Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Ampicillin MIP enthält den Wirkstoff Ampicillin, der ein Antibiotikum ist. Es wirkt, indem es Bakterien abtötet, die Infektionen verursachen. Ampicillin MIP wird in allen Altersgruppen zur Behandlung folgender bakterieller Infektionen angewendet: Infektionen der Ohren, des Rachens, der Nase und der Nebenhöhlen.
- Wirkstoff(e)
- Ampicillin
- Zulassungsinhaber
- MIP Pharma GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- J01CA01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Ampicillin MIP 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung angewendet?
Ampicillin MIP enthält den Wirkstoff Ampicillin, der ein Antibiotikum ist. Es wirkt, indem es Bakterien abtötet, die Infektionen verursachen.
Ampicillin MIP wird in allen Altersgruppen zur Behandlung folgender bakterieller Infektionen angewendet:
- Infektionen der Ohren, des Rachens, der Nase und der Nebenhöhlen.
- Infektionen des Brustkorbs und der Lunge, wie Bronchitis und Lungenentzündung.
- Infektionen der Haut und der Weichteile, wie Wundinfektionen und Infektionen nach Tierbissen.
- Infektionen des Urogenitaltrakts und der Nieren.
- Infektionen im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane und des kleinen Beckens.
- Infektionen des Magen-Darm-Traktes.
- Infektionen der Gallenwege und der Gallenblase.
- Infektionen des Gehirns (Meningitis).
- durch Tiere übertragene Infektionen wie akute und latente Listeriose oder Leptospirose.
- Infektionen der Herzklappen und der Herzinnenwand (Endokarditis) und zur Vorbeugung einer Endokarditis bei Risikopatienten.
- Infektion im Blut im Zusammenhang mit den oben aufgeführten Infektionen.
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Was ist vor der Einnahme von Ampicillin MIP 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung zu beachten?
Ampicillin MIP darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Ampicillin-Natrium oder ein anderes Penicillin sind,
- wenn Sie schon einmal eine allergische Reaktion (Überempfindlichkeitsreaktion) gegen irgendein anderes Antibiotikum hatten. Dabei kann es sich um einen Hautausschlag oder Schwellungen von Gesicht oder Hals gehandelt haben.
- wenn Sie aufgrund der Anwendung von Ampicillin bereits einmal Gelbsucht oder andere Leberprobleme hatten.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie die Behandlung mit Ampicillin-MIP beginnen, wenn Sie glauben, dass dies auf Sie zutrifft. Ampicillin-MIP darf dann nicht bei Ihnen angewendet werden.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Ampicillin MIP bei Ihnen angewendet wird,
- wenn Sie Allergien oder Asthma haben.
- wenn Sie eine Pilzerkrankung haben.
- wenn Sie in der Vergangenheit bereits eine allergische Reaktion auf Penicilline oder Cephalosporine hatten.
- wenn Sie eine durch Viren verursachte Erkrankung haben, wie Pfeiffersches Drüsenfieber oder Zytomegalievirus-Infektion.
- wenn Sie lymphatische Leukämie haben.
- wenn Sie Nierenprobleme haben.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ampicillin MIP ist erforderlich
- wenn bei Ihnen bestimmte Symptome wie allergische Reaktionen, insbesondere Hautausschlag, Juckreiz, Frösteln, Nesselsucht, Kurzatmigkeit und Angstzustände auftreten, während Ampicillin MIP bei Ihnen angewendet wird.
- wenn bei Ihnen schwerer und anhaltender Durchfall auftritt, oft zusammen mit Blut oder Schleim, Bauchschmerzen und Fieber. Dies kann ein Zeichen für eine Entzündung im Dickdarm (Kolitis) sein. Nehmen Sie keine Arzneimittel gegen Durchfall ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ein.
- Informieren Sie Ihren Arzt, falls dies auf Sie zutrifft.
Wenn dieses Arzneimittel über einen längeren Zeitraum bei Ihnen angewendet wird, wird Ihr Arzt zusätzliche Maßnahmen ergreifen und möglicherweise Ihr Blut, Ihre Leber- und Nierenfunktion auf Veränderungen überprüfen. Auch das vermehrte Wachstum von Bakterien oder Pilzen, die gegenüber Ampicillin unempfindlich sind, muss in diesem Fall regelmäßig untersucht werden.
Zur Behandlung von Infektionen der Gallenblase und der Gallenwege eignen sich Antibiotika nur bei leichteren Erkrankungen, die nicht mit einem Gallenstau einhergehen.
Wenn Ihnen dieses Arzneimittel als Infusion verabreicht wird, soll die Anwendungsstelle alle 48 Stunden gewechselt werden.
Falls es zu Sekundärinfektionen kommt, wird Ihr Arzt entsprechende Maßnahmen ergreifen. Hierbei handelt es sich um Neuinfektionen, die durch andere Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Pilze verursacht werden und möglicherweise nicht auf das zuvor verschriebene Antibiotikum ansprechen.
Laboruntersuchungen
Wenn bei Ihnen Urintests auf Glukose oder Urobilinogen durchgeführt werden, teilen Sie Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal mit, dass Ampicillin MIP bei Ihnen angewendet wird. Dies liegt daran, dass Ampicillin die Ergebnisse dieser Art von Tests beeinflussen kann.
Bei Schwangeren, die mit Ampicillin behandelt wurden, wurden vorübergehend erniedrigte Konzentrationen von Estradiol und seinen Konjugaten im Blut diagnostiziert.
Anwendung von Ampicillin MIP zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Hierzu zählen auch nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel.
Ampicillin MIP darf nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt bei Ihnen angewendet werden, wenn Sie gleichzeitig:
andere Antibiotika einnehmen, da sie die Wirkung von Ampicillin beeinflussen können.
- Probenecid (ein Arzneimittel gegen Gicht) einnehmen, da Ihr Arzt möglicherweise Ihre Ampicillin- Dosis anpassen muss.
- Allopurinol (ein Arzneimittel gegen Gicht) einnehmen, da es wahrscheinlicher ist, dass Sie eine allergische Hautreaktion bekommen.
- Atenolol (ein Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck) einnehmen.
- Antikoagulanzien wie Warfarin (Arzneimittel zur Verhinderung der Blutgerinnung) einnehmen, da Ihre Blutungsneigung möglicherweise erhöht ist.
- einen oraler Typhus-Impfstoff einnehmen, da die Wirksamkeit des Impfstoffs verringert sein könnte.
- Methotrexat (ein Arzneimittel zur Behandlung von Krebs oder Gelenkentzündungen) einnehmen, da die Toxizität von Methotrexat erhöht sein kann.
- Digoxin (ein Arzneimittel zur Behandlung einiger Arten von Herzerkrankungen) einnehmen, da die Aufnahme von Digoxin erhöht sein kann.
- Informieren Sie Ihren Arzt, falls dies auf Sie zutrifft.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
Ihr Arzt wird den Nutzen Ihrer Behandlung mit Ampicillin MIP gegen das Risiko für Ihr Baby abwägen.
Ampicillin wird in die Muttermilch ausgeschieden und kann beim gestillten Säugling einige Nebenwirkungen verursachen. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, ob es vorteilhafter ist, dieses Arzneimittel anzuwenden oder weiter zu stillen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es ist nicht zu erwarten, dass Ampicillin Ihre Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Es können jedoch Nebenwirkungen auftreten (z. B. allergische Reaktionen, Schwindel, Krämpfe), die die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen können. Dies gilt in verstärktem Maße in Kombination mit Alkohol. Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, wenn diese Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten.
Ampicillin MIP enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält 32 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche. Dies entspricht 1,6 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Wie wird Ampicillin MIP 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung angewendet?
Ein Arzt oder medizinisches Fachpersonal wird dieses Arzneimittel bei Ihnen anwenden.
Ihr Arzt entscheidet, was die richtige Dosis Ampicillin MIP für Sie ist. Diese ist abhängig von der Schwere und Art der Infektion, ob Sie irgendwelche anderen Antibiotika anwenden, Ihrem Alter und Gewicht, und wie gut Ihre Nieren arbeiten.
Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen
Die empfohlene Dosis beträgt 2 g - 6 g Ampicillin pro Tag.
Bei schweren Infektionen kann die Tagesdosis auf 8 g - 16 g (als Kurzinfusion verabreicht) erhöht werden.
Die Tagesdosis wird auf 2 - 4 Anwendungen aufgeteilt. Eine Mindestdosierung von 1 g/Tag soll bei Erwachsenen nicht unterschritten werden. Nach Eintritt einer klinischen Besserung wird Ihr Arzt die Behandlung möglicherweise auf orale Antiobiotika umstellen.
Anwendung bei Kindern
Kinder und Säuglinge (1 Monat - 12 Jahre)
Die empfohlene Dosis beträgt 25 mg/kg - 50 mg/kg Körpergewicht alle 6 Stunden.
Bei schweren Infektionen kann die Dosis auf 50 mg/kg Körpergewicht alle 4 – 6 Stunden (max. 2 g alle 4 Stunden) erhöht werden.
Neugeborene 21 - 28 Tage
Die empfohlene Dosis beträgt 30 mg/kg - 60 mg/kg Körpergewicht alle 6 Stunden.
Bei schweren Infektionen kann die Dosis auf 100 mg/kg Körpergewicht alle 6 Stunden erhöht werden.
Neugeborene 7 - 21 Tage
Die empfohlene Dosis beträgt 30 mg/kg - 60 mg/kg Körpergewicht alle 8 Stunden.
Bei schweren Infektionen kann die Dosis auf 100 mg/kg Körpergewicht alle 8 Stunden erhöht werden.
Neugeborene <7 Tage
Die empfohlene Dosis beträgt 30 mg/kg - 60 mg/kg Körpergewicht alle 12 Stunden.
Bei schweren Infektionen kann die Dosis auf 100 mg/kg Körpergewicht alle 12 Stunden erhöht werden.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Wenn Sie Nierenprobleme haben, wird Ihr Arzt die Dosis möglicherweise reduzieren. Ihr Arzt wird über die Dosis und Häufigkeit der Anwendung entscheiden.
Art der Anwendung
Dieses Arzneimittel wird bei Ihnen von medizinischem Fachpersonal nach Rekonstitution/Verdünnung als Injektion in einen Muskel (intramuskulär) oder in ein Blutgefäß oder als Infusion in ein Blutgefäß (intravenös) angewendet.
Dauer der Anwendung
Die Anwendungsdauer richtet sich nach dem Krankheitsverlauf. Ampicillin wird im Allgemeinen 4 - 14 Tage lang angewendet. Normalerweise wird das Arzneimittel nach Abklingen der Krankheitszeichen noch mindestens 2 bis 3 Tage lang bei Ihnen angewendet. In manchen Fällen kann eine Behandlung über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen erforderlich sein.
Wenn Sie mehr Ampicillin MIP erhalten, als Sie sollten
Es ist unwahrscheinlich, dass Ihnen zu viel verabreicht wird. Wenn Sie befürchten, dass zu viel Ampicillin MIP bei Ihnen angewendet wurde, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder medizinischem Fachpersonal.
Anzeichen einer Überdosis können Nierenprobleme wie Blut oder Kristalle im Urin, Entzündungen der Blase oder Niere oder geringe Urinausscheidung sowie neurologische Symptome wie Schwindel, verschwommenes Sehen, Bewusstseinsstörungen einschließlich Koma, Muskelkrämpfe oder Muskelzuckungen sein.
Wenn eine Dosis von Ampicillin MIP vergessen wurde
Wenn eine Dosis vergessen wurde oder Sie befürchten, dass eine Dosis nicht verabreicht wurde, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder medizinischem Fachpersonal.
Wenn Sie die Anwendung von Ampicillin MIP abbrechen
Niedrige Dosierung, unregelmäßige Anwendung oder ein frühzeitiger Therapieabbruch können das Ergebnis der Therapie gefährden oder zu Rückfällen führen, deren Behandlung schwieriger ist. Bitte befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheke oder das medizinische Fachpersonal.
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Welche Nebenwirkungen hat Ampicillin MIP 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Wenn Sie eine der folgenden schweren Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich sofort an einen Arzt:
- Schwere allergische Reaktionen wie Kreislaufkollaps und/oder Atemnot (anaphylaktischer Schock),
- Arzneimittelfieber,
- Schwellung der Haut oder Schleimhaut (angioneurotisches Ödem),
- Schwere Hautausschläge, die Blasen bilden können (exfoliative Dermatitis, Erythema multiforme),
- Stevens-Johnson-Syndrom (schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte Blasenbildung der Haut insbesondere im Mund-, Augen- und Genitalbereich),
- Lyell-Syndrom (Hautausschläge, die zu einer ausgedehnten Ablösung der Haut führen),
- Jarish-Herxheimer-Reaktion, die Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Hautausschlag verursacht, der normalerweise selbstlimitierend ist,
- Kehlkopfschwellung,
- Allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Nesselsucht, Rötung, Juckreiz oder Schwellung von Gesicht, Mund, Lippen, Zunge oder Rachen, die zu Atembeschwerden, Fieber und Schwellungen der Lymphknoten führen können (Serumkrankheit),
- Abnahme der Anzahl roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie),
- Entzündung der Blutgefäße (allergische Vaskulitis),
- Entzündung der Nieren (Anzeichen sind Fieber, Schwellung insbesondere im Gesichtsbereich und/oder Blut im Urin),
- Durchfall, der schwerwiegend ist, lange anhält oder Blut enthält: Dies kann ein Zeichen für eine schwere Darmentzündung (pseudomembranöse Kolitis) sein.
Bei Patienten mit Pilzerkrankungen kann es bei der ersten Anwendung von Penicillin zu allergischen Reaktionen kommen.
Andere mögliche Nebenwirkungen
Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
Hautreaktionen, die sich in Form von Juckreiz, Hautrötung mit Hitzegefühl und Ausschlag zeigen
Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Masernartiger Hautausschlag (tritt 8 - 10 Tage nach Beginn der ersten Anwendung auf, oder 2 - 3 Tage nach wiederholter Anwendung)
- Schwellung und Schmerzen an der Einstichstelle
- Entzündung einer Vene
Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Kristalle im Urin (Kristallurie) bei hochdosierter intravenöser Anwendung
- Gelbfärbung der Haut oder des Augenweißes oder dunkler werdender Urin und blasserer Stuhl: Dies sind Zeichen für Leberprobleme (Hepatitis und cholestatischer Ikterus).
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen)
Myelosuppression (temporäre oder dauerhafte Schädigung des Knochenmarks, die zu einer verminderten Bildung von Blutzellen führt)
- Veränderungen im Blutbild wie Thrombozytopenie (Abnahme der Blutplättchen), Agranulozytose (starke Abnahme einer Untergruppe weißer Blutkörperchen), Leukopenie (Abnahme der weißen Blutkörperchen) und Eosinophilie (Zunahme einer Art weißer Blutkörperchen) und Panzytopenie (Abnahme aller Blutzellen)
- Veränderungen bei der Blutgerinnung (Verlängerung der Blutungs- und Prothrombinzeit)
- Gelenkschmerzen
- Fieber
- Anstieg bestimmter Enzyme, die in der Leber produziert werden (Transaminasen)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Superinfektion mit resistenten Bakterien oder Pilzen, insbesondere bei längerer und/oder wiederholter Anwendung
- Störungen des Geschmackssinnes, Mundtrockenheit, Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis), Entzündung der Zunge (Glossitis)
- Plötzliches, abruptes, kurzes, unwillkürliches Zucken eines Muskels oder einer Muskelgruppe (Myoclonus), Nervosität
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, 1200 WIEN, ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/
anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden
Wie ist Ampicillin MIP 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett nach „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Die rekonstituierte/verdünnte Lösung ist sofort zu verwenden.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser oder den Haushaltsabfall. Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Ampicillin MIP 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Was Ampicillin MIP enthält
-
Der Wirkstoff ist Ampicillin.
1 Durchstechflasche enthält 500 mg Ampicillin (als Ampicillin-Natrium). - Es sind keine sonstigen Bestandteile enthalten.
Wie Ampicillin MIP aussieht und Inhalt der Packung
Weißes oder fast weißes Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Ampicilllin MIP 500 mg ist in Durchstechflaschen aus Glas (8 ml) mit einem Gummistopfen und einem Aluminium-Deckel (mit oder ohne graue Plastik-Flip-Off-Kappe) erhältlich.
Packungsgrößen: 1 oder 10 Durchstechflaschen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer: MIP Pharma GmbH
Kirkeler Str. 41
66440 Blieskastel Deutschland
Tel. +49 6842 9609 0 info@mip-pharma.de
Hersteller
MIP Pharma GmbH
Mühlstraße 50
66386 St. Ingbert
Deutschland
Z.Nr.: 142201
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Deutschland: Ampicillin-MIP 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung Österreich: Ampicillin MIP 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2024.
Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Dosierung
Für eine genaue Dosierung ist Ampicillin MIP in verschiedenen Stärken erhältlich.
Die Höhe der Dosis von Ampicillin ist abhängig vom Alter, Gewicht und der Nierenfunktion des Patienten, vom Schweregrad und dem Ort der Infektion sowie dem vermuteten oder nachgewiesenen Erreger.
Allgemeine Dosierungsempfehlungen für Ampicillin
| Patientengruppe | Dosierung | |
| Erwachsene und Jugendliche | 2 g - 6 g / Tag | |
| Kinder und Säuglinge | 25 mg - 50 mg/kg Körpergewicht alle 6 Stunden | |
| (1 Monat - 12 Jahre) | ||
| Neugeborene <7 Tage | 30 mg - 60 mg/kg Körpergewicht alle 12 Stunden | |
| Neugeborene 7 - 21 Tage | 30 mg - 60 mg/kg Körpergewicht alle 8 Stunden | |
| Neugeborene 21 - 28 Tage | 30 mg - 60 mg/kg Körpergewicht alle 6 Stunden | |
| Dosierungsempfehlungen bei Listerienmeningitis und anderen schweren Infektionen | ||
| Patientengruppe | Dosierung | |
| Erwachsene und Jugendliche | 8 g - 16 g / Tag intravenös als Kurzinfusion | |
| Kinder und Säuglinge | 50 mg/kg Körpergewicht alle 4 - 6 Stunden | |
| (1 Monat - 12 Jahre) | (max. 2 g alle 4 Stunden) |
| Patientengruppe | Dosierung |
| Neugeborene <7 Tage | 100 mg/kg Körpergewicht alle 12 Stunden |
| Neugeborene 7 - 21 Tage | 100 mg/kg Körpergewicht alle 8 Stunden |
| Neugeborene 21 - 28 Tage | 100 mg/kg Körpergewicht alle 6 Stunden |
Bei Meningitis ist die Wiederherstellung der Blut-Hirn-Schranke nach Besserung zu berücksichtigen und die Dosis dementsprechend nicht zu reduzieren.
Infektionen mit hochempfindlichen Bakterien bzw. an Infektionsorten, an denen hohe Wirkstoffkonzentrationen erzielt werden, können mit Tagesdosen therapiert werden, die im unteren Bereich der oben aufgeführten Dosierungsempfehlungen liegen.
Die Tagesdosis wird auf 2 - 4 Anwendungen aufgeteilt. Eine Mindestdosierung von 1 g/Tag soll bei Erwachsenen nicht unterschritten werden. Nach Eintritt einer klinischen Besserung kann die Therapie auf orale Aminopenicilline umgestellt werden.
Dosierungsempfehlungen bei eingeschränkter Nierenfunktion und Neugeborenen
Bei schwerer Niereninsuffizienz oder bei Früh- und Neugeborenen ist die Dosis bzw. das Dosierungsintervall der verminderten renalen Ausscheidung anzupassen. Generell ist bei schwerer Niereninsuffizienz eine Dosis von 1 g Ampicillin pro 8 h nicht zu überschreiten. Bei einer Kreatinin- Clearance unter 10 ml/min erhöht sich das Dosierungsintervall bis auf 12 h - 15 h.
| Kreatinin-Clearance | Serumkreatinin | Empfohlene Ampicillin-Dosis | |
| > 30 ml/min | 2,0 mg/dl | Normale Dosis | |
| 30 - 20 ml/min | 2 - 4 mg/dl | 2/3 | der normalen Dosis |
| < 20 ml/min | > 4 mg/dl | 1/3 | der normalen Dosis |
Art der Anwendung
Zur intravenösen oder intramuskulären Anwendung nach Rekonstitution/Verdünnung.
Ampicillin MIP ist als intravenöse Injektion oder Infusion oder als tiefe intramuskuläre Injektion anzuwenden. Die intramuskuläre Anwendung soll nur in Betracht gezogen werden, wenn die intravenöse Anwendung nicht möglich oder für den Patienten weniger geeignet ist.
Die intravenöse Injektion soll langsam über einen Zeitraum von mindestens 3 - 5 Minuten erfolgen. Die Infusionsdauer soll zwischen 15 und 20 Minuten betragen.
Anleitung zur Zubereitung
| Art der Anwendung | Hinweise zur Rekonstitution |
| Intramuskuläre Injektion | Das Pulver in 3 ml Wasser für Injektionszwecke auflösen. |
| Intravenöse Injektion | Das Pulver in 5 ml Wasser für Injektionszwecke auflösen. |
Intramuskuläre Injektion
Zur Herstellung der Injektionslösung durch Rekonstitution den Inhalt einer Durchstechflasche mit Wasser für Injektionszwecke auflösen (siehe Tabelle oben). Gut schütteln, bis die Lösung klar wird. Intramuskuläre Injektionen sollen in einen großen Muskel erfolgen und nicht mehr als 500 mg sind an einer Stelle auf einer Seite zu injizieren.
Intravenöse Injektion
Zur Herstellung der Injektionslösung durch Rekonstitution den Inhalt einer Durchstechflasche mit Wasser für Injektionszwecke auflösen (siehe Tabelle oben). Gut schütteln, bis die Lösung klar wird.
Intravenöse Infusion
Zuerst wie im Abschnitt „Intravenöse Injektion“ beschrieben rekonstituieren, bevor mit einer der nachfolgenden kompatiblen Infusionslösungen verdünnt wird:
Natriumchlorid-Lösung 9 mg/ml (0,9 %)
- Glukose-Lösung 50 mg/ml (5 %)
- Ringer-Laktat-Lösung
Die Konzentration der verdünnten Lösung soll 30 mg/ml nicht überschreiten.
Durchstechflasche vor der Verwendung visuell überprüfen. Es dürfen nur Lösungen verwendet werden, die klar und praktisch frei von Partikeln sind. Die Farbe der Lösung variiert von farblos bis hellgelb.
Die rekonstituierte Lösung ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend der nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


