Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Shotaflor 300 mg/ml Injektionslösung für Schweine Anwendungsgebiet(e) Behandlung von akut auftretenden respiratorischen Erkrankungen, die durch Florfenicol-empfindliche Stämme von Actinobacillus pleuropneumoniae und Pasteurella multocida verursacht werden.
- Wirkstoff(e)
- Florfenicol
- Zulassungsinhaber
- Virbac S.A.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD-AB (Abgabe ist im Rahmen des TGD nur auf Basis besonderer veterinärmedizinischer Erfordernisse gestattet und der Einsatz ist durch geeignete obje
- ATC Code
- QJ01BA90
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Shotaflor 300 mg/ml Injektionslösung für Schweine angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Shotaflor 300 mg/ml Injektionslösung für Schweine
Anwendungsgebiet(e)
Behandlung von akut auftretenden respiratorischen Erkrankungen, die durch Florfenicol-empfindliche Stämme von Actinobacillus pleuropneumoniae und Pasteurella multocida verursacht werden.
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Was ist vor der Einnahme von Shotaflor 300 mg/ml Injektionslösung für Schweine zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Ebern, die zur Zucht vorgesehen sind.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Siehe auch Abschnitt „Besondere Warnhinweise“, Unterabschnitt „Trächtigkeit und Laktation“ und Unterabschnitt „Fortpflanzungsfähigkeit“.
Nicht anwenden bei einer Resistenz gegen den Wirkstoff.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.
AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme.
DE/AT:
Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Shotaflor 300 mg/ml Injektionslösung für Schweine angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
15 mg/kg Körpergewicht (1 ml/20 kg) mittels trockener, steriler Spritze und Kanüle Gr. 16 intramuskulär in die Nackenmuskulatur verabreichen, zweimal im Abstand von 48 Stunden.
Es ist ratsam die Tiere im Frühstadium der Erkrankung zu behandeln und den Behandlungserfolg innerhalb von 48 Stunden nach der zweiten Injektion zu bewerten.
Falls die klinischen Symptome der Atemwegserkrankung länger als 48 Stunden nach der letzten Injektion anhalten, ist eine Behandlungsumstellung auf eine andere Formulierung oder ein anderes Antibiotikum erforderlich. Diese Behandlung ist dann bis zum vollständigen Verschwinden der klinischen Symptome fortzusetzen.
Hinweise für die richtige Anwendung
Die Injektion darf nur in den Nacken verabreicht werden.
Vor jeder Entnahme den Stopfen abwischen. Eine trockene, sterile Spritze und Kanüle Gr. 16 verwenden.
Um ein übermäßiges Zerstechen des Stopfens zu vermeiden, sollte eine geeignete Entnahmekanüle oder eine Automatikspritze verwendet werden.
Es sollten nicht mehr als 3 ml pro Injektionsstelle verabreicht werden.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
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Welche Nebenwirkungen hat Shotaflor 300 mg/ml Injektionslösung für Schweine?
Schwein:
Häufig (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte Tiere):
Diarrhoe1
Erythem1,2, Ödem1,2
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden):
Schwellung an der Injektionsstelle3, Entzündung an der Injektionsstelle4
1Vorübergehende Wirkungen, die 50% der Tiere betreffen können. Diese Wirkungen können eine Woche lang beobachtet werden.
2Perianal und rektal.
3Vorübergehend, bis zu 5 Tage lang.
4Bis zu 28 Tage anhaltend.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
DE:
Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, AT-1200 WIEN E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Shotaflor 300 mg/ml Injektionslösung für Schweine aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage.
Weitere Informationen zu Shotaflor 300 mg/ml Injektionslösung für Schweine
Zusammensetzung
Jeder ml Injektionslösung enthält:
Wirkstoff:
Hellgelbe bis gelbe, klare, viskose Lösung.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Die Behandlung sollte nicht wiederholt werden, wenn eine allergische Reaktion auftritt.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: Nicht an Ferkel unter 2 kg verabreichen.
Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte unter Berücksichtigung eines Antibiogramms und entsprechend den offiziell anerkannten und örtlichen Vorschriften zur Anwendung von Antibiotika erfolgen.
Eine von den Vorgaben in der Fachinformation abweichende Anwendung des Tierarzneimittels kann die Prävalenz von Bakterien, die gegen Florfenicol resistent sind, erhöhen und die Wirksamkeit von Behandlungen mit anderen Amphenikolen infolge möglicher Kreuzresistenzen vermindern.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Zwecks Vermeidung einer versehentlichen Selbstinjektion ist bei der Verabreichung Vorsicht geboten.
Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Florfenicol, Propylenglycol und/oder Polyethylenglycole sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Verwenden Sie das Tierarzneimittel nicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Florfenicol, Propylenglycol und/oder Polyethylenglycolen.
Bei versehentlichem Augenkontakt die Augen umgehend mit reichlich Wasser spülen.
Trächtigkeit und Laktation:
Bei Studien an Labortieren ergaben sich für Florfenicol keine Hinweise auf ein embryo- oder foetotoxisches Potential. Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation bei Sauen ist nicht belegt. Die Anwendung während der Trächtigkeit und Laktation wird nicht empfohlen.
Fortpflanzungsfähigkeit:
Nicht bei Zuchtebern anwenden.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: Keine Daten verfügbar.
Überdosierung:
Bei Schweinen wurden nach Verabreichung der dreifachen empfohlenen Dosis oder mehr eine herabgesetzte Futteraufnahme, verminderte Trinkwasseraufnahme sowie verminderte Gewichtszunahme festgestellt.
Nach Verabreichung der fünffachen empfohlenen Dosis oder mehr wurde außerdem Erbrechen beobachtet.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
DE: 401150.00.00
AT: Z.Nr.: 8-00772
Durchstechflasche mit 50 ml im Umkarton
Durchstechflasche mit 100 ml im Umkarton
Durchstechflasche mit 250 ml im Umkarton
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
05/2024
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


