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Medikamente

Genta-Mix 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Kälber und Schweine

Genta-Mix 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Kälber und Schweine
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Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen
  7. Zieltierarten
  8. Wartezeit

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Das Wichtigste in Kürze

Zur Behandlung von Infektionen des Magen-Darm-Traktes bei Kälbern und Schweinen, die durch Gentamicin empfindliche, gramnegative Bakterien verursacht werden.

Zieltierarten
Rind (Kalb) und Schwein
Wartezeit
Kalb, Schwein: Essbare Gewebe: 20 Tage
Wirkstoff(e)
Gentamicinsulfat
Zulassungsinhaber
Animed Service AG
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
ATC Code
QA07AA91

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Genta-Mix 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Kälber und Schweine bei Tieren angewendet?

Zur Behandlung von Infektionen des Magen-Darm-Traktes bei Kälbern und Schweinen, die durch Gentamicin empfindliche, gramnegative Bakterien verursacht werden.

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Für welche Tiere ist Genta-Mix 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Kälber und Schweine zugelassen?

Rind (Kalb) und Schwein

Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Genta-Mix 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Kälber und Schweine

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen Gentamicin, einen anderen Aminoglykosid- Antibiotikum oder einen der sonstigen Bestandteile.

Nicht anwenden bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen oder Störungen des Gehör- und Gleichgewichtssinnes.

Nicht anwenden bei Resistenzen gegenüber Gentamicin, Kanamycin, Streptomycin, Dihydrostreptomycin oder Paromomycin.

Nicht anwenden bei dehydrierten Tieren, wegen der Gefahr eines akuten Nierenversagens.

Nicht gleichzeitig anwenden mit stark wirkenden Diuretika oder potenziell oto- oder nephrotoxischen Arzneimitteln.

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Bei dehydrierten Tieren ist vor Beginn der Therapie der Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Wegen der geringen therapeutischen Breite von Gentamicin sollte auf eine exakte körpergewichtsbezogene Dosierung geachtet werden.

Aminoglykoside gelten in der Humanmedizin als besonders bedeutsame antimikrobielle Wirkstoffe für die Therapie bestimmter bakterieller Infektionen und sollten daher in der Tiermedizin nicht als erste Wahl eingesetzt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte nur nach Durchführung einer Empfindlichkeitsprüfung der nachgewiesenen Erreger erfolgen. Falls dies nicht möglich ist, sollte die Anwendung auf epidemiologischen Informationen und Kenntnissen zur Empfindlichkeit der Zielerreger auf Bestandsebene oder auf lokaler/regionaler Ebene beruhen. Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die offiziellen, nationalen und örtlichen Regelungen über den Einsatz von Antibiotika zu berücksichtigen.

Eine Verwendung des Tierarzneimittels, die von den Angaben in der Fachinformation abweicht, kann die Prävalenz von Gentamicin-resistenten Bakterien erhöhen und die Wirksamkeit der Behandlung mit Aminoglykosiden aufgrund einer möglichen Kreuzresistenz verringern.

Längerdauernde oder wiederholte Anwendungen des Tierarzneimittels sollten durch die Verbesserung der Managementpraktiken sowie durch Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen vermieden werden. Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte unter strenger Indikationsstellung erfolgen.

Für eine ausreichende Wasserversorgung der Tiere ist zu sorgen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel ist wegen der Gefahr einer Sensibilisierung der direkte Kontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten zu vermeiden. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus Handschuhen, Mundschutz und Schutzbrille tragen.

Bei Haut- oder Schleimhautkontakt sind die betroffenen Stellen unter fließendem Wasser abzuwaschen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Gentamicin sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Sollten nach Kontakt Symptome wie Hautausschlag auftreten, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Symptome wie Anschwellen der Lippen oder Augenlider oder Atemnot sind ernst zu nehmen und bedürfen einer sofortigen ärztlichen Versorgung.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:

Nicht zutreffend.

Trächtigkeit und Laktation:

Die Anwendung während der Trächtigkeit erfordert strengste Indikationsstellung.

Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Gentamicin verstärkt neuromuskuläre Blockaden. Bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Tierarzneimitteln sollten diese stets getrennt verabreicht werden, da sonst die Gefahr wechselseitiger Interaktionen (Inaktivierung) besteht.

Das bakterizid wirksame Gentamicin darf nicht mit bakteriostatisch wirksamen Substanzen kombiniert werden, weil dabei infolge eines potenziellen Antagonismus die antibakterielle Wirksamkeit von Gentamicin abgeschwächt wird.

Narkotika und Muskelrelaxantien verstärken neuromuskuläre Blockaden (Atemlähmung). Die muskelrelaxierende Wirkung von Magnesium kann verstärkt werden.

Bei gleichzeitiger oder aufeinanderfolgender Verabreichung von stark wirkenden Diuretika kann die mögliche nephrotoxische Wirkung von Gentamicin verstärkt werden. Gentamicin sollte nicht gleichzeitig mit anderen oto- oder nephrotoxischen Medikamenten verabreicht werden.

Überdosierung:

Aufgrund der Oto- und Nephrotoxizität von Gentamicin ist bei einer Überdosierung mit entsprechenden Symptomen (Störung des Gleichgewichts- und Gehörs, Niereninsuffizienz) zu rechnen. Ein sofortiges Absetzen des Tierarzneimittels ist erforderlich.

Beim Auftreten neuromuskulärer Blockaden, die zu Krämpfen, Atemnot und zum Kollaps führen können, ist das Tierarzneimittel sofort abzusetzen. Als Gegenmaßnahme kann Calcium und Neostigmin verabreicht werden.

Besondere Anwendungsbeschränkungen und besondere Anwendungsbedingungen: Nicht zutreffend.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Gentamicin ist chemisch-physikalisch inkompatibel mit Cephalotin, Ampicillin, Oxacillin und Amphotericin B. Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

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Wie wird Genta-Mix 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Kälber und Schweine dosiert und angewendet?

Zum Eingeben über das Futter, Trinkwasser oder Milch/Milchaustauscher.

Das Tierarzneimittel ist zur Verwendung bei einzelnen Tieren oder kleinen Tiergruppen innerhalb eines Bestandes bestimmt.

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Für die genaue Abmessung der errechneten Menge Genta-Mix 50 mg/g - Pulver sollte eine kalibrierte Waage verwendet werden.

Dosierung:

Kalb, Schwein:

5,7 mg Gentamicinsulfat (entspricht 4 mg Gentamicin) pro kg Körpergewicht (KGW) pro Tag, entsprechend 5,7 g Genta-Mix Pulver pro 50 kg KGW pro Tag.

Die Tagesdosis ist auf 2 Fütterungszeiten (morgens und abends) aufzuteilen.

Das Tierarzneimittel ist vor jeder Applikation so in den angerührten und abgekühlten Milchaustauscher bzw. eine kleine Menge Futter oder Trinkwasser frisch einzumengen, dass eine vollständige Durchmischung erreicht wird und ist vor der eigentlichen Fütterung zu verabreichen.

Bei Tieren mit deutlich gestörtem Allgemeinbefinden und/oder bei Tieren mit Inappetenz sollte einem parenteral zu verabreichenden Präparat der Vorzug gegeben werden.

Dauer der Anwendung: 3 - 5 Tage

Sollte nach drei Behandlungstagen keine deutliche Besserung des Krankheitszustandes eingetreten sein, ist eine Überprüfung der Diagnose und ggf. eine Therapieumstellung erforderlich.

Welche Wartezeit gilt für Genta-Mix 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Kälber und Schweine?

Kalb, Schwein: Essbare Gewebe: 20 Tage

Welche Nebenwirkungen kann Genta-Mix 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Kälber und Schweine beim Tier haben?

Rind (Kalb) und Schwein:

Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden):

Allergische Reaktion (Hautreaktion, Anaphylaxie)1

Störung des Gehör- und Gleichgewichtssinnes2

Nierenfunktionsstörung2

Durchfall und Malabsorptionssyndrom3

Beim Auftreten von allergischen sowie anaphylaktischen Reaktionen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und eine entsprechende Therapie mit Epinephrin (Adrenalin), Antihistaminika und/oder

Glukokortikoiden einzuleiten.

2 Kann insbesondere bei einer längeren als der vorgesehenen Anwendungsdauer auftreten. Die Nierenfunktionsstörungen können sich in einer Proteinurie, verbunden mit einem Reststickstoffanstieg im Blut äußern.

3 Kann nach mehrmaliger oraler Verabreichung auftreten.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

A-1200 WIEN ÖSTERREICH

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at

Wie ist Genta-Mix 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Kälber und Schweine aufzubewahren und zu entsorgen?

Besondere Lagerungshinweise

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern. Trocken lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen. Angebrochene Behältnisse sind nach der Entnahme wieder dicht zu verschließen.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 3 Monate.

Haltbarkeit nach Einmischen in Futtermittel, Trinkwasser oder Milch/Milchaustauscher: sofort verbrauchen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Weitere Informationen zu Genta-Mix 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Kälber und Schweine

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Genta-Mix 50 mg/g Pulver zum Eingeben für Kälber und Schweine

Zusammensetzung

Ein g Pulver enthält:

Wirkstoff:

Gentamicinsulfat 50 mg (entsprechend 35,3 mg Gentamicin)

Sonstige Bestandteile:

Qualitative Zusammensetzung sonstiger

Bestandteile und anderer Bestandteile

Siliziumdioxid

Laktose-Monohydrat

Weißes bis gelbliches feinkristallines Pulver

Einstufung von Tierarzneimitteln

Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z.Nr.: 8-00637

Packungsgrößen: 1 kg, 5 kg, 5 x 1 kg

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

06/2026

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Kontaktdaten

Zulassungsinhaber, für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:

AniMed Service Aktiengesellschaft Liebochstraße 9

A-8143 Dobl Tel.: 03136-55667

office@animedservice.at, www.animedservice.at

Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem Zulassungsinhabers in Verbindung.

Weitere Informationen

Gentamicin ist ein bakterizides Schmalspektrumantibiotikum mit Wirksamkeit gegen gramnegative Bakterien (z. B. E. COLI, KLEBSIELLA spp., PROTEUS spp., PSEUDOMONAS spp.). Gentamicin wirkt nicht gegen anaerobe Bakterien und Mykoplasmen. Es wird in Gegenwart von entzündlichem Debris, sauerstoffarmer Umgebung und niedrigem pH inaktiviert. Zunehmende Resistenzen sind bei

KLEBSIELLA spp. und PSEUDOMONAS spp. bekannt.

Es gibt mehrere Mechanismen, durch die verschiedene Bakterienstämme eine Resistenz gegen Aminoglykoside, wie etwa Gentamicin, entwickelt haben.

Bei Resistenz gegenüber Gentamicin liegen zumeist auch Resistenzen gegen andere Aminoglykoside wie Neomycin, Kanamycin, Streptomycin, Dihydrostreptomycin oder Paromomycin vor.

Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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