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Medikamente

Buprecare 0,3 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen

Buprecare 0,3 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Buprecare 0,3 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen Anwendungsgebiete Hund Postoperative Analgesie. Verstärkung der sedativen Wirkung von zentral wirkenden Tierarzneimitteln. Katze Postoperative Analgesie.

Wirkstoff(e)
Buprenorphinhydrochlorid
Zulassungsinhaber
Ecuphar NV
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QN02AE01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Buprecare 0,3 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Buprecare 0,3 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen

Anwendungsgebiete

Hund

Postoperative Analgesie.

Verstärkung der sedativen Wirkung von zentral wirkenden Tierarzneimitteln.

Katze

Postoperative Analgesie.

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Was ist vor der Einnahme von Buprecare 0,3 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden vor einem Kaiserschnitt.

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

DE: Das Arzneimittel unterliegt den Vorschriften des Betäubungsmittelgesetzes. Nicht aufgebrauchte Betäubungsmittel sind so zu vernichten, dass eine, auch nur teilweise, Wiedergewinnung der Betäubungsmittel ausgeschlossen ist. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

BE: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Wie wird Buprecare 0,3 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen angewendet?

Zur intramuskulären Anwendung.

Hunde:

Postoperative Analgesie: 10-20 μg Buprenorphin pro kg (0,3-0,6 ml Buprecare pro 10 kg), bei Bedarf

nach 3-4 Stunden mit 10 Mikrogramm-Dosen oder nach 5-6 Stunden mit 20 Mikrogramm-Dosen wiederholen. Sedierung: 10-20 μg Buprenorphin pro kg (0,3-0,6 ml Buprecare pro 10 kg).

Katzen:

Postoperative Analgesie: 10-20 Mikrogramm Buprenorphin pro kg (0,3-0,6 ml Buprecare pro 10 kg), bei Bedarf einmal nach 2 Stunden wiederholen.

Während die sedative Wirkung bereits 15 Minuten nach der Anwendung einsetzt, tritt die analgetische Wirkung nach etwa 30 Minuten ein. Damit während dem chirurgischen Eingriff und unmittelbar beim Erwachen eine Analgesie sichergestellt ist, sollte das Tierarzneimittel vor dem chirurgischen Eingriff im Rahmen der Prämedikation gegeben werden.

Wird das Tierarzneimittel zur Verstärkung der Sedierung oder im Rahmen einer Prämedikation angewendet, sollte die Dosis anderer zentral wirkender Tierarzneimittel wie Acepromazin oder Medetomidin reduziert werden. Die Dosisreduktion ist abhängig von dem erforderlichen

Sedierungsgrad, dem jeweiligen Tier, der Art der im Rahmen der Prämedikation eingesetzten Tierarzneimittel sowie der Art der Einleitung und Aufrechterhaltung der Narkose. Gegebenenfalls kann auch die Dosis des verwendeten Inhalationsanästhetikums reduziert werden.

Tiere, denen Opioide mit sedierenden und analgetischen Eigenschaften verabreicht wurden, können unterschiedliche Reaktionen zeigen. Deshalb sollten die individuellen Reaktionen der Tiere überwacht und nachfolgend verabreichte Dosen entsprechend angepasst werden. Gelegentlich kann es vorkommen, dass durch mehrfache Gaben keine zusätzliche Analgesie bewirkt wird. In diesen Fällen sollte die Anwendung eines geeigneten injizierbaren NSAIDs in Erwägung gezogen werden.

Zur genauen Verabreichung der erforderlichen Dosis ist eine Spritze mit geeigneter Graduierung zu verwenden.

9. Hinweise für die richtige Anwendung

10. Wartezeiten

Nicht zutreffend.

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Wie ist Buprecare 0,3 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern.

Ampullen im Umkarton aufbewahren. Vor Licht schützen.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren. Nur zur einmaligen Anwendung.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Tierarzneimittel enthält kein Konservierungsmittel.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Ampulle: sofort verbrauchen.

Die nach der Entnahme der erforderlichen Dosis in der Ampulle verbleibende Lösung ist zu entsorgen.

Weitere Informationen zu Buprecare 0,3 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen

Zusammensetzung

Jede Ampulle mit 1 ml enthält:

Wirkstoffe:

Buprenorphin 0,3 mg als Buprenorphinhydrochlorid

Klare, farblose Lösung.

Besondere Warnhinweise

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Buprenorphin kann gelegentlich zu einer ausgeprägten Atemdepression führen. Wie bei anderen Opioiden ist deshalb Vorsicht geboten bei der Behandlung von Tieren mit Atemfunktionsstörungen oder von Tieren, die mit Tierarzneimitteln behandelt werden, die eine Atemdepression verursachen können.

Da Buprenorphin in der Leber verstoffwechselt wird, ist das Tierarzneimittel bei Tieren mit eingeschränkter Leberfunktion, insbesondere bei einer Gallenwegserkrankung, mit Vorsicht anzuwenden und seine Wirkungsstärke und Wirkungsdauer kann bei manchen Tieren beeinträchtigt sein.

Bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen, einer Herzerkrankung oder Schock kann die Anwendung des Tierarzneimittels mit einem größeren Risiko verbunden sein. Für die Anwendung des Tierarzneimittels soll eine Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt erfolgen. Die Verträglichkeit bei Katzen, deren klinischer Zustand beeinträchtigt ist, wurde noch nicht vollständig belegt.

Die Verträglichkeit von Buprenorphin bei Tieren jünger als 7 Wochen ist nicht nachgewiesen. Deshalb sollte die Anwendung bei Tieren dieses Alters auf einer Nutzen-Risiko-Bewertung durch den Tierarzt beruhen.

Die mehrmalige Verabreichung zu früheren Zeitpunkten als dem in Abschnitt „Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung” angegeben Wiederholungsintervall, wird nicht empfohlen.

Die Wirkung eines Opioids bei einer Kopfverletzung hängt von der Art und Schwere der Verletzung und von den erforderlichen Beatmungsmaßnahmen ab. Das Tierarzneimittel sollte entsprechend der Nutzen- Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt angewendet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Da Buprenorphin eine opioidähnliche Wirkung besitzt, sollte darauf geachtet werden, eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden.

Bei versehentlicher Selbstinjektion oder Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Für den Fall einer versehentlichen parenteralen Exposition sollte Naloxon bereitstehen.

Nach Augen- oder Hautkontakt die betroffenen Bereiche gründlich mit fließendem kaltem Wasser spülen. Falls die Irritation andauert, einen Arzt zu Rate ziehen.

Trächtigkeit oder Laktation:

Laboruntersuchungen an Ratten ergaben keine Hinweise auf teratogene Wirkungen. Allerdings zeigten die Untersuchungen Postimplantationsverluste und eine frühe Fötensterblichkeit. Da keine Studien zur Reproduktionstoxizität an den Zieltierarten durchgeführt wurden, soll das Tierarzneimittel nur nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt angewendet werden.

Das Tierarzneimittel darf bei einem Kaiserschnitt nicht präoperativ angewendet werden, weil für die Welpen während der Geburt die Gefahr einer Atemdepression besteht. Es soll auch postoperativ nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden (siehe nachfolgenden Abschnitt Laktation).

Studien an Ratten während der Laktation haben gezeigt, dass nach intramuskulärer Verabreichung von Buprenorphin in der Muttermilch Konzentrationen von unverändertem Buprenorphin auftraten, die genauso hoch oder noch höher waren als im Blutplasma. Da auch bei anderen Tierarten eine Ausscheidung von Buprenorphin über die Muttermilch wahrscheinlich ist, wird die Anwendung während der Laktation nicht empfohlen. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Buprenorphin kann eine gewisse Benommenheit verursachen, die durch andere zentral wirkende Tierarzneimittel wie z.B. Tranquilizer, Sedativa und Hypnotika verstärkt werden kann.

Beim Menschen gibt es Hinweise darauf, dass therapeutische Dosen von Buprenorphin die analgetische Wirksamkeit von Standarddosen eines Opioidagonisten nicht mindern. Bei Anwendung von Buprenorphin in normalen therapeutischen Dosen können daher, bevor die Wirkungen von Buprenorphin abgeklungen sind, Opioidagonisten in Standarddosen verabreicht werden, ohne dass die analgetische Wirkung beeinträchtigt wird. Es wird jedoch empfohlen, Buprenorphin nicht gleichzeitig mit Morphin oder anderen Opioidanalgetika wie z.B. Etorphin, Fentanyl, Pethidin, Methadon, Papaveretum oder Butorphanol anzuwenden.

Buprenorphin wird zusammen mit Acepromazin, Alphaxalon/Alphadalon, Atropin, Dexmedetomidin, Halothan, Isofluran, Ketamin, Medetomidin, Propofol, Sevofluran, Thiopenton und Xylazin angewendet. Bei der Anwendung in Kombination mit Sedativa können sich Wirkungen wie eine Depression der Herz- und Atemfrequenz verstärken.

Überdosierung:

Wird Buprenorphin Hunden in einer Überdosis verabreicht, kann dies zu Lethargie führen. Nach sehr hohen Dosen können Bradykardie und Miosis beobachtet werden.

In toxikologischen Studien mit Buprenorphinhydrochlorid an Hunden wurde nach einjähriger oraler Verabreichung von Dosen in einer Stärke von 3,5 mg/kg/Tag und höher eine Gallengangshyperplasie beobachtet. Keine Fälle von Gallengangshyperplasie wurden nach täglicher intramuskulärer Injektion von Dosen bis zu 2,5 mg/kg/Tag über einen Zeitraum von 3 Monaten beobachtet. Diese Dosen liegen weit über den üblichen klinischen Dosen für Hunde.

Im Fall einer Überdosierung sollen unterstützende Maßnahmen ergriffen werden. Gegebenenfalls können Naloxon oder Atemstimulanzien angewendet werden. Es wurden aber Dosen, die weit über den oben genannten lagen, ohne schwerwiegende Nebenwirkungen angewendet.

Naloxon kann der verminderten Atemfrequenz entgegenwirken. Beim Menschen sind auch Atemstimulanzien wie Doxapram wirksam. Auf Grund der vergleichsweise Iängeren Wirkungsdauer von Buprenorphin müssen diese Arzneimittel gegebenenfalls mehrmals oder als Dauerinfusion verabreicht werden.

Humanstudien an freiwilligen Probanden haben gezeigt, dass Opiatantagonisten die Wirkungen von Buprenorphin möglicherweise nicht vollständig aufheben.

Besondere Anwendungsbeschränkungen und besondere Anwendungsbedingungen: DE: Das Tierarzneimittel unterliegt dem Betäubungsmittelrecht.

  7. Nebenwirkungen    
Hund:      
  Selten     Hypertonie (Hoher Blutdruck)
  (1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte Tachykardie (beschleunigte Herzfrequenz)
  Tiere):     Sedierung1
       
  Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Hypersalivation
  Basis der verfügbaren Daten nicht Bradykardie (verlangsamte Herzfrequenz)
  geschätzt werden): Hypothermie (Niedrige Körpertemperatur)
        Erregung
        Dehydratation
        Miosis (verengte Pupillen)
        Atemdepression2

1 Kann auftreten, wenn das Tierarzneimittel zur Schmerzlinderung in höheren als den empfohlenen Dosierungen angewendet wird.

2 Ausgeprägt, siehe Abschnitt „Besondere Warnhinweise“

Katze:

Häufig Mydriasis (erweiterte Pupillen)
(1 bis 10 Tiere / 100 behandelte Verhaltensstörung (z,B. Euphorie, exzessives Schnurren,
Tiere): Laufbewegungen, Reiben)1
Selten Sedierung2
(1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte  

Tiere):

Basis der verfügbaren Daten nicht

geschätzt werden):

1 Klingt normalerweise nach 24 Stunden ab.

2 Kann auftreten, wenn das Tierarzneimittel zur Schmerzlinderung in höheren als den empfohlenen Dosierungen angewendet wird.

3 Ausgeprägt, siehe Abschnitt „Besondere Warnhinweise“

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie

vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

BE: www.notifieruneffetindesirable-animaux.be/ oder E-mail: adversedrugreactions_vet@fagg-afmps.be

DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

LU: Abteilung Pharmazie und Medikamente des Ministeriums für Gesundheit und Soziales E-Mail:

luxvet@ms.etat.lu

AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5, 1200 Wien

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at

Website: https://www.basg.gv.at/

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

AT: Z.Nr.: 8-00749

BE: BE-V334257

DE: 401045.00.00

LU: V/991/09/03/0979

Schachtel zu fünf 1-ml-Brechampullen aus Klargas Typ I

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

04/2026

Weitere Informationen

Buprenorphin ist ein potentes, lang wirkendes Analgetikum, über die Opiatrezeptoren im zentralen Nervensystem wirkt. Buprenorphin übt seine analgetische Wirkung über eine hochaffine Bindung an verschiedene Subklassen von Opiatrezeptoren im zentralen Nervensystem, insbesondere von μ- Rezeptoren, aus.

In klinischen Dosen zur Erzielung von Analgesie zeigt Buprenorphin eine hohe Wirksamkeit und bindet mit hoher Affinität an Opiatrezeptoren, so dass, wie in IN VITRO-Studien gezeigt wurde, seine Dissoziation von der Rezeptorbindungsstelle nur langsam erfolgt. Diese Eigenschaft von Buprenorphin könnte für die im Vergleich zu Morphin längere Wirkungsdauer verantwortlich sein. In Fällen, wo bereits ein Überschuss an Opioid-Agonisten an die Opiatrezeptoren gebunden ist, kann Buprenorphin aufgrund seiner hohen Affinität zu diesen Rezeptoren, die Narkosewirkung antagonisieren. Ein antagonistischer Effekt gegenüber Morphin, der dem von Naloxon entspricht, ist nachgewiesen.

Buprenorphin wird nach intramuskulärer Injektion bei verschiedenen Tierarten und beim Menschen rasch resorbiert. Bei der Katze können sich innerhalb von 30 Minuten nach der Injektion pharmakologische Wirkungen zeigen. Maximale Effekte werden in der Regel nach ca. 1-1,5 Stunden beobachtet. Nach intramuskulärer Verabreichung an Katzen betrug die mittlere terminale Halbwertszeit 6,3 Stunden und die Clearance 23 ml/kg/min, wobei die pharmakokinetischen Parameter jedoch erhebliche Abweichungen zwischen Katzen zeigten.

Studien zur Pharmakokinetik und Pharmakodynamik an Katzen haben gezeigt, dass zwischen dem Auftreten von Plasmakonzentrationen und dem Eintreten der analgetischen Wirkung ein deutlicher zeitlicher Abstand besteht. Daher sollte sich die individuelle Dosierung eines Tieres nicht nach den Plasmakonzentrationen von Buprenorphin sondern nach seiner Reaktion richten.

DE: Verschreibungspflichtig; Betäubungsmittel

AT: Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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