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Medikamente

Alamycin 300 LA - Injektionslösung für Rinder und Schweine

Alamycin 300 LA - Injektionslösung für Rinder und Schweine
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Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen
  7. Zieltierarten
  8. Wartezeit

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Das Wichtigste in Kürze

Zur Behandlung von bakteriellen Infektionen bei Rindern und Schweinen, die durch folgende Oxytetracyclin-empfindliche Erreger verursacht sind: Rind: Infektionen des Respirationstraktes verursacht durch Histophilus somni, Mannheimia haemolytica oder Pasteurella multocida Metritis verursacht insbesondere durch Trueperella pyogenes Nabelschnurinfektionen und …

Zieltierarten
Rind, Schwein
Wartezeit
Dosierung von 20 mg/kg KGW: Rind: Essbare Gewebe: 28 Tage. Milch: 10 Tage. Schwein: Essbare Gewebe: 14 Tage. Dosierung von 30 mg/kg KGW: Rind: Essbare Gewebe: 35 Tage. Milch: 10 Tage. Schwein: Essbare Gewebe: 28 Tage.
Wirkstoff(e)
Oxytetracyclin
Zulassungsinhaber
Norbrook Laboratories (Ireland) Limited
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
ATC Code
QJ01AA06

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Alamycin 300 LA - Injektionslösung für Rinder und Schweine bei Tieren angewendet?

Zur Behandlung von bakteriellen Infektionen bei Rindern und Schweinen, die durch folgende Oxytetracyclin-empfindliche Erreger verursacht sind:

Rind:

  • Infektionen des Respirationstraktes verursacht durch Histophilus somni, Mannheimia haemolytica oder Pasteurella multocida
  • Metritis verursacht insbesondere durch Trueperella pyogenes
  • Nabelschnurinfektionen und septische Arthritis verursacht durch Trueperella pyogenes, E.coli oder
    Staphylococcus aureus

Schwein:

  • Infektionen des Respirationstraktes verursacht durch Mannheimia haemolytica und Pasteurella multocida
  • Nabelschnurinfektionen und septische Arthritis verursacht u.a. durch Trueperella pyogenes, E.coli oder Staphylococcus aureus
  • Rotlauf verursacht durch Erysipelothrix rhusiopathiae
  • Rhinitis atrophicans verursacht durch Bordetella bronchiseptica und Pasteurella multocida

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Für welche Tiere ist Alamycin 300 LA - Injektionslösung für Rinder und Schweine zugelassen?

Rind, Schwein

Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Alamycin 300 LA - Injektionslösung für Rinder und Schweine

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei schweren Funktionsstörungen von Leber und Niere.

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Mit verbreiteten Resistenzen gegenüber Tetracyclinen, und somit auch gegenüber Oxytetracyclin, ist insbesondere bei Streptokokken, Erysipelothrix rhusiopathiae, Salmonellen, E. coli, Pasteurellen, Mannheimia haemolytica und Pseudomonaden zu rechnen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf den Ergebnissen einer Empfindlichkeitsüberprüfung der vom Tier isolierten Erreger beruhen. Falls dies nicht möglich ist, sollte die Behandlung auf örtlich (regional, auf Bestandsebene) gewonnenen epidemiologischen Erkenntnissen bezüglich der

Empfindlichkeit der Zielbakterien beruhen. Eine von den Vorgaben in der Gebrauchs- und Fachinformation abweichende Anwendung des Tierarzneimittels kann die Verbreitung von Amoxicillin-resistenten Bakterien erhöhen und den Wirkungsgrad einer Behandlung mit anderen Penicillinen aufgrund Kreuzresistenzen reduzieren. Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die offiziellen, nationalen und örtlichen Regelungen über den Einsatz von Antibiotika zu berücksichtigen.

Das Verfüttern von Sperrmilch, die Rückstände der Wirkstoffe enthält, an Kälber sollte bis zum Ende der Wartezeit für Milch (außer während der Kolostralphase) vermieden werden, da dies zur Selektion resistenter Bakterien innerhalb der intestinalen Darmflora sowie zu einer Verschiebung im gastrointestinalen Mikrobiom des Kalbes führen kann. Dadurch kann es einerseits zu Antibiotikabedingten Durchfällen kommen und andererseits kann eine Ausscheidung resistenter Bakterien über die Faeces stattfinden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Tetracycline oder einen der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit diesem Tierarzneimittel vermeiden.

Bei versehentlichem Kontakt mit Haut oder Augen sind die betroffenen Stellen gründlich mit Wasser zu spülen, da es zu leichten Reizungen kommen kann.

Eine versehentliche Selbstinjektion ist zu vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion oder bei allergischen Reaktionen, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Nach der Anwendung Hände waschen.

Trächtigkeit:

In der späten Phase der Trächtigkeit kann die Anwendung von Tetracyclinen zur Verfärbung der Zähne und Störung der Kalzifizierung bei Föten und wachsenden Tieren führen.

Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.

Laktation:

Schwein: Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Laktation ist nicht belegt. Rind: Kann während der Laktation angewendet werden.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Es besteht ein potentieller Antagonismus von Tetracyclinen mit bakterizid wirksamen Antibiotika. Die Kombination mit Muskelrelaxantien und Narkotika verstärkt die neuromuskuläre Blockade. Oxytetracyclin antagonisiert heparinartige Antikoagulantien.

Überdosierung:

Bei versehentlicher intravenöser Verabreichung können allergische oder anaphylaktische Reaktionen auftreten. Als Gegenmaßnahmen ist eine Schockbehandlung mit Antihistaminika und/oder kreislaufstützenden Mitteln einzuleiten.

Nach letalen Überdosierungen (intravenös oder intramuskulär) werden zentralnervale Symptome wie Exzitation, Konvulsion, gefolgt von Depression, generalisierter muskulärer Paralyse und Atemstillstand beobachtet.

Eine chronische Überdosierung kann Anlass für eine Akkumulation von Oxytetracyclin (Nierenschäden) sein.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

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Wie wird Alamycin 300 LA - Injektionslösung für Rinder und Schweine dosiert und angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zur tiefen intramuskulären Anwendung.

Standard-Dosierung: 20 mg/kg KGW (entsprechend 1 ml/15 kg KGW).

Wenn nötig eine weitere Verabreichung frühestens nach 3-4 Tagen

Hohe Dosierung: 30 mg/kg KGW (entsprechend 1 ml/10 kg KGW).

Wenn nötig eine weitere Verabreichung frühestens nach 5-6 Tagen.

Hinweise für die richtige Anwendung

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Schwein: Die intramuskuläre Applikation erfolgt vorzugsweise in die seitliche Halsmuskulatur hinter dem Ohr. Der Kanülendurchmesser soll 1,2 mm nicht überschreiten.

Volumina über 7 ml sind auf mehrere Injektionsstellen aufzuteilen. Maximales Injektionsvolumen beim Ferkel: 0,2 bis 1 ml

Rind: Die Verabreichung erfolgt vorzugsweise in den Bereich der Oberarmmuskulatur (M. anconeus) bzw. der Glutealmuskulatur. Volumina über 10 ml sind auf mehrere Injektionsstellen aufzuteilen.

Welche Wartezeit gilt für Alamycin 300 LA - Injektionslösung für Rinder und Schweine?

Dosierung von 20 mg/kg KGW:

Rind:

Essbare Gewebe: 28 Tage.

Milch: 10 Tage.

Schwein:

Essbare Gewebe: 14 Tage.

Dosierung von 30 mg/kg KGW:

Rind:

Essbare Gewebe: 35 Tage.

Milch: 10 Tage.

Schwein:

Essbare Gewebe: 28 Tage.

Welche Nebenwirkungen kann Alamycin 300 LA - Injektionslösung für Rinder und Schweine beim Tier haben?

Rind, Schwein:

Sehr häufig Schwellung an der Injektionsstelle1, Verhärtung an der
Injektionsstelle1
(> 1 Tier / 10 behandelte Tiere):
 
Sehr selten Überempfindlichkeitsreaktion2,
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, Anaphylaxie2
einschließlich Einzelfallberichte): Photosensibiltät3
   

1 Milde Reaktionen können für 1 bis 4 Wochen beobachtet werden.

2 Manchmal tödlich. Eine entsprechende symptomatische Behandlung ist einzuleiten. 3Speziell bei Tieren mit geringer Hautpigmentierung bei starker Sonneneinstrahlung.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 Wien

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at/

Wie ist Alamycin 300 LA - Injektionslösung für Rinder und Schweine aufzubewahren und zu entsorgen?

Besondere Lagerungshinweise

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Trocken lagern.

Nach erstmaligem Öffnen im Kühlschrank (2°C bis 8°C) aufbewahren. Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 3 Tagen

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und Karton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Weitere Informationen zu Alamycin 300 LA - Injektionslösung für Rinder und Schweine

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Alamycin 300 LA - Injektionslösung für Rinder und Schweine

Zusammensetzung

Ein ml enthält:

Wirkstoff:

Oxytetracyclin 300,00 mg (entsprechend 323,50 mg Oxytetracyclin-Dihydrat)

Klare, dunkel bernsteinfarbene Lösung.

Einstufung von Tierarzneimitteln

Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Zulassungsnummer: 8-00479

Durchstechflasche aus Glas zu 100 ml.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

03/2026

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Kontaktdaten

Zulassungsinhaber:

Norbrook Laboratories (Ireland) Limited

Rossmore Industrial Estate

Monaghan

Ireland

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

Norbrook Laboratories (Ireland) Limited

Rossmore Industrial Estate

Monaghan

Ireland

Norbrook Laboratories Limited

Station Works

Newry, Co. Down

BT35 6JP

Northern Ireland

Örtlicher Vertreter und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen: PRO ZOON Pharma GmbH

Karl-Schönherr-Straße 3 A-4600 Wels

Tel: +43 7242 28333 E-mail: office@prozoon.at

Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung.

Weitere Informationen

Das Wirkungsspektrum von Oxytetracyclin umfasst grampositive und gramnegative, aerobe und anaerobe Mikroorganismen, Mycoplasmen, Leptospiren, Chlamydien und Rickettsien.

Bei vielen Erregern, wie Staphylokokken, Streptokokken, Pasteurellen, Klebsiellen, Haemophilus, Corynebakterien, Clostridien, Bordetellen, Aeromonaden, Yersinien und Citrobacter sind erhebliche Resistenzen zu erwarten, die häufig stammspezifisch sind. Problemkeime wie Escherichia coli, Salmonellen, Enterobacter und Klebsiellen werden nur zu einem geringen Teil, Pseudomonas aeruginosa, Proteusarten sowie Sprosspilze werden nicht erfasst.

Bei Vorliegen einer Resistenz gegenüber einem Tetracyclin besteht meist komplette Kreuzresistenz zwischen allen Tetracyclinen.

Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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