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Medikamente

Torphadine 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde

Torphadine 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Torphadine 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde Anwendungsgebiet(e) Hund Zur Analgesie: Zur Linderung leichter bis mittelschwerer viszeraler Schmerzen. Zur Sedierung: Zur Sedierung in Kombination mit bestimmten α2-Adrenozeptor-Agonisten (Medetomidin).

Zulassungsinhaber
Le Vet. Beheer B.V.
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QN02AF01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Torphadine 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Torphadine 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde

Anwendungsgebiet(e)

Hund

Zur Analgesie:

Zur Linderung leichter bis mittelschwerer viszeraler Schmerzen.

Zur Sedierung:

  • Zur Sedierung in Kombination mit bestimmten α2-Adrenozeptor-Agonisten (Medetomidin).

Als Prämedikation vor einer Allgemeinanästhesie:

  • Zur Anwendung in Kombination mit Acepromazin zur Analgesie und Sedierung vor der Einleitung einer Allgemeinanästhesie. Hierdurch wird die Dosis von Tierarzneimitteln zur Einleitung der Anästhesie (Propofol oder Thiopental), dosisabhängig reduziert.
  • Zur Prämedikation als alleiniges Präanästhetikum verabreichen.

Zur Anästhesie:

Zur Anästhesie bei Anwendung in Kombination mit Medetomidin und Ketamin.

Katze

Zur Analgesie bei mittelschweren Schmerzen:

  • Zur präoperativen Anwendung zur Analgesie bei chirurgischen Eingriffen.
  • Zur postoperativen Analgesie nach kleinen chirurgischen Eingriffen.

Zur Sedierung:

Zur Sedierung bei Anwendung in Kombination mit bestimmten α2-Adrenozeptor-Agonisten

(Medetomidin).

Zur Anästhesie:

  • Zur Anästhesie bei Anwendung in Kombination mit Medetomidin und Ketamin bei kurzen schmerzhaften Eingriffen.

Pferd

Zur Analgesie:

Zur Linderung mittelschwerer bis schwerer abdominaler Schmerzen bei einer gastrointestinal

bedingten Kolik.

Zur Sedierung:

Zur Sedierung nach Verabreichung bestimmter α2-Adrenoceptor-Agonisten (Detomidin,Romifidin).

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Was ist vor der Einnahme von Torphadine 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde zu beachten?

Gegenanzeigen

Alle Zieltierarten

Nicht anwenden bei Tieren mit schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen.

Nicht anwenden bei Tieren mit Schädel-Hirn-Traumata oder organischen Hirnläsionen.

Nicht anwenden bei Tieren mit obstruktiven Atemwegserkrankungen, Herzfunktionsstörungen oder Krampfleiden.

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Pferd

Kombination von Butorphanol und Detomidinhydrochlorid:

Nicht anwenden bei Pferden mit bestehender Herzrhythmusstörung oder Bradykardie.

Nicht anwenden bei Koliken bedingt durch Obstipation, da die Kombination zu einer Abnahme dergastrointestinalen Motilität führt.

Nicht anwenden bei Pferden mit Lungenemphysem, da das Risiko einer Atemdepression besteht. Nicht anwenden bei trächtigen Stuten.

Kombination von Butorphanol und Romifidin:

Nicht anwenden im letzten Monat der Trächtigkeit.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Torphadine 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Hund und Katze: Intravenöse, intramuskuläre und subkutane Anwendung.

Pferd: Intravenöse Anwendung.

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Hund

Zur Analgesie:

Art der Butorphanol- Dosis des Tierarzneimittels
Anwendung Dosis
 
     
i.v., i.m. oder 0,20–0,30 mg/kg KGW 0,02-0,03 ml/kg KGW
 
s.c.    
     
  Eine i.v. Injektion soll langsam erfolgen.
  Analgetische Effekte treten innerhalb von 15 Minuten nach der Injektion auf. 15
  Minuten vor Beendigung der Anästhesie verabreichen, um eine Analgesie in der
Anmerkung Aufwachphase zu erzielen.  
   
  Für eine kontinuierliche Analgesie kann die Dosis bei Bedarf wiederholt verabreicht
  werden.  
     

Zur Sedierung in Kombination mit Medetomidinhydrochlorid:

Art der Butorphanol- Dosis des Medetomidinhydrochlorid-
Dosis Tierarzneimittels Dosis
Anwendung
     
       
i.m. oder 0,1 mg/kg 0,01 ml/kg KGW 0,01*–0,025**mg/kg KGW
   
i.v. KGW    
       
  Vor Beginn des Eingriffes 20 Minuten warten, bis eine tiefe Sedation erreicht ist.
  Wenn die Kompatibilität akzeptiert ist, können Tierarzneimittel, die Medetomidin
Anmerkung und Butorphanol enthalten, gemeinsam in derselben Spritze verabreicht werden
     
       
     

(siehe Abschnitt ‚Besondere Warnhinweise - Wesentliche Inkompatibilitäten‘).

*Je nach dem gewünschten Grad der Sedierung: 0,01 mg/kg: Zur Sedierung und als Prämedikation vor einer Anästhesie mit einem Barbiturat

**Je nach dem gewünschten Grad der Sedierung 0,025 mg/kg: Zur tiefen Sedierung und als Prämedikation vor einer Anästhesie mit Ketamin

Zur Anwendung als Prämedikation/als Prä-Anästhetikum:

- Wenn das Tierarzneimittel als einziger Wirkstoff verabreicht wird:

Art der Anwendung Butorphanol-Dosis Dosis des Tierarzneimittels
     
i.v., i.m. oder s.c 0,1–0,20 mg/kg KGW 0,01-0,02 ml/kg KGW
     
Anmerkung 15 Minuten vor Narkoseeinleitung
     

- Wenn das Tierarzneimittel in Kombination mit 0,02 mg/kg Acepromazin angewendet wird:

Art der Butorphanol-Dosis Dosis des Tierarzneimittels
 
Anwendung    
     
i.v. oder i.m. 0,10 mg/kg KGW* 0,01 ml/kg KGW*
     
  Mindestens 20 Minuten warten bis zum vollen Wirkungseintritt; der Abstand
  zwischen Prämedikation und Narkoseeinleitung ist flexibel mit 20 bis 120
  Minuten.  
Anmerkung Wenn die Kompatibilität akzeptiert ist, können Tierarzneimittel, die Butorphanol
   
  und Acepromazin enthalten, gemeinsam in derselben Spritze verabreicht werden
  (siehe Abschnitt ‚Besondere Warnhinweise - Wesentliche Inkompatibilitäten‘).
     

* Die Dosis kann auf 0,2 mg/kg (entsprechend 0,02 ml/kg) erhöht werden, wenn das Tier bereits vor dem Eingriff unter Schmerzen leidet oder wenn ein höherer Grad der Analgesie während des Eingriffs notwendig ist.

Anwendung bei Kombinationsnarkosen mit Medetomidin & Ketamin:

Art der Butorphanol- Dosis des Medetomidin- Ketamin-
Dosis Tierarzneimittels Dosis Dosis
Anwendung
       
         
  0,10 mg/kg   0,025 mg/kg  
i.m. KGW 0,01 ml/kg KGW KGW 5,0 mg/kg KGW*
   
         
  Eine Antagonisierung mit Atipamezol wird nicht empfohlen.
Anmerkung Wenn die Kompatibilität akzeptiert ist, können Tierarzneimittel, die Medetomidin
und Butorphanol enthalten, gemeinsam in derselben Spritze verabreicht werden
 
  (siehe Abschnitt ‚Besondere Warnhinweise - Wesentliche Inkompatibilitäten‘).
         

*Ketamin sollte 15 Minuten nach der i.m. Gabe einer Kombination von Butorphanol/Medetomidin verabreicht werden.

Katze

Zur präoperativen Analgesie:

  Art der Butorphanol-   Dosis
  Anwendung Dosis   des Tierarzneimittels
       
         
  i.m. oder 0,4 mg/kg KGW   0,04 ml/kg KGW
     
  s.c.      
       
  Anmerkung 15–30 Minuten vor der i.v. Gabe von Anästhetika zur Narkoseeinleitung verabreichen
    5 Minuten vor i.m. Gabe von Anästhetika zur Narkoseeinleitung, wie z.B.
    Kombinationen von Acepromazin/ Ketamin oder Xylazin/Ketamin,
    verabreichen.    
         
Zur postoperativen Analgesie:    
  Art der Butorphanol-   Dosis
  Anwendung Dosis   des Tierarzneimittels
       
         
  s.c. oder 0,4 mg/kg KGW    
  i.m.    
      0,04 ml/kg KGW
       
         
  i.v. 0,1 mg/kg KGW   0,01 ml/kg KGW
       
       
  Anmerkung 15 Minuten vor dem Aufwachen verabreichen
       
     

Zur Sedierung in Kombination mit Medetomidinhydrochlorid:

      Butorphanol-   Dosis       Medetomidinhydrochlorid-
      Dosis          
                  Dosis    
  Art der         des Tierarzneimittels    
               
  Anwendung              
                       
                         
  i.m. oder s.c.   0,4 mg/kg KGW   0,04 ml/kg KGW     0,05 mg/kg KGW
                       
  Anmerkung   Beim Anlegen einer Wundnaht sollte eine Lokalanästhesie angewendet werden.
      Wenn die Kompatibilität akzeptiert ist, können Tierarzneimittel, die Medetomidin
      und Butorphanol enthalten, gemeinsam in derselben Spritze verabreicht werden
      (siehe Abschnitt ‚Besondere Warnhinweise – Wesentliche Inkompatibilitäten‘).
                       
Für eine Anästhesie in Kombination mit Medetomidin und Ketamin:    
    Butorphanol-   Dosis Medetomidin- Ketamin-
      des
    Dosis   Dosis Dosis
  Art der      
                       
  Anwendung       Tierarzneimittels            
                   
  i.m. 0,40 mg/kg KGW 0,04 ml/kg KGW   0,08 mg/kg KGW 5,0 mg/kg KGW*
                         
                      1,25–2,50 mg/kg
                      KGW (je nach
  i.v.       0,01 ml/kg KGW   0,04 mg/kg KGW erforderlicher Tiefe
    0,10 mg/kg KGW             der Anästhesie)
                 
  Anmerkung Wenn die Kompatibilität akzeptiert ist, können Tierarzneimittel, die Medetomidin,
    Butorphanol und Ketamin enthalten, gemeinsam in derselben Spritze verabreicht
    werden (siehe Abschnitt ‚Besondere Warnhinweise - Wesentliche
    Inkompatibilitäten‘).            
                         
Pferd                      
Zur Analgesie:                      
             
  Art der Anwendung Butorphanol-Dosis     Dosis des Tierarzneimittels  
                     
  i.v.     0,10 mg/kg KGW     1 ml/100 kg KGW  
                 
             
  Anmerkung     Analgetische Wirkungen treten innerhalb von 15 Minuten nach der  
        Injektion auf.            
                       
                     

Die Dosis kann bei Bedarf wiederholt verabreicht werden.

Zur Sedierung in Kombination mit Detomidinhydrochlorid:

  Detomidinhydrochlorid- Butorphanol Dosis des
  Dosis
Art der Anwendung   Tierarzneimittels
   
  -Dosis*  
     
       
    0,025 mg/kg 0,25 ml/100 kg
i.v. 0,012 mg/kg KGW KGW KGW
   
       
Anmerkung Detomidin sollte bis zu 5 Minuten vor der Gabe von Butorphanol
verabreicht werden.    
     
       

*Klinische Erfahrungen zeigen, dass mit einer Gesamtdosis von 5 mg Detomidinhydrochlorid und 10 mg Butorphanol eine wirksame, verträgliche Sedierung bei Pferden über 200 kg Körpergewicht erreicht wird.

Zur Sedierung in Kombination mit Romifidin:

Art der Anwendung Romifidin-Dosis Butorphanol- Dosis des Tierarzneimittels
 
    Dosis  
       
i.v. 0,04–0,12 mg/kg 0,02 mg/kg 0,2 ml/100 kg KG
   
  KGW KGW  
       
Anmerkung Romifidin sollte bis zu 5 Minuten vor der Gabe von Butorphanol
     
  verabreicht werden.  
       

Bevor dieses Tierarzneimittel gemeinsam mit einem anderen Tierarzneimittel in derselben Spritze verabreicht wird, lesen Sie bitte den Abschnitt „Besondere Warnhinweise - Wesentliche

Inkompatibilitäten“.

Der Stopfen der Durchstechflasche soll bei Anwendung der Kanülen der Größe 21G und 23G maximal 100-mal und bei Anwendung einer 18G-Kanüle maximal 40-mal durchstochen werden.

Hinweise für die richtige Anwendung

Nicht zutreffend.

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Welche Nebenwirkungen hat Torphadine 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde?

Pferd:

Sehr häufig Sedierunga  
(> 1 Tier / 10 behandelte Tiere):    
   
Sehr selten Schmerz an der Injektionsstelle b
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, Ataxie c, gesteigerte motorische Aktivität d, Zittern
einschließlich Einzelfallberichte): Ruhelosigkeit, exzitatorische lokomotorische Wirkungen
  (z. B. Laufbewegungen) e
  Hypomotilität des Verdauungstrakts f
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Kardiale Depression g
Basis der verfügbaren Daten nicht Atemdepression g
geschätzt werden)  
   
     
  1. Bei ca. 15 % der Pferde kann nach alleiniger Verabreichung von Butorphanol eine leichte Sedation auftreten.
  2. Bei intramuskulärer Injektion.
  3. Leichte Ataxie, die 3 bis 10 Minuten anhalten kann. In einigen Fällen kann die Ataxie jedoch auch 1– 2 Stunden anhalten. Leichte bis schwere Ataxien können in Kombination mit Detomidin auftreten, allerdings ist es unwahrscheinlich, dass Pferde dabei niedergehen. Um Verletzungen zu vermeiden, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten (siehe Abschnitt Besondere Warnhinweise).
  4. Kann in einigen Fällen 1–2 Stunden anhalten.
  5. Nach einer i.v. Bolusinjektion in der höchsten zulässigen Dosis (0,1 mg/kg Körpergewicht) bei ansonsten klinisch unauffälligen Pferden.
  6. Bei gesunden Pferden, doch tritt keine Verkürzung der Gastrointestinalpassage auf. Diese Wirkungen sind dosisabhängig und in der Regel geringfügig und vorübergehend.
  7. Bei Kombination mit α2-Adrenozeptor-Agonisten kann eine kardiopulmonale Depression in seltenen Fällen tödlich sein.

Hund:

(1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Anorexie a
Tiere): Diarrhoe a
   
   
Sehr selten Sedierung
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, Atemdepression b (z. B. verminderte Atemfrequenz)
einschließlich Einzelfallberichte): Kardiale Depression b (z. B. Bradykardie c, Niedriger
  Blutdruck d)
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Schmerz an der Injektionsstelle e
Basis der verfügbaren Daten nicht Hypomotilität des Verdauungstrakts
geschätzt werden)
   
     
  1. Vorübergehend.
  2. Der Grad der Depression ist dosisabhängig. Wenn eine Atemdepression auftritt, kann Naloxon als Antidot verwendet werden. Eine mittel- bis hochgradige kardiopulmonale Depression kann auftreten, wenn Butorphanol als schnelle intravenöse Injektion verabreicht wird.
  3. Bei Anwendung von Butorphanol als Präanästhetikum wird das Herz durch die Gabe von Anticholinergika wie Atropin vor einer möglichen narkoseinduzierten Bradykardie geschützt.
  4. Eine Senkung des diastolischen Blutdrucks (siehe Abschnitt Besondere Warnhinweise).
  5. Bei intramuskulärer Injektion.

Katze:

Sehr selten Atemdepression a
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, Mydriasis
einschließlich Einzelfallberichte): Erregung
 
   
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Schmerz an der Injektionsstelle b
Basis der verfügbaren Daten nicht Sedierung, Orientierungslosigkeit
geschätzt werden)
Angst
 
  Dysphorie
   
  1. Naloxon kann als Antidot angewendet werden.
  2. Bei intramuskulärer Injektion.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:

DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5, 1200 Wien, Österreich

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at

Website: https://www.basg.gv.at/

Wie ist Torphadine 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde aufzubewahren?

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage.

Weitere Informationen zu Torphadine 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde

Zusammensetzung

Jeder ml enthält:  
Wirkstoff:  
Butorphanol 10,0 mg

(entsprechend 14,58 mg Butorphanoltartrat)

Sonstiger Bestandteil:

Benzethoniumchlorid 0,10 mg

Klare, farblose Lösung.

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Butorphanol ist für die Anwendung in Situationen bestimmt, bei denen eine kurz anhaltende

Analgesie (Pferd, Hund) oder eine kurz bis mittellang anhaltende Analgesie (Katze) erforderlich ist

(siehe Abschnitt „Weitere Informationen“). Falls voraussichtlich eine länger anhaltende Analgesie erforderlich ist, sollte ein anderer therapeutischer Wirkstoff verwendet werden.

Bei Katzen tritt keine ausgeprägte Sedation ein, wenn Butorphanol als einziger Wirkstoff angewendet wird. Das Ansprechen auf Butorphanol kann bei Katzen individuell verschieden sein. Bei Ausbleiben einer angemessenen schmerzlindernden Wirkung sollte ein anderes Analgetikum verwendet werden.

Eine Dosiserhöhung bewirkt bei Katzen keine Verstärkung oder Verlängerung der gewünschten Wirkung.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Für alle Zieltierarten

Aufgrund seiner antitussiven Eigenschaften kann Butorphanol zu einer Schleimansammlung in den Atemwegen führen. Daher darf Butorphanol bei Tieren mit Atemwegserkrankungen mit erhöhter Schleimproduktion nur nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den

behandelnden Tierarzt angewendet werden.

Vor Anwendung des Tierarzneimittels in Kombination mit α2-Adrenozeptor-Agonisten soll routinemäßig eine Herzauskultation durchgeführt werden und eine gleichzeitige Anwendung

von Anticholinergika, z. B. Atropin, in Betracht gezogen werden.

Die Kombination von Butorphanol mit α2-Adrenorezeptor-Agonisten darf bei Tieren mit leichten bis mittelgradigen Funktionsstörungen der Leber oder Nieren nur unter Vorsicht angewendet werden.

Bei Verabreichung von Butorphanol an Tiere, die gleichzeitig mit anderen zentral dämpfendenTierarzneimitteln behandelt werden, ist Vorsicht geboten (siehe den Abschnitt über Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen).

Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels bei Hunde- und Katzenwelpen sowie Fohlen ist nicht belegt, daher sollte das Tierarzneimittel bei diesen Tieren nur nach entsprechender Nutzen-Risiko- Bewertung durch denbehandelnden Tierarzt angewendet werden.

Hund

Bei Verabreichung als intravenöse Injektion nicht schnell als Bolus injizieren. Bei Hunden mit einer MDR1-Mutation die Dosis um 25–50 % vermindern.

Katze

Es wird empfohlen, entweder eine Insulinspritze oder eine graduierte 1-ml-Spritze zu verwenden.

Pferd

Die Anwendung des Tierarzneimittels in der empfohlenen Dosierung kann vorübergehend zu Ataxie und/oder Erregung führen. Um Verletzungen des Patienten und der beteiligten Personen vorzubeugen, sollte daher der Ort zur Behandlung von Pferden sorgfältig gewählt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Butorphanol hat eine opioide Wirkung. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen von Butorphanol beim Menschen, die nach versehentlicher Selbstinjektion auftreten können, sind Schläfrigkeit, Schwitzen, Übelkeit, Benommenheit und Schwindel. Vorsicht ist geboten, um eine versehentliche Injektion/Selbstinjektion zu vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Nicht selbst mit dem Autofahren. Als Antidot kann ein Opioid-Antagonist (z. B. Naloxon) verwendet werden.

Spritzer auf Haut oder Augen sofort abwaschen.

Trächtigkeit und Laktation:

Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt. Die Anwendung während der Trächtigkeit und Laktation wird nicht empfohlen. Siehe auch den Abschnitt über Gegenanzeigen.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Wenn Butorphanol in Kombination mit bestimmten α2-Adrenozeptor-Agonisten (Romifidin oder Detomidin bei Pferden, Medetomidin bei Hunden und Katzen) angewendet wird, können

synergistische Wirkungen auftreten, die eine Dosisreduktion von Butorphanol notwendig machen (siehe Abschnitt „Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung“ und Abschnitt

„Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten“).

Butorphanol wirkt antitussiv und darf nicht in Kombination mit schleimlösenden Substanzen verwendet werden, da dies zu einer Schleimansammlung in den Atemwegen führen kann.

Butorphanol hat antagonistische Eigenschaften am μ-Opioid-Rezeptor, der die analgetische Wirkung von reinen μ-Opioid-Agonisten (z. B. Morphin, Oxymorphin) bei Tieren aufheben kann, die diese Substanzen bereits erhalten haben.

Bei gleichzeitiger Anwendung anderer zentral dämpfender Substanzen muss mit einer Verstärkung der Wirkung von Butorphanol gerechnet werden, weshalb diese Substanzen nur mit Vorsicht angewendet werden sollten. Bei gleichzeitiger Gabe dieser Substanzen sollte daher eine verringerte Dosis von Butorphanol angewendet werden.

Überdosierung:

Das wesentliche Anzeichen einer Überdosierung ist die Atemdepression, die mit Naloxon aufgehoben werden kann.

Um die sedierende Wirkung einer Kombination von Butorphanol/α2-Adrenozeptor-Agonisten aufzuheben, kann Atipamezol verwendet werden. Um die unerwünschten kardiopulmonalen Wirkungen dieser Kombinationen aufzuheben, können höhere Dosen Atipamezol erforderlich sein. Atipamezol darf nicht bei Hunden angewendet werden, wenn zuvor eine Kombination aus Butorphanol, Medetomidin und Ketamin intramuskulär für die Anästhesie angewendet wurde.

Weitere mögliche Anzeichen einer Überdosierung beim Pferd sind Unruhe/Erregbarkeit, Muskelzittern, Ataxie, Hypersalivation, Abnahme der gastrointestinalen Motilität und Krämpfe. Bei

der Katze sind die wesentlichen Anzeichen einer Überdosierung Koordinationsstörungen, Speichelfluss und leichte Krämpfe.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Butorphanol darf nicht mit anderen Tierarzneimitteln in einer Spritze gemischt werden, mit Ausnahme folgender Kombinationen:

Butorphanol/Medetomidin, Butorphanol/Medetomidin/Ketamin und Butorphanol/Acepromazin.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

DE: Zul.-Nr. V7007150.00.00

AT: Zul.-Nr. 837172

Packungsgrößen: Faltschachtel mit einer Durchstechflasche aus Glas zu 10 oder 20 ml.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Eintritt und Dauer der Analgesie:

Eine Analgesie tritt im Allgemeinen innerhalb von 15 Minuten nach intravenöser Gabe ein. Nach einer einzelnen intravenösen Gabe hält die Analgesie beim Pferd gewöhnlich 15–60 Minuten an.

DE: Verschreibungspflichtig

AT: Rezept- und apothekenpflichtig

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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