Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Der Name Ihres Arzneimittels lautet Linagliptin/Metformin STADA. Es enthält zwei verschiedene Wirkstoffe, Linagliptin und Metformin. Linagliptin gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten DPP-4- Hemmer (Dipeptidylpeptidase-4-Inhibitoren). Metformin gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten Biguanide. Wie wirkt Linagliptin/Metformin STADA?
- Wirkstoff(e)
- Linagliptin, Metforminhydrochlorid
- Zulassungsinhaber
- STADA Arzneimittel Gesellschaft m.b.H.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- A10BD11
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Linagliptin/Metformin STADA 2,5 mg/1000 mg Filmtabletten angewendet?
Der Name Ihres Arzneimittels lautet Linagliptin/Metformin STADA. Es enthält zwei verschiedene Wirkstoffe, Linagliptin und Metformin.
- Linagliptin gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten DPP-4- Hemmer (Dipeptidylpeptidase-4-Inhibitoren).
- Metformin gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten Biguanide.
Wie wirkt Linagliptin/Metformin STADA?
Die beiden Wirkstoffe kontrollieren gemeinsam den Blutzuckerspiegel bei erwachsenen Patienten mit einer Form von Diabetes, die als Typ-2-Diabetes mellitus bezeichnet wird. Zusammen mit Diät und Bewegung trägt dieses Arzneimittel zur Verbesserung der Werte und Wirkungen von Insulin nach
einer Mahlzeit bei und senkt den Zuckeranteil, der von Ihrem Körper produziert wird.
Dieses Arzneimittel kann allein oder zusammen mit bestimmten anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes, wie Sulfonylharnstoffen, Empagliflozin oder Insulin, eingenommen werden.
Was ist Typ-2-Diabetes?
Typ-2-Diabetes ist eine Erkrankung, bei der der Körper nicht ausreichend Insulin produziert und das im Körper produzierte Insulin nicht so wirkt, wie es sollte. Es kann auch sein, dass der Körper zu viel Zucker produziert. Wenn dies passiert, bildet sich Zucker (Glucose) im Blut. Dies kann zu schwerwiegenden medizinischen Problemen wie Herzerkrankungen, Nierenerkrankungen, Erblindung oder Amputationen führen.
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Was ist vor der Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA 2,5 mg/1000 mg Filmtabletten zu beachten?
Linagliptin/Metformin STADA darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Linagliptin oder Metformin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
- wenn Sie eine schwere Einschränkung der Nierenfunktion haben.
- wenn Sie unkontrollierten Diabetes haben, mit zum Beispiel schwerer Hyperglykämie (sehr hohem Blutzucker), Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, schneller Gewichtsabnahme, Laktatazidose (siehe Abschnitt „Risiko einer Laktatazidose“ weiter unten) oder Ketoazidose. Die Ketoazidose ist ein Zustand, bei dem sich als „Ketonkörper“ bezeichnete Substanzen im Blut anhäufen, die zu einem diabetischen Präkoma führen können. Zu den Symptomen gehören Magenschmerzen, schnelle und tiefe Atmung, Schläfrigkeit oder die Entwicklung eines ungewöhnlichen fruchtigen Geruchs des Atems.
- wenn Sie jemals ein diabetisches Präkoma hatten.
- wenn Sie eine schwere Infektion wie beispielsweise eine Infektion Ihrer Lunge oder der Bronchien oder Ihrer Nieren haben. Schwere Infektionen können zu Nierenproblemen führen,
- die Sie dem Risiko einer Laktatazidose aussetzen können (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
- wenn Ihr Körper viel Flüssigkeit verloren hat (Dehydrierung), z. B. aufgrund eines lang andauernden oder schweren Durchfalls oder weil Sie mehrmals nacheinander erbrochen haben. Flüssigkeitsmangel kann
zu Nierenproblemen führen, die Sie dem Risiko einer Laktatazidose aussetzen können (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
- wenn Sie wegen einer akuten Herzschwäche behandelt werden oder kürzlich einen Herzinfarkt erlitten haben, schwere Kreislaufprobleme (wie Schock) oder Atemschwierigkeiten haben. Dies kann zu einem Sauerstoffmangel im Gewebe führen, was Sie dem Risiko einer Laktatazidose aussetzen kann (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
- wenn Sie an Lebererkrankungen leiden;
- wenn Sie viel Alkohol konsumieren (entweder jeden Tag oder nur von Zeit zu Zeit) (siehe Abschnitt „Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA zusammen mit Alkohol“).
Nehmen Sie Linagliptin/Metformin STADA nicht ein, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Linagliptin/Metformin STADA einnehmen,
- wenn Sie Typ-1-Diabetes haben (der Körper kein Insulin produziert). Linagliptin/Metformin STADA darf nicht zur Behandlung dieser Erkrankung angewendet werden.
- wenn Sie Insulin oder ein Antidiabetikum einnehmen, das zu den „Sulfonylharnstoffen“ zählt; bei gleichzeitiger Einnahme von einem der beiden mit Linagliptin/Metformin STADA wird Ihr Arzt gegebenenfalls die Dosis des Insulins oder Sulfonylharnstoffs herabsetzen, um zu niedrige Blutzuckerwerte (Hypoglykämie) zu vermeiden.
- wenn Sie an einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse leiden oder gelitten haben.
Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie Symptome einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) wie z. B. andauernde, starke Bauchschmerzen haben.
Wenn Sie eine Blasenbildung der Haut bemerken, haben Sie möglicherweise ein sogenanntes bullöses Pemphigoid. In diesem Fall wird Ihr Arzt Sie möglicherweise auffordern, die Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA abzubrechen.
Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Linagliptin/Metformin STADA einnehmen.
Diabetesbedingte Hautprobleme sind eine häufige Komplikation bei Diabetes. Folgen Sie daher bei der Haut- und Fußpflege unbedingt den Empfehlungen Ihres Arztes oder des medizinischen Fachpersonals.
Risiko einer Laktatazidose
Aufgrund des Bestandteils Metformin kann Linagliptin/Metformin STADA vor allem dann, wenn Ihre Nieren nicht richtig funktionieren, eine sehr seltene, aber sehr schwerwiegende Komplikation verursachen, die als Laktatazidose bezeichnet wird. Das Risiko, eine Laktatazidose zu entwickeln, wird auch durch schlecht eingestellten Diabetes, schwere Infektionen, längeres Fasten oder Alkoholkonsum, Dehydrierung (weitere Informationen siehe unten), Leberprobleme und Erkrankungen erhöht, bei denen ein Teil des Körpers nicht mit genügend Sauerstoff versorgt wird (zum Beispiel bei akuten schweren Herzerkrankungen).
Falls einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt hinsichtlich weiterer Anweisungen.
Unterbrechen Sie die Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA für eine
kurze Zeit, wenn Sie einen Zustand haben, der mit einer Dehydrierung
(erheblicher Verlust an Körperflüssigkeit) verbunden sein kann, wie beispielsweise schweres Erbrechen, Durchfall, Fieber, Hitzebelastung oder geringere Flüssigkeitsaufnahme als normalerweise. Sprechen Sie hinsichtlich weiterer Anweisungen mit Ihrem Arzt.
Beenden Sie die Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA und wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt oder an das nächstgelegene
Krankenhaus, wenn Sie Symptome einer Laktatazidose bemerken, da dieser Zustand zum Koma führen kann.
Symptome einer Laktatazidose sind:
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Muskelkrämpfe
- allgemeines Unwohlsein mit starker Müdigkeit
- Schwierigkeiten beim Atmen
- verringerte Körpertemperatur und Herzklopfen
Eine Laktatazidose ist ein medizinischer Notfall und muss in einem Krankenhaus behandelt werden.
Falls bei Ihnen eine größere Operation geplant ist, müssen Sie die Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA während des Eingriffs und für einige Zeit danach unterbrechen. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie Ihre Behandlung mit Linagliptin/Metformin STADA beenden müssen und wann die Behandlung wieder begonnen werden kann.
Während der Behandlung mit Linagliptin/Metformin STADA wird Ihr Arzt mindestens einmal jährlich, oder falls Sie älter sind und/oder sich Ihre Nierenfunktion verschlechtert auch häufiger, Ihre Nierenfunktion kontrollieren.
Kinder und Jugendliche
Die Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen. Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren ist dieses Arzneimittel nicht wirksam. Es ist nicht bekannt, ob die Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern unter 10 Jahren sicher und wirksam angewendet werden kann.
Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA zusammen mit anderen
Arzneimitteln
Falls Ihnen ein jodhaltiges Kontrastmittel in Ihr Blut gespritzt werden muss, zum Beispiel in Zusammenhang mit einer Röntgenaufnahme oder einer Computertomografie, müssen Sie die Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA vor bzw. zum Zeitpunkt der Injektion unterbrechen. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie Ihre Behandlung mit Linagliptin/Metformin STADA beenden müssen und wann die Behandlung wieder begonnen werden kann.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Möglicherweise müssen Ihr Blutzucker und Ihre Nierenfunktion häufiger kontrolliert werden oder Ihr Arzt muss eventuell die Dosierung von Linagliptin/Metformin STADA anpassen. Es ist besonders wichtig, folgende Arzneimittel zu erwähnen:
- Arzneimittel, die die Harnbildung steigern (Diuretika)
- Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen (NSARs und COX-2-Hemmer wie beispielsweise Ibuprofen und Celecoxib)
- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (ACE- Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten).
- Arzneimittel, die die Menge an Metformin in Ihrem Blut verändern können, insbesondere wenn Ihre Nierenfunktion vermindert ist (z. B. Verapamil, Rifampicin, Cimetidin, Dolutegravir, Ranolazin, Trimethoprim, Vandetanib, Isavuconazol, Crizotinib, Olaparib).
- Carbamazepin, Phenobarbital oder Phenytoin. Diese können angewendet werden, um Anfälle (Krämpfe) oder chronische Schmerzen zu kontrollieren.
- Rifampicin. Dies ist ein Antibiotikum zur Behandlung von Infektionen, wie z. B. Tuberkulose.
- Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen, die mit einer Entzündung einhergehen, wie Asthma und Arthritis (Kortikosteroide).
- Bronchodilatatoren (β-Sympathomimetika) zur Behandlung von Asthma bronchiale.
- alkoholhaltige Arzneimittel.
Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA zusammen mit Alkohol
Meiden Sie während der Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA übermäßigen Alkoholkonsum, da dieser das Risikoeiner Laktatazidose erhöhen kann (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Nehmen Sie Linagliptin/Metformin STADA nicht ein, wenn Sie schwanger sind. Es ist nicht bekannt, ob dieses Arzneimittel eine schädigende Wirkung auf das Ungeborene hat. Metformin geht in kleinen Mengen in die Muttermilch über. Es ist nicht bekannt, ob Linagliptin in die Muttermilch übergeht. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie stillen wollen, während Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Linagliptin/Metformin STADA hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Wird Linagliptin/Metformin STADA jedoch in Kombination mit bestimmten Arzneimitteln, den sogenannten Sulfonylharnstoffen, oder mit Insulin eingenommen, kann dies zu einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) führen, der einen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit, das Bedienen von Maschinen oder das Arbeiten ohne sicheren Halt haben kann.
Linagliptin/Metformin STADA enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei “.
Wie wird Linagliptin/Metformin STADA 2,5 mg/1000 mg Filmtabletten angewendet?
Wie ist Linagliptin/Metformin STADA einzunehmen?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Wie viel sollten Sie einnehmen?
Die für Sie vorgesehene Dosis von Linagliptin/Metformin STADA kann unterschiedlich sein und hängt von Ihrer Erkrankung und der Metformin-Dosis und/oder den Einzel-tabletten von Linagliptin und Metformin, die Sie zurzeit einnehmen, ab. Ihr Arzt wird mit Ihnen über die für Sie richtige Dosis sprechen.
Wie ist dieses Arzneimittel einzunehmen?
- eine Tablette, zweimal täglich, in der Dosis, die der Arzt verschrieben hat,
- mit den Mahlzeiten einnehmen, um Magenbeschwerden zu vermeiden.
Sie sollten die maximal empfohlene tägliche Dosis von 5 mg Linagliptin und 2 000 mg Metforminhydrochlorid nicht überschreiten.
Nehmen Sie Linagliptin/Metformin STADA so lange ein, wie es Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat, um Ihren Blutzuckerspiegel dauerhaft einzustellen. Ihr Arzt kann Ihnen dieses Arzneimittel zusammen mit einem anderen oralen Antidiabetikum oder Insulin verschreiben. Bitte denken Sie daran, alle Arzneimittel wie von Ihrem Arzt verschrieben einzunehmen, um die bestmöglichen Ergebnisse für Ihre Gesundheit zu erzielen.
Führen Sie Ihre Diät während der Behandlung mit Linagliptin/Metformin STADA fort und stellen Sie sicher, dass die Kohlenhydrataufnahme gleichmäßig über den Tag verteilt ist. Wenn Sie übergewichtig sind, führen Sie Ihre kalorienarme Diät wie vorgeschrieben fort. Es gilt als unwahrscheinlich, dass dieses Arzneimittel allein zu niedrige Blutzuckerwerte (Hypoglykämie) verursacht.
Wenn Sie Linagliptin/Metformin STADA zusammen mit einem Sulfonylharnstoff oder mit Insulin einnehmen, können niedrige Blutzuckerwerte auftreten und Ihr Arzt kann die Dosis des Sulfonylharnstoffs oder des Insulins senken.
Wenn Sie eine größere Menge von Linagliptin/Metformin STADA
eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie mehr Linagliptin/Metformin STADA -Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten, kann es zu einer Laktatazidose kommen. Die Symptome einer Laktatazidose sind unspezifisch, wie z. B. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen mit Muskelkrämpfen, allgemeines Unwohlsein mit starker Müdigkeit und Schwierigkeiten beim Atmen. Weitere Symptome sind eine verringerte Körpertemperatur und Herzklopfen. Falls diese Beschwerden bei Ihnen
auftreten, ist möglicherweise eine sofortige Behandlung im Krankenhaus erforderlich, da eine Laktatazidose zum Koma führen kann.
Beenden Sie sofort die Einnahme dieses Arzneimittels und suchen Sie umgehend einen Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus auf (siehe Abschnitt 2). Bringen Sie die Arzneimittelpackung mit.
Wenn Sie die Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA vergessen
haben
Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn es jedoch schon fast Zeit für die Einnahme der nächsten Dosis ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie niemals zwei Dosen auf einmal ein (morgens oder abends).
Wenn Sie die Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA abbrechen
Nehmen Sie Linagliptin/Metformin STADA so lange ein, bis Ihr Arzt Sie dazu auffordert, die Einnahme zu beenden. Dies hilft, Ihren Blutzuckerspiegel einzustellen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
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Welche Nebenwirkungen hat Linagliptin/Metformin STADA 2,5 mg/1000 mg Filmtabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei manchen Beschwerden ist eine sofortige medizinische Versorgung
erforderlich
Beenden Sie die Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA und suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn bei Ihnen die folgenden Symptome eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) auftreten: Zittern, Schweißausbrüche, Angstzustände, verschwommenes Sehen, Kribbeln um die Lippen, Blässe, Stimmungsschwankungen oder Verwirrung. Zu niedriger Blutzucker (Häufigkeit sehr häufig [kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen]) ist eine bekannte Nebenwirkung für die Kombination von Linagliptin/Metformin plus Sulfonylharnstoff und für die Kombination von Linagliptin/Metformin plus Insulin.
Linagliptin/Metformin STADA kann eine sehr seltene (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen), aber sehr schwerwiegende Nebenwirkung, die sogenannte Laktatazidose, hervorrufen (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Falls diese bei Ihnen auftritt, müssen Sie die
Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA beenden und umgehend
einen Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus aufsuchen, da eine Laktatazidose zum Koma führen kann.
Bei einigen Patienten ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse aufgetreten (Pankreatitis; Häufigkeit selten, kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen).
BEENDEN Sie die Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA und setzen Sie sich umgehend mit einem Arzt in Verbindung, wenn bei Ihnen eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen auftritt:
Starke und anhaltende Schmerzen im Bauch (Magengegend), die bis in den Rücken ausstrahlen können, sowie Übelkeit und Erbrechen, da dies Anzeichen einer entzündeten Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) sein können.
Andere Nebenwirkungen von Linagliptin/Metformin STADA beinhalten:
Bei einigen Patienten traten allergische Reaktionen auf (Häufigkeit selten), die schwerwiegend sein können; einschließlich pfeifender Atmung (Giemen) und Kurzatmigkeit (bronchiale Hyperreaktivität; Häufigkeit gelegentlich [kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen]). Bei einigen Patienten traten Hautausschlag (Häufigkeit gelegentlich), Nesselsucht (Urtikaria; Häufigkeit selten) und Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und Hals auf, was Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken verursachen kann (Angioödem; Häufigkeit selten).
Wenn bei Ihnen eines der erwähnten Krankheitszeichen auftritt, beenden Sie die Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA und rufen Sie umgehend einen Arzt. Ihr Arzt kann Ihnen ein Arzneimittel zur Behandlung Ihrer allergischen Reaktion und ein anderes Arzneimittel zur Behandlung Ihres Diabetes verschreiben.
Bei einigen Patienten traten während der Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA die folgenden Nebenwirkungen auf:
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen): Durchfall, erhöhte Lipase-Werte im Blut, Übelkeit
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen): Entzündung in Nase oder Hals (Nasopharyngitis), Husten, Appetitverlust (verminderter Appetit), Erbrechen, erhöhte Amylase-Werte im Blut, Juckreiz (Pruritus)
- Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen): Blasenbildung der Haut (bullöses Pemphigoid).
Bei einigen Patienten traten unter der Einnahme von Linagliptin/Metformin STADA und Insulin folgende Nebenwirkungen auf:
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen): Leberfunktionsstörungen, Verstopfung
Nebenwirkungen, wenn Metformin allein eingenommen wird, die nicht für Linagliptin/Metformin STADA beschrieben wurden:
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen): Bauchschmerzen
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen): metallischer Geschmack im Mund (Geschmacksstörung), verminderte oder niedrige Vitamin-B12-Spiegel im Blut (Symptome können extreme Müdigkeit (Fatigue), eine wunde und rote Zunge (Glossitis), Kribbeln (Parästhesie) oder blasse oder gelbe Haut sein). Ihr Arzt kann einige Tests durchführen lassen, um die Ursache Ihrer Symptome herauszufinden, da einige davon auch durch Diabetes oder andersartige Gesundheitsprobleme verursacht werden können.
- Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen): Hepatitis (eine Erkrankung der Leber), Hautreaktionen wie Hautrötungen (Erythem).
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: https://www.basg.gv.at/
anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Linagliptin/Metformin STADA 2,5 mg/1000 mg Filmtabletten aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung, auf dem Umkarton und auf der Flasche nach „verwendbar bis:“ bzw. „verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht, wenn die Verpackung beschädigt ist oder Anzeichen von Manipulationen aufweist.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Linagliptin/Metformin STADA 2,5 mg/1000 mg Filmtabletten
Was Linagliptin/Metformin STADA enthält
Die Wirkstoffe sind: Linagliptin und Metforminhydrochlorid.
Jede Filmtablette enthält 2,5 mg Linagliptin und 1000 mg Metforminhydrochlorid
Die sonstigen Bestandteile sind
- Tablettenkern: Copovidon, Maisstärke, Natriumcarbonat (E500), Magnesiumstearat (E470b), Polyvinylpolypyrrolidon (E1202), Siliciumdioxid, kolloidal, wasserfrei (E551).
- Tablettenüberzug: Hypromellose 2910, 5mPas (E464), Titandioxid (E171), Talkum (E553b), Propylenglykol (E1520), Eisenoxid rot (E172).
Wie Linagliptin/Metformin STADA aussieht und Inhalt der Packung
Linagliptin /Metformin STADA 2,5 mg/1 000 mg Filmtabletten sind rosafarbene, ovale, bikonvexe Filmtabletten (Tabletten) mit Bruchkante auf der einen Seite
und Prägung "2,5/1000" auf der anderen Seite. Die Bruchlinie ist nur dazu da, Ihnen zu helfen, die Tablette zu zerbrechen, wenn Sie Schwierigkeiten haben, sie ganz zu schlucken.
Blisterpackung
Jede Packung Linagliptin/Metformin STADA enthält 10, 14, 28, 30, 56, 60, 84, 90, 98, 100 oder 120 Tabletten in Aluminiumblistern.
Linagliptin/Metformin STADA ist auch in Bündelpackungen mit 120 Tabletten (2 Packungen mit je 60 Tabletten), 180 Tabletten (in 2 Packungen mit je 90 Tabletten oder 3 Packungen mit je 60 Tabletten) oder 200 Tabletten (in 2 Packungen mit je 100 Tabletten) in Aluminiumblistern erhältlich.
Linagliptin/Metformin STADA ist auch in perforierten Einzeldosis-Alu- Blisterpackungen erhältlich, dabei enthält jede Packung 10 × 1, 14 × 1, 28 × 1, 30 × 1, 56 × 1, 60 × 1, 84 × 1, 90 × 1, 98 × 1, 100 × 1 oder 120 × 1 Tabletten.
Linagliptin/Metformin STADA ist auch in Bündelpackungen mit 120 Tabletten (bestehend aus 2 Packungen mit jeweils 60 × 1 Tablette), 180 Tabletten (bestehend aus 2 Packungen mit je 90 × 1 Tablette oder 3 Packungen mit jeweils 60 × 1 Tablette) oder 200 Tabletten (bestehend aus 2 Packungen mit jeweils 100 × 1 Tablette) erhältlich.
Flasche
Linagliptin /Metformin STADA ist auch in Plastikflaschen mit 60 oder 180 Tabletten erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmarzeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer
STADA Arzneimittel GmbH, 1190 Wien, Österreich
Hersteller
PharOS MT Ltd., HF62X, Hal Far Industrial Estate, Birzebbugia BBG3000, Malta
STADA Arzneimittel AG, Stadastrasse 2 – 18, 61118 Bad Vilbel, Deutschland STADA Arzneimittel GmbH, Muthgasse 36/2, 1190 Wien, Österreich
Z.Nr.: 142240
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Estland: Linagliptin/Metformin hydrochloride STADA Griechenland: LINAGLIPTIN+METFORMIN/STADA
Litauen: Linagliptin/Metformin hydrochloride STADA 2,5 mg/ 1000 mg apvalkotās tablets
Lettland: Linagliptin/Metformin hydrochloride STADA 2.5 mg / 1000 mg plėvele dengtos tabletės
Malta: Linagliptin/Metformin Clonmel 2.5mg/1000 mg film-coated tablets
Slowakei: Linagliptin/Metformin STADA 2,5 mg/1000 mg Spanien: Linagliptina/Metformina STADA 2,5 mg/1000 mg
comprimidos recubiertos con película EFG
Tschechische
Republik: Linagliptin/Metformin STADA
Ungarn: Linagliptin-Metformin STADA 2.5 mg/1000 mg filmtabletta
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2024.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


