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Medikamente

Baytril 100 mg/ml Lösung zum Eingeben über das Trinkwasser für Hühner, Puten und Kaninchen

Baytril 100 mg/ml Lösung zum Eingeben über das Trinkwasser für Hühner, Puten und Kaninchen
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Baytril 100 mg/ml Lösung zum Eingeben über das Trinkwasser für Hühner, Puten und Kaninchen Anwendungsgebiet(e) Zur Behandlung von Infektionen der Atemwege und des Verdauungstrakts, die durch folgende Bakterien hervorgerufen werden: Huhn: Avibacterium paragallinarum, Pasteurella multocida, Mycoplasma gallisepticum, …

Wirkstoff(e)
Enrofloxacin
Zulassungsinhaber
Elanco Animal Health GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD-AB (Abgabe ist im Rahmen des TGD nur auf Basis besonderer veterinärmedizinischer Erfordernisse gestattet und der Einsatz ist durch geeignete obje
ATC Code
QJ01MA90

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Baytril 100 mg/ml Lösung zum Eingeben über das Trinkwasser für Hühner, Puten und Kaninchen angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Baytril 100 mg/ml Lösung zum Eingeben über das Trinkwasser für Hühner, Puten und Kaninchen

Anwendungsgebiet(e)

Zur Behandlung von Infektionen der Atemwege und des Verdauungstrakts, die durch folgende Bakterien hervorgerufen werden:

Huhn:

Avibacterium paragallinarum, Pasteurella multocida, Mycoplasma gallisepticum, Mycoplasma synoviae.

Pute:

Pasteurella multocida, Mycoplasma gallisepticum, Mycoplasma synoviae.

Kaninchen:

Pasteurella multocida und bakterielle Enteritis, hervorgerufen durch E. coli.

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Was ist vor der Einnahme von Baytril 100 mg/ml Lösung zum Eingeben über das Trinkwasser für Hühner, Puten und Kaninchen zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Fluorchinolone oder einen der sonstigen Bestandteile.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme.

DE+AT: Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Baytril 100 mg/ml Lösung zum Eingeben über das Trinkwasser für Hühner, Puten und Kaninchen angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zum Eingeben über das Trinkwasser.

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Huhn und Pute:

10 mg Enrofloxacin/kg Körpergewicht pro Tag, an 3-5 aufeinanderfolgenden Tagen.

Behandlung an 3-5 aufeinanderfolgenden Tagen; bei Mischinfektionen und chronischen Verlaufsformen an 5 aufeinanderfolgenden Tagen.

Auf der Grundlage der empfohlenen Dosis und der Anzahl und dem Gewicht der zu behandelnden Tiere sollte die genaue tägliche Menge des Tierarzneimittels gemäß der folgenden Formel berechnet werden:

0,1 ml Tierarzneimittel × durchschnittliches Körpergewicht (kg) der zu behandelnden Tiere durchschnittliche tägliche Wasseraufnahme (l/Tier)

= ml Tierarzneimittel pro Liter Trinkwasser

Kaninchen:

10 mg Enrofloxacin/kg Körpergewicht pro Tag an 5 aufeinanderfolgenden Tagen.

Auf der Grundlage der empfohlenen Dosis und der Anzahl und dem Gewicht der zu behandelnden Tiere sollte die genaue tägliche Menge des Tierarzneimittels gemäß der folgenden Formel berechnet werden:

0,1 ml Tierarzneimittel × durchschnittliches Körpergewicht (kg) der zu behandelnden Tiere durchschnittliche tägliche Wasseraufnahme (l/Tier)

= ml Tierarzneimittel pro Liter Trinkwasser

Hinweise für die richtige Anwendung

Es ist sicherzustellen, dass die gesamte angebotene Dosis aufgenommen wurde. Die Aufnahme von mit dem Tierarzneimittel versetzten Wasser hängt vom klinischen Zustand der Tiere ab. Um die korrekte Dosierung zu erzielen, muss die Konzentration von Enrofloxacin gegebenenfalls entsprechend angepasst werden. Das mit dem Tierarzneimittel versetzte Wasser sollte täglich frisch angesetzt werden, unmittelbar, bevor es den Tieren angeboten wird. Das Trinkwasser muss während des gesamten Behandlungszeitraums mit dem Tierarzneimittel versetzt sein und es darf keine andere Wasserquelle zur Verfügung stehen.

Verwenden Sie nur frische Vormischungen, die täglich vor Beginn der Behandlung zubereitet werden. Pumpensysteme sollten ständig überprüft werden, um eine ordnungsgemäße Verabreichung

sicherzustellen. Entleeren Sie das Wassersystem und füllen Sie es vor Beginn der Behandlung mit dem Tierarzneimittel versetzten Wasser.

Das Tierarzneimittel kann direkt in den Vorratsbehälter gegeben oder über eine Dosierpumpe eingebracht werden.

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Welche Nebenwirkungen hat Baytril 100 mg/ml Lösung zum Eingeben über das Trinkwasser für Hühner, Puten und Kaninchen?

Keine bekannt.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 Wien, Österreich

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/

Wie ist Baytril 100 mg/ml Lösung zum Eingeben über das Trinkwasser für Hühner, Puten und Kaninchen aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 12 Wochen.

Haltbarkeit nach Auflösen gemäß den Anweisungen: 24 Stunden.

Nach dem ersten Öffnen der Primärverpackung ist anhand der in dieser Packungsbeilage angegebenen Haltbarkeit nach Anbruch das Datum zu ermitteln, an dem jegliches in der Primärverpackung verbleibende Produkt zu verwerfen ist. Dieses Datum ist in den dafür vorgesehenen Bereich einzutragen.

Weitere Informationen zu Baytril 100 mg/ml Lösung zum Eingeben über das Trinkwasser für Hühner, Puten und Kaninchen

Zusammensetzung

Jeder ml enthält:

Wirkstoffe:

Enrofloxacin 100 mg

Sonstige Bestandteile:

Benzylalkohol 14 mg

Klare, gelbliche Lösung.

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Die Behandlung von Mycoplasma-spp.-Infektionen führt unter Umständen nicht zur Eliminierung des Erregers.

Es wurden Resistenzen bei Mycoplasma synoviae in der EU gemeldet.

Zwischen Enrofloxacin und anderen Fluorchinolonen wurden bei den Zielerregern, z. B. Escherichia coli, Kreuzresistenzen festgestellt. Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte daher sorgfältig geprüft werden, sofern die Empfindlichkeitsprüfung Resistenzen gegenüber Fluorchinolonen gezeigt hat, da dies die Wirksamkeit reduzieren kann.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Die Anwendung von Fluorchinolonen sollte der Behandlung solcher Erkrankungen vorbehalten sein, bei denen die Anwendung von Antibiotika anderer Klassen einen geringen Therapieerfolg gezeigt hat oder erwarten lässt.

Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf der Identifizierung und Empfindlichkeitsprüfung des/der Zielerreger/s basieren. Falls dies nicht möglich ist, sollte die Anwendung auf epidemiologischen Informationen und Kenntnissen zur Empfindlichkeit der Zielerreger auf Bestandssebene oder auf lokaler/regionaler Ebene beruhen.

Nicht zur Prophylaxe verwenden.

Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die amtlichen, nationalen und örtlichen Regelungen über den Einsatz von Antibiotika zu berücksichtigen.

Ein Antibiotikum mit einem geringeren Risiko der Resistenzselektion (niedrigere AMEG-Kategorie) sollte als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung verwendet werden, sofern die Empfindlichkeitsprüfung dessen Wirksamkeit nahelegt.

Schmalspektrum-Antibiotika mit einem geringeren Risiko der Resistenzselektion sollten als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung verwendet werden, sofern die Empfindlichkeitsprüfung deren Wirksamkeit nahelegt.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Fluorchinolone sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Den Kontakt mit Haut und Augen vermeiden.

Bei versehentlichem Haut- oder Augenkontakt sofort gründlich mit Wasser spülen und es ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Nach der Anwendung Hände und exponierte Haut waschen.

Während der Anwendung des Tierarzneimittels nicht essen, trinken oder rauchen.

Legegeflügel:

Nicht anwenden bei Legehennen, deren Eier für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind.

Nicht anwenden bei Junghennen innerhalb von 14 Tagen vor Beginn der Legeperiode.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

In vitro wurde bei Kombination von Fluorchinolonen mit bakteriostatischen Wirkstoffen wie Makroliden, Tetrazyklinen oder Phenicolen ein antagonistischer Effekt nachgewiesen.

Die gleichzeitige Gabe von magnesium- oder aluminiumhaltigen Substanzen kann die Resorption von Enrofloxacin vermindern.

Überdosierung:

Bei einer 6- bzw. 10-fachen Überdosierung wurden bei Puten und Hühnern keine Symptome klinischer Unverträglichkeit beobachtet.

In der Wachstumsphase kann die Anwendung von Fluorchinolonen bei einer längeren, erheblich erhöhten Trinkwasseraufnahme und infolgedessen erhöhten Wirkstoffaufnahme, z.B. bedingt durch hohe Umgebungstemperaturen, potenziell zu einer Schädigung des Gelenkknorpels führen.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

Es liegen keine Informationen über mögliche Wechselwirkungen oder Inkompatibilitäten dieses Tierarzneimittels bei oraler Verabreichung über das Trinkwasser, welches biozide Produkte, Futterzusätze oder andere Substanzen zur Anwendung im Trinkwasser enthält, vor.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

DE: Zul.-Nr.: 13113.02.02

AT: Z. Nr.: 8-00062

Packungsgrößen:

Flaschen mit 100 ml, 500 ml [nur AT] und 1 000 ml oder Kanister mit 5 000 ml.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

01/2026

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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