Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Dectospot 10 mg/ml Pour-on-Lösung zum Übergießen für Rinder und Schafe Anwendungsgebiet(e) Rinder: Zur Behandlung und Vorbeugung eines Befalls mit stechend-saugenden sowie beißendkauenden Läusen, einschließlich Bovicola bovis, Solenopotes capillatus, Linognathus vituli und Haematopinus eurysternus.
- Wirkstoff(e)
- Deltamethrin
- Zulassungsinhaber
- Bimeda Animal Health Limited
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
- ATC Code
- QP53AC11
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Dectospot 10 mg/ml Pour-on Lösung zum Übergießen für Rinder und Schafe angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Dectospot 10 mg/ml Pour-on-Lösung zum Übergießen für Rinder und Schafe
Anwendungsgebiet(e)
Rinder: Zur Behandlung und Vorbeugung eines Befalls mit stechend-saugenden sowie beißendkauenden Läusen, einschließlich Bovicola bovis, Solenopotes capillatus, Linognathus vituli und
Haematopinus eurysternus. Auch zur unterstützenden Behandlung und Vorbeugung eines Befalls mit stechenden sowie nicht-stechenden Weidefliegen, einschließlich Haematobia irritans, Stomoxys calcitrans, Musca-Arten und Hydrotaea irritans.
Schafe: Zur Behandlung und Vorbeugung eines Befalls mit Zecken (Ixodes ricinus) und Läusen (Linognathus ovillus, Bovicola ovis), Schaflausfliegen (Melophagus ovinus) und zur Behandlung eines bestehenden Schmeißfliegenbefalls (gewöhnlich verursacht durch Lucilia spp.).
Lämmer: Zur Behandlung und Vorbeugung eines Befalls mit Zecken (Ixodes ricinus) und Läusen (Bovicola ovis).
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Was ist vor der Einnahme von Dectospot 10 mg/ml Pour-on Lösung zum Übergießen für Rinder und Schafe zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht bei rekonvaleszenten oder kranken Tieren anwenden.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Die von der Zulassung des Tierarzneimittels abweichende Anwendung bei Hunden und Katzen kann zu neurotoxischen Symptomen (Ataxie, Krämpfe, Zittern) und Symptomen am Verdauungstrakt (Hypersalivation, Erbrechen) führen und tödlich enden.Nicht bei Tieren mit ausgedehnten Hautläsionen anwenden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Deltamethrin eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen kann.
Daher dürfen Oberflächengewässer oder Gräbe nicht mit dem Tierarzneimittel oder leeren Behältnissen verunreinigt werden.
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme.
Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Dectospot 10 mg/ml Pour-on Lösung zum Übergießen für Rinder und Schafe angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur äußerlichen Anwendung. Pour-on-Anwendung (zum Übergießen).
Eine Unterdosierung kann zu einer unwirksamen Behandlung führen und die Entwicklung von Resistenzen begünstigen.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Falls mehrere Tiere gemeinsam behandelt werden, sollten einigermaßen nach dem Körpergewicht homogene Gruppen zusammengesetzt werden und alle Tiere einer Gruppe sind mit der Dosierung zu behandeln, die dem schwersten Tier entspricht.
Dosis:
Rinder: 100 mg Deltamethrin pro Tier, entsprechend 10 ml des Tierarzneimittels.
Schafe: 50 mg Deltamethrin pro Tier, entsprechend 5 ml des Tierarzneimittels.
Lämmer (mit einem Körpergewicht unter 10 kg oder weniger als 1 Jahr alt): 25 mg Deltamethrin pro Tier, entsprechend 2,5 ml des Tierarzneimittels.
Das Tierarzneimittel muss unverdünnt auf die Mitte im Schulterbereich aufgetragen werden, wie in den nachstehenden Abbildungen gezeigt.
Für die Behandlung und Vorbeugung des Befalls mit Zecken, Schaflausfliegen und Läusen bei Schafen sollte das Fell geteilt werden und das Tierarzneimittel auf die Haut des Tiers aufgebracht werden. Für eine maximale Wirksamkeit empfiehlt es sich:
kurz nach dem Scheren (Tiere mit kurzem Fell) zu behandeln,
- behandelte und unbehandelte Tiere getrennt zu halten, um Reinfestationen zu verhindern.
Das Tierarzneimittel schützt die behandelten Tiere gegen Fliegen bis zu 4 – 6 Wochen nach dem Auftragen.
Läuse bei Rindern: Eine Behandlung tötet im Allgemeinen alle Läuse ab. Eine vollständige Beseitigung aller Läuse kann 4-5 Wochen dauern; in dieser Zeit schlüpfen Läuse und werden erst dann abgetötet. Nur sehr wenige Läuse können auf einzelnen Tieren überleben.
Schaflausfliegen und Läuse bei Schafen: Eine Behandlung reduziert das Auftreten von beißenden Läusen oder die Infestation mit Schaflausfliegen für einen Zeitraum von 4 – 6 Wochen nach einer Behandlung.
Nachgewiesener Schmeiβfliegenbefall bei Schafen: Sobald der Fliegenbefall festgestellt wird, direkt
auf die mit Maden infizierte Stelle auftragen. Eine Anwendung stellt sicher, dass die Schmeiβfliegenlarven in kurzer Zeit abgetötet werden. Bei fortgeschrittenen Läsionen wird
empfohlen, verfärbte Wolle vor der Behandlung herauszuschneiden.
Der Einfluss der Witterung auf die Dauer der Wirksamkeit wurde nicht untersucht. Die Wirksamkeitsdauer gegen Musca spp. kann variieren.
Hinweise für die richtige Anwendung
Das Tierarzneimittel sollte mit einem geeigneten Applikator aufgetragen werden:
- Für die 250-ml- und 500-ml-Behältnisse wird eine am Behältnis angebrachte Messkammer verwendet.
- Für die 1-Liter- und 2,5-Liter-Behältnisse wird die Verwendung eines geeigneten Applikators empfohlen.
Ein geeigneter Applikator sollte folgende Anforderungen erfüllen:
- Er sollte Dosen von 5 ml und 10 ml abgeben.
- Er sollte mit einem flexiblen Schlauch mit einem Innendurchmesser zwischen 6 mm und 12 mm geliefert werden.
Der empfohlene Einsatz der Applikatoren ist in den folgenden Abbildungen dargestellt.
1. Anwendung der Dosierkammer an dem 250-ml- und 500-ml-Behälter:
2. Anbringen der 1- und 2,5-Liter-Behälter an den geeigneten Applikator:
Vor Gebrauch gut schütteln.
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Wie ist Dectospot 10 mg/ml Pour-on Lösung zum Übergießen für Rinder und Schafe aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren. Aufrecht im Originalbehältnis aufbewahren.
Das Behältnis im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Karton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.
Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 3 Monate.
Weitere Informationen zu Dectospot 10 mg/ml Pour-on Lösung zum Übergießen für Rinder und Schafe
Zusammensetzung
Jeder ml enthält
Wirkstoff:
Deltamethrin 10,0 mg
Klare, leicht gelbliche, ölige Lösung.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Das Tierarzneimittel reduziert die Anzahl der Weidefliegen, die direkt auf dem Tier sind. Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass es alle Fliegen im landwirtschaftlichen Betrieb beseitigt werden.
Es wurde eine Resistenz gegen Deltamethrin festgestellt. Daher sollte sich die Anwendung dieses Tierarzneimittels auf lokale (regional, betrieblich) epidemiologische Erhebungen zur Empfindlichkeit
von diesen Parasiten stützen und zusammen mit sonstigen Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung erfolgen.
Folgende Praktiken sollten vermieden werden, da diese das Risiko einer Resistenzentwicklung erhöhen und letztlich zur Unwirksamkeit der Behandlung führen können:
- Zu häufige und wiederholte Anwendung von Ektoparasitika derselben Substanzklasse über einen längeren Zeitraum;
- Unterdosierung, verursacht durch Unterschätzung des Körpergewichts, fehlerhafte Anwendung des Tierarzneimittels oder fehlende Kalibrierung der Dosiervorrichtung.
Fälle von Resistenzentwicklung gegen Deltamethrin wurde für stechenden und nicht-stechenden Weidefliegen bei Rindern und für Läusen bei Schafen berichtet.
Eine unnötige oder von den Vorgaben der Fachinformation abweichende Anwendung von Antiparasitika kann den Resistenzselektionsdruck erhöhen und zu einer verminderten Wirksamkeit führen. Die Entscheidung über die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf dem Nachweis der Parasitenspezies und der Befallsstärke bzw. des Infektionsrisikos, welches auf den epidemiologischen Besonderheiten (jedes Einzeltieres/jeder Herde) basiert, beruhen.
Bei der Anwendung dieses Tierarzneimittels sollten die örtlichen Informationen über die Empfindlichkeit der Zielparasiten berücksichtigt werden.
Bei Verdacht auf Resistenz sollten weiterführende Untersuchungen mit geeigneten Tests durchgeführt werden.
Eine bestätigte Resistenz sollte dem Zulassungsinhaber oder den zuständigen Behörden gemeldet werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Nur zur äußerlichen Anwendung.
Nicht auf Augen und Schleimhäute des Tieres oder deren Nähe verabreichen, da Deltamethrin eine reizende Wirkung hat.
Es ist darauf zu achten, dass sich die Tiere nach der Verabreichung des Tierarzneimittels nicht ablecken. Während extrem heißem Wetter das Tierarzneimittel nicht anwenden und sicherstellen, dass die Tiere ausreichend Zugang zu Wasser haben.
Das Tierarzneimittel darf nur auf gesunde Haut aufgetragen werden, da es beim Vorliegen größerer Hautläsionen zu resorptiven Vergiftungen kommen kann. Nach der Behandlung können jedoch Symptome einer lokalen Hautreizung auftreten, da die Haut bereits durch den Befall geschädigt sein kann.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile müssen den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Persönliche Schutzausrüstung, bestehend aus einer wasserdichten Schürze und wasserfesten Stiefeln sowie undurchlässigen Handschuhen, sind sowohl bei der Handhabung des Tierarzneimittels als auch beim Umgang mit kürzlich behandelten Tieren zu tragen.
Stark kontaminierte Kleidung ist sofort zu wechseln und vor der Wiederverwendung zu waschen. Spritzer auf der Haut sofort mit Seife und viel Wasser abwaschen.
Nach der Anwendung dieses Tierarzneimittels Hände und exponierte Haut waschen.
Bei Augenkontakt diese sofort mit viel sauberem fließenden Wasser ausspülen und einen Arzt aufsuchen.
Bei versehentlicher Einnahme den Mund unverzüglich mit viel Wasser ausspülen und ein Arzt zu Rate ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzeigen.
Während des Umgangs mit dem Tierarzneimittel nicht rauchen, trinken oder essen.
Dieses Tierarzneimittel enthält Deltamethrin, das zu Kribbeln, Juckreiz und fleckiger Rötung auf exponierter Haut führen kann. Falls Sie sich nach der Handhabung mit diesem Tierarzneimittel unwohl fühlen, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Deltamethrin ist sehr toxisch für die Dungfauna, Wasserorganismen und Honigbienen, ist in Böden persistent und kann sich in Sedimenten anreichern.
Das Risiko für aquatische Ökosysteme und Dungfauna kann reduziert werden, indem eine zu häufige und wiederholte Anwendung von Deltamethrin (und anderen synthetischen Pyrethroiden) bei Rindern und Schafen vermieden wird, z. B. nur eine Behandlung pro Jahr auf derselben Weide.
Das Risiko für aquatische Ökosysteme lässt sich noch weiter reduzieren, indem behandelte Schafe unmittelbar nach der Behandlung eine Stunde lang von Gewässern ferngehalten werden.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt. Laboruntersuchungen an Ratten und Kaninchen ergaben keine Hinweise auf teratogene Wirkungen. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: Nicht in Verbindung mit anderen Insektiziden oder Akariziden anwenden.
Die Toxizität von Deltamethrin wird vor allem in Kombination mit phosphororganischen Verbindungen verstärkt.
Überdosierung:
Nach einer Überdosierung wurden einige Nebenwirkungen beobachtet. Dazu gehören Parästhesien und Reizungen bei Rindern sowie intermittierendes oder versuchtes Wasserlassen bei jungen Lämmern. Diese Nebenwirkungen treten nachweislich nur in leichter Form auf, sind vorübergehend und klingen ohne Behandlung ab.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Keine bekannt.
| 7. | Nebenwirkungen | |
| Rinder und Schafe: | ||
| Sehr selten | Neurologische Symptome (Unruhe1 oder | |
| (< 1 Tier / 10.000 behandelte Tiere, | Niedergeschlagenheit (Hinlegen), Zittern, | |
| einschließlich vereinzelter Meldungen): | anormale Bewegungen) | |
| Hauterkrankungen (Squamose (schuppige Haut), | ||
| Photosensibilisierung, Pruritus (Juckreiz))2 |
1Allgemein
2Beobachtet innerhalb von 48 Stunden nach der Behandlung.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
AT/Österreich:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, AT-1200 Wien E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z.Nr.: 836950
250 ml
500 ml
1 Liter
2,5 Liter
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
08/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


