Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Baytril 25 mg / ml Lösung zum Eingeben für Kälber und Lämmer Anwendungsgebiet(e) Zur Behandlung von durch Bakterien oder Mykoplasmen hervorgerufenen Infektionskrankheiten bei Kälbern und Lämmern.
- Wirkstoff(e)
- Enrofloxacin
- Zulassungsinhaber
- Elanco Animal Health GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD-AB (Abgabe ist im Rahmen des TGD nur auf Basis besonderer veterinärmedizinischer Erfordernisse gestattet und der Einsatz ist durch geeignete obje
- ATC Code
- QJ01MA90
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Baytril 25 mg/ml - Lösung zum Eingeben für Kälber und Lämmer angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Baytril 25 mg / ml Lösung zum Eingeben für Kälber und Lämmer
Anwendungsgebiet(e)
Zur Behandlung von durch Bakterien oder Mykoplasmen hervorgerufenen Infektionskrankheiten bei Kälbern und Lämmern.
Kalb:
Behandlung der Pasteurellose, Mykoplasmose, Colidiarrhoe, Colisepsis sowie bakterieller Bronchopneumonien und bakterieller Sekundärinfektionen z.B. im Rindergrippe-Komplex.
Lamm:
Behandlung der Coliseptikämie und Colibacillose.
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Was ist vor der Einnahme von Baytril 25 mg/ml - Lösung zum Eingeben für Kälber und Lämmer zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei bekannter oder vermuteter Resistenz gegenüber Fluorchinolonen, da eine nahezu vollständige Kreuzresistenz gegenüber anderen Fluorchinolonen besteht.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere (Fluor-)Chinolone oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nicht anwenden bei Tieren mit Anfallsleiden, die mit dem zentralen Nervensystem assoziiert sind.
Nicht anwenden bei bereits bestehenden Knorpelwachstumsstörungen oder Schädigungen des Bewegungsapparates im Bereich funktionell besonders beanspruchter oder durch das Körpergewicht belasteter Gelenke.
Nicht anwenden bei wiederkäuenden Tieren.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Baytril 25 mg/ml - Lösung zum Eingeben für Kälber und Lämmer angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben.
Kalb:
Die Dosierung beträgt 2,5 mg Enrofloxacin/kg Körpergewicht (KGW) und Tag, das entspricht
5 ml des Tierarzneimittels pro 50 kg KGW/Tag.
Bei vorliegenden Erkrankungen des Atemtraktes sowie bakteriellen Sekundärinfektionen im Rindergrippe-Komplex beträgt die Dosierung 5 mg Enrofloxacin/kg KGW und Tag, das entspricht
10 ml des Tierarzneimittels pro 50 kg KGW/Tag.
Lamm:
Die Dosierung beträgt 5 mg Enrofloxacin/kg Körpergewicht (KGW) und Tag, das entspricht
2 ml des Tierarzneimittels pro 10 kg KGW/Tag.
Die Behandlung erfolgt an 5 aufeinander folgenden Tagen.
Die empfohlene Dosierung sollte nicht überschritten werden.
Es wird empfohlen, eine Therapie mit der Injektionslösung zu beginnen und am nächsten Tag mit der oralen Darreichungsform fortzuführen.
Zur genauen Dosierung liegt ein auf die Schraubkappe aufgesteckter Messbecher bei.
Hinweise für die richtige Anwendung
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Sollte sich das Krankheitsbild nicht innerhalb von zwei bis drei Tagen bessern, ist der behandelnde Tierarzt zu Rate zu ziehen.
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Welche Nebenwirkungen hat Baytril 25 mg/ml - Lösung zum Eingeben für Kälber und Lämmer?
Kalb, Lamm:
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte):
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, 1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.a
Wie ist Baytril 25 mg/ml - Lösung zum Eingeben für Kälber und Lämmer aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht über 25 °C lagern.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 3 Monate.
Das Datum der ersten Entnahme ist auf dem Etikett der Flasche einzutragen.
Weitere Informationen zu Baytril 25 mg/ml - Lösung zum Eingeben für Kälber und Lämmer
Zusammensetzung
| Ein ml enthält: | |
| Wirkstoffe: | |
| Enrofloxacin | 25 mg |
| Sonstige Bestandteile: | |
| Benzylakohol | 14 mg |
Klare, farblose bis leicht gelbliche Lösung.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Zwischen Enrofloxacin und anderen (Fluor-)Chinolonen wurden bei den Zielerregern, z. B. Escherichia coli, Kreuzresistenzen nachgewiesen. Die Anwendung des Tierarzneimittels ist sorgfältig abzuwägen, wenn die Empfindlichkeitsprüfung eine Resistenz gegenüber Fluorchinolonen gezeigt hat, da dessen Wirksamkeit beeinträchtigt sein kann.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Die Anwendung dieses Tierarzneimittels sollte auf der Identifizierung und Empfindlichkeitsprüfung des/der Zielerreger/s basieren. Falls dies nicht möglich ist, sollte die Therapie auf epidemiologischen Informationen und Kenntnissen zur Empfindlichkeit der Zielerreger auf Betriebsebene oder auf lokaler/regionaler Ebene beruhen.
Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die amtlichen, nationalen und örtlichen Richtlinien über den Einsatz von Antibiotika einzuhalten.
Ein Antibiotikum mit einem geringeren Risiko der Resistenzselektion (niedrigere AMEG-Kategorie) sollte als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung verwendet werden, sofern die Empfindlichkeitsprüfung dessen Wirksamkeit nahelegt. Schmalspektrum-Antibiotika mit einem geringeren Risiko der Resistenzselektion sollten als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung verwendet werden, sofern die Empfindlichkeitsprüfung deren Wirksamkeit nahelegt.
Dieses Tierarzneimittel darf nur vom Tierarzt selbst angewendet werden oder nur im Rahmen eines Tiergesundheitsdienstes in begründeten Notfällen eingesetzt werden
Das Tierarzneimittel sollte nur bei einzelnen Tieren angewendet werden.
Die Anwendung von Fluorchinolonen sollte der Behandlung solcher Erkrankungen vorbehalten sein, bei denen die Anwendung von Antibiotika anderer Klassen einen geringen Therapieerfolg gezeigt hat oder erwarten lässt.
Eine von den Angaben in dieser Packungsbeilage abweichende Anwendung des Tierarzneimittels kann die Prävalenz von Fluorchinolon-resistenten Bakterien erhöhen und aufgrund möglicher Kreuzresistenzen die Wirksamkeit einer Behandlung mit anderen (Fluor-)Chinolonen vermindern.
Enrofloxacin wird über die Nieren ausgeschieden. Wie bei allen Fluorchinolonen kann daher bei Vorhandensein einer Nierenfunktionsstörung die Ausscheidung verzögert sein.
Nicht zur Prophylaxe anwenden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Fluorchinolone sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Den Kontakt mit der Haut und den Augen vermeiden. Nach versehentlichem Haut- oder Augenkontakt sofort gründlich mit Wasser spülen.
Nach der Anwendung Hände waschen. Während der Anwendung nicht essen, trinken oder rauchen.
Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Bei Kombination von Enrofloxacin mit Makroliden oder Tetrazyklinen ist mit antagonistischen Effekten zu rechnen. Die Elimination von Theophyllin kann verzögert werden.
Die gleichzeitige Gabe von magnesium- oder aluminiumhaltigen Substanzen kann die Resorption von Enrofloxacin vermindern. Diese Arzneimittel sollten mit mindestens 2-stündigem Abstand verabreicht werden.
Überdosierung:
Ab etwa 25 mg Enrofloxacin pro kg Körpergewicht ist mit Lethargie, Inappetenz und Ataxie zu rechnen. Diese Erscheinungen sind reversibel.
Bei versehentlicher Überdosierung können auch Störungen des Verdauungstraktes (z. B. Erbrechen, Durchfall) und neurologische Störungen auftreten.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z. Nr.: 8-00061
Packungsgrößen:
Umkarton mit Flasche zu 100 ml oder 500 ml.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
12/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Enrofloxacin gehört zur Klasse der Fluorchinolon-Antibiotika.
Der Wirkmechanismus von Enrofloxacin ist bakterizid, die bakterizide Wirkung ist konzentrationsabhängig.
Enrofloxacin ist in der empfohlenen Dosierung gegen die meisten Gram-negativen Keime, viele Grampositive Keime sowie gegen Mykoplasmen antimikrobiell wirksam. Das Wirkungsspektrum von Enrofloxacin umfasst u.a.: Escherichia coli, Klebsiella spp., Actinobacillus pleuropneumoniae, Pasteurella spp. (z.B. Pasteurella multocida), Bordetella spp., Proteus spp., Pseudomonas spp., Staphylococcus spp. (z.B. Staphylococcus aureus) und gegen Mycoplasma spp.
Kreuzresistenz kommen innerhalb der Antibiotikaklasse der Fluorchinolone häufig vor.
Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


