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Medikamente

Tylosin-Phosphat „AniMed Service“ 100 000 I.E./g Pulver zum Eingeben für Schweine

Tylosin-Phosphat „AniMed Service“ 100 000 I.E./g Pulver zum Eingeben für Schweine
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Tylosin-Phosphat „AniMed Service“ 100 000 I.E./g Pulver zum Eingeben für Schweine 2. Zusammensetzung Ein g Pulver enthält: Wirkstoff: Tylosin (als Tylosinphosphat) 100 000 I.E.

Wirkstoff(e)
Tylosin
Zulassungsinhaber
Animed Service AG
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
ATC Code
QJ01FA90

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Tylosin-Phosphat „AniMed Service“ 100 000 I.E./g Pulver zum Eingeben für Schweine angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Tylosin-Phosphat „AniMed Service“ 100 000 I.E./g Pulver zum Eingeben für Schweine

2. Zusammensetzung  
Ein g Pulver enthält:  
Wirkstoff:  
Tylosin (als Tylosinphosphat) 100 000 I.E.

Weißes bis gelbes feinkristallines Pulver

Anwendungsgebiet(e)

Therapie und Metaphylaxe der Porcinen intestinalen Adenomatose (Ileitis, proliferative hämorrhagische Enteropathie) bei Schweinen, verursacht durch Lawsonia intracellularis, wenn die Erkrankung im Bestand nachgewiesen wurde.

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Was ist vor der Einnahme von Tylosin-Phosphat „AniMed Service“ 100 000 I.E./g Pulver zum Eingeben für Schweine zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Makrolidantibiotika oder einen der sonstigen Bestandteile.

Nicht anwenden bei Resistenz gegen Tylosin oder Kreuzresistenz gegenüber anderen Makroliden (MLS-Resistenzen).

Nicht anwenden bei Leberfunktionsstörungen.

Nicht anwenden bei Tieren, die zur selben Zeit oder innerhalb einer Woche zuvor mit Lebendimpfstoffen, die Tylosin-empfindliche Komponenten enthalten, geimpft wurden. Nicht bei Pferden oder anderen Equiden anwenden (Entzündung des Zäkums).

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Tylosin-Phosphat „AniMed Service“ 100 000 I.E./g Pulver zum Eingeben für Schweine angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zum Eingeben über das Futter oder Trinkwasser.

Das Arzneimittel ist zur Verwendung bei einzelnen Tieren oder bei Tiergruppen innerhalb eines Bestandes bestimmt.

1 g Tierarzneimittel enthält 100 000 I.E. Tylosin (als Tylosinphosphat). Die Dosierung beträgt 5 000 I.E. Tylosin pro kg Körpergewicht pro Tag. Dies entspricht 5 g Tierarzneimittel pro 100 kg Körpergewicht pro Tag.

Bei Verabreichung über das Futter ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils restlos aufgenommen wird.

Das Tierarzneimittel ist vor jeder Anwendung so in einen Teil des Futters frisch einzumischen, dass eine vollständige Durchmischung erreicht wird und vor der eigentlichen Fütterung zu verabreichen. Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht der zu behandelnden Tiere so genau wie möglich ermittelt werden.

Die Dosis ist auf die Morgen- und Abendfütterung aufzuteilen.

Bei Verabreichung über das Trinkwasser ist die Dosierung nach der aktuellen, täglichen Trinkwasseraufnahme der Tiere auszurichten, da diese in Abhängigkeit von dem Alter, dem Gesundheitszustand und der Nutzungsart der Tiere und in Abhängigkeit von der Haltung (z.B. unterschiedliche Umgebungstemperatur, unterschiedliches Lichtregime) schwankt.

Auf Grundlage der empfohlenen Dosis sowie der Anzahl und des Gewichts der zu behandelnden Tiere sollte die genaue zu verabreichende Tagesmenge des Tierarzneimittels nach der folgenden Formel berechnet werden:

… mg Tierarzneimittel x mittleres KGW (kg)   … mg Tierarzneimittel
/ kg KGW / Tag der zu behandelnden Tiere =
  pro l Trinkwasser
mittlere tägliche Trinkwasseraufnahme (l) / Tier  
   

Die maximale Löslichkeit des Tierarzneimittels liegt bei etwa 200 g/l, unabhängig von der Wasserhärte und Temperatur.

Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 21 Tage.

Sollte drei Tage nach Beginn der Behandlung keine Besserung des Krankheitsbildes eingetreten sein, ist die Diagnose zu überprüfen und gegebenenfalls eine Therapieumstellung durchzuführen.

Tiere mit akuten Infektionen können eine verminderte Futter- oder Wasseraufnahme haben und sollten zunächst mit einem geeigneten Injektionspräparat behandelt werden.

Hinweise für die richtige Anwendung

Die Aufnahme von medikiertem Wasser oder Futter richtet sich nach dem klinischen Zustand. Wenn einzelne Tiere Anzeichen einer schweren Infektion aufweisen, wie zum Beispiel verringerte Wasser- oder Futteraufnahme, sollten diese parenteral behandelt werden.

Die zu behandelnden Tiere müssen ausreichenden Zugang zum Wasserversorgungssystem erhalten, um eine ausreichende Wasseraufnahme sicherzustellen. Während der Behandlungsperiode sollte keine andere Trinkwasserquelle zur Verfügung stehen.

Nach Ende der Behandlungsperiode sollte das Wasserversorgungssystem in geeigneter Weise gereinigt werden, um die Aufnahme subtherapeutischer Restmengen des eingesetzten Wirkstoffs, welche die Bildung von Resistenzen fördern könnten, zu vermeiden.

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Wie ist Tylosin-Phosphat „AniMed Service“ 100 000 I.E./g Pulver zum Eingeben für Schweine aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren. Nicht über 25°C lagern. Trocken lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 7 Tage.

Haltbarkeit nach Einmischen in Futter: sofort verbrauchen.

Haltbarkeit nach Auflösen in Trinkwasser: 12 Stunden.

Weitere Informationen zu Tylosin-Phosphat „AniMed Service“ 100 000 I.E./g Pulver zum Eingeben für Schweine

Besondere Warnhinweise

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Bei Anwendung dieses Tierarzneimittels sind die amtlichen, nationalen und örtlichen Richtlinien für den Einsatz von Antibiotika einzuhalten.

Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf einer Empfindlichkeitsprüfung der aus dem Tier isolierten bakteriellen Erreger beruhen. Ein unsachgemäßer Einsatz des Tierarzneimittels kann die Prävalenz von Bakterien erhöhen, die gegen Tylosin und andere Makrolide resistent sind.

Ein Antibiotikum mit einem geringeren Risiko der Resistenzselektion (niedrigere AMEG Kategorie) sollte als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung verwendet werden, sofern die Empfindlichkeitsprüfung dessen Wirksamkeit nahelegt.

Bei europäischen Stämmen von Brachyspira hyodysenteriae ist eine hohe Rate von In-vitro-Resistenz beobachtet worden, was bedeutet, dass das Tierarzneimittel bei Schweinedysenterie keine ausreichende Wirksamkeit zeigt.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel ist der direkte Kontakt mit der Haut und den Schleimhäuten zu vermeiden. Bei Hautkontakt ist eine Sensibilisierung möglich; kontaminierte Hautstellen mit Wasser und Seife gründlich reinigen.

Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus Overall, Schutzhandschuhen, Schutzbrillen und Staubmaske tragen.

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Eine Überempfindlichkeit gegen Tylosin kann zu Kreuzreaktionen gegenüber anderen Makroliden führen und umgekehrt. Allergische Reaktionen auf diese Wirkstoffe können gelegentlich schwerwiegend sein. Daher ist der direkte Kontakt unbedingt zu vermeiden. Bei versehentlichem Kontakt mit der Haut waschen Sie die betroffene Stelle gründlich mit Seife und Wasser. Bei versehentlichem Kontakt mit den Augen, spülen Sie diese mit reichlich sauberem fließendem Wasser aus.

Falls nach Kontakt mit dem Tierarzneimittel Symptome wie Hautausschlag, Schwellungen im Bereich Gesicht, Lippen oder Augen oder Schwierigkeiten beim Atmen auftreten, ist unverzüglich ein Azt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Trächtigkeit und Laktation:

Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Es besteht ein Antagonismus mit Substanzen der Lincosamid- und Aminoglykosid-Gruppe.

Überdosierung:

Nach oraler Verabreichung der drei- bis sechsfachen empfohlenen Dosis treten bei Schweinen keine anderen Symptome auf, als im Abschnitt Nebenwirkungen beschrieben.

Bei höheren Konzentrationen können Durchfälle, Apathie und Krämpfe auftreten. Die Therapie ist symptomatisch.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

7. Nebenwirkungen  
Schwein:  
   
Sehr selten Pruritus1
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, Respiratorisches Symptom1
Abort2
einschließlich Einzelfallberichte):
Todesfall2
   
   
Unbestimmte Häufigkeit Erythem3, 4
(kann auf Basis der verfügbaren Ödem am Unterbauch3
Schwellung der Vulva3
Daten nicht geschätzt werden):
Rektalödem, Rektalprolaps3
   
    Allergische Reaktione5, Anaphylaxie5

1 klingen in der Regel schnell ohne zusätzliche Maßnahmen sehr schnell ab 2 Vereinzelt traten Aborte bei hochtragenden Sauen und Todesfälle auf.

3 Diese Symptome waren 48-72 Stunden nach Beginn der Therapie sichtbar.

reversibel und flächenhaft auf der äußeren Haut, insbesondere der Bauchregion, der Analregion, der Vulva oder des Rüssels

  • bei entsprechender Prädisposition möglich, in Fällen von allergischen und anaphylaktischen Reaktionen ist die Verabreichung des Tierarzneimittels sofort abzusetzen und es sind unverzüglich Gegenmaßnahmen (Verabreichung von Glukokortikoiden, Antihistaminika, Kreislaufmitteln) einzuleiten.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

A-1200 WIEN

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at

Website: https://www.basg.gv.at

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z. Nr.: 800691

Packungsgrößen: 1 kg

  • kg
  • x 1 kg

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

03/2026

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Tylosin wirkt überwiegend bakteriostatisch.

Tylosin hat eine antibiotische Wirkung auf bestimmte grampositive Bakterien (Clostridium perfringens) und gramnegative Bakterien (Lawsonia intracellularis) sowie Mycoplasma spp..

Das Monitoring in verschiedenen EU-Ländern zur Empfindlichkeit von verschiedenen Mycoplasma spp. mit Bedeutung in Rind, Schwein und Geflügel ergab teilweise eine multimodale Verteilung, was auf die Existenz resistenter Subpopulationen hinweist.

Besonders häufig werden Resistenzen auch bei Mycoplasma gallisepticum und Brachyspira hyodysenteriae beobachtet. Bei Staphylokokken und Streptokokken finden sich plasmidübertragene Resistenzen, die eine Gruppenresistenz gegen Makrolide, Lincosamide und Streptogramin B (MLS- Resistenz) verursachen.

Rezept- und apothekenpflichtig

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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