Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Noroseal 2,6 g Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern Anwendungsgebiet(e) Zur Vorbeugung von Neuinfektionen des Euters während der Trockenstehzeit.
- Wirkstoff(e)
- Bismutnitrat
- Zulassungsinhaber
- Norbrook Laboratories (Ireland) Limited
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
- ATC Code
- QG52X
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Noroseal 2,6 g Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Noroseal 2,6 g Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern
Anwendungsgebiet(e)
Zur Vorbeugung von Neuinfektionen des Euters während der Trockenstehzeit.
Bei Kühen, die als frei von subklinischer Mastitis beurteilt werden, kann das Tierarzneimittel alleine im Rahmen eines Trockenstell-Managements und der Mastitiskontrolle angewendet werden.
Die Auswahl der zu behandelnden Kühe sollte auf Basis der tierärztlichen klinischen Untersuchung erfolgen. Als Beurteilungskriterien dienen dabei das Mastitis-Geschehen und der Zellzahlverlauf der einzelnen Kühe in der zurückliegenden Laktation oder anerkannte Verfahren zum Nachweis einer subklinischen Mastitis wie eine bakteriologische Untersuchung.
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von Noroseal 2,6 g Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei laktierenden Kühen.
Nicht anwenden als alleiniges Mittel bei Kühen mit subklinischer Mastitis in der Trockenstehperiode. Nicht anwenden bei Kühen mit klinischer Mastitis in der Trockenstehperiode.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Noroseal 2,6 g Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur intramammären Anwendung.
Den Inhalt eines Injektors unmittelbar nach dem letzten Melken (beim Trockenstellen) in jedes Euterviertel einbringen.
Hinweise für die richtige Anwendung
Nach dem Einbringen des Tierarzneimittels die Zitzen oder das Euter nicht massieren!
Um das Infektionsrisiko nach der intramammären Verabreichung zu vermeiden, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass keine Erreger über die Strichkanalöffnung eintreten (aseptische Arbeitstechnik).
Es ist unbedingt notwendig, die Zitzenkuppe vor dem Einbringen sorgfältig zu säubern und mit einem mit Alkohol oder Spiritus imprägnierten Tuch zu desinfizieren. Die Zitzenkuppe sollte solange gesäubert werden, bis keine Verunreinigungen mehr sichtbar sind. Die Zitzen sollten vor dem Einbringen des Injektorinhaltes abgetrocknet sein. Die Injektorspritze nicht berühren und unter aseptischen Bedingungen in die Strichkanalöffnung einführen. Nach der Behandlung ist es ratsam, die Zitzen mit Zitzendippmittel zu dippen oder einzusprühen.
Bei kalten Temperaturen kann das Tierarzneimittel auf in warmer Umgebung auf Raumtemperatur erwärmt werden, um die Anwendung zu erleichtern.
Anzeige
Wie ist Noroseal 2,6 g Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Karton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Noroseal 2,6 g Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern
Zusammensetzung
Jeder Euterinjektor mit 4 g Suspension
enthält:
Wirkstoff:
Schweres, basisches Bismutnitrat 2,6 g
Hellbraune Suspension.
Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Es entspricht der guten Praxis, Kühe während der Trockenstehzeit regelmäßig auf Anzeichen einer klinischen Mastitis zu beobachten. Sollte sich in einem mit dem Tierarzneimittel verschlossenen Euterviertel eine klinische Mastitis entwickeln, ist das betroffene Viertel anzumelken, bevor eine geeignete Behandlung durchgeführt wird.
Um das Risiko einer Kontamination zu senken, den Injektor nicht in Wasser eintauchen. Den Euterinjektor nur einmal verwenden.
Da das Tierarzneimittel keine antimikrobielle Wirksamkeit besitzt, ist es wichtig die in Abschnitt 9 beschriebene aseptische Applikationstechnik zu befolgen, um das Risiko einer akuten Mastitis aufgrund von fehlerhafter Applikation oder unzureichender Hygiene zu minimieren (siehe auch Abschnitt 7). Nach der Verabreichung des Tierarzneimittels dürfen keine weiteren intramammären Präparate verwendet werden.
Bei Kühen mit Verdacht auf subklinische Mastitis kann das Tierarzneimittel nach Verabreichung eines geeigneten antibiotischen Trockenstellers in das infizierte Euterviertel instilliert werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender: Den direkten Kontakt mit Haut oder Augen vermeiden.
Bei versehentlichem Kontakt sofort mit reichlich Wasser spülen.
Falls die Reizung weiterhin besteht, ziehen Sie unverzüglich einen Arzt zu Rate und zeigen Sie dem Arzt die Packungsbeilage oder das Etikett.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Bismutsalze sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Nach der Anwendung Hände waschen.
Trächtigkeit:
Da das Tierarzneimittel nach der intramammären Verabreichung nicht systemisch resorbiert wird, kann es bei trächtigen Tieren angewendet werden. Nach dem Abkalben kann der Verschlusspfropfen beim ersten Saugen vom Kalb aufgenommen werden. Die orale Aufnahme des Tierarzneimittels verursacht beim Kalb keine Nebenwirkungen.
Laktation:
Bei versehentlicher Verabreichung an laktierende Kühe kann eine vorübergehende (bis zu zweifache) Zellzahlerhöhung auftreten. In diesem Fall den Verschlusspfropfen manuell ausmelken. Weitere Maßnahmen sind nicht notwendig.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
In klinischen Versuchen wurde die Verträglichkeit des Tierarzneimittels nur mit Cloxacillin-haltigen Trockenstellern gezeigt.
Überdosierung:
Die doppelte der empfohlenen Dosis konnte Kühen verabreicht werden, ohne dass Nebenwirkungen auftraten.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Keine bekannt.
| 7. | Nebenwirkungen | ||
| Rind (Milchkühe). | |||
| Sehr selten | Akute Mastitis1 | ||
| (< 1 Tier/10 000 behandelte | Tiere, | ||
| einschließlich Einzelfallberichte): | |||
1 verursacht vor allem durch eine fehlerhafte Anwendungstechnik oder unzureichende Hygiene. Bitte beachten Sie Abschnitt 9 hinsichtlich der Wichtigkeit einer aseptischen Anwendungstechnik.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem {Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 Wien, E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/} melden.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Packungsgrößen:
Packungen mit 24 und 60 Euter-Injektoren oder Eimer mit 120 Euter-Injektoren, sowie 24, 60 oder
120 einzeln verpackte Zitzenreinigungstücher. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
11/2024
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


