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Medikamente

Dolutegravir ratiopharm 50 mg Filmtabletten

Dolutegravir ratiopharm 50 mg Filmtabletten
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Dolutegravir ratiopharm enthält den Wirkstoff Dolutegravir. Dolutegravir gehört zu einer Gruppe von antiretroviralen Arzneimitteln, die Integrasehemmer (INIs) genannt werden. Dolutegravir ratiopharm wird zur Behandlung der Infektion mit dem humanen Immundefizienz-Virus (HIV) bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab einem Alter von 6 Jahren, die …

Wirkstoff(e)
Dolutegravirnatrium
Zulassungsinhaber
ratiopharm Arzneimittel Vertriebs GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
J05AJ03

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Dolutegravir ratiopharm 50 mg Filmtabletten angewendet?

Dolutegravir ratiopharm enthält den Wirkstoff Dolutegravir. Dolutegravir gehört zu einer Gruppe von antiretroviralen Arzneimitteln, die Integrasehemmer (INIs) genannt werden.

Dolutegravir ratiopharm wird zur Behandlung der Infektion mit dem humanen Immundefizienz-Virus (HIV) bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab einem Alter von 6 Jahren, die mindestens 14 kg wiegen, eingesetzt.

Dolutegravir ratiopharm bewirkt keine Heilung der HIV-Infektion; es verringert die Menge der Viren in Ihrem Körper und hält sie auf einem niedrigen Niveau. Infolgedessen erhöht es auch die Zahl der CD4+-Zellen in Ihrem Blut. CD4+-Zellen sind eine Art von weißen Blutkörperchen, die Ihrem Körper bei der Abwehr von Infektionen helfen.

Nicht jeder spricht in gleicher Weise auf die Behandlung mit Dolutegravir ratiopharm an. Ihr Arzt wird die Wirksamkeit Ihrer Behandlung überwachen.

Dolutegravir ratiopharm wird immer in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln angewendet (Kombinationstherapie).

Um Ihre HIV-Infektion unter Kontrolle zu halten und eine Verschlechterung Ihrer Erkrankung zu verhindern, müssen Sie alle Ihre Arzneimittel zuverlässig einnehmen, bis Ihnen Ihr Arzt sagt, dass Sie die Einnahme beenden sollen.

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Was ist vor der Einnahme von Dolutegravir ratiopharm 50 mg Filmtabletten zu beachten?

Dolutegravir ratiopharm darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie (oder Ihr Kind, falls es der Patient ist) allergisch gegen Dolutegravir oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie (oder Ihr Kind) ein anderes Arzneimittel namens Fampridin einnehmen (auch als Dalfampridin bekannt; wird bei multipler Sklerose angewendet).

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie glauben, dass einer dieser Punkte auf Sie (oder Ihr Kind) zutrifft.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bei einigen Personen, die Arzneimittel zur Behandlung der HIV-Infektion einnehmen, können andere

– auch schwerwiegende – Erkrankungen auftreten. Zu diesen gehören:

  • Symptome von Infektionen und Entzündungen
  • Gelenkschmerzen, Gelenksteife und Probleme mit den Knochen

Sie sollten wissen, auf welche wichtigen Anzeichen und Symptome Sie achten müssen, während Sie (oder Ihr Kind, falls es der Patient ist) Dolutegravir ratiopharm einnehmen.

Lesen Sie die Informationen im Abschnitt 4 dieser Packungsbeilage.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Dolutegravir ratiopharm einnehmen.

Kinder

Dieses Arzneimittel darf nicht bei Kindern unter 6 Jahren oder bei Kindern, die weniger als 14 kg wiegen, angewendet werden. Es darf auch nicht bei Kindern mit einer HIV-Infektion, deren Viren gegenüber anderen, Dolutegravir ratiopharm-ähnlichen Arzneimitteln resistent sind, angewendet werden. Die Anwendung von Dolutegravir ratiopharm Filmtabletten bei Kindern unter 6 Jahren oder mit einem Körpergewicht unter 14 kg wurde bisher nicht untersucht.

Kinder müssen geplante Arzttermine einhalten (weitere Informationen siehe „Anwendung bei Kindern und Jugendlichen“ in Abschnitt 3).

Einnahme von Dolutegravir ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie (oder Ihr Kind) andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Nehmen Sie Dolutegravir ratiopharm nicht zusammen mit folgenden Arzneimitteln ein:

Fampridin (auch als Dalfampridin bekannt), das bei multipler Sklerose angewendet wird.

Einige Arzneimittel können die Wirksamkeit von Dolutegravir ratiopharm beeinflussen oder die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten. Dolutegravir ratiopharm kann auch die Wirksamkeit anderer Arzneimittel beeinflussen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie (oder Ihr Kind) eines der nachfolgend aufgelisteten Arzneimittel einnehmen/anwenden:

  • Metformin zur Behandlung des Diabetes (Zuckerkrankheit)
  • Arzneimittel, die Antazida genannt werden und zur Behandlung von Verdauungsstörungen oder Sodbrennen verwendet werden. Nehmen Sie kein Antazidum in den 6 Stunden vor sowie in den 2 Stunden nach der Einnahme von Dolutegravir ratiopharm ein. (Siehe auch Abschnitt 3).
  • Calcium-, eisen- oder magnesiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel oder Multivitaminpräparate. Wenn Sie Dolutegravir ratiopharm zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen, können Sie Nahrungsergänzungsmittel oder Multivitaminpräparate, die Calcium, Eisen oder Magnesium enthalten, gleichzeitig mit Dolutegravir ratiopharm einnehmen. Wenn

Sie Dolutegravir ratiopharm nicht zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen, nehmen Sie in den 6 Stunden vor sowie in den 2 Stunden nach der Einnahme von Dolutegravir ratiopharm kein calcium-, eisen- oder magnesiumhaltiges Nahrungsergänzungsmittel oder Multivitaminpräparat

ein (siehe auch Abschnitt 3).

  • Etravirin, Efavirenz, Fosamprenavir/Ritonavir, Nevirapin oder Tipranavir/Ritonavir zur Behandlung einer HIV-Infektion
  • Rifampicin zur Behandlung einer Tuberkulose (TB) und anderer bakterieller Infektionen
  • Phenytoin und Phenobarbital zur Behandlung einer Epilepsie
  • Oxcarbazepin und Carbamazepin zur Behandlung einer Epilepsie oder bipolarer Störungen
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum), ein pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von
    Depressionen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie (oder Ihr Kind) andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden:

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Risiken und den Nutzen der Einnahme von Dolutegravir ratiopharm.

Teilen Sie es Ihrem Arzt umgehend mit, wenn Sie schwanger werden oder beabsichtigen, schwanger zu werden. Ihr Arzt wird Ihre Behandlung überprüfen. Setzen Sie Dolutegravir ratiopharm nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab, da dies Ihnen selbst und Ihrem ungeborenen Kind schaden kann.

Stillzeit

Bei HIV-positiven Frauen wird das Stillen nicht empfohlen, da eine HIV-Infektion über die Muttermilch auf das Kind übertragen werden kann.

Eine geringe Menge des Wirkstoffs von Dolutegravir ratiopharm kann in Ihre Muttermilch übergehen.

Wenn Sie stillen oder beabsichtigen zu stillen, sollten Sie dies so schnell wie möglich mit Ihrem Arzt besprechen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Dolutegravir ratiopharm kann ein Schwindelgefühl verursachen und andere Nebenwirkungen hervorrufen, die Ihre Aufmerksamkeit verringern.

Führen Sie nur dann ein Fahrzeug oder bedienen Sie eine Maschine, wenn Sie sicher sind, dass das Arzneimittel bei Ihnen nicht zu einer Beeinträchtigung führt.

Dolutegravir ratiopharm enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Wie wird Dolutegravir ratiopharm 50 mg Filmtabletten angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

  • Die übliche Dosis beträgt 50 mg einmal täglich.
  • Wenn Sie bestimmte andere Arzneimittel einnehmen, beträgt die Dosis 50 mg zweimal täglich.

Für eine HIV-Infektion, die gegenüber anderen, Dolutegravir ratiopharm-ähnlichen Arzneimitteln resistent ist, beträgt die übliche Dosis 50 mg zweimal täglich.

Ihr Arzt entscheidet, welche Dosis in Ihrem Fall die richtige ist.

Schlucken Sie die Tablette(n) mit etwas Flüssigkeit hinunter.

Dolutegravir ratiopharm kann mit oder ohne eine Mahlzeit eingenommen werden. Wenn Sie Dolutegravir ratiopharm zweimal täglich einnehmen müssen, wird Ihr Arzt Sie gegebenenfalls anweisen, es zusammen mit einer Mahlzeit einzunehmen.

Dolutegravir ist auch in Form von Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen erhältlich. Filmtabletten und Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen sind nicht identisch. Wechseln Sie daher nicht zwischen Filmtabletten und Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen, ohne vorher mit Ihrem Arzt zu sprechen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

  • Die Dolutegravir ratiopharm-Dosis für Kinder muss angepasst werden, wenn Sie älter werden oder an Gewicht zunehmen. Daher ist es wichtig, dass Kinder geplante Arzttermine einhalten.
  • Kinder und Jugendliche mit einem Mindestgewicht von 20 kg können die Erwachsenendosis von 50 mg einmal täglich einnehmen. Ihr Arzt wird entscheiden, wie Dolutegravir ratiopharm anzuwenden ist.
  • Für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren wird Ihr Arzt abhängig vom Körpergewicht Ihres Kindes die korrekte Dosis von Dolutegravir ratiopharm festlegen.
  • Um die Gefahr sich zu verschlucken zu reduzieren, dürfen Kinder nicht mehr als eine Tablette gleichzeitig schlucken.
  • Dolutegravir ratiopharm soll bei Kindern und Jugendlichen mit einer HIV-Erkrankung, deren Viren gegenüber anderen, Dolutegravir ratiopharm-ähnlichen Arzneimitteln resistent sind, nicht angewendet werden.

Arzneimittel aus der Gruppe der Antazida

Antazida zur Behandlung von Verdauungsstörungen und Sodbrennen können die Aufnahme von Dolutegravir ratiopharm in den Körper behindern und so dessen Wirksamkeit vermindern.

Nehmen Sie kein Antazidum in den 6 Stunden vor sowie in den 2 Stunden nach der Einnahme von Dolutegravir ratiopharm ein. Andere Magensäure-reduzierende Arzneimittel wie Ranitidin und Omeprazol können gleichzeitig mit Dolutegravir ratiopharm eingenommen werden.

Fragen Sie zur Einnahme von Magensäure-reduzierenden Arzneimitteln zusammen mit Dolutegravir ratiopharm Ihren Arzt um Rat.

Calcium-, eisen- oder magnesiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel oder

Multivitaminpräparate

Calcium-, eisen- oder magnesiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel oder Multivitaminpräparate können die Aufnahme von Dolutegravir ratiopharm in Ihren Körper behindern und so dessen Wirksamkeit vermindern.

Wenn Sie Dolutegravir ratiopharm zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen, können Sie Nahrungsergänzungsmittel oder Multivitaminpräparate, die Calcium, Eisen oder Magnesium enthalten, gleichzeitig mit Dolutegravir ratiopharm einnehmen. Wenn Sie Dolutegravir ratiopharm nicht zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen, nehmen Sie in den 6 Stunden vor sowie in den

2 Stunden nach der Einnahme von Dolutegravir ratiopharm kein calcium-, eisen- oder magnesiumhaltiges Nahrungsergänzungsmittel oder Multivitaminpräparat ein.

Fragen Sie bezüglich der Einnahme von Dolutegravir ratiopharm zusammen mit Nahrungsergänzungsmitteln oder Multivitaminpräparaten, die Calcium, Eisen oder Magnesium enthalten, Ihren Arzt um Rat.

Wenn Sie eine größere Menge von Dolutegravir ratiopharm eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie (oder Ihr Kind) zu viele Dolutegravir ratiopharm-Tabletten eingenommen haben/hat, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Wenn möglich, zeigen Sie ihnen die Dolutegravir ratiopharm- Packung.

Wenn Sie die Einnahme von Dolutegravir ratiopharm vergessen haben

Wenn Sie (oder Ihr Kind) eine Dosis vergessen, nehmen Sie diese ein, sobald Sie daran denken. Wenn Ihre nächste Dosis jedoch innerhalb der nächsten 4 Stunden fällig ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste Dosis zur üblichen Zeit ein. Fahren Sie dann mit Ihrer gewohnten Einnahme fort.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Dolutegravir ratiopharm abbrechen

Beenden Sie die Einnahme von Dolutegravir ratiopharm nicht ohne Empfehlung Ihres Arztes. Setzen Sie die Einnahme von Dolutegravir ratiopharm so lange fort, wie es Ihr Arzt empfiehlt. Brechen Sie die Einnahme nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt empfiehlt es Ihnen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Welche Nebenwirkungen hat Dolutegravir ratiopharm 50 mg Filmtabletten?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Allergische Reaktionen

Diese treten bei Personen, die Dolutegravir ratiopharm einnehmen, gelegentlich auf. Zu den Anzeichen zählen:

  • Hautausschlag
  • Erhöhte Körpertemperatur (Fieber)
  • Erschöpfung (Fatigue)
  • Schwellungen, manchmal im Gesicht oder Mundraum (Angioödem), wo sie zu Atemnot führen
  • Muskel- oder Gelenkschmerzen

Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken. Ihr Arzt wird möglicherweise entscheiden, Ihre Leber, Nieren oder Ihr Blut zu untersuchen, und kann Ihnen auch verordnen, die Einnahme von Dolutegravir ratiopharm abzubrechen.

Sehr häufige Nebenwirkungen: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen:

Häufige Nebenwirkungen: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen:

  • Hautausschlag
  • Juckreiz (Pruritus)
  • Erbrechen
  • Magenschmerzen (Bauchschmerzen)
  • Magenbeschwerden (Beschwerden im Bauchraum)

Gelegentliche Nebenwirkungen: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen:

* insbesondere bei Patienten, die zuvor eine Depression oder psychische Erkrankungen hatten.

Seltene Nebenwirkungen: kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen:

  • Leberversagen (zu den Anzeichen können eine Gelbfärbung der Haut und des Augenweiß oder ungewöhnlich dunkler Urin zählen)
  • Anstieg von Bilirubin (ein Wert für die Leberfunktion) in Ihrem Blut
  • Suizid (insbesondere bei Patienten, die zuvor eine Depression oder psychische Erkrankungen hatten)**

**Wenden Sie sich bei jeglichen psychischen Problemen umgehend an Ihren Arzt (siehe auch andere psychische Erkrankungen oben).

Häufigkeit nicht bekannt: auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar:

eine Erkrankung, bei der rote Blutkörperchen nicht richtig gebildet werden (Sideroblastenanämie).

Einige Nebenwirkungen könnten schwerwiegend sein. Sie müssen sich umgehend an Ihren Arzt wenden, wenn bei Ihnen eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen auftritt:

Symptome einer Infektion und Entzündung

Personen mit fortgeschrittener HIV-Infektion (AIDS) haben ein schwaches Immunsystem und können daher mit höherer Wahrscheinlichkeit schwere Infektionen entwickeln (opportunistische Infektionen). Vor Behandlungsbeginn waren solche Infektionen möglicherweise „still“ und wurden von dem schwachen Immunsystem nicht erkannt. Nach Behandlungsbeginn wird das Immunsystem stärker und kann die Infektionen bekämpfen, wodurch Symptome einer Infektion oder Entzündung auftreten können. Zu den Symptomen zählen in der Regel Fieber und u. a.:

In seltenen Fällen kann das stärker gewordene Immunsystem auch gesundes Körpergewebe angreifen (Autoimmunerkrankungen). Die Symptome von Autoimmunerkrankungen können viele Monate nach Beginn der Behandlung Ihrer HIV-Infektion auftreten. Zu den Symptomen können zählen:

  • Herzklopfen (schneller oder unregelmäßiger Herzschlag) oder Zittern
  • Übermäßige Unruhe und Bewegung (Hyperaktivität)
  • Schwäche, die in den Händen und Füßen beginnt und sich in Richtung Rumpf fortsetzt.

Wenn bei Ihnen (oder Ihrem Kind) Symptome einer Infektion und einer Entzündung auftreten, oder wenn Sie eines der oben genannten Symptome bemerken, müssen Sie sich umgehend an Ihren Arzt wenden. Nehmen Sie keine anderen Arzneimittel gegen die Infektion ein, ohne den Rat Ihres Arztes einzuholen.

Gelenkschmerzen, Gelenksteife und Knochenprobleme

Bei einigen Personen, die eine Kombinationstherapie gegen HIV erhalten, kann sich eine als Osteonekrose bezeichnete Knochenerkrankung entwickeln. Bei dieser Erkrankung sterben Teile des Knochengewebes infolge unzureichender Blutversorgung des Knochens ab. Diese Erkrankung können Personen mit höherer Wahrscheinlichkeit bekommen:

  • wenn sie eine Kombinationstherapie bereits über einen langen Zeitraum einnehmen
  • wenn sie zusätzlich entzündungshemmende Arzneimittel, die Kortikosteroide genannt werden, einnehmen
  • wenn sie Alkohol trinken
  • wenn ihr Immunsystem sehr schwach ist
  • wenn sie übergewichtig sind

Anzeichen einer Osteonekrose können sein:

  • Gelenksteife
  • Gelenkbeschwerden und –schmerzen (insbesondere in Hüfte, Knie und Schulter)
  • Schwierigkeiten bei Bewegungen

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, müssen Sie sich umgehend an Ihren Arzt wenden.

Auswirkungen auf Gewicht, Blutfett und Blutzucker

Während einer HIV-Therapie können Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutfett- und Blutzuckerwerte auftreten. Dies hängt teilweise mit dem verbesserten Gesundheitszustand und dem Lebensstil zusammen, manchmal aber auch mit den HIV-Arzneimitteln selbst. Ihr Arzt wird Sie auf diese Veränderungen hin untersuchen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Dolutegravir ratiopharm 50 mg Filmtabletten aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterfolie oder dem Flaschenetikett nach „Verwendbar bis:/Verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht, wenn die Verpackung beschädigt ist oder Anzeichen von Manipulation aufweist.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen zu Dolutegravir ratiopharm 50 mg Filmtabletten

Was Dolutegravir ratiopharm enthält

  • Der Wirkstoff ist Dolutegravir.
    Jede Tablette enthält Dolutegravir-Natrium, entsprechend 50 mg Dolutegravir.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Mannitol (E421), mikrokristalline Cellulose (E460i), Povidon K30, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), Natriumstearylfumarat, Poly(vinylalkohol) (E1203), Titandioxid (E171), Macrogol 3350 (E1521), Talkum (E553b), Eisenoxid gelb (E172).

Wie Dolutegravir ratiopharm aussieht und Inhalt der Packung

Dolutegravir ratiopharm 50 mg Filmtabletten sind gelbe, runde (9 mm im Durchmesser), bikonvexe Filmtabletten, mit der Prägung „50“ auf einer Seite.

Dolutegravir ratiopharm ist in OPA/Alu/PVC//Aluminium-Blisterpackungen mit 30 Filmtabletten, perforierten OPA/Alu/PVC//Aluminium-Einzeldosisblisterpackungen mit 30 × 1 oder

90 × 1 Filmtablette erhältlich.

Weiße HDPE-Twist-off-Flasche mit weißem kindergesichertem Polypropylen-Schraubverschluss und einem Silicagel-Behältnis mit 30 oder 90 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH Donau-City-Straße 11, Ares Tower, Top 13 1220 Wien

Österreich

Tel.: +43 (0) 1 97 007 0 E-Mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Elpen Pharmaceutical Co. Inc.

Marathonos Avenue 95

190 09 Pikermi

Griechenland

Elpen Pharmaceutical Co. Inc.

Keratea Industrial Park Zapani Block 1048

190 01 Keratea

Griechenland

Z.Nr.:

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien: Dolutegravir Teva 50 mg filmomhulde
  tabletten/comprimés pelliculés/Filmtabletten
Dänemark: Dolutegravir Teva
Deutschland: Dolutegravir-ratiopharm 50 mg Filmtabletten
Estland: Dolutegravir Teva
Frankreich: DOLUTEGRAVIR TEVA 50 mg, comprimé pelliculé
Irland: Dolutegravir Teva 50 mg film-coated tablets
Island: Dolutegravir Teva
Italien: Dolutegravir Teva
Kroatien: Dolutegravir Teva 50 mg filmom obložene tablete
Lettland: Dolutegravir Teva 50 mg apvalkotās tabletes
Litauen: Dolutegravir Teva 50 mg plėvele dengtos tabletės
Niederlande: Dolutegravir Teva 50 mg, filmomhulde tabletten
Norwegen: Dolutegravir Teva
Österreich: Dolutegravir ratiopharm 50 mg Filmtabletten
Portugal: Dolutegravir Teva
Rumänien: Dolutegravir Teva 50 mg comprimate filmate
Schweden: Dolutegravir Teva
Spanien: Dolutegravir Teva 50 mg comprimidos
  recubiertos con película EFG
Tschechische Republik: Dolutegravir Teva
Ungarn: Dolutegravir Teva 50 mg filmtabletta

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2026.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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