Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Mastibiz 2,6 g Suspension zur intramammären Anwendung für Rinder 2. Zusammensetzung Ein Euterinjektor zu 4 g enthält: Wirkstoffe: Schweres, basisches Bismutnitrat 2,6 g (entspricht schwerem Bismut 1,86 g) Grau-weiße, homogene, salbenartige Suspension.
- Wirkstoff(e)
- Bismutnitrat
- Zulassungsinhaber
- Przedsiebiorstwo Wielobranzowe Vet-Agro Sp. z o.o.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QG52X
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Mastibiz 2,6 g Suspension zur intramammären Anwendung für Rinder angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Mastibiz 2,6 g Suspension zur intramammären Anwendung für Rinder
| 2. Zusammensetzung | |
| Ein Euterinjektor zu 4 g enthält: | |
| Wirkstoffe: | |
| Schweres, basisches Bismutnitrat | 2,6 g |
| (entspricht schwerem Bismut | 1,86 g) |
Grau-weiße, homogene, salbenartige Suspension.
Anwendungsgebiete
Zur Vorbeugung von intramammären Infektionen während der Trockenstehzeit.
Das Tierarzneimittel beugt neuen intramammären Infektionen vor, indem es eine physische Barriere gegen das Eindringen von Bakterien bildet.
Bei Kühen, die voraussichtlich frei von subklinischer Mastitis sind, kann das Tierarzneimittel im Rahmen des Trockenstell-Managements und zur Mastitiskontrolle allein angewendet werden.
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Was ist vor der Einnahme von Mastibiz 2,6 g Suspension zur intramammären Anwendung für Rinder zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht allein anwenden bei Kühen mit subklinischer Mastitis zum Zeitpunkt des Trockenstellens nachgewiesener.
Nicht anwenden bei Kühen mit klinischer Mastitis zum Zeitpunkt des Trockenstellens.
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Siehe Abschnitte „Besondere Warnhinweise“, „Trächtigkeit“ und „Laktation“.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Mastibiz 2,6 g Suspension zur intramammären Anwendung für Rinder angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur intramammären Anwendung.
Dosierung:
Den Inhalt eines Euterinjektors pro Euterviertel unmittelbar nach dem letzten Melken am Ende der Laktation (beim Trockenstellen) einbringen.
Nach dem Einbringen des Tierarzneimittels die Zitze oder das Euter nicht massieren.
Anwendung:
Es muss darauf geachtet werden, dass keine Krankheitserreger in die Zitze gelangen.
Da das Tierarzneimittel keine antimikrobielle Wirkung besitzt, ist es unerlässlich, bei dem Einbringen strenge aseptische Techniken anzuwenden. Die Nichtbeachtung dieser Empfehlungen kann zu schweren Fällen von Mastitis nach dem Einbringen und sogar zum Tod führen.
Die Zitze sollte vor dem Einbringen gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Stellen Sie sicher, dass ausreichend Zeit für die Behandlung jedes einzelnen Tieres zur Verfügung steht, und führen Sie diese nicht zusammen mit anderen Aufgaben der Tierhaltung durch. Stellen Sie sicher, dass die Tiere unter hygienischen Bedingungen angemessen fixiert sind. Halten Sie die Injektoren sauber und tauchen Sie sie NICHT in Wasser ein.
Das Tierarzneimittel verfügt über eine zweigeteilte Kappe. Die Kappe des Injektors kann teilweise oder vollständig entfernt werden.
Option mit kurzer Injektorspitze:
Die Option mit kurzer Injektorspitze ermöglicht ein teilweises Einführen, sodass der Injektor nur in das Ende der Zitze eingeführt werden muss.
Option mit langer Injektorspitze:
Die Option mit langer Injektorspitze kann aus Gründen der Anwenderfreundlichkeit verwendet werden, beispielsweise um zu verhindern, dass die Spitze aufgrund einer unruhigen Kuh herausrutscht.
- Da das Tierarzneimittel keine antimikrobielle Wirkung besitzt, ist es unbedingt erforderlich, dass die Zitze vor dem Einbringen gründlich gereinigt und mit Alkohol (z. B. Alkohol zur Hautdesinfektion) oder alkoholgetränkten Tüchern desinfiziert wird, an den Tüchern dürfen keine Verschmutzungen mehr sichtbar sein. Beginnen Sie mit der Reinigung der Zitzen, die am weitesten von Ihnen entfernt sind, um eine Kontamination sauberer Zitzen zu vermeiden. Siehe Abbildung 1. Die Zitzen sollten vor dem Einbringen des Injektorinhalts trocken sein.
- Bringen Sie den Inhalt der Spritze in den unteren Teil der Zitze ein, unterhalb der Stelle, an der Sie die Zitze zusammendrücken, um eine Kontamination des Zitzenendes zu vermeiden. Behandeln Sie die Zitzen in umgekehrter Reihenfolge wie bei der Reinigung, d. h. behandeln Sie zuerst die Ihnen am nächsten gelegenen Viertel. Siehe Abbildung 2. Massieren Sie das Tierarzneimittel nicht in das Euter ein.
- Tragen Sie nach der Anwendung ein Zitzendesinfektionsmittel auf und halten Sie die behandelten Kühe mindestens 30 Minuten lang im Stall, damit sich der Zitzenkanal schließen kann. Siehe Abbildung 3.
Hinweise für die richtige Anwendung
Es ist wichtig, dass Sie die Packungsbeilage lesen, bevor Sie dieses Tierarzneimittel anwenden.
Bei der Verabreichung des Tierarzneimittels ist auf optimale Hygiene zu achten, um das Risiko einer schwerwiegenden Mastitis nach der Anwendung zu verringern.
Unter kalten Witterungsbedingungen kann das Tierarzneimittel in einer warmen Umgebung auf Raumtemperatur erwärmt werden, um die Applizierfähigkeit zu erleichtern.
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Welche Nebenwirkungen hat Mastibiz 2,6 g Suspension zur intramammären Anwendung für Rinder?
Rind (Milchkuh zum Zeitpunkt des Trockenstellens):
| Sehr selten | Akute Mastitis1 |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | |
| einschließlich Einzelfallberichte): | |
1 Hauptsächlich aufgrund einer fehlerhaften Anwendungstechnik und mangelnder Hygiene. Bitte beachten Sie die Abschnitte „Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“ und „Art der Anwendung und Dosierung“ hinsichtlich der Bedeutung einer aseptischen Verabreichungstechnik.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
AT-1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Mastibiz 2,6 g Suspension zur intramammären Anwendung für Rinder aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Mastibiz 2,6 g Suspension zur intramammären Anwendung für Rinder
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Die Auswahl, der mit dem Tierarzneimittel zu behandelnden Kühe, sollte auf der Grundlage einer tierärztlichen klinischen Untersuchung erfolgen. Als Beurteilungskriterien können dabei das Mastitisgeschehen und die Zellzahlen der individuellen Kühe oder anerkannte Verfahren zum Nachweis einer subklinischen Mastitis oder eine bakteriologische Untersuchung dienen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Trockenstehende Kühe sollten regelmäßig auf Anzeichen einer klinischen Mastitis kontrolliert werden. Sollte sich in einem versiegelten Euterviertel eine klinische Mastitis entwickeln, so ist das betroffene Viertel vorsichtig manuell auszumelken, bevor eine geeignete Therapie eingeleitet wird.
Um das Risiko einer Kontamination zu verringern, sollte der Euterinjektor nicht in Wasser eingetaucht werden.
Verwenden Sie den Euterinjektor nur einmal.
Da das Tierarzneimittel keine antimikrobielle Wirkung besitzt, ist es von entscheidender Bedeutung, um das Risiko einer akuten Mastitis aufgrund mangelnder Verabreichungstechnik und Hygiene zu minimieren (siehe Abschnitt „Nebenwirkungen“), die in Abschnitt „Art der Anwendung und Dosierung“ beschriebene aseptische Verabreichungstechnik einzuhalten.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Dieses Tierarzneimittel kann Haut- und Augenreizungen verursachen. Kontakt mit der Haut oder den Augen vermeiden.
Bei versehentlichem Haut- oder Augenkontakt die betroffene Stelle gründlich mit Wasser waschen. Bei anhaltender Reizung ist unverzüglich ein Arzt zu Rat zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Die mit dem Tierarzneimittel mitgelieferten Reinigungstücher enthalten Isopropylalkohol, welches bei einigen Personen Haut- und Augenreizungen hervorrufen kann. Vermeiden Sie Augenkontakt und längeren Kontakt mit der Haut.
Bei der Handhabung des Tierarzneimittels und der Reinigungstücher sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus Gummihandschuhen tragen.
Bismutsalze werden mit Überempfindlichkeitsreaktionen in Verbindung gebracht. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Bismutsalze sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Wenn Sie nach Kontakt Symptome entwickeln, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Nach Gebrauch Hände waschen.
| Trächtigkeit: | |
| Das Tierarzneimittel wird nach intramammärer | Verabreichung nicht resorbiert. Kann während der |
| Trächtigkeit angewendet werden. Nach der | Kalbung kann der Verschlusspfropf vom Kalb |
aufgenommen werden. Die orale Aufnahme des Tierarzneimittels ist sicher und verursacht beim Kalb keine Nebenwirkungen.
Laktation:
Nicht anwenden während der Laktation. Nach versehentlicher Anwendung bei laktierenden Kühen kann ein geringer (bis zu 2-facher) vorübergehender Anstieg der somatischen Zellzahl beobachtet werden. In diesem Fall den Verschlusspfropfen manuell ausmelken, zusätzliche Vorkehrungen sind üblicherweise nicht erforderlich.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
In klinischen Studien wurde die Kompatibilität dieses Tierarzneimittels nur mit einem Cloxacillin-haltigen Trockenstellpräparat nachgewiesen.
Verabreichen Sie nach der Anwendung des Tierarzneimittels kein anderes intramammäres Produkt.
Überdosierung:
Bei Verabreichung der doppelten empfohlenen Dosis wurden bei Kühen keine Nebenwirkungen beobachtet.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Packungsgrößen:
Umkarton mit 24 Injektoren und 24 Reinigungstüchern.
Polypropylen-Eimer mit 60 Injektoren und 60 Reinigungstüchern.
Polypropylen-Eimer mit 120 Injektoren und 120 Reinigungstüchern.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
05/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Der größte Teil des Zitzenversieglers wird beim ersten Melken oder Saugen nach dem Kalben entfernt, doch können gelegentlich während einiger Tage kleine Mengen als Flecken auf dem Filter zu sehen sein. Das Tierarzneimittel lässt sich anhand seiner Konsistenz von einer Mastitis unterscheiden.
Nach dem Kalben werden die folgenden Schritte empfohlen, um das Tierarzneimittel wirksam zu entfernen und so zu verhindern, dass Restmengen in die Melkmaschine gelangen. Die Melkmaschine sollte nicht zur Entfernung des Tierarzneimittels aus der Zitze verwendet werden.
- Drücken Sie die Zitze an der Basis zusammen und streichen Sie das Euterviertel vor dem ersten Melken 10–12 Mal aus.
- Melken Sie die Vormilch ab und überprüfen Sie diese bei den ersten Melkvorgängen auf Rückstände des Tierarzneimittels.
- Untersuchen Sie die Mastitisfilter und den Milchfilterstrumpf nach jedem Melkvorgang auf Anzeichen von Tierarzneimittelrückständen.
Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


