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Medikamente

Labiketo vet 150 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde

Labiketo vet 150 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Labiketo vet 150 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde Anwendungsgebiete Rinder: Zur Linderung von Entzündungen und Schmerzen nach der Geburt, bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und Lahmheit.

Wirkstoff(e)
Ketoprofen
Zulassungsinhaber
LABIANA Life Sciences S.A.
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
ATC Code
QM01AE03

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Labiketo vet 150 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Labiketo vet 150 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde

Anwendungsgebiete

Rinder:

  • Zur Linderung von Entzündungen und Schmerzen nach der Geburt, bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und Lahmheit.
  • Zur Senkung von Fieber bei Atemwegserkrankungen des Rindes, gegebenenfalls in Kombination mit einer antimikrobiellen Therapie.
  • Zur Linderung von Entzündungen, Fieber und Schmerzen bei akuter klinischer Mastitis, gegebenenfalls in Kombination mit einer antimikrobiellen Therapie.

Schweine:

Zur Senkung von Fieber bei Atemwegserkrankungen und postpartalem Dysgalaktie-Syndrom PDS- (Mastitis-Metritis-Agalaktie-Komplex) bei Sauen, gegebenenfalls in Kombination mit einer antimikrobiellen Therapie.

Pferde:

  • Linderung von Entzündungen und Schmerzen bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates (Lahmheiten, Hufrehe, Arthrose, Synovitis, Sehnenentzündung usw.).
  • Linderung postoperativer Schmerzen und Entzündungen.
  • Linderung von viszeralen Schmerzen bei Kolik.

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Was ist vor der Einnahme von Labiketo vet 150 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Geschwüren oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt, um den Zustand dieser Tiere nicht zu verschlechtern.

Nicht anwenden bei Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen.

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen Ketoprofen oder Acetylsalicylsäure oder einen der sonstigen Bestandteile.

Nicht anwenden bei Blutdyskrasie, Gerinnungsstörung oder hämorrhagischer Diathese. Verabreichen Sie keine anderen nicht-steroidalen Antiphlogistika (NSAIDs) gleichzeitig oder innerhalb von 24 Stunden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Labiketo vet 150 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde angewendet?

Intramuskuläre Anwendung: Rinder, Schweine

Intravenöse Anwendung: Rinder, Pferde

- Rinder:

3 mg Ketoprofen/kg Körpergewicht, entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels pro 50 kg Körpergewicht pro Tag, intravenös oder intramuskulär applizieren, vorzugsweise im Nackenbereich.

Die Behandlungsdauer beträgt 1−3 Tage und ist entsprechend der Schwere und Dauer der Symptome festzulegen.

- Schweine:

3 mg Ketoprofen/kg Körpergewicht, entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels pro 50 kg Körpergewicht pro Tag, einmalig intramuskulär applizieren. Je nach beobachteter Reaktion und auf der Grundlage der Nutzen- Risiko-Analyse des verantwortlichen Tierarztes kann die Behandlung in Abständen von 24 Stunden für maximal drei Behandlungen wiederholt werden. Jede Injektion ist an einer anderen Stelle zu verabreichen.

- Pferde:

2,2 mg Ketoprofen/kg Körpergewicht, entsprechend 0,75 ml des Tierarzneimittels pro 50 kg Körpergewicht pro Tag, intravenös applizieren.

Die Behandlungsdauer beträgt 1−5 Tage und ist entsprechend der Schwere und Dauer der Symptome festzulegen. Bei Koliken ist normalerweise eine Injektion ausreichend. Eine zweite Ketoprofen-Dosis erfordert eine erneute klinische Untersuchung.

9. Hinweise für die richtige Anwendung

10. Wartezeiten

Rinder:

Essbare Gewebe: 2 Tage.

Milch: Null Stunden.

Pferde:

Essbare Gewebe: 1 Tag.

Milch: Nicht bei Tieren anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

Schweine:

Essbare Gewebe: 3 Tage.

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Wie ist Labiketo vet 150 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchstechflasche angegebenen Verfalldatum nach „Exp.” nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage.

Nach dem ersten Anbrechen der Durchstechflasche ist das Datum auf der Kennzeichnung einzutragen, an dem verbliebenes Tierarzneimittel entsorgt werden sollte. Dieses Verfalldatum ist in das dafür vorgesehene Feld einzutragen.

Weitere Informationen zu Labiketo vet 150 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde

Zusammensetzung

Ein ml enthält:  
Wirkstoff:  
Ketoprofen 150 mg
Sonstiger Bestandteil:  
Benzylalkohol (E1519) 10 mg

Klare, farblose bis leicht gelbe Injektionslösung, frei von sichtbaren Partikeln.

Besondere Warnhinweise

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Die empfohlene Dosis nicht überschreiten. Empfohlene Behandlungsdauer nicht überschreiten. Der Anwendung von Ketoprofen bei Fohlen im Alter von weniger als einem Monat wird nicht empfohlen.

Bei der Verabreichung an weniger als 6 Wochen alte Tiere, Ponys oder an ältere Tiere ist eine genaue Anpassung der Dosis und eine engmaschige klinische Überwachung erforderlich. Eine intraarterielle Injektion ist zu vermeiden.

Die Anwendung bei dehydrierten, hypovolämischen oder hypotensiven Tieren ist zu vemeiden, da ein potentielles Risiko einer erhöhten Nierentoxizität besteht.

Da bei PMWS (Post-Weaning Multisystemic Wasting Syndrome) häufig Magengeschwüre vorkommen, ist die Anwendung von Ketoprofen bei von dieser Erkrankung betroffenen Schweinen nicht zu empfehlen, um ihren Zustand nicht zu verschlechtern. Bei Pferden ist eine extravaskuläre Verabreichung zu vermeiden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag, Nesselsucht) können auftreten. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Versehentliche Selbstinjektion vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion unverzüglich einen Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Kontakt mit Haut, Augen und Schleimhäuten vermeiden. Bei versehentlichem Kontakt mit Haut, Augen oder Schleimhäuten die betroffene Stelle unverzüglich gründlich unter sauberem fließendem Wasser abwaschen. Wenn die Reizung anhält, ärztlichen Rat einholen und dem Arzt die Packungsbeilage oder das Etikett vorzeigen.

Nach der Anwendung Hände waschen.

Trächtigkeit:

Laboruntersuchungen an Ratten, Mäusen und Kaninchen sowie Studien an Rindern ergaben keine Hinweise auf Nebenwirkungen. Kann bei Kühen während der Trächtigkeit angewendet werden.

Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels bei trächtigen Sauen und Stuten wurde nicht belegt. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.

Laktation:

Kann bei Kühen und Sauen während der Laktation angewendet werden.

Die Anwendung bei Stuten während der Laktation wird nicht empfohlen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

  • Die gleichzeitige Verabreichung von Diuretika oder potentiell nephrotoxischen Tierarzneimitteln sollte vermieden werden, da dies das Risiko für Nierenfunktionsstörungen, einschließlich Nierenversagen, erhöht. Dies ist eine Folge der verminderten Durchblutung, die durch die Prostaglandinsynthese-Hemmung verursacht wird.
  • Andere nicht-steroidale entzündungshemmende Tierarzneimittel (NSAIDs), Kortikosteroide, Antikoagulanzien oder Diuretika sollten nicht gleichzeitig oder innerhalb von 24 Stunden nach der Verabreichung des Tierarzneimittels verabreicht werden, da dies das Risiko von Magen-Darm- Geschwüren und anderen Nebenwirkungen erhöhen kann.
  • Bei der Festlegung des behandlungsfreien Zeitraums sollten jedoch die pharmakologischen Eigenschaften der zuvor verwendeten Tierarzneimittel berücksichtigt werden.
  • Ketoprofen hat eine hohe Plasmaproteinbindung und kann daher mit anderen Wirkstoffen mit hoher Bindungsaffinität konkurrieren, was zu toxischen Wirkungen führen kann.

Überdosierung:

Eine Überdosierung von nicht steroidalen Antiphlogistika kann zu Ulzerationen der Magen-Darm- Schleimhaut, Proteinverlust sowie Leber- und Nierenfunktionsstörungen führen.

In Verträglichkeitsstudien an Schweinen traten bei bis zu 25 % der Tiere, die über drei Tage mit dem Dreifachen der empfohlenen Höchstdosis (9 mg/kg Körpergewicht) oder mit der empfohlenen Dosis (3 mg/kg Körpergewicht) über das Dreifache der empfohlenen maximalen Dauer (9 Tage) behandelt wurden, erosive und/oder ulzerierende Verletzungen sowohl im nicht glandulären Teil (Pars oesophagica) als auch im glandulären Teil des Magens auf. Erste Toxizitätszeichen können Appetitverlust und breiiger Kot oder Durchfall sein.

Bei intramuskulärer Verabreichung des Tierarzneimittels an Rinder zeigten sich bei Tieren, die mit dem bis zu Dreifachen der empfohlenen Dosis oder über das Dreifache der empfohlenen Behandlungsdauer (9 Tage) behandelt wurden, keine klinischen Anzeichen einer Unverträglichkeit. Allerdings traten an der Injektionsstelle der behandelten Tiere Entzündungen und subklinische nekrotische Läsionen sowie ein Anstieg der CPK-Spiegel auf. Bei der histopathologischen Untersuchung konnten für beide Dosierungsschemata erosive oder ulzerierende Labmagenläsionen nachgewiesen werden.

Es wurde festgestellt, dass Pferde intravenöse Ketoprofendosierungen bis zur 5-fachen empfohlenen Dosis über das Dreifache der empfohlenen Dauer (15 Tage) ohne Anzeichen toxischer Wirkungen tolerieren.

Bei klinischen Anzeichen einer Überdosierung steht kein spezifisches Gegenmittel zur Verfügung; daher ist eine symptomatische Behandlung einzuleiten.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

Nebenwirkungen  
Rinder, Schweine:  
  Unbestimmte Häufigkeit Muskelnekrose1
  (kann auf Grundlage der verfügbaren Daten  
  nicht geschätzt werden): Erosive und ulzerative Läsion des
      Gastrointestinaltrakts2
      Reizung der Magenschleimhaut3
      Nierenfunktionsstörung3
     
Pferde:  
  Unbestimmte Häufigkeit   Muskelnekrose1
  (kann auf Grundlage der verfügbaren Daten    
  nicht geschätzt werden):   Erosive und ulzerative Läsion des
      Gastrointestinaltrakts2
      Reizung der Magenschleimhaut3
      Nierenfunktionsstörung3
      Reaktion an der Injektionsstelle4
       

Nach intramuskulärer Injektion, subklinisch, leicht und vorübergehend, allmähliches Abklingen in den Tagen nach Behandlungsende. Durch Verabreichung im Nackenbereich lassen sich Ausmaß und Schwere dieser Läsionen minimieren.

2 Nach wiederholter Verabreichung (aufgrund des Wirkungsmechanismus von Ketoprofen).

3 Bei bestimmten Tieren aufgrund der Hemmung der Prostaglandinsynthese (wie bei allen NSAIDs).

  • Vorübergehend. Wurden beobachtet nach einmaliger extravaskulären Verabreichung des Tierarzneimittels in der empfohlenen Dosis und verschwanden nach 5 Tagen.

Wenn Nebenwirkungen auftreten, muss die Behandlung abgebrochen und der Rat eines Tierarztes eingeholt werden.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at/

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z.Nr.: 841720

Packungsgrößen:

Umkarton mit 1 Durchstechflasche zu 50 ml

Umkarton mit 1 Durchstechflasche zu 100 ml

Umkarton mit 1 Durchstechflasche zu 250 ml

Umkarton mit 12 Durchstechflaschen zu 50 ml

Umkarton mit 10 Durchstechflaschen zu 100 ml

Umkarton mit 10 Durchstechflaschen zu 250 ml

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

03/2026

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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