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Medikamente

Pereprin 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder, Schafe und Ziegen

Pereprin 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder, Schafe und Ziegen
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Pereprin 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder, Schafe und Ziegen Anwendungsgebiete Zur Behandlung eines Befalls mit folgenden Parasiten: Rind: PARASIT Adulte L4 Inhibierte L4 Magen-Darm-Rundwürmer: Ostertagia spp. ◆ ◆ O. lyrata ◆ O. ostertagi ◆ ◆ ◆ Cooperia spp. ◆ ◆ ◆ C. oncophora ◆ ◆ C. pectinata ◆ ◆ C. punctata ◆ ◆ C.

Wirkstoff(e)
Eprinomectin
Zulassungsinhaber
Huvepharma
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QP54AA04

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Pereprin 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder, Schafe und Ziegen angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Pereprin 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder, Schafe und Ziegen

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung eines Befalls mit folgenden Parasiten:

Rind:      
PARASIT Adulte L4 Inhibierte L4
Magen-Darm-Rundwürmer:      
Ostertagia spp.  
O. lyrata    
O. ostertagi
Cooperia spp.
C. oncophora  
C. pectinata  
C. punctata  
C. surnabada  
Haemonchus placei  
Trichostrongylus spp.  
T. axei  
T. colubriformis  
Bunostomum phlebotomum  
Nematodirus helvetianus  
Oesophagostomum spp.    
Oesophagostomum radiatum  
Trichuris spp.    
Lungenwurm:      
Dictyocaulus viviparus  

Dasselfliegen (parasitische Stadien):

Hypoderma bovis

Hypoderma lineatum

Räudemilben:

Chorioptes bovis

Sarcoptes scabiei var. bovis

Läuse/Haarlinge:

Damalinia bovis (Haarling)

Linognathus vituli (Laus)

Haematopinus eurysternus (Laus)

Solenopotes capillatus (Laus)

Fliegen:

Haematobia irritans (kleine Weidestechfliege)

ANHALTENDE WIRKUNGSDAUER

Bei bestimmungsgemäßer Anwendung verhindert das Tierarzneimittel einen erneuten Befall durch:

Parasit Anhaltende Wirkungsdauer
Dictyocaulus viviparus Bis zu 28 Tage
Ostertagia ostertagi Bis zu 28 Tage
Oesophagostomum radiatum Bis zu 28 Tage
Cooperia punctata Bis zu 28 Tage
Cooperia surnabada Bis zu 28 Tage
Cooperia oncophora Bis zu 28 Tage
Nematodirus helvetianus Bis zu 14 Tage
Trichostrongylus colubriformis Bis zu 21 Tage
Trichostrongylus axei Bis zu 21 Tage
Haemonchus placei Bis zu 21 Tage

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollte das Tierarzneimittel Teil eines Programms zur Bekämpfung von Endo- und Ektoparasiten bei Rindern sein, das auf der Epidemiologie dieser Parasiten basiert.

Schaf:

Magen-Darm-Rundwürmer (adulte Stadien):

Teladorsagia circumcincta (pinnata/trifurcata)

Haemonchus contortus

Trichostrongylus axei

Trichostrongylus colubriformis

Nematodirus battus

Cooperia curticei

Chabertia ovina

Oesophagostomum venulosum

Lungenwurm (adulte Stadien):

Dictyocaulus filaria

Nasen-Dasselfliegen (L1, L2, L3):

Oestrus ovis

Ziege:

Magen-Darm-Rundwürmer (adulte Stadien):

Teladorsagia circumcincta (pinnata/trifurcata)

Haemonchus contortus

Trichostrongylus axei

Trichostrongylus colubriformis

Nematodirus battus

Cooperia curticei

Oesophagostomum venulosum

Lungenwurm (adulte Stadien):

Dictyocaulus filaria

Nasen-Dasselfliegen (L1, L2, L3):

Oestrus ovis

Dasselfliegen (L1, L2, L3):

Przhevalskiana silenus

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollte das Tierarzneimittel Teil eines Programms zur Bekämpfung von Endo- und Ektoparasiten bei Schafen und Ziegen sein, das auf der Epidemiologie dieser Parasiten basiert.

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Was ist vor der Einnahme von Pereprin 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder, Schafe und Ziegen zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei anderen Tierarten. Avermectine können bei Hunden, insbesondere bei Collies, Old English Sheepdogs (Bobtails) und verwandten Rassen und Kreuzungen, sowie bei Wasser- und Landschildkröten zum Tod führen.

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

AT/BE: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme.

AT/BE/DE: Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Eprinomectin eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen kann. Seen oder Wasserwege nicht mit dem Tierarzneimittel oder gebrauchten Behältern verunreinigen.

Wie wird Pereprin 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder, Schafe und Ziegen angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zum Übergießen.

Nur für einmalige Anwendung.

Rind:

Verabreichen durch topische Anwendung in einer Dosierung von 0,5 mg Eprinomectin pro kg Körpergewicht, was der empfohlenen Dosierung von 1 ml pro 10 kg Körpergewicht entspricht.

Schaf und Ziege:

Verabreichen durch topische Anwendung in einer Dosierung von 1,0 mg Eprinomectin pro kg Körpergewicht, was der empfohlenen Dosierung von 2 ml pro 10 kg Körpergewicht entspricht.

Hinweise für die richtige Anwendung

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden. Sollen Tiere gemeinsam behandelt werden, so sollten möglichst homogene Gruppen gebildet werden und alle Tiere einer Gruppe sollten mit der Dosis behandelt werden, die dem schwersten Tier entspricht. Unterdosierung kann zu einer unwirksamen Anwendung führen und kann eine Resistenzentwicklung begünstigen.

Die Genauigkeit des Dosiergeräts sollte gründlich geprüft werden.

Das Tierarzneimittel sollte topisch angewendet werden durch Aufgießen entlang der Rückenlinie in einem schmalen Streifen vom Widerrist bis zum Schwanzansatz. Bei der Verabreichung des Tierarzneimittels entlang der Rückenlinie das Fell/die Haare teilen und die Düse der Dosierpistole oder die Dosierkappe direkt auf die Haut aufsetzen.

Art der Anwendung:

Für die 2,5- und 5-Liter-Rückenspritzen:

Schließen Sie die Dosierpistole und den Entnahmeschlauch wie folgt an die Rückenspritze an:

  • Befestigen Sie das offene Ende des Entnahmeschlauchs an eine passende Dosierpistole.
  • Befestigen Sie den Entnahmeschlauch an das in der Packung enthaltene Zapfventil.
  • Ersetzen Sie die Versandkappe durch das Zapfventil mit dem Entnahmeschlauch. Drehen Sie das

Zapfventil fest.

  • Entlüften Sie die Dosierpistole vorsichtig und überprüfen Sie sie auf Undichtigkeiten.
  • Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers der Dosierpistole zur Einstellung der Dosis und zur

ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung der Dosierpistole und des Entnahmeschlauchs.

Für die 250-Milliliter- und 1-Liter-Flaschen:

Beide Flaschentypen können mit einem geeigneten Dosiersystem verwendet werden, z. B. mit einer mit einem Zapfventil angeschlossenen Dosierpistole oder einer Dosierkappe in Kombination mit einem Eintauchschlauch.

Für die Anwendung mit einer Dosierpistole: Polypropylenkappe abschrauben. Schutzsiegel von der Flasche entfernen. Schrauben Sie ein Zapfventil auf die Flasche und stellen Sie sicher, dass sie fest sitzt. Befestigen Sie den Entnahmeschlauch am Zapfventil und verbinden Sie das andere Ende mit einer Dosierpistole. Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers der Dosierpistole zur Einstellung der Dosis und zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung der Dosierpistole und des Zapfventils. Nach Gebrauch sollten die Zapfventile entfernt und während der Lagerung durch die Polypropylenkappe ersetzt werden.

Für die Anwendung mit Dosierkappe und Eintauchschlauch: Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers zur Einstellung der Dosis und zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung der Dosierkappe mit Eintauchschlauch.

Polypropylenkappe abschrauben. Schutzsiegel von der Flasche entfernen. Führen Sie den Eintauchschlauch in die Unterseite der Dosierkappe ein. Schrauben Sie die Dosierkappe auf die Flasche. Drücken Sie die Flasche leicht zusammen, um die Dosierkappe gemäß den Anweisungen des Herstellers mit der erforderlichen Dosis zu füllen. Wenn Sie loslassen, fließt die überflüssige Flüssigkeit zurück in die Flasche. Tragen Sie die volle Dosis auf, indem Sie das Tierarzneimittel entlang der Rückenlinie des Tieres ausgießen, bis die Dosierkappe leer ist. Nach Gebrauch sollten die Dosierkappe und der Eintauchschlauch entfernt und während der Lagerung durch die Polypropylenkappe ersetzt werden.

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Welche Nebenwirkungen hat Pereprin 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder, Schafe und Ziegen?

Rind (zur Milchproduktion und zur Fleischproduktion), Schaf, Ziege:

Sehr selten Alopezie (Haarausfall)
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, Pruritus (Jucken)
einschließlich Einzelfallberichte):  
   

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, AT-1200 Wien E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/

BE: adversedrugreactions_vet@fagg-afmps.be

DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

Wie ist Pereprin 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder, Schafe und Ziegen aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Für dieses Tierarzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach

„Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 1 Jahr.

Weitere Informationen zu Pereprin 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder, Schafe und Ziegen

Zusammensetzung

Jeder ml enthält:  
Wirkstoffe:  
Eprinomectin 5 mg

Sonstige Bestandteile:

Butylhydroxytoluol (E321) 0,1 mg

Farblose oder hellgelbe, ölige Flüssigkeit.

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Zur wirksamen Anwendung sollte das Tierarzneimittel nicht auf Bereiche der Rückenlinie aufgetragen werden, die mit Schlamm oder Mist bedeckt sind.

Bei Rindern hat sich gezeigt, dass Niederschläge vor, während oder nach der Anwendung des Tierarzneimittels keinen Einfluss auf dessen Wirksamkeit haben. Es wurde ebenfalls nachgewiesen, dass die Länge des Fells keinen Einfluss auf die Wirksamkeit des Tierarzneimittels hat. Bei Schafen und Ziegen wurden die Auswirkungen von Regen und Felllänge auf die Wirksamkeit nicht untersucht.

Um die gegenseitige Übertragung von Eprinomectin zu begrenzen, können behandelte Tiere von unbehandelten Tieren getrennt werden. Die Nichteinhaltung dieser Empfehlung kann zu einer Überschreitung der Rückstandsgrenzwerte bei unbehandelten Tieren und zur Entwicklung einer Resistenz gegen Eprinomectin führen.

Eine unnötige oder von den Vorgaben der Packungsbeilage abweichende Anwendung von Antiparasitika kann den Resistenzselektionsdruck erhöhen und zu einer verminderten Wirksamkeit führen. Die Entscheidung für die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf dem Nachweis der Parasitenspezies und der Befallsstärke bzw. des Infektionsrisikos, welches auf den epidemiologischen Besonderheiten jeder Herde basiert, beruhen.

Die wiederholte Anwendung über einen längeren Zeitraum hinweg, insbesondere bei Verwendung derselben Substanzklasse, erhöht das Risiko einer Resistenzentwicklung. Innerhalb einer Herde ist die Aufrechterhaltung empfindlicher Refugien von wesentlicher Bedeutung, um dieses Risiko zu verringern. Systematische Intervallbehandlungen und die Behandlung der gesamten Herde sollten

vermieden werden. Stattdessen sollten, sofern dies möglich ist, nur ausgewählte Einzeltiere oder Untergruppen behandelt werden (gezielte selektive Behandlung). Dies sollte mit geeigneten Haltungs- und Weidemanagementmaßnahmen kombiniert werden. Für jede einzelne Herde sollte der behandelnde Tierarzt um Empfehlung gebeten werden.

Es wird empfohlen, Fälle von Resistenzverdacht mit einer geeigneten Diagnosemethode (z. B. Eizahlreduktionstest) weiter zu untersuchen. Wenn die Ergebnisse des/der Tests stark auf eine Resistenz gegen ein bestimmtes Anthelminthikum hindeuten, sollte ein Anthelminthikum einer anderen pharmakologischen Klasse mit einer anderen Wirkungsart verwendet werden.

Bestätigte Resistenzen sollten dem Zulassungsinhaber oder den zuständigen Behörden gemeldet werden.

Bislang wurde bei Rindern keine Resistenz gegen Eprinomectin (ein makrozyklisches Lacton) festgestellt, während bei Ziegen und Schafen innerhalb der EU Resistenzen gegen Eprinomectin gemeldet wurden. Allerdings wurde bei Nematoden-Populationen bei Rindern, Schafen und Ziegen innerhalb der EU eine Resistenz gegen andere makrozyklische Lactone festgestellt, die möglicherweise mit einer Seitenresistenz gegen Eprinomectin einhergeht. Bei der Verwendung des Tierarzneimittels sollten die örtlichen Informationen über die Empfindlichkeit der Zielparasiten berücksichtigt werden, sofern sie vorliegen.

Während die Anzahl der Milben und Läuse nach der Behandlung schnell abnimmt, kann es aufgrund der Ernährungsgewohnheiten einiger Milben in manchen Fällen mehrere Wochen dauern, bis diese vollständig eliminiert sind.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: Nur zur äußerlichen Anwendung.

Das Tierarzneimittel darf nur auf gesunder Haut angewendet werden.

Um sekundäre Reaktionen aufgrund des Absterbens von Hypoderma-Larven in der Speiseröhre oder in der Wirbelsäule zu vermeiden, wird empfohlen, das Tierarzneimittel am Ende der Aktivitätsphase der Dasselfliegen und bevor die Larven ihre Ruheplätze erreichen, zu verabreichen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Das Tierarzneimittel kann Haut- und Augenreizungen sowie Überempfindlichkeitsreaktionen verursachen.

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Eprinomectin, Butylhydroxytoluol oder Propylenglykoldicaprylocaprat sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Eprinomectin kann in die Muttermilch übergehen. Stillende Frauen sollten daher besonders vorsichtig mit dem Tierarzneimittel umgehen.

Kontakt mit Augen und Haut vermeiden.

Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus Gummihandschuhen, Stiefeln und einem wasserdichten Kittel tragen.

Falls Kleidung kontaminiert wird, sollte diese so schnell wie möglich ausgezogen und vor der Wiederverwendung gewaschen werden.

Bei versehentlichem Hautkontakt den betroffenen Bereich sofort mit Wasser und Seife abwaschen. Bei versehentlichem Augenkontakt die Augen sofort mit reichlich Wasser ausspülen. Bei anhaltender Reizung ist ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Nicht oral einnehmen. Bei versehentlicher Einnahme sollte der Mund gründlich mit Wasser ausgespült werden und unverzüglich ein Arzt zu Rate gezogen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorgezeigt werden.

Während der Anwendung des Tierarzneimittels nicht essen, trinken oder rauchen. Nach der Anwendung Hände waschen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:

Eprinomectin ist sehr giftig für die Dungfauna und Wasserorganismen, ist in Böden persistent und kann sich in Sedimenten anreichern.

Das Risiko für aquatische Ökosysteme und die Dungfauna kann durch die Vermeidung einer wiederholten Anwendung von Eprinomectin (und Anthelminthika derselben Substanzklasse) verringert werden.

Um das Risiko für aquatische Ökosysteme zu verringern, sollten behandelte Tiere nach der Behandlung zwei bis fünf Wochen lang keinen direkten Zugang zu Gewässern haben.

Trächtigkeit und Laktation:

Laboruntersuchungen an Ratten und Kaninchen ergaben keine Hinweise auf teratogene oder embryotoxische Wirkungen.

Rind:

Laboruntersuchungen an Rindern ergaben keine Hinweise auf teratogene oder fetotoxische Wirkungen bei Anwendung der empfohlenen Dosierung. Das Tierarzneimittel kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.

Schaf und Ziege:

Bei Schafen und Ziegen ist die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit nicht belegt.

Nur anwenden nach entsprechender Nutzen- Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Es sind keine Wechselwirkungen mit anderen Tierarzneimitteln und keine anderen Formen von Wechselwirkungen bekannt. Da Eprinomectin in hohem Maße an Plasmaproteine bindet, sollte dies berücksichtigt werden, wenn es zusammen mit anderen Molekülen mit denselben Eigenschaften angewendet wird.

Überdosierung:

Bei 8 Wochen alten Kälbern, die dreimal im Abstand von 7 Tagen mit der bis zu fünffachen therapeutischen Dosis (2,5 mg Eprinomectin/kg Körpergewicht) behandelt wurden, traten keine Anzeichen von Toxizität auf.

Ein Kalb, das in der Verträglichkeitsstudie einmal mit der 10-fachen therapeutischen Dosis (5 mg/kg Körpergewicht) eines Eprinomectin-haltigen Tierarzneimittels behandelt wurde, zeigte eine vorübergehende Mydriasis. Es gab keine weiteren Nebenwirkungen der Behandlung.

Bei 17 Wochen alten Schafen, die dreimal im Abstand von 14 Tagen mit der bis zu fünffachen therapeutischen Dosis (5 mg Eprinomectin/kg Körpergewicht) behandelt wurden, traten keine Symptome von Toxizität auf.

Es wurde kein Gegenmittel identifiziert.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

AT: Z.Nr.: …

BE: …

DE: Zul.-Nr.: V7019866.00.00

Packungsgrößen:

Umkarton mit 250 ml Flasche mit Zapfventil.

Umkarton mit 1 l Flasche mit Zapfventil und Trageriemen.

Umkarton mit 2,5 l Flasche mit Zapfventil und Trageriemen.

Umkarton mit 5 l Flasche mit Zapfventil und Trageriemen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

AT: 12/2025

BE: {MM/JJJJ}

DE: {MM/JJJJ}

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Eprinomectin ist sehr giftig für die Dungfauna und Wasserorganismen, ist in Böden persistent und kann sich in Sedimenten anreichern.

Das Risiko für aquatische Ökosysteme und die Dungfauna kann durch die Vermeidung einer wiederholten Anwendung von Eprinomectin (und Anthelminthika derselben Substanzklasse) verringert werden.

Um das Risiko für aquatische Ökosysteme zu verringern, sollten behandelte Tiere nach der Behandlung zwei bis fünf Wochen lang keinen direkten Zugang zu Gewässern haben.

BE/DE: Verschreibungspflichtig

AT: Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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