Zum Inhalt springen

Medikamente

Stresoron 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine

Stresoron 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Stresoron 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine 2. Zusammensetzung Jeder ml enthält: Wirkstoff: Azaperon 40,0 mg Sonstige Bestandteile: Methyl-4-hydroxybenzoat (E218) 0,5 mg Propyl-4-hydroxybenzoat 0,05 mg Natriummetabisulfit (E223) 2,0 mg Klare, farblose bis leicht gelbliche Lösung.

Zulassungsinhaber
CP-Pharma Handelsgesellschaft mbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QN05AD90

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

Anzeige

Gebrauchsinformation

Wofür wird Stresoron 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Stresoron 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine

2. Zusammensetzung    
Jeder ml enthält:    
Wirkstoff:    
Azaperon 40,0 mg    
Sonstige Bestandteile:    
Methyl-4-hydroxybenzoat (E218) 0,5 mg
Propyl-4-hydroxybenzoat 0,05 mg
Natriummetabisulfit (E223) 2,0 mg

Klare, farblose bis leicht gelbliche Lösung.

Anwendungsgebiete

  1. Zur Anwendung bei Tieren mit aggressivem Verhalten
    • nach Umgruppieren
    • bei Sauen (Ferkelfressen)
  2. Zur Anwendung bei Tieren mit Stresszuständen und zur Stressprophylaxe
    • kardiovaskulärer Stress
    • transportbedingter Stress
  3. Geburtshilfe
  4. Zur Prämedikation vor einer Lokalanästhesie oder Narkose
  5. Zur Symptomlinderung bei Tieren mit nutritiver Muskeldystrophie

Anzeige

Was ist vor der Einnahme von Stresoron 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden in sehr kalter Umgebung, da es durch die periphere Gefäßerweiterung zu einem kardiovaskulären Kollaps und zu Hypothermie (verstärkt durch Hemmung des Wärmeregulationszentrums im Hypothalamus) kommen kann.

Nicht anwenden für den Transport oder die Umgruppierung von Schweinen, die vor Ablauf Wartezeit geschlachtet werden sollen.

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Stresoron 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zur intramuskulären Anwendung.

Streng intramuskulär und nur hinter dem Ohr injizieren. Das Tierarzneimittel wird einmalig verabreicht.

Es sollte eine lange Kanüle verwendet werden, und die Injektion sollte möglichst dicht hinter dem Ohr und senkrecht zur Haut erfolgen.

Nicht mehr als 5 ml pro Injektionsstelle verabreichen.

Aggressives Verhalten (Ferkelfressen, Umgruppierung), Geburtshilfe:

2 mg Azaperon/kg Körpergewicht (KGW), entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels pro 20 kg KGW

Stresszustände:

- Kardiovaskulärer Stress:

0,4 mg Azaperon/kg Körpergewicht, entsprechend 0,2 ml des Tierarzneimittels pro 20 kg KGW - Transportbedingter Stress bei Ferkeln, Läufern und Ebern:

1 mg Azaperon/kg Körpergewicht, entsprechend 0,5 ml des Tierarzneimittels pro 20 kg KGW - Transport-bedingter Stress bei Sauen und Mastschweinen:

0,4 mg Azaperon/kg Körpergewicht, entsprechend 0,2 ml des Tierarzneimittels pro 20 kg KGW

Prämedikation vor einer Lokalanästhesie oder Narkose, nutritive Muskeldystrophie:

1–2 mg Azaperon/kg Körpergewicht, entsprechend 0,5–1 ml des Tierarzneimittels pro 20 kg KGW

Zur Anwendung bei Ebern siehe Abschnitt 6 „Besondere Warnhinweise“.

Nach der Behandlung sind die Tiere in einer ruhigen Umgebung allein zu lassen.

Wenn bei schweren Tieren mit einer kurzen Kanüle in den Nacken injiziert wird, besteht das Risiko, einen Teil des Tierarzneimittels in das Fettgewebe zu injizieren. In einem solchen Fall kann die Injektion eine unzureichende Wirkung haben.

Der Gummistopfen sollte nicht mehr als 20-mal durchstochen werden.

Hinweise für die richtige Anwendung

Siehe Abschnitt: „Dosierung f̈r jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung“.

Anzeige

Welche Nebenwirkungen hat Stresoron 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine?

Schweine:

Unbestimmte Häufigkeit (auf Basis Vermehrter Speichelfluss1, Hecheln1, Zittern1

der verfügbaren Daten nicht Reversibler Penisprolaps bei Ebern2 abschätzbar)

1 Bei hohen Dosen. Diese Nebenwirkungen klingen spontan ab und hinterlassen keine dauerhafte Beeinträchtigung.

2 Bei Dosen von mehr als 1 mg/kg.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

AT:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5, AT-1200 Wien

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at.

Website: https://www.basg.gv.at/

Wie ist Stresoron 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen

Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage.

Weitere Informationen zu Stresoron 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Behandelte Tiere sind während des Wirkungseintritts in einer ruhigen Umgebung allein zu lassen. Eine unzureichende Wirkung kann eintreten, wenn das Tier während des Wirkungseintritts gestört oder aufgescheucht wird.

Eine Injektion in das Fettgewebe kann zu scheinbar unzureichender Wirkung führen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: Gelegentliche Todesfälle wurden beim vietnamesischen Hängebauchschwein beobachtet. Es wird angenommen, dass dies durch die Injektion in das Fettgewebe verursacht wird, was zu einer langsamen Verteilung führt, und dadurch die Tendenz zur Nachdosierung besteht, was dann eine Überdosierung bewirkt.

Es ist wichtig, bei dieser Rasse die angegebene Dosis nicht zu überschreiten.

Wenn die anfängliche Dosis keine Wirkung zeigt, ist die vollständige Erholung abzuwarten, bevor an einem anderen Tag erneut injiziert wird.

Bei Ebern können Dosen von mehr als 1 mg/kg zum Penisvorfall führen, wodurch es zu Penisverletzungen kommen kann.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Azaperon, Natriummetabisulfit und Methyl- und Propyl-4-hydroxybenzoat können Überempfindlichkeitsreaktionen verursachen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Azaperon oder einen der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Dieses Tierarzneimittel kann Haut, Augen und Mundschleimhaut reizen. Kontakt mit Haut, Augen und Mundschleimhaut vermeiden. Etwaige Spritzer sofort mit viel Wasser von der Haut, den Augen und der Mundschleimhaut abspülen.

Bei anhaltender Reizung ärztlichen Rat einholen.

Versehentliche Selbstinjektion kann zu Sedierung führen. Es ist darauf zu achten, eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden. Das Tierarzneimittel stets in einer Spritze ohne aufgesetzte Kanüle transportieren, um eine versehentliche Injektion zu vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. KEIN FAHRZEUG STEUERN, da eine Sedierung eintreten kann.

Untersuchungen an Labortieren, denen Azaperon verabreicht wurde, ergaben Hinweise auf Auswirkungen auf den Fetus. Das Tierarzneimittel sollte nicht von schwangeren Frauen verabreicht werden. Es liegen keine Daten zum Übertritt von Azaperon in die Muttermilch stillender Frauen vor. Stillende Frauen sollten beim Umgang mit diesem Tierarzneimittel äußerst vorsichtig sein. Azaperon kann nach Hautkontakt einschließlich Hand-zu-Mund-Kontakt Wirkungen auf das zentrale Nervensystem haben. Hautkontakt und Hand-zu-Mund-Kontakt vermeiden. Nach der Anwendung Hände waschen.

Trächtigkeit und Laktation:

Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Azaperon hat eine verstärkende Wirkung auf alle zentral dämpfenden und blutdrucksenkenden

Substanzen (durch periphere α-Adrenolyse)

Verstärkung der durch Adrenolytika hervorgerufenen Tachykardie.

Die gleichzeitige Anwendung mit α- und β-Sympathomimetika wie Epinephrin (Adrenalin) führt zu Blutdruckabfall (Adrenalin-Umkehr).

Überdosierung:

Nach Überdosierung kann während der Aufwachphase aggressives Verhalten auftreten.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgef̈hrt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z.Nr.:

Durchstechflasche aus Klarglas (Typ I) mit einem Chlorbutyl-Gummistopfen und einer Aluminium- Bördelkappe.

Packungsgrößen:

Umkarton mit 1 Durchstechflasche zu 100 ml.

Umkarton mit 1 Durchstechflasche zu 50 ml.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

07/2025

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

AT: Rezept- und apothekenpflichtig

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

Aus unserem Magazin