Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Ampicillin Noridem enthält Ampicillin (ein Aminopenicillin). Dies ist ein Antibiotikum, das viele verschiedene Arten von Bakterien abtötet, indem es die Bildung ihrer Zellwände stört und daher bei vielen verschiedenen Erkrankungen angewendet werden kann.
- Wirkstoff(e)
- Ampicillin
- Zulassungsinhaber
- Noridem Enterprises Limited
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- J01CA01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung angewendet?
Ampicillin Noridem enthält Ampicillin (ein Aminopenicillin). Dies ist ein Antibiotikum, das viele verschiedene Arten von Bakterien abtötet, indem es die Bildung ihrer Zellwände stört und daher bei vielen verschiedenen Erkrankungen angewendet werden kann.
Ampicillin Noridem wird zur Behandlung der folgenden Infektionen bei Erwachsenen und Kindern angewendet, die durch grampositive und gramnegative Bakterienstämme verursacht werden, insbesondere bei Patienten, bei denen eine orale Anwendung nicht möglich ist.
Infektionen der Atemwege:
- Infektionen der Ohren, der Nase, des Rachens und der Nasennebenhöhlen
- Infektionen des Brustraums wie Bronchitis und Lungenentzündung
Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes:
- Wundinfektionen
- Infektionen nach Tierbissen
Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane:
akute und chronische Entzündungen der Nieren (Pyelonephritis), des Nierenbeckens (Pyelitis), der Harnblase (Zystitis) und der Harnröhre (Urethritis)
Infektionen im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane
- Fieber nach einer Fehlgeburt, Entzündung der Eileiter, Eierstöcke (Adnexitis, Salpingitis) und der Gebärmutter (Endo- und Parametritis), Beckenbauchfellentzündung (Pelveoperitonitis), Wochenbettfieber (Puerperalfieber)
Infektionen des Verdauungstraktes:
Infektionen der Gallengänge und der Gallenblase (Cholangitis, Cholecystitis)
Andere Infektionen:
- Listeriose (eine bakterielle Infektionskrankheit), einschließlich Listeria-Meningitis (Entzündung
der Hirnhaut durch Listerien). Die Behandlung kann zusammen mit anderen Antibiotika erfolgen.
- Leptospirosen, zusammen mit anderen Antibiotika.
- Zur Behandlung einer Bakteriämie (Bakterien im Blut) welche im Zusammenhang oder vermutlich im Zusammenhang mit einer der oben angeführten Infektionen steht.
- Zur Vorbeugung und Behandlung von Entzündungen der Herzklappen oder der inneren Herzwand bei Risikopatienten.
Was sollten Sie bachten, bevor Ampicillin Noridem bei Ihnen angewendet wird?
Ampicillin Noridem darf bei Ihnen nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Ampicillin-Natrium sind.
- wenn Sie allergisch gegen ß-Laktam-Antibiotika, wie z. B. Penicilline oder Cephalosporine sind.
- wenn Sie aufgrund der Anwendung von Ampicillin jemals Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut oder des Augenweißes) oder eine Beeinträchtigung der Leberfunktion hatten.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Ampicillin Noridem angewendet wird.
Wenn bereits eine Allergie, ein Asthmaleiden oder eine Pilzerkrankung besteht, müssen Sie dies dem behandelnden Arzt mitteilen. Beim Auftreten von Allergieerscheinungen, insbesondere Hautausschlägen, Juckreiz, Frösteln, Quaddelbildung, Atemnot, Engegefühl im Brustkorb oder Sie Durchfall oder Bauchschmerzen bekommen, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt.
Teilen Sie Ihrem Arzt ebenfalls mit, wenn bei Ihnen schon einmal Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Penicilline und Cephalosporine aufgetreten sind.
Bei Pfeiffer'schem Drüsenfieber (durch Viren verursachte Erkrankung), Cytomegalievirus-Erkrankung oder lymphatischer Leukämie muss die Anwendung von Ampicillin vermieden werden, da in solchen Fällen häufiger Hautreaktionen auftreten.
Bei schweren und anhaltenden Durchfällen ist eine antibiotikabedingte pseudomembranöse Colitis in Betracht zu ziehen (blutig-schleimige, wässrige Durchfälle, dumpfer, diffuser bis kolikartiger Bauchschmerz, Fieber, gelegentlich Tenesmen), die lebensbedrohlich sein kann. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt. In diesen Fällen ist Ampicillin Noridem sofort abzusetzen und eine Behandlung auf der Grundlage von Erregeruntersuchungen einzuleiten. Arzneimittel, die den Stuhlgang verhindern, dürfen nicht eingenommen werden.
Schwere Hautreaktionen, wie Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) sowie akute
generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) wurden bei Patienten berichtet, bei denen Ampicillin Noridem angewendet wurde (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?).
Wenn bei Ihnen großflächiger Ausschlag mit Blasen und Abschälen der Haut, insbesondere um Mund, Nase, Augen und Genitalien oder eine schwerere Form, die ein starkes Abschälen der Haut verursacht, auftreten, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.
Antibiotika sind zur Behandlung von Entzündungen der Gallenblase und der Gallengänge nur bei leichteren Erkrankungen, bei denen keine Gallenstauung besteht, geeignet.
Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann der Arzt eine Anpassung der Dosis vornehmen.
Bei einer Langzeitbehandlung werden Blutbildkontrollen, Leber- und Nierenfunktionstests empfohlen.
Bei langandauernder Behandlung kann es zum Überhandnehmen nicht Ampicillin-empfindlicher Keime bzw. Pilze kommen. Bei Anzeichen von neuen Infektionen, z. B. Soor, ist Ihr behandelnder
Arzt aufzusuchen.
Bei Infusion ist die Applikationsstelle alle 48 Stunden zu wechseln.
Eine Antigengemeinschaft kann zwischen Dermatophyten (Pilzinfektionen der Haut und Nägel) und Penicillin bestehen.
Dieses Arzneimittel kann auch die Ergebnisse von Urinuntersuchungen auf Glucose oder Aminosäuren verändern.
Anwendung von Ampicillin Noridem zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Ampicillin Noridem darf nur nach ausdrücklicher Verordnung Ihres behandelnden Arztes zusammen mit anderen Antibiotika angewendet werden, da einige Antibiotika die Wirkung von Ampicillin Noridem fördern, andere sie aber auch behindern können.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden:
- Probenecid (Arzneimittel zur Senkung des Harnsäurespiegels) – kann die Wirkung von Ampicillin Noridem verstärken.
- Allopurinol (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht) – das Risiko für Hautausschläge ist erhöht.
- Atenolol (Arzneimittel für das Herz) – Die Ausscheidung von Atenolol über den Urin kann verringert sein.
- Antikoagulanzien (zur Vorbeugung von Blutgerinnseln) wie Warfarin – es kann zu einer erhöhten Blutungsneigung kommen.
- Schluckimpfungen gegen Typhus – sie können weniger wirksam sein, wenn sie zur gleichen Zeit wie Ampicillin Noridem angewendet werden.
- Methotrexat (zur Behandlung von Arthritis) – die Toxizität von Methotrexat kann erhöht sein.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat bevor dieses Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird.
Ihr Arzt wird entscheiden, ob Ampicillin Noridem während der Schwangerschaft oder Stillzeit bei Ihnen angewendet werden kann. Sie müssen Ihren Arzt daher über eine bestehende Schwangerschaft informieren.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Nach bisherigen Erfahrungen hat Ampicillin keinen Einfluss auf die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Selten können allerdings Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4.) zu Risiken bei der Ausübung der genannten Tätigkeiten führen. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Ampicillin Noridem enthält Natrium
Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung: Dieses Arzneimittel enthält 32,9 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche. Dies entspricht 1,6 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Ampicillin Noridem 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:
Dieses Arzneimittel enthält 65,8 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche. Dies entspricht 3,3 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Ampicillin Noridem 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:
Dieses Arzneimittel enthält 131,6 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche. Dies entspricht 6,6 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
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Wie wird Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung angewendet?
Ampicillin Noridem wird bei Ihnen nur von einem Arzt angewendet.
Dosierung
Die tägliche Menge, die Sie brauchen, wird von Ihrem Arzt für Sie persönlich festgelegt.
Im Allgemeinen gelten folgende Dosierungsrichtlinien:
| Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre | 2 g bis 6 g pro Tag in 2 bis 4 Dosen |
| intravenös oder intramuskulär | |
| Kinder und Säuglinge (1 Monat bis | 25 mg bis 50 mg/kg Körpergewicht in 4 Dosen als |
| 12 Jahre) | intravenöse Injektion oder Infusion |
| Neugeborene | |
| weniger als 7 Tage | 30 mg bis 60 mg/kg Körpergewicht in 2 Dosen als |
| intravenöse Injektion oder Infusion | |
| 7 bis 21 Tage | 30 mg bis 60 mg/kg Körpergewicht in 3 Dosen als |
| intravenöse Injektion oder Infusion | |
| 21 bis 28 Tage | 30 mg bis 60 mg/kg Körpergewicht in 4 Dosen als |
| intravenöse Injektion oder Infusion | |
| Für Listerien-Meningitiden, Blutvergiftung und andere schwere Infektionen: | |
| Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre | 8 g bis 16 g pro Tag intravenös als kurze Injektion in |
| 3 bis 4 Dosen | |
| Kinder und Säuglinge (1 Monat bis | 50 mg/kg Körpergewicht in 4 bis 6 Dosen (max. 2 g |
| 12 Jahre) | alle 4 Stunden) als intravenöse Injektion oder |
| Infusion | |
| Neugeborene | |
| weniger als 7 Tage | 100 mg/kg Körpergewicht in 2 Dosen als intravenöse |
| Injektion oder Infusion | |
| 7 bis 21 Tage | 100 mg/kg Körpergewicht in 3 Dosen als intravenöse |
| Injektion oder Infusion | |
| 21 bis 28 Tage | 100 mg/kg Körpergewicht in 4 Dosen als intravenöse |
| Injektion oder Infusion | |
| Allgemeine Dosierungsempfehlungen zur Endokarditis-Prophylaxe: | |
| Erwachsene | 2 g intravenös (in eine Vene) als Einzeldosis 30 bis |
| 60 Minuten vor dem Eingriff | |
| Kinder | 50 mg/kg Körpergewicht intravenös (in eine Vene) |
| als Einzeldosis 30 bis 60 Minuten vor dem Eingriff |
Bei Meningitiden muss die Wiederherstellung der Blut-Hirn Schranke nach Besserung berücksichtigt werden und die Dosis dementsprechend nicht reduziert werden.
Infektionen mit hochempfindlichen Keimen und/oder an Infektionsorten, an denen hohe Wirkstoffkonzentrationen erzielt werden: diese können mit Tagesdosen behandelt werden, die im unteren Bereich der oben angegebenen Dosierungsempfehlungen liegen.
Bei Erwachsenen darf die Mindestdosis von 1 g pro Tag nicht unterschritten werden.
Nach Eintritt einer klinischen Besserung kann die Behandlung auf orale Aminopenicilline umgestellt
werden.
Bei Früh- und Neugeborenen ist die Dosis und/oder das Dosierungsintervall an die verringerte Ausscheidung über die Nieren anzupassen.
Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz ist die Dosis und/oder das Dosierungsintervall an die verringerte Ausscheidung über die Nieren anzupassen. Bei schwerer Niereninsuffizienz darf eine Dosis von 1 g Ampicillin pro 8 h nicht überschritten werden. Bei einer Kreatinin-Clearance unter 10 ml/min erhöht sich das Dosierungsintervall bis auf 12 h bis 15 h.
| Kreatinin-CLEARANCE | Parenterale Ampicillin-Dosis |
| über 30 ml/min | normale Dosierung |
| 30 bis 20 ml/min | 2/3 der Normdosis |
| weniger als 20 ml/min | 1/3 der Normdosis |
Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer wird von Ihrem Arzt festgelegt und richtet sich nach dem Verlauf der Infektion.
Infektionen des Urogenitaltraktes und des Genitaltrakts: mindestens 4 bis 10 Tage Infektionen mit ß-hämolysierenden Streptokokken: mindestens 10 Tage Pneumonie: 10 bis 14 Tage
Entzündung der inneren Herzwand (Endokarditis): 4 bis 6 Wochen
Bei anderen Infektionen: weitere 48 Stunden nach klinischer und/oder bakteriologischer Heilung oder bis zu 7 Tage nach Abklingen des Fiebers und nach klinischer Besserung.
Art der Anwendung
Die Injektion in die Vene erfolgt langsam über einen Zeitraum von mindestens 5 bis 10 Minuten. Die Dauer der Infusion beträgt zwischen 20 und 30 Minuten.
Zur intramuskulären (in einen Muskel) und intravenösen (in eine Vene) Anwendung. Intramuskuläre oder intravenöse Injektion oder als intermittierende oder kontinuierliche Infusion.
Wenn eine größere Menge von Ampicillin Noridem bei Ihnen angewendet wurde, als Sie erhalten sollten
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass dies geschieht, da Ihnen das Arzneimittel von Ihrem Arzt angewendet wird. Teilen Sie Ihrem medizinischen Fachpersonal oder Arzt dennoch umgehend mit, wenn Sie glauben, dass bei Ihnen zu viel des Arzneimittels angewendet wurde.
Wenn eine Anwendung von Ampicillin Noridem bei Ihnen vergessen wurde
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder medizinischen Fachpersonal, wenn Sie glauben, dass eine Dosis vergessen wurde.
Wenn Sie die Anwendung von Ampicillin Noridem abbrechen
Auch wenn eine Besserung der Krankheitssymptome oder Beschwerdefreiheit eintritt, darf die Behandlung mit Ampicillin Noridem keinesfalls ohne ärztliche Anweisung geändert oder abgebrochen werden, um eine erneute Verschlechterung bzw. ein Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Sie müssen unverzüglich Ihren Arzt kontaktieren, wenn Sie folgende Nebenwirkungen bei sich bemerken:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
Hautreaktionen, die sich in Form von Juckreiz, Hautrötung mit Hitzegefühl (Hautauschlag) und Nesselausschlag zeigen.
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
-
Der typische „Ampicillin“-Hautausschlag tritt nach 8 bis 10 Tagen bei erstmaliger Anwendung auf, bei wiederholter Anwendung tritt er am 2. bis 3. Tag auf. Der Hautausschlag klingt im Allgemeinen trotz Fortsetzung der Behandlung innerhalb weniger Tage ab.
Hautausschläge scheinen bei Virusinfekten, bei Nierenschwäche oder bei Dosen über 6 g/Tag häufiger als sonst vorzukommen.
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
gastrointestinale Erkrankungen (Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen) (siehe Abschnitt 2 Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen).
Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)
- Arzneimittelfieber, Kehlkopfschwellung, Serumkrankheit (allergische Reaktion), Entzündung von Blutgefäßen (allergische Vaskulitis), hämolytische Anämie (Blutarmut)
- schwere Entzündung der Haut (Lyell-Syndrom), Stevens-Johnson-Syndrom (schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeinbefindens mit schmerzhafter Blasenbildung der Haut besonders im Mund-, Augen und Genitalbereich)
- Schwindel, Kopfschmerzen
- Entzündung der Leber (Hepatitis), Ansammlung von Gallenflüssigkeit, die zu einer Gelbfärbung der Haut oder der Augen führt (cholestatischer Ikterus)
- Kristallurie bei hochdosierter intravenöser Anwendung (massive Ausscheidung von Harnsäure- Kristallen)
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen)
- Myelosuppression (temporäre oder dauerhafte Schädigung des Knochenmarks, die zu einer verminderten Bildung von Blutkörperchen führt), Blutbildveränderungen wie Thrombozytopenie (Verminderung der Blutplättchen), Agranulozytose (hochgradige Verminderung einer Untergruppe von weißen Blutkörperchen), Leukopenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen) und Eosinophilie (Erhöhung bestimmter weißer Blutkörperchen), Blutarmut (Anämie), Panzytopenie und Veränderungen bei der Blutgerinnung (Verlängerung der Blutungs- und Prothrombinzeit).
- Schwere Überempfindlichkeitserscheinungen wie Kreislaufkollaps und/oder Atemnot (anaphylaktischer Schock). Bei Patienten, die an Pilzerkrankungen der Haut leiden, können schon bei der ersten Anwendung von Penicillin Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.
- Schwere entzündliche Hautveränderungen (exfoliative Dermatitis, Erythema multiforme)
- Schwellung von Haut oder Schleimhaut (angioneurotisches Ödem)
- Gelenksschmerzen
- Nierenentzündung (Anzeichen dafür sind Fieber, Schwellungen, besonders im Gesichtsbereich und/oder Blutbeimengungen im Harn)
- Fieber
- Vorübergehende Erhöhung der Transaminasen (Blutwerte, die diagnostische Bedeutung bei Lebererkrankungen haben)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Langfristige und wiederholte Anwendung des Arzneimittels kann zu einer Infektion mit anderen Keimen oder zu einer übermäßigen Vermehrung von Keimen oder Sprosspilzen führen, die nicht auf Antibiotika ansprechen.
- Bei Typhus oder einer Syphilisbehandlung kann es durch Zerfall der abgetöteten Keime und der darauffolgenden Freisetzung von Bakteriengiften zu Fieber und zu Hautausschlägen kommen.
- Bei sehr hohen Ampicillin-Konzentrationen im Serum, die z. B. durch eine eingeschränkte
Nierenfunktion oder Anwendung sehr hoher Dosen bedingt sein können, kann es zu zentralnervösen Erregungszuständen, Muskelzuckungen und Krämpfen kommen.
- Zungenbrennen, Entzündung der Mundschleimhaut, Mundtrockenheit oder Störungen des Geschmackssinnes
- Schwere Nebenwirkungen im Bereich der Haut, darunter Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) und akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP).
Es kann zu Pilzinfektionen im Mund- und Genitalbereich kommen.
Bei Injektionen in die Muskulatur können lokale Schmerzen auftreten.
Bei einer Mononukleose-Infektion (ansteckende Infektion, die durch ein Herpesvirus namens Epstein- Barr verursacht wird) ist die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Exanthems (weit ausgedehnter Hautausschlag) hoch. Eine erhöhte Häufigkeit von Exanthemen wurde auch bei Leukämie beobachtet. Erhöhte ASAT-Werte (Aspartat-Aminotransferase) treten nachweislich aufgrund einer lokalen Freisetzung an der Injektionsstelle auf und müssen nicht auf eine Leberbeteiligung hinweisen.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 WIEN ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/
Wie ist Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett nach „EXP“ und dem auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht
sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Die Chargennummer bzw. Chargenbezeichnung wird nach der Abkürzung „Lot.“ angeführt.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Nach der Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke muss die Lösung sofort angewendet werden.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Was Ampicillin Noridem enthält
Der Wirkstoff ist Ampicillin. Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung: Jede Durchstechflasche enthält Ampicillin-Natrium entsprechend 500 mg Ampicillin. Es sind keine weiteren Bestandteile enthalten. Ampicillin Noridem 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung: Jede Durchstechflasche enthält Ampicillin-Natrium entsprechend 1 g Ampicillin. Es sind keine weiteren Bestandteile enthalten.
Ampicillin Noridem 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:
Jede Durchstechflasche enthält Ampicillin-Natrium entsprechend 2 g Ampicillin. Es sind keine weiteren Bestandteile enthalten.
Wie Ampicillin Noridem aussieht und Inhalt der Packung
Ampicillin Noridem wird in farblosen Durchstechflaschen geliefert, die ein weißes oder fast weißes Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung enthalten, mit einem chlorbutylsilikonisierten Gummistopfen verschlossen und mit weißen Aluminiumkappen (500 mg), blauen Aluminiumkappen (1 g) und roten Aluminiumkappen (2 g) versiegelt sind.
Packungsgrößen: 1 oder 10 Durchstechflaschen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller Pharmazeutischer Unternehmer
Noridem Enterprises Ltd.
Evagorou & Makariou, Mitsi Building 3, Suite 115 1065 Nicosia
Zypern
Hersteller
DEMO S.A. Pharmaceutical Industry 21st km National Road Athens-Lamia 14568 Kryoneri
, Griechenland
Mitvertrieb
DEMO S.A. Pharmaceutical Industry 21st km National Road Athens-Lamia 14568 Kryoneri
Griechenland
Tel.: +30 210 8161802
Fax: +30 210 816158
Z. Nr.:
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-
Deutschland:
/Infusionslösung
Ampicillin Noridem 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung Ampicillin Noridem 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
| Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/ | |||||||||||
| Österreich: | Infusionslösung | ||||||||||
| Ampicillin Noridem 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/ Infusionslösung | |||||||||||
| Ampicillin Noridem 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/ Infusionslösung | |||||||||||
| Ampicilin Noridem 0.5 g prašak za otopinu za injekciju/ infuziju | |||||||||||
| Kroatien: | Ampicillin Noridem 1 g prašak za otopinu za injekciju/ infuziju | ||||||||||
| Ampicillin Noridem 2 g prašak za otopinu za injekciju/ infuziju | |||||||||||
| Tschechische | Ampicillin Noridem | ||||||||||
| Ampicillin Noridem | |||||||||||
| Republik: | |||||||||||
| Ampicillin Noridem | |||||||||||
| Ampicillin Noridem 500 mg injektio-/infuusiokuiva-aine liuosta varten | |||||||||||
| Finnland: | Ampicillin Noridem 1 g injektio-/infuusiokuiva-aine liuosta varten | ||||||||||
| Ampicillin Noridem 2 g injektio-/infuusiokuiva-aine liuosta varten | |||||||||||
| OUTCYST | |||||||||||
| Griechenland: | OUTCYST | ||||||||||
| OUTCYST | |||||||||||
| Ampicillin Noridem 500 mg por oldatos injekcióhoz vagy infúzióhoz | |||||||||||
| Ungarn: | Ampicillin Noridem 1 g por oldatos injekcióhoz vagy infúzióhoz | ||||||||||
| Ampicillin Noridem 2 g por oldatos injekcióhoz vagy infúzióhoz | |||||||||||
| Ampicillina Noridem | |||||||||||
| Italien: | Ampicillina Noridem | ||||||||||
| Ampicillina Noridem | |||||||||||
| Ampicillin Noridem | |||||||||||
| Norwegen: | Ampicillin Noridem | ||||||||||
| Ampicillin Noridem | |||||||||||
| Ampicillin Noridem | |||||||||||
| Polen: | Ampicillin Noridem | ||||||||||
| Ampicillin Noridem | |||||||||||
| Ampicillina Noridem | |||||||||||
| Portugal: | Ampicillina Noridem | ||||||||||
| Ampicillina Noridem | |||||||||||
| Ampicillin Noridem | 0,5 g prášok na injekčný/infúzny roztok | ||||||||||
| Slowakei: | Ampicillin Noridem 1 g prášok na injekčný/infúzny roztok | ||||||||||
| Ampicillin Noridem 2 g prášok na injekčný/infúzny roztok | |||||||||||
| Ampicillin Noridem 500 mg polvo para solución inyectable y para perfusion | |||||||||||
| Spanien: | Ampicillin Noridem 1 g polvo para solución inyectable y para perfusion | ||||||||||
| Ampicillin Noridem 2 g polvo para solución inyectable y para perfusión | |||||||||||
| Ampicillin Noridem | |||||||||||
| Schweden: | Ampicillin Noridem | ||||||||||
| Ampicillin Noridem |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2025.
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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Hinweise zur Anwendung und Handhabung
Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
-
Intramuskuläre Injektion:
Das Pulver wird in 5 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst. -
Intravenöse Injektion:
Das Pulver wird in 5 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst. -
Intravenöse Infusion:
Das Pulver wird in 5 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst. Die zubereitete Lösung kann mit Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) verdünnt werden. Die Konzentration der verdünnten Lösung
darf 30 mg/ml nicht überschreiten.
Ampicillin Noridem 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:
-
Intramuskuläre Injektion:
Das Pulver wird in 5 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst. -
Intravenöse Injektion:
Das Pulver wird in 5 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst. -
Intravenöse Infusion:
Das Pulver wird in 5 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst. Die zubereitete Lösung kann mit Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) verdünnt werden. Die Konzentration der verdünnten Lösung darf 30 mg/ml nicht überschreiten.
Ampicillin Noridem 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:
-
Intramuskuläre Injektion:
Das Pulver wird in 10 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst. Bei intramuskulärer Anwendung muss der übliche Grenzwert für das Injektionsvolumen eingehalten werden. Wenn die anzuwendende Gesamtdosis 5 ml übersteigt, muss das Injektionsvolumen auf mehrere Injektionsstellen in den Muskeln, die für solche Volumina als geeignet angesehen werden, aufgeteilt werden. -
Intravenöse Injektion:
Das Pulver wird in 10 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst. -
Intravenöse Infusion:
Das Pulver wird in 10 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst. Die zubereitete Lösung kann mit Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) verdünnt werden. Die Konzentration der verdünnten Lösung darf 30 mg/ml nicht überschreiten.
Die Konzentrationen nach der Rekonstitution sind nachfolgend aufgeführt:
| Empfohlene Menge | ||||||||||
| an Lösungsmittel, | Tatsächliche | |||||||||
| die zur | Verdrängungsvolumen | Konzentration der | ||||||||
| Rekonstitution | rekonstituierten | |||||||||
| hinzugefügt werden | Lösung | |||||||||
| muss | ||||||||||
| Ampicillin Noridem | ||||||||||
| 500 mg Pulver zur | ||||||||||
| Herstellung einer | 5 ml | 0,44 ml | 91,9 mg/ml | |||||||
| Injektions- | ||||||||||
| /Infusionslösung | ||||||||||
| Ampicillin Noridem | ||||||||||
| 1 g Pulver zur | ||||||||||
| Herstellung einer | 5 ml | 0,76 ml | 173,6 mg/ml | |||||||
| Injektions- | ||||||||||
| /Infusionslösung | ||||||||||
| Ampicillin Noridem | ||||||||||
| 2 g Pulver zur | ||||||||||
| Herstellung einer | 10 ml | 1,56 ml | 173,0 mg/ml | |||||||
| Injektions- | ||||||||||
| /Infusionslösung |
Nach der Rekonstitution ist die Lösung klar und gelblich.
Überprüfen Sie die Durchstechflasche vor der Anwendung visuell. Sie darf nur verwendet werden, wenn die Lösung klar und praktisch frei von Partikeln ist. Die Lösung ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. pH-Wert nach der Rekonstitution: 8,0 bis 10,0.
Überdosierung
Bei Überdosierung von Aminopenicillinen sind in Einzelfällen urologische Symptome wie Hämaturie und Kristallurie, hämorrhagische Zystitis, interstitielle Nephritis, Oligurie, Hyperkaliämie bzw. Niereninsuffizienz aufgetreten, die bisher ohne bleibende Folgen reversibel verliefen. Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion, Epilepsie und Meningitis ist das Risiko des Auftretens dieser Nebenwirkungen erhöht.
Bei Erreichen hoher Liquorkonzentrationen könnten neurologische Symptome einschließlich Krampfanfälle auftreten.
Bei Überdosierung sind die sorgfältige Beobachtung der Vitalzeichen und eine symptomatische Behandlung der auftretenden Symptome unter besonderer Beachtung des Wasser- und Elektrolytgleichgewichts angezeigt. Ein spezifisches Gegenmittel existiert nicht.
Ampicillin kann mittels Hämodialyse aus der Zirkulation entfernt werden.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


