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Wirkstoffe

Noscapin

Autor: Markus Falkenstätter, BScFachlich geprüft von Mag. pharm. Stefanie Brandauer (Pharmazeutin)
Inhalt
  1. Grundlagen
  2. Pharmakologie
  3. Toxizität

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Grundlagen

Noscapin ist ein aus dem Schlafmohn gewonnener Wirkstoff. Der natürliche Bestandteil des Opiums weist keine schmerzstillenden und dämpfenden Eigenschaften auf und hat daher kein Suchtpotenzial. Es wirkt hauptsächlich hustenunterdrückend und wird bei Reizhusten eingesetzt.

Da die Wirkung etwas schwächer ausgeprägt ist als beim Codein, kann das Medikament auch bei Säuglingen ab sechs Monaten (unter ärztlicher Verordnung) angewendet werden.

Pharmakologie

Pharmakodynamik

Die hustenstillenden Effekte beruhen auf einen Angriff des Hustenzentrums im Hirnstamm. Durch die Aktivierung der Sigma-Opioidrezeptoren werden die Zellteilung hemmende Wirkungen ausgelöst. Aufgrund dieses Wirkmechanismus ist Noscapin auch ein potenzieller Wirkstoff zur Tumorbehandlung.

Pharmakokinetik

Die pharmakokinetischen Eigenschaften sind mit denen von Codein vergleichbar. Das Arzneimittel wird über den Gastrointestinaltrakt resorbiert, wobei nur etwa 5-10% der verabreichten Dosis in der Leber zu Morphin umgewandelt werden. Die restlichen Bestandteile werden zu unwirksamen Zwischenprodukten abgebaut und renal ausgeschieden. Nach etwa drei Stunden fällt die Plasmakonzentration des Stoffes auf die Hälfte des anfänglichen Wertes ab.

Wechselwirkungen

Nicht empfohlen wird eine gleichzeitige Einnahme von Noscapin mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln, Antidepressiva, Antipsychotika, Opioiden und Alkohol.

Toxizität

Nebenwirkungen

Gelegentlich können Nebenwirkungen auftreten wie Kopfschmerzen, Schwindel, Haut- und Überempfindlichkeitsreaktionen und Übelkeit.

Toxikologische Daten

LD50 (Maus, oral): 2784 mg/kg
LD50 (Hund, intravenös): 73 mg/kg

Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Markus Falkenstätter, BSc

Student der Pharmazie

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Lektor

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Pharmazeutin

Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.


Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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