eingesetzt.
Pharmakologie
Pharmakodynamik
Rifaximin wirkt durch Hemmung der RNA-Synthese in anfälligen Bakterien durch Bindung an die Beta-Untereinheit des bakteriellen Desoxyribonukleinsäure (DNA)-abhängigen Ribonukleinsäure (RNA)-Polymerase-Enzyms. Diese Bindung blockiert die Translokation, wodurch die Transkription gestoppt wird. Dadurch können die Bakterien keine Proteine mehr synthetisieren, wodurch sie sich nicht mehr vermehren können.
Pharmakokinetik
Rifaximin wird nicht systemisch resorbiert, weshalb es keine Daten über die Pharmakokinetik gibt. Die Halbwertszeit beträgt rund 6 Stunden.
Toxizität
Nebenwirkungen
Rifaximin hat nur wenige unerwünschte andere Wirkungen. Diese Nebenwirkungen sind im Allgemeinen leicht und selten. Dies liegt vor allem daran, dass nur sehr wenig des Medikaments aus dem Darm absorbiert wird, was bedeutet, dass es keine systemischen Nebenwirkungen gibt.
Toxikologische Daten
LD50 (Ratte, oral): > 2000 mg·kg−1

Autor
Markus Falkenstätter, BSc
Student der Pharmazie
Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Lektor
Mag. pharm. Stefanie Brandauer
Pharmazeutin
Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

